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Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 29.03.2015, 21:56
von merci32
Hallo!
Ihr habt mich hier so neugierig gemacht. Ich stille meinen Sohn und wir wünschen uns noch ein weiteres Kind. Das dauert noch, der Kleine ist erst 5 Monate alt und die Große ist 3 Jahre und ein paar Monate. Die Große hab ich mit 12 Monaten abgestillt. Beim Kleinen kann ich mir mittlerweile gut vorstellen ihn wesentlich länger zu stillen. Bei beiden hatte ich am Anfang so große Probkeme mit wunden BW.
Auch wenn es noch hin ist: Wenn man Tandem stillt, bleibt das dann aus? Die BW sind ja quasi die ganze Zeit "in Benutzung"?
Und: Wird man nicht viel schwerer schwanger, wenn man noch stillt? Oder ist das Quatsch?
Viele Grüße!

Re: Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 29.03.2015, 22:02
von fabienna
Erfahrung hab ich damit noch keine, aber ich hänge mich mal hier an und bin gespannt auf Erfahrungsberichte.
Schwanger werden hat (mit künstlicher Befruchtung) im ersten Versuch geklappt.
Die "Große" wird immer noch zum einschlafen am abend gestillt und morgens vorm aufstehen.
Bin gespannt, wie das wird, wenn unser Maikäferchen dann da ist....
Lg, fabienna
Re: Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 30.03.2015, 00:33
von wewo
Hi.
Zu den wunden BW kann ich nichts beisteuern, da ich davon (glücklicherweise) verschont blieb.
Viel schwerer schwanger kann ich nicht bestätigen. Bei Kind 1 setzte ich die Pille Ende August ab und wurde im Dezember schwanger. Nach 6 Monaten bekam ich meine Periode wieder und auch gleich sehr regelmäßig. Bei Kind 2 war der erste Versuch sofort ein Treffer.

Kind 1 war zu diesem Zeitpunkt 9 Monate alt.
Ob und wie schnell du schwanger wirst, hängt von dir/euch ab. Das ist ziemlich individuell, würde ich sagen.
Allgemein zum Tandemstillen: Es ist toll. Ich bin froh, dass ich es mache, auch wenn ich manchmal etwas genervt war. Aber das war eher die Ausnahme bzw nur phasenweise, wenn beide viel Nähe wollten. Während der Schwangerschaft lief das Stillen einfach weiter. Ob ich zwischendurch keine Milch hatte, weiß ich nicht. Die Große stillte nach der Geburt recht viel (ich war übrigens fast eine Woche über ET, stillen hat keine vorzeitigen Wehen ausgelöst). Milcheinschuss hatte ich zwar spürbar, aber er war weniger schmerzhaft und die Große hat gut abtrinken können. Ich brauchte bei Kind 2 keine Stilleinlagen (bei Kind 1 etwa ein halbes Jahr, weshalb ich mir eine Großpackung guter Stilleinlagen kaufte, die nun im Babykarton mit der Umstandskleidung liegen). Das Vielstillen hat sich dann aber auch wieder gegeben. Allerdings hat sie dadurch gut zugenommen (sie neigt eher zu den oberen Perzentilen) und das bis heute (2,5 J. und 17kg). Sie stillt noch tagsüber gegen Mittag (wenn der Kleine schläft) und abends zum Einschlafen sowie in der Nacht. Der Kleine stillt momentan nach den Mahlzeiten, zum Einschlafen und nachts... sein Bedarf ist gerade recht hoch. Ein super Vorteil für mich ist, dass ich durchs (Tandem)Stillen wahnsinnig abgenommen habe.
Es ist anstrengend, es ist toll, es ist spannend.
LG wewo
Re: Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 30.03.2015, 09:34
von koalina
liebe merci,
ich habe nichts beizutragen, wollte dir aber schreiben, das ich mich sooooo freue das zu lesen. all das nach den großen Problemen die ihr hattet.
inzwischen wünsche ich mir auch einen zweiten krümel und würde gern tandemstillen
bin gespannt auf Erfahrungen...
lg
koalina
Re: Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 30.03.2015, 09:59
von Teazer
Hallo merci,
wunde Brustwarzen kommen nicht von der ungewohnten Belastung, sondern von einer falschen Stilltechnik. Als erfahrene Stillmama weißt Du, wie korrektes Stillen geht, das neue Baby muss es jedoch üben und bringt - wie Du ja leider weißt - eigene anatomische Voraussetzungen mit. Von daher hat es nichts mit dem Tandemstillen zu tun, ob Du beim 3. Kind wunde Brustwarzen bekommst oder nicht.
Ca. ab Mitte des ersten Lebensjahres sinkt der Basis-Prolaktinspiegel, der den Zyklus unterdrückt und es gibt nur noch Prolaktin-Spitzen während des Stillens. Ob und wie das Auswirkungen auf eine mögliche Befruchtung hat, ist sehr individuell. Bei der einen Frau reicht schon eine durchschlafene Nacht für einen Eisprung, eine andere hat auch mit seltenem Stillen keinen Zyklus. Das sieht man erst, wenn es so weit ist.
Ich persönlich bin einmal fast vollstillend und einmal teilstillend schwanger geworden.
Re: Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 31.03.2015, 17:47
von dowa
Ich habe jetzt in der ersten Woche Tandemstillen festgestellt, dass man zwei Tendenzen bzgl. wunder Brustwarzen hat.
Die eine Tendenz heißt weniger wund, weil man Andockfehler aufgrund der eigenen Erfahrung und aufgrund der Vorarbeit des großen Kindes reduzieren kann.
Auf der anderen Seite muss man aber geeignete Stillpositionen für Tag UND Nacht finden. Bei uns läuft das aktuell mit dem großen Sohn sehr sportlich ab. Dadurch gibt es einen großen Zug an der Brust. Außerdem ist das Neugeborene bei uns teilweise unter Stress beim Stillen. Dadurch haben wir noch die Tendenz zu wunder Brustwarze.
Mal sehen, wie sich das bei uns noch einspielt.
Zum Thema schwanger kann ich nichts beitragen. Meine Söhne sind 20 Monate auseinander. Ich hatte auf einen kleineren Abstand gehofft, aber mein Körper war noch nicht so weit. Die Schwangerschaft fand ich dann trotzdem anstrengend vor allem zum Schluss hin. Aber danach hast du ja nicht gefragt.
07/13 und 03/15
Re: Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 01.04.2015, 13:01
von tania
der typische ansaugschmerz, den viele frauen nach der geburt haben, ist zum teil auch hormonell verursacht. bei mir hat es nach der geburt des kleinen auch ohne stillpause ein bisschen gezeckt bei jedem andocken wieder neu. deutlich weniger als beim ersten kind (brustwarzen waren ja schon gewoehnt), aber trotzdem noch. uebrigens deutlich weniger beim grossen

Re: Tandemstillen - wunde BW
Verfasst: 01.04.2015, 13:22
von 08u11
Hier tatsächlich:
Beim ersten Kind: 7 Monate gehibbelt (obwohl damals noch nicht gestillt

), übel wunde BW und Ansaugschmerz sofort nach der Geburt und blutig gebissen später beim Zahnen. Deshalb - und um wieder schwanger zu werden - mit 15 Monaten abgestillt

.
Kind Nr. 2 kam nach 13 Monaten hibbeln (hat also auch nach dem Abstillen noch etwa ein halbes Jahr gedauert). Geboren nach ca. 14 Monaten Stillpause und auch da: übler Ansaugschmerz, aber keine blutigen BW mehr (da wusste ich ja schon, wie Stillen geht

).
Mit Kind Nr. 3: stillend schwanger geworden beim 1. Versuch

. Allerdings mental schon einige Zeit vorbereitet: Stillen reduziert (nur noch morgens und abends) und Temperatur gemessen. Während der Schwangerschaft wieder üble Ansaugschmerzen - danach aber gar nichts mehr, obwohl Baby vor allem die ersten Tage dauergestillt hat

.