Vollstillen noch möglich?
Verfasst: 14.04.2015, 15:11
Hallo,
schön, dass es dieses Forum gibt, ich hatte das Stillen zwischendurch schon fast aufgegeben.
Meine Tochter wurde am 7.3. geboren und die erste Tage funktionierte das Stillen relativ gut. Sie hat die Brustwarze immer nur eingesaugt, aber den Mund nicht richtig aufgemacht. Meine Nachsorgehebamme meinte, das sei schon ok so. Durch die Schmerzen beim Stillen, habe ich immer mehr verkrampft und hatte dabei immer starke Unterleibs- und Rückenschmerzen. Irgendwann wurde es besser, aber nur kurz, denn nach 1,5 Wochen bekam ich eine Gebärmutterinfektion. Ich hatte nun richtig schlimme Unterleibsschmerzen und war zwei Tage im Krankenhaus mit meiner Tochter. Meine Tochter hat schon von Anfang an nicht viel zugenommen und am Ende der zwei Wochen gar nicht mehr. Im Krankenhaus bekam ich eine Milchpumpe und sollte die abgepumpte Milch mit einer Spritze beim Stillen zufüttern. Beim Abpumpen kam aus der linken Brust gar keine Milch (auf der Seite hatte ich vorher gestillt) und aus der rechten Brust 10 ml in 20 Minuten. Ich musste dann nach dem Stillen immer zufüttern. Meine Tochter hatte vorher kaum noch geschlafen, weil sie immer Hunger hatte und da war ich sehr froh als sie nach ihrer ersten Flasche zwei Stunden geschlafen hat.
Als wir wieder zu Hause waren, habe ich versucht den Milchfluss wieder mehr anzuregen indem ich meine Tochter oft anlege, Stilltee und alkoholfreies Bier trinke, mich entspanne usw. Meine Hebamme hatte mir geraten mir eine elektrische Milchpumpe aus der Apotheke zu besorgen. Ich sollte erst stillen, dann die Flasche geben und abpumpen um den Milchfluss weiter anzuregen.
Allerdings bekam ich schon nach einem Tag starke, stechende Schmerzen nach dem Stillen für mehrere Stunden. Das Stillen hatte sich dann erstmal für mich erledigt. Abpumpen ging auch kaum noch, weil es zu weh tat. Meine Hebamme konnte mir nicht sagen, was jetzt los ist und niemand hat mir so wirklich geglaubt, dass die Schmerzen so schlimm sind. Ich hatte richtig Angst meine Tochter anzulegen und habe es dann auch nicht mehr getan für zwei Tage. Ich habe viel im Internet gelesen und herausgefunden, dass ich wahrscheinlich eine Pilzinfektion habe, die allerdings nicht sichtbar ist. Ich habe mir eine Nystatinsalbe für die Brustwarzen und eine Nystatinsuspension für meine Tochter besorgt und nach drei Tagen waren die Schmerzen weg. Es fällt mir aber immernoch schwer meine Tochter anzulegen. Die Schmerzen sind jetzt vergleichsweise gering oder auch gar nicht vorhanden, aber ich verbinde Stillen nicht mehr mit etwas Schönem nach diesen ganzen Erfahrungen.
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*Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Das habe ich bisher nicht aufgeschrieben. Durch Abpumpen bekomme ich an einem Tag höchstens 100-120 ml zusammen. Das ist eine Mahlzeit für sie. Sie hat nach 4 Wochen alle 3 Stunden fast 200 ml Pre Nahrung getrunken, da habe ich vorher maximal 20 Minuten oder gar nicht gestillt. Jetzt nach 5 Wochen ist es höchstens 120 ml Pre Nahrung, manchmal trinkt sie nach dem Stillen auch gar nichts, das ist sehr unterschiedlich
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich habe für gestern die Zeiten aufgeschrieben, da hat sie von 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts alle zwei Stunden Hunger gehabt und dann heute morgen wieder um 5 Uhr. Ich stille 20 bis 60 Minuten, je nachdem wie lange meine Tochter braucht. Danach hat sie aber fast immer noch Hunger.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi ca. 6 mal und Stuhlgang 1-2 mal.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das habe ich ja nun oben schon getan. Was mir noch einfällt: Sie hat, seitdem sie die Flasche bekommt, sehr oft Bauchschmerzen und kommt gar nicht zum Schlafen bis sie wieder Hunger hat. Meine Hebamme meint, dass es nicht unbedingt mit der Pre Nahrung zusammenhängt. Ich denke aber, dass es an der Menge liegen könnte, die meine Tochter zu sich nimmt, das kommt mir doch sehr viel vor.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Die Flasche
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nur bei der Hebamme
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:
07.03. 3550 g Geburt Geburtshaus
11.03. 3260 g Hebamme
17.03. 3370 g Hebamme (Vertretung)
18.03. 3260 g Kinderarzt
20.03. 3380 g Hebamme
02.04. 3760 g Hebamme
08.04. da muss ich meine Hebamme nochmal fragen
Bei Zufüttergeschichten ist es wichtig zu wissen, welche Mengen zugefüttert wurden. Zur Beurteilung des Gedeihens sind weiterhin die Ausscheidungen wichtig und die Info, wie oft gestillt wird.
Das habe ich leider noch nicht dokumentiert.
---------------
Die Kinderkrankenschwestern und die Hebamme im Krankenhaus haben mir nicht viel Mut gemacht, dass es mit dem Stillen noch etwas wird und auch meine Nachsorgehebamme sagte, dass ich bestimmt immer mindestens ein bis zwei Flaschen am Tag zufüttern müsste. Ich würde es aber gerne versuchen ohne Flasche zu schaffen, ich weiß nur nicht wie ich das am besten mache.
Vielen Dank schonmal!!!
schön, dass es dieses Forum gibt, ich hatte das Stillen zwischendurch schon fast aufgegeben.
Meine Tochter wurde am 7.3. geboren und die erste Tage funktionierte das Stillen relativ gut. Sie hat die Brustwarze immer nur eingesaugt, aber den Mund nicht richtig aufgemacht. Meine Nachsorgehebamme meinte, das sei schon ok so. Durch die Schmerzen beim Stillen, habe ich immer mehr verkrampft und hatte dabei immer starke Unterleibs- und Rückenschmerzen. Irgendwann wurde es besser, aber nur kurz, denn nach 1,5 Wochen bekam ich eine Gebärmutterinfektion. Ich hatte nun richtig schlimme Unterleibsschmerzen und war zwei Tage im Krankenhaus mit meiner Tochter. Meine Tochter hat schon von Anfang an nicht viel zugenommen und am Ende der zwei Wochen gar nicht mehr. Im Krankenhaus bekam ich eine Milchpumpe und sollte die abgepumpte Milch mit einer Spritze beim Stillen zufüttern. Beim Abpumpen kam aus der linken Brust gar keine Milch (auf der Seite hatte ich vorher gestillt) und aus der rechten Brust 10 ml in 20 Minuten. Ich musste dann nach dem Stillen immer zufüttern. Meine Tochter hatte vorher kaum noch geschlafen, weil sie immer Hunger hatte und da war ich sehr froh als sie nach ihrer ersten Flasche zwei Stunden geschlafen hat.
Als wir wieder zu Hause waren, habe ich versucht den Milchfluss wieder mehr anzuregen indem ich meine Tochter oft anlege, Stilltee und alkoholfreies Bier trinke, mich entspanne usw. Meine Hebamme hatte mir geraten mir eine elektrische Milchpumpe aus der Apotheke zu besorgen. Ich sollte erst stillen, dann die Flasche geben und abpumpen um den Milchfluss weiter anzuregen.
Allerdings bekam ich schon nach einem Tag starke, stechende Schmerzen nach dem Stillen für mehrere Stunden. Das Stillen hatte sich dann erstmal für mich erledigt. Abpumpen ging auch kaum noch, weil es zu weh tat. Meine Hebamme konnte mir nicht sagen, was jetzt los ist und niemand hat mir so wirklich geglaubt, dass die Schmerzen so schlimm sind. Ich hatte richtig Angst meine Tochter anzulegen und habe es dann auch nicht mehr getan für zwei Tage. Ich habe viel im Internet gelesen und herausgefunden, dass ich wahrscheinlich eine Pilzinfektion habe, die allerdings nicht sichtbar ist. Ich habe mir eine Nystatinsalbe für die Brustwarzen und eine Nystatinsuspension für meine Tochter besorgt und nach drei Tagen waren die Schmerzen weg. Es fällt mir aber immernoch schwer meine Tochter anzulegen. Die Schmerzen sind jetzt vergleichsweise gering oder auch gar nicht vorhanden, aber ich verbinde Stillen nicht mehr mit etwas Schönem nach diesen ganzen Erfahrungen.
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*Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Das habe ich bisher nicht aufgeschrieben. Durch Abpumpen bekomme ich an einem Tag höchstens 100-120 ml zusammen. Das ist eine Mahlzeit für sie. Sie hat nach 4 Wochen alle 3 Stunden fast 200 ml Pre Nahrung getrunken, da habe ich vorher maximal 20 Minuten oder gar nicht gestillt. Jetzt nach 5 Wochen ist es höchstens 120 ml Pre Nahrung, manchmal trinkt sie nach dem Stillen auch gar nichts, das ist sehr unterschiedlich
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich habe für gestern die Zeiten aufgeschrieben, da hat sie von 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts alle zwei Stunden Hunger gehabt und dann heute morgen wieder um 5 Uhr. Ich stille 20 bis 60 Minuten, je nachdem wie lange meine Tochter braucht. Danach hat sie aber fast immer noch Hunger.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi ca. 6 mal und Stuhlgang 1-2 mal.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das habe ich ja nun oben schon getan. Was mir noch einfällt: Sie hat, seitdem sie die Flasche bekommt, sehr oft Bauchschmerzen und kommt gar nicht zum Schlafen bis sie wieder Hunger hat. Meine Hebamme meint, dass es nicht unbedingt mit der Pre Nahrung zusammenhängt. Ich denke aber, dass es an der Menge liegen könnte, die meine Tochter zu sich nimmt, das kommt mir doch sehr viel vor.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Die Flasche
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nur bei der Hebamme
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:
07.03. 3550 g Geburt Geburtshaus
11.03. 3260 g Hebamme
17.03. 3370 g Hebamme (Vertretung)
18.03. 3260 g Kinderarzt
20.03. 3380 g Hebamme
02.04. 3760 g Hebamme
08.04. da muss ich meine Hebamme nochmal fragen
Bei Zufüttergeschichten ist es wichtig zu wissen, welche Mengen zugefüttert wurden. Zur Beurteilung des Gedeihens sind weiterhin die Ausscheidungen wichtig und die Info, wie oft gestillt wird.
Das habe ich leider noch nicht dokumentiert.
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Die Kinderkrankenschwestern und die Hebamme im Krankenhaus haben mir nicht viel Mut gemacht, dass es mit dem Stillen noch etwas wird und auch meine Nachsorgehebamme sagte, dass ich bestimmt immer mindestens ein bis zwei Flaschen am Tag zufüttern müsste. Ich würde es aber gerne versuchen ohne Flasche zu schaffen, ich weiß nur nicht wie ich das am besten mache.
Vielen Dank schonmal!!!