Hallo!
Ich denke, ich kann deine Motivation nachvollziehen. Wie vielen Mamas ist es mir da genau so ergangen, wie dir. Als meine Tochter etwas älter war, als Pippi, hätte ich auch eine Pause vom ständigen "zuständig sein" dringend haben wollen. Sie hat es abends oder nachts aber nicht toleriert. Nur Mama und nur Brust. An Einschlaftragen/-kuscheln/-fahren war nicht zu denken. Das Kind schlief nur beim trinken ein.

(<-- das war so ziemlich mein Gemütszustand, vor allem beim Gedanken daran, dass das
wahrscheinlich nie aufhören würde.
Ich hab verschiedentlich probiert, sie auch mal anders zum schlafen zu bringen. Aber es war jede Alternative für mich unter'm Strich zu anstrengend ggü. Stillen.
Sie hat von allein mit ca. 18 Monaten (glaube ich) weitestgehend durchgeschlafen. Ohne Training oder Methode. Ich war komplett davon überrascht (zuvor noch mehrmals Aufwachen und Stillen pro Nacht).
Diesen Anlass habe ich nach wenigen Tagen dazu genutzt, nachts abzustillen. Heißt, wenn sie ausnahmsweise nachts aufwachte, "schlief" die Mimi und es gab Wasser aus dem Becher, wenn überhaupt. Das ist nicht mal ein halbes Jahr her. Aber sie hat das so verinnerlicht, dass auch Abweichungen von dieser Regel (wenn sie krank ist, darf 24/7 ohne Beschränkung gestillt werden) kein Problem darstellen.
Ebenso bin ich gerade dabei, das Einschlafstillen abzuschaffen. Sie hat wieder von sich aus den Startschuss gegeben und ich nutze diese Gelegenheit (und ganz ehrlich, ich bedauere es zu mindestens 50%). Es klappt wider Erwarten hervorragend einfach, sodass ich das jetzt durchziehen werde. Erneut wird in Zukunft gelten, daß Ausnahmen in begründeten Fällen möglich sind (es sei denn, ich würde merken, dass sie keine Ausnahmen "verträgt").
Auch beim Trösten ist es schon seit ihrem 1. Geburtstag nur noch selten die Brust, die sie verlangt/angeboten bekommt (außer schlimmes Aua bzw. wenn singen/streicheln/tragen nicht hilft). Meistens kommt sie und will gepustet bekommen oder dad Aua geküsst bekommen.
Das Ganze hat bei mir den Grund, dass ich zwar theoretisch unbegrenzt lange bereit wäre, eine 1,5-jährige oder meinetwegen 2-jährige zu stillen. Aber sie wird ja älter. In diesem Zusammenhang hat mir ihr Verhalten, wenn ich Stillen zeitlich beschränken wollte oder ihr Geturne und Gehopse beim Einschlafen nicht leiden mochte, nicht gefallen. Sie zornte jetzt schon stark und war danach entsprechend kaum zu beruhigen. Gleichzeitig habe ich sie sehr hilflos erlebt, wenn sie es "ohne Nuckeln schaffen" sollte.
Um jetzt die Kurve zurück zu bekommen - dein Baby ist noch sehr jung. Sein Dasein ist nur von seinen Bedürfnissen bestimmt. Wahrnehmung von anderen Personen und deren Bedürfnissen steht nicht auf dem Programm. Daher möchte Pippi einfach nur das zum schlafen, was ihr am besten gefällt. Bei Mama trinken und nuckeln.
Es kann zwar möglich sein, Einschlafen vom Stillen loszulösen. Aber dein Baby sollte nachts Brust trinken dürfen. Und wenn du dann wach bleiben müsstest, damit du sie rechtzeitig vor dem einschlafen abdocken kannst ..... wie anstrengend! Das war der Hauptgrund, warum ich das nicht machen wollte.
Wenn es dir "nur" um die Abende geht, also dass du noch mal aufstehen kannst, dann denke ich, ist deine Idee doch gut!
Leg sie zum Einschlafen ohne Brust hin, wenn sie das mitmacht. Was dann nachts ist, steht auf einem anderen Blatt.
Puh. Lang geworden.
Also ich halte nicht viel von Schlaf- "Trainings" oder "Programmen". Man kann das ja alles mal lesen. Aber dann muss man doch seine eigene Lösung finden. Und wer will schon immerzu ein Szenario aus so einem Buch vor Augen haben. Man lebt doch sein eigenes Leben. Du wirst dein Kind nicht verkorksen, weil du dich abends anders verhältst als nachts
