Baby nimmt immer langsamer zu
Verfasst: 07.04.2015, 00:30
So, da ich mich nun schon eine Weile sorge und mir dieses Forum empfohlen wurde, möchte ich nun sehr gern nach Rat fragen.
Ich versuche einfach mal alle Fragen zu beantworten:
Meine Tochter ist 5,5 Monate alt. Sie ist mein zweites Kind, mein erstes Kind habe ich 13 Monate lang gestillt und hatte gewichtstechnisch bei ihr keinerlei Probleme, sie nahm sehr schnell zu.
Meine aktuelle Sorge ist, dass sie zu leicht ist bzw zu langsam zunimmt. Sie wog zur Geburt 3530 Gramm und wiegt jetzt mit fast 25 Wochen ca. 6200 Gramm.
Zudem kommt es in letzter Zeit häufiger vor, dass sie an der Brust richtig unzufrieden wirkt. Letzte Woche gab es einen Tag, da hat sie nur an der Brust geweint und wirkte richtig hungrig. Sie dockte an, versuchte zu saugen, dockte ab, weinte und das immer wieder. Sie konnte den Milchspendereflex (der bei mir eigentlich stark ausgeprägt ist) nicht auslösen. Ich habe sie immer abwechselnd angelegt, konnte das an dem Tag aber nicht verbessern. Gefühlt dauerte es zwei Tage bis sie wieder zufrieden war. Heute genau das gleiche.
Ich habe also zwei Fragen: ist sie zu leicht bzw nimmt sie zu langsam zu? Und was kann ich gegen die Unzufriedenheit an der Brust tun?
Hier mal die bisherigen Gewichtsdaten:
17.10.2014 | 3530 Gramm | Geburt Krankenhaus
22.10.2014 | 3510 Gramm | U2 Kinderarzt
28.10.2014 | 3700 Gramm | elektrische Waage Hebamme
19.11.2014 | 4250 Gramm | U3 Kinderarzt
03.02.2015 | 5510 Gramm | U4 Kinderarzt
31.03.2015 | 6150 Gramm | elektrische Waage zuhause
Ich habe mir die Perzentilenkurven der WHO ausgedruckt und darauf die Werte eingetragen. Auffällig für mich war nun dabei, dass sie bei der 50-er Perzentile anfängt, dann auf die 25-er abrutscht und nun sogar weit darunter liegt. Wenn ich den Verlauf mal so als Zukunftsvorhersage nehme, würde sie ja immer dünner werden...
Vor einer Woche habe ich mir eine Waage aus der Apotheke ausgeliehen, um das Ganze einfach mal in Zahlen zu haben.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein, ich stille voll. Abgepumpte Milch aus der Flasche verweigerte sie beim letzten Test vor ein paar Wochen.
Vor einer Woche habe ich angefangen ihr zu unseren Mahlzeiten auch was zu geben, also mal ein Stück Gurke oder Paprika, da hat sie aber nur drauf rumgenuckelt. Brei habe ich heute mal probiert, aber mehr als ein paar Gramm werden wohl nicht im Bauch gelandet sein. Ich bin da aber auch noch unsicher, ob das überhaupt hilfreich ist bei meinen aktuellen Sorgen, da Gemüsebrei ja noch weniger Kalorien als Muttermilch hat.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich stille nach Bedarf und kann gar nicht genau sagen wie oft. In der Regel wird es so alle 2-3 Stunden sein, wenn sie unruhig ist kann es auch mal häufiger sein. Sie beschwert sich allerdings auch nicht besonders, wenn wir unterwegs sind und es dann mal 4 Stunden bis zum nächsten Stillen sind. Sie ist in der Regel ein sehr genügsames und entspanntes Baby.
Sie trinkt nie sehr lange und ist inzwischen auch schnell mal abgelenkt und hört dann auf zu trinken.
Sie schläft mittags 2-3 Stunden und nachts momentan wieder ca 9 Stunden am Stück. In den insgesamt 12 Stunden Nachtschlaf stillt sie aktuell ein Mal, höchstens zwei Mal. Nachts aber auch nur sehr kurz.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Stuhlgang täglich. Als sie letzte Woche so unzufrieden war hatte sie grünen Stuhl.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Der Stillstart war sehr gut. Die Geburt war traumhaft und ich legte sie im Kreißsaal selbstständig an. Da sie viel Fruchtwasser im Bauch hatte, verlangte sie in den ersten zwei Tagen nicht so häufig nach dem Stillen wie ich das von meiner ersten Tochter gewohnt war, ich legte sie dennoch alle drei Stunden an um die Milchbildung anzuregen. Der Milcheinschuss kam auch quasi direkt am nächsten Morgen. Sie kam schnell wieder auf ihr Geburtsgewicht.
In den ersten Wochen hatte sie häufige Clusterfeeding-Abende oder Vormittage.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flaschen nimmt sie nicht mehr, das hatten wir aber auch nur wenige Male ausprobiert mit abgepumpter Milch.
Schnuller hatte ich ihr bis vor zwei Wochen keinen gegeben. Da sie vor zwei Wochen erstmalig an der Brust nur weinte ansttat einzuschlafen (ich stille sie eigentlich in den Schlaf), gab ich ihr doch einen Schnuller. Den hat sie jetzt zum Einschlafen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich hatte in zwei Stilltreffs gefragt ob mein Baby nicht genug zunimmt, die Empfehlungen daraufhin waren jedoch komplett gegensätzlich. Die eine Hebamme sagte ich solle weiter voll stillen, die andere sagte ich solle anfangen Beikost einzuführen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich hatte Schwangerschaftsdiabetes und habe die letzten Wochen abends Insulin spritzen müssen. Zudem habe ich Übergewicht und eine Schilddrüsenunterfunktion.
So. Ich hoffe ich habe alles geschrieben, was ihr benötigt um mir zu helfen.
Wenn ich mich mit anderen Müttern unterhalte, kriege ich kaum Verständnis. Von "ist doch voll süß dass sie nicht so dick ist" bis "aber so dünn ist sie auch nicht" ist da echt alles dabei. Und ich finds irgendwie nicht so normal, dass ich bei meinem Baby jede Rippe sehen kann, auch wenn es sicher noch dünnere Babys gibt.
Die Hebammen im Stilltreff haben sich leider nicht so viel Zeit für meine Unsicherheit genommen.
Ich versuche einfach mal alle Fragen zu beantworten:
Meine Tochter ist 5,5 Monate alt. Sie ist mein zweites Kind, mein erstes Kind habe ich 13 Monate lang gestillt und hatte gewichtstechnisch bei ihr keinerlei Probleme, sie nahm sehr schnell zu.
Meine aktuelle Sorge ist, dass sie zu leicht ist bzw zu langsam zunimmt. Sie wog zur Geburt 3530 Gramm und wiegt jetzt mit fast 25 Wochen ca. 6200 Gramm.
Zudem kommt es in letzter Zeit häufiger vor, dass sie an der Brust richtig unzufrieden wirkt. Letzte Woche gab es einen Tag, da hat sie nur an der Brust geweint und wirkte richtig hungrig. Sie dockte an, versuchte zu saugen, dockte ab, weinte und das immer wieder. Sie konnte den Milchspendereflex (der bei mir eigentlich stark ausgeprägt ist) nicht auslösen. Ich habe sie immer abwechselnd angelegt, konnte das an dem Tag aber nicht verbessern. Gefühlt dauerte es zwei Tage bis sie wieder zufrieden war. Heute genau das gleiche.
Ich habe also zwei Fragen: ist sie zu leicht bzw nimmt sie zu langsam zu? Und was kann ich gegen die Unzufriedenheit an der Brust tun?
Hier mal die bisherigen Gewichtsdaten:
17.10.2014 | 3530 Gramm | Geburt Krankenhaus
22.10.2014 | 3510 Gramm | U2 Kinderarzt
28.10.2014 | 3700 Gramm | elektrische Waage Hebamme
19.11.2014 | 4250 Gramm | U3 Kinderarzt
03.02.2015 | 5510 Gramm | U4 Kinderarzt
31.03.2015 | 6150 Gramm | elektrische Waage zuhause
Ich habe mir die Perzentilenkurven der WHO ausgedruckt und darauf die Werte eingetragen. Auffällig für mich war nun dabei, dass sie bei der 50-er Perzentile anfängt, dann auf die 25-er abrutscht und nun sogar weit darunter liegt. Wenn ich den Verlauf mal so als Zukunftsvorhersage nehme, würde sie ja immer dünner werden...
Vor einer Woche habe ich mir eine Waage aus der Apotheke ausgeliehen, um das Ganze einfach mal in Zahlen zu haben.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein, ich stille voll. Abgepumpte Milch aus der Flasche verweigerte sie beim letzten Test vor ein paar Wochen.
Vor einer Woche habe ich angefangen ihr zu unseren Mahlzeiten auch was zu geben, also mal ein Stück Gurke oder Paprika, da hat sie aber nur drauf rumgenuckelt. Brei habe ich heute mal probiert, aber mehr als ein paar Gramm werden wohl nicht im Bauch gelandet sein. Ich bin da aber auch noch unsicher, ob das überhaupt hilfreich ist bei meinen aktuellen Sorgen, da Gemüsebrei ja noch weniger Kalorien als Muttermilch hat.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich stille nach Bedarf und kann gar nicht genau sagen wie oft. In der Regel wird es so alle 2-3 Stunden sein, wenn sie unruhig ist kann es auch mal häufiger sein. Sie beschwert sich allerdings auch nicht besonders, wenn wir unterwegs sind und es dann mal 4 Stunden bis zum nächsten Stillen sind. Sie ist in der Regel ein sehr genügsames und entspanntes Baby.
Sie trinkt nie sehr lange und ist inzwischen auch schnell mal abgelenkt und hört dann auf zu trinken.
Sie schläft mittags 2-3 Stunden und nachts momentan wieder ca 9 Stunden am Stück. In den insgesamt 12 Stunden Nachtschlaf stillt sie aktuell ein Mal, höchstens zwei Mal. Nachts aber auch nur sehr kurz.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Stuhlgang täglich. Als sie letzte Woche so unzufrieden war hatte sie grünen Stuhl.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Der Stillstart war sehr gut. Die Geburt war traumhaft und ich legte sie im Kreißsaal selbstständig an. Da sie viel Fruchtwasser im Bauch hatte, verlangte sie in den ersten zwei Tagen nicht so häufig nach dem Stillen wie ich das von meiner ersten Tochter gewohnt war, ich legte sie dennoch alle drei Stunden an um die Milchbildung anzuregen. Der Milcheinschuss kam auch quasi direkt am nächsten Morgen. Sie kam schnell wieder auf ihr Geburtsgewicht.
In den ersten Wochen hatte sie häufige Clusterfeeding-Abende oder Vormittage.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flaschen nimmt sie nicht mehr, das hatten wir aber auch nur wenige Male ausprobiert mit abgepumpter Milch.
Schnuller hatte ich ihr bis vor zwei Wochen keinen gegeben. Da sie vor zwei Wochen erstmalig an der Brust nur weinte ansttat einzuschlafen (ich stille sie eigentlich in den Schlaf), gab ich ihr doch einen Schnuller. Den hat sie jetzt zum Einschlafen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich hatte in zwei Stilltreffs gefragt ob mein Baby nicht genug zunimmt, die Empfehlungen daraufhin waren jedoch komplett gegensätzlich. Die eine Hebamme sagte ich solle weiter voll stillen, die andere sagte ich solle anfangen Beikost einzuführen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich hatte Schwangerschaftsdiabetes und habe die letzten Wochen abends Insulin spritzen müssen. Zudem habe ich Übergewicht und eine Schilddrüsenunterfunktion.
So. Ich hoffe ich habe alles geschrieben, was ihr benötigt um mir zu helfen.
Wenn ich mich mit anderen Müttern unterhalte, kriege ich kaum Verständnis. Von "ist doch voll süß dass sie nicht so dick ist" bis "aber so dünn ist sie auch nicht" ist da echt alles dabei. Und ich finds irgendwie nicht so normal, dass ich bei meinem Baby jede Rippe sehen kann, auch wenn es sicher noch dünnere Babys gibt.
Die Hebammen im Stilltreff haben sich leider nicht so viel Zeit für meine Unsicherheit genommen.