Stillen und Kinderwunsch
Verfasst: 09.07.2015, 13:40
Bitte verschiebt den Thread, wenn er hier nicht hingehört. Ich war mir nicht ganz sicher... Es ist wieder einmal diese innere Unruhe und Unzufriedenheit, die mich umtreibt. Es waren hier immer so viele liebe Mamis, die mir so wunderbar geholfen haben, dass ich mich jetzt wieder an Euch wenden möchte.
Schon als meine Kleine vor 9 Monaten geboren wurde, war mir klar, dass sie auf keinen Fall das letzte Kind werden soll. Ich wünsche mir von Herzen eine große, laute Familie mit (mindestens) vier Kindern.
Ich bin allerdings im Mai 33 Jahre alt geworden, so dass ich für mich persönlich das Gefühl habe, dass die biologische Uhr laut tickt.
Das Ticken höre ich zugegebenermaßen aber schon seitdem ich 20 bin. Im Nachhinein war das richtig lächerlich. Werde ich meine momentane Angst, zu alt für Kinder zu werden, in der Zukunft auch für lächerlich halten? Im Moment sehe ich nur, dass die Fruchtbarkeit mit dem Alter nachlässt und das Risiko für Komplikationen für mich und die Kinder mit jedem Jahr steigt.
Kurzum, mein Kinderwunsch ist riesig. Ungeheuer riesig. Ich übertreibe nicht, wenn ich zugebe, dass mein Kinderwunsch genauso übergroß ist wie damals, als ich noch kein Kind hatte, ich mir ein Kind aber so gewünscht hätte, aber meine Lebensumstände es verboten haben.
Es ist so gemein, dass ich so fühle, weil dieser Kinderwunsch all die Freude darüber trübt, was ich bislang erreicht habe. Ich fühle mich total undankbar. Das tut mir so Leid, aber ich schaffe es einfach nicht, diesen Wunsch nach einem weiteren Kind abzustellen.
Nun ist es so, dass meine Tochter bereits 9 Monate ist. Sie ist in einem Alter, wo alle anderen Mütter in meiner Umgebung das Stillen bereits erheblich reduziert haben oder sogar längst abgestillt haben. In meinem Bekanntenkreis bin ich die einzige, die im Grunde genommen noch so viel stillt wie zu Vollstillzeiten. Und dass obwohl mein Kind eine sehr gute Allesesserin ist. Das ist nicht unser Problem.
Vor einigen Wochen habe ich mir schon fest vorgenommen, langsam abzustillen, so dass wir spätestens damit durch sind, wenn sie ein Jahr alt ist. Normalerweise setzte ich für gewöhnlich meine Entscheidungen um. Aber bislang hat sich für uns beide nichts verändert. Wir stillen und stillen und stillen. Ich schaffe es nicht, das Muster zu durchbrechen. Ich genieße die Auszeiten auch sehr und meine Tochter ist nach dem Stillen viel ausgeglichener und glücklicher, viel erholter. Das Stillen nimmt uns bei allem den ganzen Stress, es tut uns gut. Es ist für uns einfach nicht damit getan, eine Mahlzeit zu ersetzen, weil wir eben gerne zur Gemütlichkeit und zum Einschlafen stillen. Auch jetzt bei den letzten heißen Tagen war es total praktisch, dass wir stillen. Ich musste mir selbst bei Ausflügen keine Sorgen machen, dass sie nicht gut versorgt ist.
Aber warum zum Teufel will sich kein Zyklus einstellen? Wenn ich hier lese, dass die Frauen teilweise 2 Jahre auf einen Zyklus warten, dann werde ich ganz kribbelig. Gibt es denn wirklich gar keine andere Möglichkeit als Abzustillen? Wie mache ich das dann am besten ohne komplett die Bedürfnisse meines Kindes zu ignorieren? Ich wüsste zum Beispiel gar nicht, wie wir abends schlafen gehen sollten oder was wir in der Nacht machen sollten. Tagsüber könnte ich die Zeit mit Spaziergängen überbrücken. Aber ehrlich gesagt wäre es irgendwie nicht dasselbe. Es ist bei uns wie gesagt also nicht damit getan, dass wir eine Stillmahlzeit mit einem festen Essen überbrücken.
Danke für jeden, der meine Jammerei bis zum Ende durchgelesen hat. Im Reallife würde ich nie darüber sprechen. Man würde mich zurecht für undankbar und egoistisch halten. Dafür schäme ich mich.
Schon als meine Kleine vor 9 Monaten geboren wurde, war mir klar, dass sie auf keinen Fall das letzte Kind werden soll. Ich wünsche mir von Herzen eine große, laute Familie mit (mindestens) vier Kindern.
Ich bin allerdings im Mai 33 Jahre alt geworden, so dass ich für mich persönlich das Gefühl habe, dass die biologische Uhr laut tickt.
Das Ticken höre ich zugegebenermaßen aber schon seitdem ich 20 bin. Im Nachhinein war das richtig lächerlich. Werde ich meine momentane Angst, zu alt für Kinder zu werden, in der Zukunft auch für lächerlich halten? Im Moment sehe ich nur, dass die Fruchtbarkeit mit dem Alter nachlässt und das Risiko für Komplikationen für mich und die Kinder mit jedem Jahr steigt.
Kurzum, mein Kinderwunsch ist riesig. Ungeheuer riesig. Ich übertreibe nicht, wenn ich zugebe, dass mein Kinderwunsch genauso übergroß ist wie damals, als ich noch kein Kind hatte, ich mir ein Kind aber so gewünscht hätte, aber meine Lebensumstände es verboten haben.
Es ist so gemein, dass ich so fühle, weil dieser Kinderwunsch all die Freude darüber trübt, was ich bislang erreicht habe. Ich fühle mich total undankbar. Das tut mir so Leid, aber ich schaffe es einfach nicht, diesen Wunsch nach einem weiteren Kind abzustellen.
Nun ist es so, dass meine Tochter bereits 9 Monate ist. Sie ist in einem Alter, wo alle anderen Mütter in meiner Umgebung das Stillen bereits erheblich reduziert haben oder sogar längst abgestillt haben. In meinem Bekanntenkreis bin ich die einzige, die im Grunde genommen noch so viel stillt wie zu Vollstillzeiten. Und dass obwohl mein Kind eine sehr gute Allesesserin ist. Das ist nicht unser Problem.
Vor einigen Wochen habe ich mir schon fest vorgenommen, langsam abzustillen, so dass wir spätestens damit durch sind, wenn sie ein Jahr alt ist. Normalerweise setzte ich für gewöhnlich meine Entscheidungen um. Aber bislang hat sich für uns beide nichts verändert. Wir stillen und stillen und stillen. Ich schaffe es nicht, das Muster zu durchbrechen. Ich genieße die Auszeiten auch sehr und meine Tochter ist nach dem Stillen viel ausgeglichener und glücklicher, viel erholter. Das Stillen nimmt uns bei allem den ganzen Stress, es tut uns gut. Es ist für uns einfach nicht damit getan, eine Mahlzeit zu ersetzen, weil wir eben gerne zur Gemütlichkeit und zum Einschlafen stillen. Auch jetzt bei den letzten heißen Tagen war es total praktisch, dass wir stillen. Ich musste mir selbst bei Ausflügen keine Sorgen machen, dass sie nicht gut versorgt ist.
Aber warum zum Teufel will sich kein Zyklus einstellen? Wenn ich hier lese, dass die Frauen teilweise 2 Jahre auf einen Zyklus warten, dann werde ich ganz kribbelig. Gibt es denn wirklich gar keine andere Möglichkeit als Abzustillen? Wie mache ich das dann am besten ohne komplett die Bedürfnisse meines Kindes zu ignorieren? Ich wüsste zum Beispiel gar nicht, wie wir abends schlafen gehen sollten oder was wir in der Nacht machen sollten. Tagsüber könnte ich die Zeit mit Spaziergängen überbrücken. Aber ehrlich gesagt wäre es irgendwie nicht dasselbe. Es ist bei uns wie gesagt also nicht damit getan, dass wir eine Stillmahlzeit mit einem festen Essen überbrücken.
Danke für jeden, der meine Jammerei bis zum Ende durchgelesen hat. Im Reallife würde ich nie darüber sprechen. Man würde mich zurecht für undankbar und egoistisch halten. Dafür schäme ich mich.