Mit BES zum Vollstillen?
Verfasst: 05.08.2015, 00:42
Liebes Mondenkind,
nachdem ich einen Thread hier im Forum längere Zeit mitgelesen habe, (selbe Problematik wie bei mir) und Mutter und Kind nun einen wahren Erfolg erzielt haben, habe ich nun auch beschlossen, einen Versuch zu starten . Mein Ziel lautet Vollstillen und ich hoffe, trotz des Alters meines Babys, es erreichen zu können.
Meine Tochter C. kam am 29. April per Kaiserschnitt auf die Welt (39. SSW) und ich habe sie im Aufwachraum gleich angelegt und sie hat gut gesaugt. Ab da nach Bedarf gestillt. Mit dem Milcheinschuss kam die große Müdigkeit und sie ist mir permanent an der Brust eingeschlafen und ich habe durchgehend gestillt. Wir kamen beide, vor allem nachts, nicht zur Ruhe, bis die Schwester ihr mal per Spritze 30ml Fertigmilch gab und siehe da, sie hat auch mal nachts ein wenig geschlafen. Durch das ständige Einschlafen untertags und dadurch Nicht-Entleeren der Brust habe ich begonnen; etwas abzupumpen, und ihr das abends per Flasche zu geben, damit wir beide etwas schlafen konnten. Das habe ich dann beibehalten bzw. habe ich bald bemerkt, dass sie auch untertags nie richtig satt wurde, so war bald mein Tagesrhythmus Stillen-Fläschchen-Pumpen. Wenn es schnell gehen musste, oder auch abends gab es gleich Fläschchen.
Ich habe mich irgendwann damit abgefunden bzw. dachte schon oft daran, ihr nur die Flasche zu geben. In letzter Zeit musste ich nur 3-4 x Pumpen, um den Tagesbedarf für C. beisammen zu haben, ca. 700-800 ml. Allerdings brauche ich wohl trotzdem die Stimulation durch Saugen, da ich schon bemerkt habe, dass mit nur Pumpen meine Milch weniger wird.
Aber irgendwie hat mich das immer etwas runtergezogen, ich habe noch eine Tochter, die auch per KS auf die Welt kam und bei der es mit dem Vollstillen auch nicht geklappt hat. Der Gedanke: „Ich kann weder meine Kinder normal gebären, noch sie an der Brust satt zu bekommen“ macht mich in trüben Momenten immer noch fertig.
Im Moment versuche ich C. mehr zu stillen, aber wir schaffen es nie mehr als 5x am Tag. Der Rest wird per Flasche (ca. 400-550 ml) verfüttert. Sie ist immer noch sehr schläfrig, und oft bekomme ich sie nicht wach, Ausziehen, „Kitzeln“, Wickeln etc. hilft einen kurzen Moment und schon ist sie wieder weg. Das ist sehr sehr anstrengend…..die Flasche dagegen nimmt sie im Halbschlaf.
Anfang letzter Woche hatten wir dann große Probleme mit der Flasche, es war als ob sie das Saugen verlernt hätte. Sie wollte nur noch Brust, aber da wurde sie nicht satt! Sie schluckt bei jd. 4.-5. Saugen, also viel zu wenig. Mit dem Becher ging es auch nicht. Also haben wir ihr die Flasche wieder im Halbschlaf gegeben. Mittlerweile geht es wieder, aber wir haben auch das Problem, dass sie sowohl an der Brust als auch mit der Flasche sehr viel Luft schluckt und ich weiß oft nicht, ob sie satt ist oder nur Luft drückt. Denn oft denken wir,sie ist satt, dann kommt ein Megabäuerchen und sie trinkt wieder weiter.
Ich weiß, dass hier Stillproben gar nicht gern gesehen werden, aber als ich bei einer Freundin letzte Woche war, hab ich eine gemacht und siehe da, 50 ml in 7 Minuten! Sie hat da so super getrunken, die Brust war noch relativ voll, es war morgens, und ich frage mich bis heute, warum sie da so gut getrunken hat, es war nämlich das erste Mal. Leider auch das letzte. Aber anscheinend kann sie es!?!
Dieses Ereignis hat mich sehr motiviert, und ich habe beschlossen, es noch einmal mit Vollstillen zu versuchen. Eine Waage habe ich mir besorgt und , obwohl ich es selber noch nicht glauben kann, ein BES bestellt. Soweit wollte ich eigentlich nie gehen, aber da es scheinbar erfolgreich ist, versuche ich nun diesen Weg.
Ich frage mich nur, wie ich 10-12 Stillmahlzeiten schaffen soll. Sie schläft mittlerweile von 23 bis 6 Uhr, und dann bis 11 so richtig tief und fest, manchmal mit kurzer Trinkpause um 8 Uhr Und ich muss gestehen, ich habe es schon auch genossen, erst dadurch habe ich auch wieder Kraft bekommen, diesen Versuch zu starten.
Ich habe nicht viele Gewichtsdaten, Geburt, U2, und ein paar Mal die Hebamme. Werde sie mal zusammensuchen.
Ab sofort werde ich natürlich täglich wiegen und Buch führen über die restl. Daten.
Noch was: Gestern Nacht hatte ich eine sehr lange Still und Abpumppause, was leider zu einem Milchstau in meiner rechten, guten Brust geführt hat. Seit dem kommt beim Pumpen statt sonst 150-180 ml nur 50-70 ml. Das macht mir jetzt momentan große Sorgen, wie Du hoffentlich verstehen kannst. Warme Umschläge, max 3-stündiges Entleeren der Brust durch Pumpen oder Stillen, stillen mit Kinn von C. an geröteter Stelle…was kann ich noch machen? Und, die Frage aller Fragen, was kann oder muss ich machen, damit die Milch wieder kommt???
C. hat momentan sehr oft Stuhlgang, fast in jeder Windel ist etwas drin. Ist das normal? Wir hatten nach ca. 6-8 Wochen seltener Stuhl, aber jetzt ist sehr sehr oft.
Schnuller nimmt C. nicht und in Behandlung sind wir nur beim Kinderarzt und Heilpraktikerin. Keine medizinischen Besonderheiten!
Noch eine generelle Frage: Wie oft spürt man bei einer Stillmahlzeit einen MSR? Ich habe ihn bislang nur am Anfang gespürt, also max 1x. Kommt danach trotzdem genügend Milch?
Ich danke Dir für Deine Antwort,
viele Grüße
skunki
nachdem ich einen Thread hier im Forum längere Zeit mitgelesen habe, (selbe Problematik wie bei mir) und Mutter und Kind nun einen wahren Erfolg erzielt haben, habe ich nun auch beschlossen, einen Versuch zu starten . Mein Ziel lautet Vollstillen und ich hoffe, trotz des Alters meines Babys, es erreichen zu können.
Meine Tochter C. kam am 29. April per Kaiserschnitt auf die Welt (39. SSW) und ich habe sie im Aufwachraum gleich angelegt und sie hat gut gesaugt. Ab da nach Bedarf gestillt. Mit dem Milcheinschuss kam die große Müdigkeit und sie ist mir permanent an der Brust eingeschlafen und ich habe durchgehend gestillt. Wir kamen beide, vor allem nachts, nicht zur Ruhe, bis die Schwester ihr mal per Spritze 30ml Fertigmilch gab und siehe da, sie hat auch mal nachts ein wenig geschlafen. Durch das ständige Einschlafen untertags und dadurch Nicht-Entleeren der Brust habe ich begonnen; etwas abzupumpen, und ihr das abends per Flasche zu geben, damit wir beide etwas schlafen konnten. Das habe ich dann beibehalten bzw. habe ich bald bemerkt, dass sie auch untertags nie richtig satt wurde, so war bald mein Tagesrhythmus Stillen-Fläschchen-Pumpen. Wenn es schnell gehen musste, oder auch abends gab es gleich Fläschchen.
Ich habe mich irgendwann damit abgefunden bzw. dachte schon oft daran, ihr nur die Flasche zu geben. In letzter Zeit musste ich nur 3-4 x Pumpen, um den Tagesbedarf für C. beisammen zu haben, ca. 700-800 ml. Allerdings brauche ich wohl trotzdem die Stimulation durch Saugen, da ich schon bemerkt habe, dass mit nur Pumpen meine Milch weniger wird.
Aber irgendwie hat mich das immer etwas runtergezogen, ich habe noch eine Tochter, die auch per KS auf die Welt kam und bei der es mit dem Vollstillen auch nicht geklappt hat. Der Gedanke: „Ich kann weder meine Kinder normal gebären, noch sie an der Brust satt zu bekommen“ macht mich in trüben Momenten immer noch fertig.
Im Moment versuche ich C. mehr zu stillen, aber wir schaffen es nie mehr als 5x am Tag. Der Rest wird per Flasche (ca. 400-550 ml) verfüttert. Sie ist immer noch sehr schläfrig, und oft bekomme ich sie nicht wach, Ausziehen, „Kitzeln“, Wickeln etc. hilft einen kurzen Moment und schon ist sie wieder weg. Das ist sehr sehr anstrengend…..die Flasche dagegen nimmt sie im Halbschlaf.
Anfang letzter Woche hatten wir dann große Probleme mit der Flasche, es war als ob sie das Saugen verlernt hätte. Sie wollte nur noch Brust, aber da wurde sie nicht satt! Sie schluckt bei jd. 4.-5. Saugen, also viel zu wenig. Mit dem Becher ging es auch nicht. Also haben wir ihr die Flasche wieder im Halbschlaf gegeben. Mittlerweile geht es wieder, aber wir haben auch das Problem, dass sie sowohl an der Brust als auch mit der Flasche sehr viel Luft schluckt und ich weiß oft nicht, ob sie satt ist oder nur Luft drückt. Denn oft denken wir,sie ist satt, dann kommt ein Megabäuerchen und sie trinkt wieder weiter.
Ich weiß, dass hier Stillproben gar nicht gern gesehen werden, aber als ich bei einer Freundin letzte Woche war, hab ich eine gemacht und siehe da, 50 ml in 7 Minuten! Sie hat da so super getrunken, die Brust war noch relativ voll, es war morgens, und ich frage mich bis heute, warum sie da so gut getrunken hat, es war nämlich das erste Mal. Leider auch das letzte. Aber anscheinend kann sie es!?!
Dieses Ereignis hat mich sehr motiviert, und ich habe beschlossen, es noch einmal mit Vollstillen zu versuchen. Eine Waage habe ich mir besorgt und , obwohl ich es selber noch nicht glauben kann, ein BES bestellt. Soweit wollte ich eigentlich nie gehen, aber da es scheinbar erfolgreich ist, versuche ich nun diesen Weg.
Ich frage mich nur, wie ich 10-12 Stillmahlzeiten schaffen soll. Sie schläft mittlerweile von 23 bis 6 Uhr, und dann bis 11 so richtig tief und fest, manchmal mit kurzer Trinkpause um 8 Uhr Und ich muss gestehen, ich habe es schon auch genossen, erst dadurch habe ich auch wieder Kraft bekommen, diesen Versuch zu starten.
Ich habe nicht viele Gewichtsdaten, Geburt, U2, und ein paar Mal die Hebamme. Werde sie mal zusammensuchen.
Ab sofort werde ich natürlich täglich wiegen und Buch führen über die restl. Daten.
Noch was: Gestern Nacht hatte ich eine sehr lange Still und Abpumppause, was leider zu einem Milchstau in meiner rechten, guten Brust geführt hat. Seit dem kommt beim Pumpen statt sonst 150-180 ml nur 50-70 ml. Das macht mir jetzt momentan große Sorgen, wie Du hoffentlich verstehen kannst. Warme Umschläge, max 3-stündiges Entleeren der Brust durch Pumpen oder Stillen, stillen mit Kinn von C. an geröteter Stelle…was kann ich noch machen? Und, die Frage aller Fragen, was kann oder muss ich machen, damit die Milch wieder kommt???
C. hat momentan sehr oft Stuhlgang, fast in jeder Windel ist etwas drin. Ist das normal? Wir hatten nach ca. 6-8 Wochen seltener Stuhl, aber jetzt ist sehr sehr oft.
Schnuller nimmt C. nicht und in Behandlung sind wir nur beim Kinderarzt und Heilpraktikerin. Keine medizinischen Besonderheiten!
Noch eine generelle Frage: Wie oft spürt man bei einer Stillmahlzeit einen MSR? Ich habe ihn bislang nur am Anfang gespürt, also max 1x. Kommt danach trotzdem genügend Milch?
Ich danke Dir für Deine Antwort,
viele Grüße
skunki