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Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 12.10.2015, 06:39
von Sarafina
Wir sind gerade etwas überfordert, mit den Bedürfnissen der Kinder (und unseren) und brauchen Ideen und/oder Input.

Zur Situation: Der Kleinste ist 2 und schläft noch bei uns, da er nachts häufig stillt. Versuche, ihn nachts abzustillen, gipfelten in infernalischem Gebrüll, das auch die Nachbarn wachhielt. :oops: Im Prinzip warte ich darauf, dass er sich alleine abstillt. Vermutlich kann ich da lange warten. Wenn es sich nachts im Rahmen hält, dann geht es eigentlich, mein Leidensdruck ist nicht so wahnsinnig hoch, da ich einfach weiterdöse beim Stillen.
Nun haben wir noch 2 größere Kinder. Bis letztes Jahr April hatten sie ein gemeinsames Zimmer, schliefen also zusammen. Seit dem Umzug hat jeder sein eigenes Reich. Manchmal, wenn keine Schule ist, dann schlafen die beiden zusammen. Allerdings fühlt sich die 7-jährige zunehmend gestört, weil der 5-jährige Bruder sich in den Schlaf quasselt, auch wenn eine CD läuft, die SIE aber hören will. :roll: Der letzte Zusammenschlaf-Versuch wurde wegen Streitereien von uns abgebrochen. Das sind die Rahmenbedingungen.
Seit ein paar Tagen hat die 7-jährige ab Schlafenszeit Ängste. Ihr ist der Flur zu dunkel, also haben wir eine LED Lampe an ihren Türrahmen geklebt. Sie hat aber auch Angst in ihrem Zimmer. Also hat sie nicht nur eine Taschenlampe, sondern auch eine LED Lampe, die zum Einschlafen brennt, zusätzlich zum Nachtlicht. Sie schläft im Hochbett, dazulegen traue ich mich ehrlich gesagt nicht. Zudem wäre dann auch mein ganzer freier Abend hinüber, was vielleicht egoistisch ist, aber ich muß gerade zur Zeit auch sehen, dass es mir gut geht. :( (Ich sag ja, es ist schwierig, ALLEN Bedürfnissen gerecht zu werden). Sie würde gerne bei uns schlafen, da liegt aber noch der Kleine, der nachts häufig wach wird. Und ich habe IMMER das Gefühl, dass wir zu wenig Platz haben, auch wenn wir bereits 3x 90cm haben. Der Kleine stillt bei mir und rollt dann wieder in sein Bett rüber. Würde er nachts merken, dass die Schwester da liegt, würde er wohl sofort rambazamba machen. :roll: Zudem hat mein Mann Schlafprobleme, wobei nicht hilfreich ist, dass er um 4:30 Uhr aufstehen muss. Wenn unsere Tochter irgendwann in den frühen Morgenstunden zu uns kommt (Besucherritze bzw. bei Papa), dann geht es mal, aber mit Schlaf ist dann nicht viel für uns. :(

Wir sind echt etwas durcheinander, wie wir damit umgehen und dabei am besten alle Bedürfnisse unter einen Hut kriegen *haha*. Fakt ist, mir reicht der Kleine. Fakt ist auch, wir schlafen schlechter, wenn noch mehr Kinder bei uns liegen. Mein Mann möchte das Ehebett auch nicht verlassen, da ist er komisch. :roll: In Krankzeiten kriege ich ihn schonmal auf die Couch, aber auch nur dann. Wir hätten noch ein 90x200cm Floorbed im Zimmer des Kleinsten, was bisher unbenutzt ist. Ich versuche, den Gatten vorübergehend dahin auszuquartieren, aber er sträubt sich noch, da er der Meinung ist, Eheleute gehören zusammen und die Kinder ins Kinderzimmer, ausser in Krankzeiten. :roll: Jetzt haut bitte nicht direkt auf den Mann ein, er hat sich schon wahnsinnig angepasst dafür, dass er als Flaschenverfechter galt, er ist halt "einfach" aufgewachsen und hatte keinen Bezug zum Stillen z.B., fand Langzeitstillen undenkbar. Er hat sich echt stark gewandelt in der Hinsicht! Zudem hilft er im Haushalt mit, unternimmt viel mit den Kindern und ist absoluter Familienmensch. Perfektion gibt es nunmal nicht. :wink:

Habt ihr andere machbare Vorschläge? Das SuT strotzt ja nur so vor Ideen 8)
Ich schicks mal ab, auch wenn es wirr klingt...

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 12.10.2015, 14:52
von SandraKoeln
Matratze auf dem Boden für die große im Elternzimmer?

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 12.10.2015, 16:45
von Sarafina
Schwierig. Erdgeschoss, direkt über dem Keller. Unser Bett besteht aus 3 einzelnen Stapelbetten, also recht nah am Boden. Im Winter eisig kalt, daher haben wir Teppich drunterlegen müssen. Ein weiteres Bett passt auch nicht mehr rein ganz abgesehen von der Kälte :(

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 12.10.2015, 16:50
von Altraia
Kann dein Mann sich abends zu ihr legen?

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Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 12.10.2015, 18:22
von Sakura
Bett passt nicht mehr rein heißt, dann wäre kein Platz mehr zum Laufen? Und wenn ihr das in Kauf nehmt? Auf kaltem Fußboden direkt über dem Keller würde ich keine Matratze direkt auf den Boden legen, aber ein Lattenrost und Matratze darauf, und wer sich im Schlafzimmer bewegen will, muss da halt drüber laufen?

Oder nur die Matratze ohne Lattenrost, und tagsüber stellt ihr die Matratze hoch an die Wand, könnt so im Schlafzimmer laufen, und abends wird sie hingelegt und wird zum Wanderbett für die Große?

Gibt es alternativ ein anderes, größeres Zimmer, in dem ihr zusammen schlafen könntet?

Ich verstehe auch Deinen Mann sehr gut. Ich muss auch schlafen können, sonst werde ich zum Zombie.
Und weniger als 90cm pro Person möchte ich auch nicht haben....

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 12.10.2015, 20:32
von Sarafina
Ein Matratzenlager für die Große ist schwer durchzuführen, da wir mit 2 Seiten an der Wand liegen (Kopf und linke Seite), die untere Seite ist offen aber der Durchgang zu den Kommoden ist nur noch etwa 40 cm, wenn überhaupt. Die rechte Seite (da liegt der Kleine) ist mit Gitter abgetrennt, ein Laufstall umgewandelt in Bettgitter. Eine Matratze für die Große wäre ausserhalb des Gitters und damit nutzlos. :( Würde ich sie mit einbauen, hätten wir keine Lauffläche mehr und müssten täglich mit dem Gitter sortieren. Das Schlafzimmer ist bereits das größte hier... *grübel* ... Aber an sich ist dein Vorschlag, sakura, (abgesehen von der evtl. Alternative, s.u.) wohl das Einzige, was wir machen könnten, bei dem (hoffentlich) alle Schlaf finden. Es wäre sehr aufwendig, da wir alles mit Kabelbindern verbunden haben. Täglich wegräumen ginge nicht, da ohne die Kabelbinder alles auseinanderrutschen würde. Hmm... dann müsste ich das Bett aus dem Zimmer des Kleinen rüberholen, dann hätten wir 4 Stapelbetten nebeneinander :| und so gut wie keinen Platz mehr zum Gehen. Und was der Mittlere dazu sagt, kann ich mir lebhaft vorstellen...

Heute schläft die Große nochmal bei ihrem Bruder, sie wollten unbedingt heute :)

Mein Mann und ich haben aber noch eine Idee: Sie liest ja abends noch eine Weile, wenn der Kleine schon schläft. Wir werden versuchen, wenn sie auch schlafen soll, dass wir sie in unserem Bett hinlegen und später rübertragen (nach Absprache mit ihr natürlich). In der Hoffnung, dass es gut ist, wenn sie einmal im Schlaf angekommen ist. Sie hat ja sehr selten nur Durchschlafprobleme, sodass das schon die Lösung sein kann.

Mein Mann könnte sich vielleicht mit ihr hinlegen, aber da sie erst um 8 so langsam zum schlafen kommen soll, wäre der Abend meines Gatten auch komplett hinüber. Er steht sehr früh auf, arbeitet lange, ist oft erst um 18 Uhr zu Hause und ist dreckig wie Sau, da er auf dem Bau arbeitet. Ohne Dusche oder gar baden geht da gar nichts. Abendessen, Kinder bettfertig machen - wann bleibt dann noch Zeit für ihn? Ich bin ja schon froh, dass er beim Kleinen hin und wieder Einschlafbegleitung macht (und es auch klappt, das war vor ner kleinen Weile noch unmöglich).

Aber danke für eure Meinungen. Zumindest scheint es tatsächlich schwierig zu sein und es gibt nicht DIE offensichtliche Lösung, die ich einfach nicht sehe.

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 12.10.2015, 22:00
von lapaloma
Und schläft der mittlere früher ein als.die große? So zB dass die große noch bei euch im wozi auf der Couch lesen oder hören kann bis der mittlere schläft und sie dann zu ihm ins Zimmer geht zum schlafen? Meinst du das könnte auch eine Lösung sein, dann wären nicht wieder alle bei euch..[emoji52]

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 23.10.2015, 06:18
von Sarafina
Stressige Tage und ein defekter PC lassen mich jetzt erst in Ruhe eine Antwort verfassen.

Es ist besser geworden, sicherlich ist das die Forenmagie. :lol: Unsere Lösung wäre gewesen, sie in unserem Bett einschlafen zu lassen (und später in ihr Bett zu tragen), sobald sie fertig mit Lesen ist und der Kleine auch schläft. Aber anscheinend haben unsere anderen Hilfsmaßnahmen bis dahin schon geholfen. Die LED Lampe, die an ihrem Türrahmen klebt und bei Bedarf die ganze dunkle Ecke ausleuchtet, wird benutzt und sie hilft gut. Unsere Tochter setzt sich mit den Ängsten auseinander, wir zeigen ihr immer wieder, dass die Angst unbegründet ist (was der Emotion nicht hilft, das weiß ich, aber zumindest zeigen wir im Dunklen Gelassenheit, was ihr vielleicht dennoch helfen könnte). Da sie zur Zeit auch Reizhusten hat, kommt sie abends oft nochmal zu uns ins Wohnzimmer und muß dabei jedesmal durch den Flur, jeden Abend wächst sie also ein kleines Stück über sich hinaus.

Danke für die Forenmagie :D

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 23.10.2015, 07:45
von Hyndla
Wir haben an unserer Wohnungstür ein liebes Monster, das die bösen fernhält. Hilft aber auch nur bedingt.

Re: Stillen, Ängste und Familienbett - oder auch nicht

Verfasst: 23.10.2015, 07:55
von Sarafina
Die Große (7) ist ja überzeugt davon, dass an der Haustür in der dunklen Ecke Geister wohnen. Das Licht, das ich ihr gegeben habe, hilft da auch nur bedingt. Ich habe die Ecke erleuchtet und sie meiner Tochter gezeigt mit den Worten "Siehst du, da ist nichts!" Und sie rollte mit den Augen und sagte "Boah Mama, natürlich ist da nichts, wenn Licht ist sieht man die Geister nicht!" :shock: Da steht man da mit seiner Logik und ist argumentativ am Ende :roll: