ständiges An- und Abdocken und Schreien
Verfasst: 10.05.2015, 17:44
Liebes Stillforum,
wie schön, dass es diese Plattform gibt! Ich habe jetzt schon viel mitgelesen, schreibe nun aber doch, weil ich nicht sicher bin, was auf uns zutrifft.
Mein Sohn ist mittlerweile 13 Wochen alt und seit ca. 2 Wochen wird das Stillen immer problematischer.
Anfangs hat er sehr oft getrunken (alle halbe Stunde bis Stunde und nachts alle 2 Stunden). Mir hat es nie etwas ausgemacht, allerdings hatte er häufig mit Blähungen und Bauchschmerzen zu tun. Wir haben ihm daraufhin häufiger den Finger und ab und zu den Schnuller angeboten, weil meine Hebamme sagte, dass es besser sei im 2 Stunden Rhythmus zu stillen, weil die Bauchschmerzen ansonsten schlimmer werden würden und er so oft keinen Hunger haben könne, sondern 'nur' saugen wolle. Den Versuch haben wir allerdings nach 2 Tagen abgebrochen, weil dann so häufig unzufrieden war und geweint hat. Im Nachhinein ist mir klar, dass das Einhalten dieser Abstände völliger Quatsch ist.
Wir haben dann also weiter nach Bedarf gestillt und waren damit beide glücklich. Den Schnuller geben wir seither nur noch super selten (Wenn wir unterwegs sind, die Hände nicht waschen können und er Hunger bekommt und wir so schnell keine Möglichkeit finden uns zum Stillen irgendwohin zu setzen). Er nimmt den Schnuller aber kaum noch an.
Den Finger bietet mein Mann häufiger zur Beruhigung an, ich hingegen kaum. Ich biete eigentlich immer die Brust an.
Zu unserem Problem: Seit circa 2 Wochen haben wir vor allem abends Stillschwierigkeiten. Er dockt an, um dann nach einigen Sekunden wieder abzudocken, zu schreien und dann gierig die Brust zu suchen. Das steigert sich dann so, dass er irgendwann nur noch schreit. Dann hilft es ihn hochzunehmen und zu tragen. Er zeigt dann nach einiger Zeit wieder Hungeranzeichen, sodass ich ihn wieder anlege. Dann geht das An- und Abdocken und Schreien wieder von vorne los. Irgendwann klappt es dann plötzlich und er trinkt ganz ruhig und entspannt und schlummert dann dabei ein. Dann wird er meistens innerhalb der nächsten halben Stunde noch 1-2 mal wach und möchte wieder stillen. Das klappt dann auch immer gut.
Ich habe nun gelesen, dass dieses Verhalten mit einem starken Milchspendereflex zu tun haben kann und habe unterschiedliche Stillpositionen ausprobiert (Wiegehaltung, seitlich im Liegen und ich halb sitzend/liegend und er Bauch an Bauch auf mir liegend). An seinem Verhalten ändert sich nichts. Wenn er abdockt fließt die Milch auch nicht weiter. Auch hilft es nicht die Milch vorher auszustreichen oder etwas abzupumpen. Das Experiment längere Zeit nur eine Seite anzubieten, ändert auch nichts. Mir ist aufgefallen, dass er die Brust selten weich trinkt, häufig ist sie nach dem Stillen immernoch gut gefüllt. Manchmal verschluckt er sich auch. Er trinkt nie beide Brüste, sondern möchte nach ca 5 Minuten nichts mehr. Das war von Anfang an so. Er trinkt anscheinend eher kleine Portionen, dafür öfter. Wenn er ruhig trinkt und anscheinend eher Saugen als Trinken möchte, lässt er die Mund aus den Mundwinkeln laufen.
Es verwundert mich, dass das Stillen anfangs so gut geklappt hat und wir keine Probleme hatten und es jetzt plötzlich schwieriger wird.
Ich lege ihn eigentlich immer bei Hungeranzeichen an und lasse ihn nicht erst Schreien. Seit ca 2 Wochen, lehnt er dann aber die Brust ab und schreit. Er möchte nun oft erst an die Brust, wenn er wirklich großen Hunger hat. Das macht er jetzt leider auch öfter tagsüber. An schlimmen Tagen zeigt er dieses An- und Adockverhalten auch tagsüber. Ich habe mich gefragt, ob es immer dann auftritt wenn er müde ist. Ich wundere mich aber darüber, da er zuerst beim Stillen eingeschlafen ist und das nachts auch immernoch tut.
Er möchte jetzt immer häufiger lieber am Finger saugen, als an der Brust.
Mein Mann gibt ihm ab und zu abends ein Fläschen mit abgepumpter Milch (alle 1,5 Wochen). Dabei lässt er den Sauger auch häufiger los, schreit aber nicht. Er trinkt dann in der Regel 50ml. Ist danach aber nicht zufrieden und möchte am Finger saugen. Mehr Milch möchte er nicht.
Zu den nassen Windeln: er hat ca 8 Pipiwindeln pro Tag, Stuhlgang mittlweile nur noch alle 3-4 Tage. Der Stuhl ist dann auch eher breiig und 'geformt'. Umso länger er keinen Stuhlgang hatte, umso unruhiger wird er.
Er hat bisher stetig zugenommen. Anfangs ca. 300g pro Woche. Ich habe mir die Messdaten allerdings leider nicht aufgeschrieben.
Wichtig ist vielleicht noch, dass wir nach 3 Tagen leider zur Phototherapie in die Klinik mussten und er dort Infusionen bekommen hat. Er hat deshalb am Anfang kaum abgenommen und das Gewicht schnell wieder aufgeholt.
Geburtsgewicht 3700g
3. Tag 3550g (Krankenhaus)
5. Tag (nach Infusionen) 3750g (Krankenhaus)
5,5 Wochen 5235 (Kinderärztin)
Die U4 haben wir am Freitag. Dann könnte ich das neue Gewicht posten, wenn es interessant wäre.
Die Stillabstände kann ich ganz schwer benennen, weil ich ihn häufig anlege, aber er dann häufig nicht trinkt. Nachts kommt er alle 3 Stunden. Tagsüber circa alle 1,5 Stunden, manchmal weniger. Wenn wir unterwegs sind und er im Tragetuch ist, schläft er eigentlich die ganze Zeit und meldet sich auch nicht wegen Hunger. Das können dann auch 3-4 Stunden sein.
Ich hoffe, ich habe alle relevanten Dinge aufgeschrieben und würde mich sehr über einen Rat freuen!
wie schön, dass es diese Plattform gibt! Ich habe jetzt schon viel mitgelesen, schreibe nun aber doch, weil ich nicht sicher bin, was auf uns zutrifft.
Mein Sohn ist mittlerweile 13 Wochen alt und seit ca. 2 Wochen wird das Stillen immer problematischer.
Anfangs hat er sehr oft getrunken (alle halbe Stunde bis Stunde und nachts alle 2 Stunden). Mir hat es nie etwas ausgemacht, allerdings hatte er häufig mit Blähungen und Bauchschmerzen zu tun. Wir haben ihm daraufhin häufiger den Finger und ab und zu den Schnuller angeboten, weil meine Hebamme sagte, dass es besser sei im 2 Stunden Rhythmus zu stillen, weil die Bauchschmerzen ansonsten schlimmer werden würden und er so oft keinen Hunger haben könne, sondern 'nur' saugen wolle. Den Versuch haben wir allerdings nach 2 Tagen abgebrochen, weil dann so häufig unzufrieden war und geweint hat. Im Nachhinein ist mir klar, dass das Einhalten dieser Abstände völliger Quatsch ist.
Wir haben dann also weiter nach Bedarf gestillt und waren damit beide glücklich. Den Schnuller geben wir seither nur noch super selten (Wenn wir unterwegs sind, die Hände nicht waschen können und er Hunger bekommt und wir so schnell keine Möglichkeit finden uns zum Stillen irgendwohin zu setzen). Er nimmt den Schnuller aber kaum noch an.
Den Finger bietet mein Mann häufiger zur Beruhigung an, ich hingegen kaum. Ich biete eigentlich immer die Brust an.
Zu unserem Problem: Seit circa 2 Wochen haben wir vor allem abends Stillschwierigkeiten. Er dockt an, um dann nach einigen Sekunden wieder abzudocken, zu schreien und dann gierig die Brust zu suchen. Das steigert sich dann so, dass er irgendwann nur noch schreit. Dann hilft es ihn hochzunehmen und zu tragen. Er zeigt dann nach einiger Zeit wieder Hungeranzeichen, sodass ich ihn wieder anlege. Dann geht das An- und Abdocken und Schreien wieder von vorne los. Irgendwann klappt es dann plötzlich und er trinkt ganz ruhig und entspannt und schlummert dann dabei ein. Dann wird er meistens innerhalb der nächsten halben Stunde noch 1-2 mal wach und möchte wieder stillen. Das klappt dann auch immer gut.
Ich habe nun gelesen, dass dieses Verhalten mit einem starken Milchspendereflex zu tun haben kann und habe unterschiedliche Stillpositionen ausprobiert (Wiegehaltung, seitlich im Liegen und ich halb sitzend/liegend und er Bauch an Bauch auf mir liegend). An seinem Verhalten ändert sich nichts. Wenn er abdockt fließt die Milch auch nicht weiter. Auch hilft es nicht die Milch vorher auszustreichen oder etwas abzupumpen. Das Experiment längere Zeit nur eine Seite anzubieten, ändert auch nichts. Mir ist aufgefallen, dass er die Brust selten weich trinkt, häufig ist sie nach dem Stillen immernoch gut gefüllt. Manchmal verschluckt er sich auch. Er trinkt nie beide Brüste, sondern möchte nach ca 5 Minuten nichts mehr. Das war von Anfang an so. Er trinkt anscheinend eher kleine Portionen, dafür öfter. Wenn er ruhig trinkt und anscheinend eher Saugen als Trinken möchte, lässt er die Mund aus den Mundwinkeln laufen.
Es verwundert mich, dass das Stillen anfangs so gut geklappt hat und wir keine Probleme hatten und es jetzt plötzlich schwieriger wird.
Ich lege ihn eigentlich immer bei Hungeranzeichen an und lasse ihn nicht erst Schreien. Seit ca 2 Wochen, lehnt er dann aber die Brust ab und schreit. Er möchte nun oft erst an die Brust, wenn er wirklich großen Hunger hat. Das macht er jetzt leider auch öfter tagsüber. An schlimmen Tagen zeigt er dieses An- und Adockverhalten auch tagsüber. Ich habe mich gefragt, ob es immer dann auftritt wenn er müde ist. Ich wundere mich aber darüber, da er zuerst beim Stillen eingeschlafen ist und das nachts auch immernoch tut.
Er möchte jetzt immer häufiger lieber am Finger saugen, als an der Brust.
Mein Mann gibt ihm ab und zu abends ein Fläschen mit abgepumpter Milch (alle 1,5 Wochen). Dabei lässt er den Sauger auch häufiger los, schreit aber nicht. Er trinkt dann in der Regel 50ml. Ist danach aber nicht zufrieden und möchte am Finger saugen. Mehr Milch möchte er nicht.
Zu den nassen Windeln: er hat ca 8 Pipiwindeln pro Tag, Stuhlgang mittlweile nur noch alle 3-4 Tage. Der Stuhl ist dann auch eher breiig und 'geformt'. Umso länger er keinen Stuhlgang hatte, umso unruhiger wird er.
Er hat bisher stetig zugenommen. Anfangs ca. 300g pro Woche. Ich habe mir die Messdaten allerdings leider nicht aufgeschrieben.
Wichtig ist vielleicht noch, dass wir nach 3 Tagen leider zur Phototherapie in die Klinik mussten und er dort Infusionen bekommen hat. Er hat deshalb am Anfang kaum abgenommen und das Gewicht schnell wieder aufgeholt.
Geburtsgewicht 3700g
3. Tag 3550g (Krankenhaus)
5. Tag (nach Infusionen) 3750g (Krankenhaus)
5,5 Wochen 5235 (Kinderärztin)
Die U4 haben wir am Freitag. Dann könnte ich das neue Gewicht posten, wenn es interessant wäre.
Die Stillabstände kann ich ganz schwer benennen, weil ich ihn häufig anlege, aber er dann häufig nicht trinkt. Nachts kommt er alle 3 Stunden. Tagsüber circa alle 1,5 Stunden, manchmal weniger. Wenn wir unterwegs sind und er im Tragetuch ist, schläft er eigentlich die ganze Zeit und meldet sich auch nicht wegen Hunger. Das können dann auch 3-4 Stunden sein.
Ich hoffe, ich habe alle relevanten Dinge aufgeschrieben und würde mich sehr über einen Rat freuen!