Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Verfasst: 09.07.2015, 22:00
Hallo zusammen,
dies ist mein erster Beitrag als "aktive" Userin, ich habe bisher immer nur still mitgelesen und ganz viel gelernt. Jetzt brauche ich aber selber ein paar praktische Tipps und habe mich daher angemeldet.
Zur Vorgeschichte: in der letzten Schwangerschaft hatte ich (wie in dieser jetzt auch) einen insulinpflichtigen Gestationsdiabetes. Der aber immer gut eingestellt war, mein Sohn war auch nicht zu groß/dick oder hatte irgendwelche spezifischen Probleme dadurch. Die Geburt wurde "leitliniengerecht" am Termin eingeleitet, obwohl es mir und dem Kind eigentlich bestens ging, aber die Empfehlungen lauteten so. Die Geburt dauerte bei noch sehr unreifem Befund ewig, am Ende gab es dann PDA, Wehentropf, Saugglocke und eine fehlende Plazentalösug mit Notwendigkeit diese manuell zu holen + Kürettage (die in schlecht liegender PDA ohne weitere Narkose durchgeführt wurde). Ich hatte recht viel Blut verloren, sonst ging es aber den Umständen entsprechend einigermaßen gut. Da man nach der Geburt noch einige Zeit mit mir beschäftigt war, wurde mein Mann mit dem Kleinen rausgeschickt und bekam direkt eine Flasche mit PRE in die Hand gedrückt, die er dem Kleinen geben mußte (er hat zwar schwach protestiert, weil er wußte, daß ich das eigentlich nicht wollte, aber im Anbetracht der Gesamtsituation war er einfach total überfordert + fertig und hat es dann gemacht). Fazit war dann, daß das Stillen im Kreissaal nachdem ich verarztet war natürlich Null klappte, da Baby satt und schläfrig. Auf Station setzte sich das ganze fort, zudem war ich gezwungen lt. Vorgabe der Klinik wg. des Diabetes mind. alle 4 Stunden per Flasche zuzufüttern. Stillberatung fand kaum statt und der Kleine ging nicht an die Brust. Nach 3 Tagen wurden wir dann entlassen, mit komplett saugverwirrtem Baby. Gott sei Dank hatte (und habe ich diesmal wieder) eine ganz tolle Hebamme, die auch Stillberaterin ist und das ganze in wirklich anstrengender Arbeit über 8 Wochen mit mir wieder "hingebogen" hat, sprich wir haben mit diversen Hilfsmitteln (Becher, BES, Stillhütchen usw.) das ganze dann so hinbekommen, daß ich den Kleinen problemlos 20 Monate gestillt habe ohne Hüten oder sonstiges. Aber diese 8 Wochen waren hart, insbesondere die ersten 4 Wochen fehlen mir fast, weil ich immer nur zwischen Pumpen, Stillen üben, Bechern gewechselt bin.
Lange Rede kurzer Sinn: ich möchte solche Probleme beim 2. Kind unbedingt vermeiden. Ich bin aktuell in der 35. Woche schwanger und da ich auf ein Krankenhaus mit Kinderstation angewiesen bin, wird es wohl wieder auf eine Geburt im selben Haus wie bei Kind 1 hinauslaufen (abgesehen von der Stillgeschichte war die Betreuung sonst auch ok/gut). Ich werde diesmal schon bei der Geburtsanmeldung, die in 2 Wochen ansteht, vermerken lassen, daß ich jede Art künstlicher Sauger ablehne und ich auf einer stillfreundliche Zufütterungsmethode bestehen werde. Mal gucken was dann für eine Reaktion kommt. Ich möchte mir meine "Ausrüstung" dafür selber mit hinnehmen um auf Nummer sicher zu gehen.
Jetzt meine Fragen - was nehme ich am besten mit? Von Kind 1 habe ich noch einen kleinen Becher von Medela da. Da aber - je nachdem wie es mir eventl. geht - mein Mann ja wieder die erste Fütterung übernehmen muß, hatte ich überlegt mir noch einen Softcup zu besorgen, damit käme er bestimmt besser zurecht. Oder habt ihr andere/bessere Ideen? Und wie halte ich das ganze steril? Ich müßte es ja zu Hause sterilsieren und dann einpacken, nur worein? Ich hoffe mal daß die Klinik dann irgendwelche Möglichkeiten hat, das zwischen den Mahlzeiten zu säubern vor Ort. Ich würde zwar gerne ambulant entbinden, aber ich vermute sehr stark, daß dies nicht erwünscht/möglich ist bzw. nur gegen ärztlichen Rat. Insofern stelle ich mich darauf ein, mind. 24 h bleiben zu müssen.
Gibt es sonst noch Tipps wie es diesmal besser laufen kann? Ich habe relativ flache Brustwarzen und mein Sohn hat sich damals anfangs sehr schwer getan diese zu fassen zu bekommen um anzudocken - sicher auch ein Teil des Problems damals.
LG und danke schonmal für die Hilfe
Solène
dies ist mein erster Beitrag als "aktive" Userin, ich habe bisher immer nur still mitgelesen und ganz viel gelernt. Jetzt brauche ich aber selber ein paar praktische Tipps und habe mich daher angemeldet.
Zur Vorgeschichte: in der letzten Schwangerschaft hatte ich (wie in dieser jetzt auch) einen insulinpflichtigen Gestationsdiabetes. Der aber immer gut eingestellt war, mein Sohn war auch nicht zu groß/dick oder hatte irgendwelche spezifischen Probleme dadurch. Die Geburt wurde "leitliniengerecht" am Termin eingeleitet, obwohl es mir und dem Kind eigentlich bestens ging, aber die Empfehlungen lauteten so. Die Geburt dauerte bei noch sehr unreifem Befund ewig, am Ende gab es dann PDA, Wehentropf, Saugglocke und eine fehlende Plazentalösug mit Notwendigkeit diese manuell zu holen + Kürettage (die in schlecht liegender PDA ohne weitere Narkose durchgeführt wurde). Ich hatte recht viel Blut verloren, sonst ging es aber den Umständen entsprechend einigermaßen gut. Da man nach der Geburt noch einige Zeit mit mir beschäftigt war, wurde mein Mann mit dem Kleinen rausgeschickt und bekam direkt eine Flasche mit PRE in die Hand gedrückt, die er dem Kleinen geben mußte (er hat zwar schwach protestiert, weil er wußte, daß ich das eigentlich nicht wollte, aber im Anbetracht der Gesamtsituation war er einfach total überfordert + fertig und hat es dann gemacht). Fazit war dann, daß das Stillen im Kreissaal nachdem ich verarztet war natürlich Null klappte, da Baby satt und schläfrig. Auf Station setzte sich das ganze fort, zudem war ich gezwungen lt. Vorgabe der Klinik wg. des Diabetes mind. alle 4 Stunden per Flasche zuzufüttern. Stillberatung fand kaum statt und der Kleine ging nicht an die Brust. Nach 3 Tagen wurden wir dann entlassen, mit komplett saugverwirrtem Baby. Gott sei Dank hatte (und habe ich diesmal wieder) eine ganz tolle Hebamme, die auch Stillberaterin ist und das ganze in wirklich anstrengender Arbeit über 8 Wochen mit mir wieder "hingebogen" hat, sprich wir haben mit diversen Hilfsmitteln (Becher, BES, Stillhütchen usw.) das ganze dann so hinbekommen, daß ich den Kleinen problemlos 20 Monate gestillt habe ohne Hüten oder sonstiges. Aber diese 8 Wochen waren hart, insbesondere die ersten 4 Wochen fehlen mir fast, weil ich immer nur zwischen Pumpen, Stillen üben, Bechern gewechselt bin.
Lange Rede kurzer Sinn: ich möchte solche Probleme beim 2. Kind unbedingt vermeiden. Ich bin aktuell in der 35. Woche schwanger und da ich auf ein Krankenhaus mit Kinderstation angewiesen bin, wird es wohl wieder auf eine Geburt im selben Haus wie bei Kind 1 hinauslaufen (abgesehen von der Stillgeschichte war die Betreuung sonst auch ok/gut). Ich werde diesmal schon bei der Geburtsanmeldung, die in 2 Wochen ansteht, vermerken lassen, daß ich jede Art künstlicher Sauger ablehne und ich auf einer stillfreundliche Zufütterungsmethode bestehen werde. Mal gucken was dann für eine Reaktion kommt. Ich möchte mir meine "Ausrüstung" dafür selber mit hinnehmen um auf Nummer sicher zu gehen.
Jetzt meine Fragen - was nehme ich am besten mit? Von Kind 1 habe ich noch einen kleinen Becher von Medela da. Da aber - je nachdem wie es mir eventl. geht - mein Mann ja wieder die erste Fütterung übernehmen muß, hatte ich überlegt mir noch einen Softcup zu besorgen, damit käme er bestimmt besser zurecht. Oder habt ihr andere/bessere Ideen? Und wie halte ich das ganze steril? Ich müßte es ja zu Hause sterilsieren und dann einpacken, nur worein? Ich hoffe mal daß die Klinik dann irgendwelche Möglichkeiten hat, das zwischen den Mahlzeiten zu säubern vor Ort. Ich würde zwar gerne ambulant entbinden, aber ich vermute sehr stark, daß dies nicht erwünscht/möglich ist bzw. nur gegen ärztlichen Rat. Insofern stelle ich mich darauf ein, mind. 24 h bleiben zu müssen.
Gibt es sonst noch Tipps wie es diesmal besser laufen kann? Ich habe relativ flache Brustwarzen und mein Sohn hat sich damals anfangs sehr schwer getan diese zu fassen zu bekommen um anzudocken - sicher auch ein Teil des Problems damals.
LG und danke schonmal für die Hilfe
Solène