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Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 09:03
von Lösche Benutzer 5914
Mein Sohn ist jetzt 2,5 Jahre alt und das Stillen fällt mir innerlich zunehmend schwer.

Meine Tochter habe ich 2 Jahre und 9 Monate gestillt. Als ich mit dem Kleinen schwanger war, habe ich begonnen langsam abzustillen, die Stillmomente eingeschränkt (noch 4mal täglich, noch 3mal...) und irgendwann habe ich ihr gesagt, dass die "Bubi" jetzt langsam nicht mehr stillen mag und wir haben ein letztes Stillen vereinbart und dass es ein Abschiedsgeschenk geben darf. Meine Tochter hat sich einen Fahrradhelm gewünscht. Sie hat in den Tagen darauf immer mal wieder nach "Bubi" gefragt, ich habe ihr gesagt, dass es doch ein Abschiedsgschenk gab und wir haben uns in den Arm genommen und waren beide ein bisschen traurig, dass die Stillzeit vorbei war. Die Traurigkeit konnten wir aber gut auffangen und dann war es vorbei.

Mein Sohn ist von seinem Naturell her sehr anders. Meine Tochter hat das stückweise Abstillen mit Traurigkeit aufgenommen und hat sich trösten lassen. Mein Sohn wird sauer und aggressiv, wenn er traurig ist. Ich habe ihn im April mit knapp über 2 Jahren nachts abgestillt und das war echt ein Nervenkrieg bestimmt 2 Wochen lang. Er hat geschrien, getobt, ist nachts aufgestanden, wütend durch die Wohnung getobt und hat sich nur sehr schwer trösten und beruhigen lassen. Aber ich mochte einfach nicht mehr. 2 Jahre nachts im 2-Stunden-Takt stillen... ich hatte das Gefühl, dass ich viel gegeben habe und wollte einfach meine Nachtruhe zurück.

Nun bin ich wieder schwanger und habe in den letzten Wohen versucht, das Stillen zu reduzieren. Weiter stillen ist für mich keine Option. Ich will nicht irgendwann tandemstillen, weil ich vermute, dass das nicht klappen wird mit einem sehr eifersüchtigen Großkind und es ist auch keine Option für mich, meine Kinder noch zu stillen, wenn sie mit 3 in den Kindergarten kommen.

Zudem merke ich, dass die Schwangerschaft körperlich sehr anstrengend ist. Ich muss mich täglich (mehrmals) übergeben und mein Kreislauf ist oft im Eimer. Ich bin mit meinen Kräften am Ende und habe die Stillmomente auf mal täglich reduziert.

Letzte Woche hatte mein Sohn eine schwere Magen Darm Grippe. Es war sehr dramatisch, weil er zum Schluss jegliches Trinken in Kleinstmengen verweigert hat. Wir hatten die Überweisung fürs Krankenhaus hier liegen und wollten gerade ins Kkh fahren, als eine befreundete Kinderkrankenschwester und Stillberaterin vorbeikam, um ihn nochmal anzuschauen. Ihre Einschätzung war: die Lage ist ernst, aber noch nicht dramatisch. Sie fragte dann, ob ich nicht noch stille, und ob er meine Milch nehmen würde. Ich habe dann begonnen wieder mehr zu stillen, weil ich uns das Krankenhaus ersparen wollte und weil ich Angst um ihn hatte. Ich habe dann rund um die Uhr und auch nachts wieder gestillt und nach zwei sehr zermürbenden Tagen mit viel stillen, in denen ich mich echt matschig gefühlt habe, waren wir über den Berg.

Nun fragt mein Sohn natürlich wieder öfter nach dem Stillen. Für mich waren diese zwei Viel-still-Tage aber wirklich zum abgewöhnen. Ich habe mich oft sehr gequält, wollte ihn nicht mehr stillen, habe mich aber verpflichtet gefühlt, habe gegen meinen eigenen Widerstand gehandelt.

Es ist seit der Zeit, als wir begonnen haben zu reduzieren im April, immer wieder so, dass mein Sohn einfach kein "Nein" akzeptiert. Er brüllt und haut, wenn ich ihm ruhig sage, dass ich gerade nicht stillen will. Er schreit mich dann an "Blöde Mama", wenn ich sage, dass die nächste Stillpause erst nach dem Mittag (zB) sein wird.

Im Moment gibt es nur noch Streit um´s Stillen, weil er Nachts neben mir liegt und zig Mal wach wird und laut "Bubi Bubi" brüllt, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich nachts nicht mehr stillen möchte. Ich möchte Nachts aber schlafen. Tagsüber genauso. Er verweigert Mahlzeiten und fordert dann "Bubi" oder er sagt, dass er Bauchweh habe und Bubi da hilft (vermutlich weil er in der Krankheitszeit nochmal stillen dufte).

Ich verstehe ihn! Wirklich! Ich weiß, dass das ein RIESEN Verlust für ihn ist und dass er auch nur deshalb so aggressiv reagiert, weil er traurig ist, dass wir nicht, wie es früher war, einfach immer stillen, wenn er mochte. Aber ich fühle mich genötigt, "erpresst", weil ich weiß, dass er ausrastet und aggressiv wird, wenn er nicht "Bubi" bekommt. Ich versuche ihn in solchen Momenten zu trösten, aber das will er nicht. Er haut dann und schreit mich an - er will halt stillen. Für mich ist das Erlebnis stillen ÜBERHAUPT NICHT MEHR schön, sondern nur noch eine lästige Pflicht 3mal am Tag. Es fühlt sich nicht mehr gut an, zumal mir auch die BW dabei schmerzen.

Nun denke ich, dass es vielleicht einfach nicht funktioniert mit der "Reduzieren-Taktik" und ich erwäge, einfach abrupt aufzuhören. Zu sagen "Ich mag nicht mehr. Lass uns ein letztes Mal schön zum Abschied stillen und dann sagen wir der Bubi Tschüß"



Das ist alles lang geworden. Danke an die, die sich durch den ganzen Text gequält haben. Könnt ihr mich verstehen? Gibt es jemanden, der einfach abrupt von heute auf morgen mit dem Stillen aufgehört hat? Habt ihr Tipps? Ideen? Erfahrungsberichte?

Danke schonmal!

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 09:05
von Lösche Benutzer 5914
Vor der MD Geschichte hatte ich das Stillen auf DREIMAL täglich reduziert. Das als Ergänzung.

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 09:22
von FuFu
Ich habe nur ein Kind und das auch "schon" mit 18 Monaten abgestillt. Aber ich lasse dir trotzdem ein paar Gedanken da. [emoji3]

Bei Klein-Fufu hat reduzieren nicht funktioniert. Ich habe das damals auch auf das Alter und das mangelnde Verständnis von Zeit geschoben. Aber mittlerweile merke ich deutlich, dass es auch eine Charakterfrage zu sein scheint.

Vielleicht ist ein Schnitt für euch beide anstrengend und schmerzhaft, aber dann eben auch vorbei und "verarbeitbar".

Und vielleicht drückt dein Sohn nicht Trauer mit Wut und Aggression aus, vielleicht ist er einfach auch wütend? Was er doch auch sein darf? Vielleicht hilft es ihm, wenn du nicht in den Tröste-Modus gehst, sondern klar bleibst und seine Wut aushälst. Die Trauerphase kommt dann vielleicht später, wenn er seine Wut raus gelassen hat.

☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 09:23
von Laquiqui
LIebe Sina,
erstmal einen Drücker ((())), das klingt wirklich anstrengend und zermürbend.
Bei uns war das abstillen nicht so dramatisch, aber ich kann den inneren Widerwillen gut verstehen, denn hatte ich auch ab einem gewissen Zeitpunkt. Es liest sich für mich wirklich so, als ob ein klarer Schnitt für Euch das Beste sein könnte. Erstmal für Dich, beim Lesen Deiner Worte und Erinnern daran, wie unangenehm es sich anfühlt, mit innerem (und/oder körperlichen) Widerwillen zu stillen, wird mir ganz kribbelig. Ja, Du hast das Recht, abzustillen, wenn Du das möchtest! Und ich finde es wichtig für Dich, Deine körpewrlichen Grenzen zu wahren.

Zweitens kann ich mir auch vorstellen, dass es für Deinen Sohn einfacher sein kann, einen klaren Schnitt zu machen. Kämpfe, Streit und Frust ums stillen habt Ihr grad eh und zuhauf. Wie sollte er auch nicht verwirrt sein, wenn er grad erst wieder so viel stillen durfte. Durch den Versuch, es jetzt wieder langsam auszuschleichen (obwohl Du am liebsten sofort aufhören würdest), verlängert Ihr den Konflikt, seine Unsicherheit und Dein Unbehagen.
Ich kann mir vorstellen, wenn Ihr jetzt abstillt, vielleicht so wie Du sagst, mit einem Abschiedsstillen, dann kannst Du seinen frust vielleicht leichter aushalten und auffangen, weil es für eine begrenzte Zeit so sein wird. Eine Abschieds- und Trauerphase und dann ist es gut.

Ich wünsche Dir viel Kraft und eine klare Entscheidung, die sich für Dich richtig anfühlt!

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 09:40
von nido56
Hallo,
Mein Sohn war ein absolutes "alles-oder-nichts"-Kind. Wenn man dem den kleinen Finger gereicht hat, hat er immer energisch die ganze Hand gefordert (oder am besten gleich den Arm bis zur Schulter). Das aendert sich erst jetzt mit 3.5, wahrscheinlich aufgrund seiner besseren Kommunikationsfaehigkeiten.

Ich war kurz vor seinem zweiten Geburtstag an dem Punkt, an dem ich (aus mehreren Gruenden) einfach keine Lust mehr hatte, ihn zu stillen. Reduzieren waere bei ihm garantiert ein nervenaufreibendes, endloses Drama geworden. Also habe ich wirklich abrupt abgestillt. Er trank bis dahin immer nachmittags nach der Krippe, abends zum einschlafen, morgens gegen 5-6 und nochmal so gegen 7:30, bevor ich aufstehen musste. Dazu noch manchmal nach Bedarf bei Aufregung, Unsicherheit, Aua etc. etc. Nachts (zwischen 22 und 5-6) hatte ich ihn mit 18 Monaten abgestillt, was zwar nicht ganz so dramatisch war wie bei Euch, aber auch mit 1-2 SEHR anstrengenden Wochen verbunden. Und so richtig 100%ig hatte er das auch nie akzeptiert.

Ich habe ihm eines montags erzaehlt, dass wir jetzt bals aufhoeren zu stillen. Das dann taeglich wiederholt. Donnerstags dann konkreter: Noch heute und morgen und dann ist Schluss. Freitags dann mehrmals drauf hingewiesen, dass heute der letzte Tag ist. Abends dan mit Ankuendigung in den Schlaf gestillt. Und dann war Schluss. Der erste Morgen war fuer uns beide schrecklich, weile r morgens um 6 wirklich sehr verzweifelt stillen wollte. Aber wir sind dann aufgestanden, haben uns aufs Sofa gekuschelt, und er hat sich erstaunlich schnell beruhigt. An dem Wochenende haben wir dann lauter tolle Sachen gemacht, Zoobesuch, Kindergeburtstag bei einem Freund... So dass es tagsueber kein Problem war. Er hat einige Male gefragt, es aber akzeptiert, als ich gesagt habe, dass wir nicht mehr stillen.

Das Einschlafen war dann natuerlich nochmal schwierig und hat sich ewig hingezogen mit Geschichten vorlesen, singen, rumtragen, kuscheln, wieder sigen etc. etc.. Der naechste Morgen war schon viel besser, da hat er nur noch ein bisschen geweint, und damit war das Schlimmste eigentlich durch.1-2 Wochen lang hat er manchmal nach der Brust gefragt, meine Ablehnung aber immer recht problemslos akzeptiert. Ich war echt total ueberrascht! Ich haette vorher nie, nie, nie erwartet, dass es so einfach sein wuerde, ihn abzustillen!

Das einzige Problem blieb das abendliche Einschlafen. Wir haben nie einen gleichwertigen Ersatz zum Runterkommen gefunden, so dass das ins-Bett-bringen von da an einfach deutlich laenger gedauert hat. vorher ist er an der Brust zuverlaessig in 10-15 min weggepennt. Danach hat sich das ganze mit Vorlesen und in den Schlaf kuscheln dann regelmaessig mindestens 30 min hingezogen. Aber damit konnte ich gut leben. Das hat sich erst jetzt geaendert, weit er keinen Mittagsschlaf mehr macht.

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 14:25
von soda
FuFu hat geschrieben:Ich habe nur ein Kind und das auch "schon" mit 18 Monaten abgestillt. Aber ich lasse dir trotzdem ein paar Gedanken da. [emoji3]

Bei Klein-Fufu hat reduzieren nicht funktioniert. Ich habe das damals auch auf das Alter und das mangelnde Verständnis von Zeit geschoben. Aber mittlerweile merke ich deutlich, dass es auch eine Charakterfrage zu sein scheint.

Vielleicht ist ein Schnitt für euch beide anstrengend und schmerzhaft, aber dann eben auch vorbei und "verarbeitbar".

Und vielleicht drückt dein Sohn nicht Trauer mit Wut und Aggression aus, vielleicht ist er einfach auch wütend? Was er doch auch sein darf? Vielleicht hilft es ihm, wenn du nicht in den Tröste-Modus gehst, sondern klar bleibst und seine Wut aushälst. Die Trauerphase kommt dann vielleicht später, wenn er seine Wut raus gelassen hat.

☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
*fett unterschreib*

Meine Tochter kennt auch nur "ja" oder "nein". Wenig oder vielleicht oder später oder so etwas akzeptiert sie nicht (sie ist 1 3/4 Jahre alt).
Wenn es bei uns um das Abstillen ginge, dann glaube ich, würde es so ablaufen wie bei euch jetzt gerade.
Ich "darf" meine Maus bei Wut auch nicht trösten oder anfassen/beschwichtigen. Da kriegt sie die Vollkrise. Mal nebenbei finde ich das auch normal und gut so - Wut kann man nicht wegstreicheln. Die soll sie ruhig erleben. DANACH spürt sie ihre Traurigkeit und dann darf ich wieder 'liebe' Mama sein und in den Arm nehmen.
Mit nachts nicht mehr stillen war es genau so. Sie hatte aus Versehen ein paar Mal durchgeschlafen und beim nächsten nächtlichen Aufwachen hab ich stillen abgelehnt, "weil die Mimi müde ist und schläft". Fand sie total entsetzlich. Aber sie hat es akzeptiert.

Starke Nerven für dich!

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 15:32
von unsichtbar
Meine große Tochter habe ich von heute auf morgen abgestillt. Allerdings mit 1 Woche Vorlauf. Sie war damals 2 3/4. . Ich wollte schon länger abstillen, aber meine Tochter nicht. Als ich dann wegen einer OP ins KHs musste,habe ich ihr erklärt, dass sie ab da nicht mehr stillen kann und ob wir jetzt jeden Tag einmal stillen (Bru-Mii) auslassen sollen.Sie meinte dann nein,weiter Bru-Mii bis Mama KHs. Wir sprachen dann beim Stillen immer wieder von dem Abstill-Tag..Am OP-Tag früh gab sie der Brust nen Kuss und sagte , Tschüss Bru-Mii. Danach wollte sie nicht mehr gestillt werden.
Eine Bekannte hat mit Still-Talern gearbeitet. Ihr Sohn hat am Tag 6 Taler bekommen (aus Pappe gebastelt ) und mit den Talern konnte er sich eine Stillmahlzeit oder was süßes kaufen. Irgendwann war es nur noch eine Stillmahlzeit und mehrer Gummibärchenmahlzeiten und dann wurde beschlossen,die Taler gegen Euro zu tauschen und in einem "richtigen " Laden einkaufen zu gehen und sich ein Kuscheltier zu kaufen...Das Abstillen hat zwar länger gedauert, aber der Junge war stolz sein Kuscheltier selbst gekauft zu haben, wril er nun groß ist und keine Brust mehr braucht. ..

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 15:43
von Lösche Benutzer 5914
Danke für eure Rückmeldungen.

ICh fühle mich echt terrorisiert, muss ich sagen :oops: Und es balastet die ganze Familie irgendwie mit. Ich habe ihn gerade aus dem Mittagsschlaf geweckt mit meiner Tochter zusammen. Wir haben ihm vorgeschlagen uns Apfelschnitze zu schneiden und auf dem Sofa ein Buch zu lesen. Aber er ist aufgewacht und hat nur "Buuubiii! Jetzt Bubi!" gebrüllt. ich habe dann ruhig erklärt, dass er seine Mittags-Bubi schon hatte und dass die nächste Bubi-Zeit abends im Bett sein wird. ich habe versucht ihm zum Mitkommen zu überreden. Lesen, Teezeit, spielen... NICHTS möchte er! Er lehnt alles ab. Er liegt im Bett, man darf ihn nicht in den Arm nehmen, nicht trösten, nichts. Er brüllt seit einer halben Stunde "Bubi!" und ich kann NICHTS machen. Meine Tochter hat sich in ihr Zimmer zurückgezogen und meint, sie will ein Hörspiel hören. Ich komme einfach nicht an ihn ran. Aber ich habe auch einfach keine Lust zu stillen, weil er mich durch sein Verhalten "zwingt". Weil sonst nichts mehr geht. - Es macht so einfach keinen Spaß mehr. :(

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 15:44
von Lösche Benutzer 5914
Ein 2,5jähriger muss doch in der Lage sein, ein "Nein" auch zu hören und zu akzeptieren. Es ist immer noch mein Körper und ich habe durch die Schwangerschaft auch noch andere "Wehwehchen" - auch wenn er das nicht weiß...

Re: Abruptes Stillende herbeiführen - Tipps?

Verfasst: 01.09.2015, 16:13
von wewo
Hallo!

Ich stille auch meine Große noch, möchte aber trotzdem einen Gedanken dalassen, der mir durch den Kopf ging.

Meine Große hat auch tagsüber noch oft gestillt. Als ich es einschränken wollte, hat das anfangs nur schwer geklappt. Aus Gewohnheit und Langweile wollte sie zu den entsprechenden Zeiten stillen. Hatten wir einen Rythmus und habe sie nur einmal ausnahmsweise zwischendurch stilen lassen, forderte sie es immer. Ich musste also sehr konsequent bleiben.

Mittlerweile (sie wird bald 3) stillt sie tagsüber nur noch einmal am Mittag, aber selbst das nicht immer. Heute z.B. hat sie es einfach vergessen. Ablenkung ist hier das Zauberwort. Wenn wir einen Ausflug gemacht haben, hat sie fast nie gefragt. Wenn sie dem ganzen Tag mit Papa oder Oma unterwegs war, ging es ohne.

Wie sieht es denn bei dir mit "Fremdbetreuung" aus? Kann sich jemand anders ein paar Tage mit ihm beschäftigen, sodass du gar nicht zu Verfügung stehst?

Die Große möchte ich auch bald abstillen. Den Kita-Start im Oktober werde ich noch abwarten. Mein aktueller Plan sieht so aus, dass ich den Weihnachtsurlaub vom Papa nutzen möchte. Er soll dann mit ihr das Einschlafen und die Nächte übernehmen. Ich schlafe dann mit dem Kleinen in einem anderen Raum. Ob ich ein offizielles Abstillen mache oder es ihr nicht sage, weiß ich noch nicht. Sie wird bei Abschieden im Moment immer so melodramatisch. ;) Fairer fände ich es schon.

Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen! Ich kann dein Genervtsein sehr nachvollziehen. Es wird bestimmt bald besser. Alles Gute für die restliche Schwangerschaft!