Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?
Verfasst: 19.03.2015, 09:39
Hallo Miteinander!
Nachdem ich die letzten Tage immer wieder hier alte Beiträge durchforstet habe und mit Erstaunen festgestellt habe, dass so viele kompetente und ausführliche Beratungen erhalten - habe ich mich nun auch angemeldet, in der Hoffnung, dass es eventuell auch für "unser Stillen" noch ein happy-end geben könnte...
Meine Tochter wurde am 11. Februar 15 geboren (heute also 5 Wochen und 1 Tag alt), sofern relevant die Geburt war spontan jedoch mit Ve. Das erste Anlegen erfolgte nach etwa zwei Stunden, da sie noch etwas benommen von der Geburt (PDA?) war. Das Anlegen klappte soweit ganz gut, jedoch hatte ich vom ersten Moment an Schmerzen in den Brustwarzen. Laut Krankenhaushebammen lag dies allerdings nicht am falschen Anlegen - meine Tochter hatte genug Brust im Mund und hat auch kräftig gesaugt. Bereits nach 48h hatte sie mehr als 10% ihres Geburtsgewichts (3640g) verloren und die Kinderärztin im Klinikum riet bereits zum Zufüttern, was ich jedoch ablehnte. Zuhause angekommen legte ich ständig an, wobei meine Brustwarzen schon übel in Mitleidenschaft gezogen waren und unser Baby war sehr unzufrieden und schrie viel. Für mich bedeutete das Stillen von Anfang an Stress und Schmerzen.
Nachdem das Gewicht am 17.02. schließlich bei 3220g war, riet uns die Nachsorgehebamme dringend zum Zufüttern. Also begannen wir mit Fingerfeeding und kleinen Mengen (20-30ml) nach dem Stillen. Vom 19.02. bis 23.02. stagnierte das Gewicht bei 3300g, obwohl wir immer größere Mengen Pre zufütterten. Also haben wir ab dem 23. Februar auf Anraten der Hebamme mit Flasche (etwa 200ml tgl.) zugefüttert. Am 9. März erreichte unsere Tochter nach fast vier Wochen endlich ihr Geburtsgewicht (bzw. 3660g) wieder. Zwei Tage später wog sie dann lediglich 40g mehr, so dass die Hebamme uns anriet, nach jedem Stillen eine Flasche anzubieten. Sie trinkt etwa 70-100ml nach. Am 16. März wog J. nun bereits 4200g.
So viel zum problematischen Gewichtsverlauf. Sowohl die Hebamme als auch ich sind davon ausgegangen, dass ich zu wenig Milch habe (es handelt sich um mein erstes Kind und ich habe mir nie große Gedanken ums Stillen gemacht, naiv dachte ich, das läuft quasi von alleine).
Ich probierte in den letzten fünf Wochen alles - von Stilltee, Milchbildungsglobuli, Malzbier über Bockshornkleesamenkapseln - die ganze Palette. Seit acht Tagen nehme ich Domperidon. Ich hatte drei (!!!) Mal eine Mastitis die jedes Mal mit Antibiotikum behandelt werden musst, da ich sofort hohes Fieber bekam. Am 8. März kam eine Stillberaterin der LLL und nachdem sie sich das Stillen ("völlig korrekt") und meine inzwischen tief aufgerissenen Brustwarzen ansah und nach dem Ausschlussverfahren vorging (Mitte 20, Normalgewicht, kein Diabetes oder Schilddrüsenprobleme), äußerte sie das erste Mal den Verdacht eines verkürzten Zungenbändchens.
Sie verwies mich an eine Kollegin, die auf Problemfälle spezialisiert ist. Nachdem diese sich Videos vom Trinken und Schreien meiner Tochter ansah, bestätigte sie den Verdacht eines posterioren verkürzten Zungenbändchens. Am Montag wurde das Zungenbändchen am Uniklinikum Innsbruck durchtrennt.
Seit etwa einer Woche trinkt meine Tochter mit Brusternährungsset, meine Brustwarzen sind immer noch nicht verheilt. Ich bin mir völlig unsicher, ob das Trinken seit Montag besser geworden ist - laut Ärztin könnte ich vermutlich in drei bis vier Wochen endlich Vollstillen. Ich glaube da leider noch nicht dran.
Gestern habe ich mal penibel Stillprotokoll geführt: gestillt habe ich insgesamt neun Mal (zwischen 25 und 40 Minuten, immer beide Seiten) und insgesamt 560ml Pre zugefüttert (teilweise BES, teilweise Flasche). Domperidon nehme ich weiterhin 3x täglich.
Wie soll ich bloß diese große Menge Pre ausschleichen?
Ich würde mich sehr freuen, wenn hier eine der Stillberaterinnen Rat weiß...
Lieben Dank!
Nachdem ich die letzten Tage immer wieder hier alte Beiträge durchforstet habe und mit Erstaunen festgestellt habe, dass so viele kompetente und ausführliche Beratungen erhalten - habe ich mich nun auch angemeldet, in der Hoffnung, dass es eventuell auch für "unser Stillen" noch ein happy-end geben könnte...
Meine Tochter wurde am 11. Februar 15 geboren (heute also 5 Wochen und 1 Tag alt), sofern relevant die Geburt war spontan jedoch mit Ve. Das erste Anlegen erfolgte nach etwa zwei Stunden, da sie noch etwas benommen von der Geburt (PDA?) war. Das Anlegen klappte soweit ganz gut, jedoch hatte ich vom ersten Moment an Schmerzen in den Brustwarzen. Laut Krankenhaushebammen lag dies allerdings nicht am falschen Anlegen - meine Tochter hatte genug Brust im Mund und hat auch kräftig gesaugt. Bereits nach 48h hatte sie mehr als 10% ihres Geburtsgewichts (3640g) verloren und die Kinderärztin im Klinikum riet bereits zum Zufüttern, was ich jedoch ablehnte. Zuhause angekommen legte ich ständig an, wobei meine Brustwarzen schon übel in Mitleidenschaft gezogen waren und unser Baby war sehr unzufrieden und schrie viel. Für mich bedeutete das Stillen von Anfang an Stress und Schmerzen.
Nachdem das Gewicht am 17.02. schließlich bei 3220g war, riet uns die Nachsorgehebamme dringend zum Zufüttern. Also begannen wir mit Fingerfeeding und kleinen Mengen (20-30ml) nach dem Stillen. Vom 19.02. bis 23.02. stagnierte das Gewicht bei 3300g, obwohl wir immer größere Mengen Pre zufütterten. Also haben wir ab dem 23. Februar auf Anraten der Hebamme mit Flasche (etwa 200ml tgl.) zugefüttert. Am 9. März erreichte unsere Tochter nach fast vier Wochen endlich ihr Geburtsgewicht (bzw. 3660g) wieder. Zwei Tage später wog sie dann lediglich 40g mehr, so dass die Hebamme uns anriet, nach jedem Stillen eine Flasche anzubieten. Sie trinkt etwa 70-100ml nach. Am 16. März wog J. nun bereits 4200g.
So viel zum problematischen Gewichtsverlauf. Sowohl die Hebamme als auch ich sind davon ausgegangen, dass ich zu wenig Milch habe (es handelt sich um mein erstes Kind und ich habe mir nie große Gedanken ums Stillen gemacht, naiv dachte ich, das läuft quasi von alleine).
Ich probierte in den letzten fünf Wochen alles - von Stilltee, Milchbildungsglobuli, Malzbier über Bockshornkleesamenkapseln - die ganze Palette. Seit acht Tagen nehme ich Domperidon. Ich hatte drei (!!!) Mal eine Mastitis die jedes Mal mit Antibiotikum behandelt werden musst, da ich sofort hohes Fieber bekam. Am 8. März kam eine Stillberaterin der LLL und nachdem sie sich das Stillen ("völlig korrekt") und meine inzwischen tief aufgerissenen Brustwarzen ansah und nach dem Ausschlussverfahren vorging (Mitte 20, Normalgewicht, kein Diabetes oder Schilddrüsenprobleme), äußerte sie das erste Mal den Verdacht eines verkürzten Zungenbändchens.
Sie verwies mich an eine Kollegin, die auf Problemfälle spezialisiert ist. Nachdem diese sich Videos vom Trinken und Schreien meiner Tochter ansah, bestätigte sie den Verdacht eines posterioren verkürzten Zungenbändchens. Am Montag wurde das Zungenbändchen am Uniklinikum Innsbruck durchtrennt.
Seit etwa einer Woche trinkt meine Tochter mit Brusternährungsset, meine Brustwarzen sind immer noch nicht verheilt. Ich bin mir völlig unsicher, ob das Trinken seit Montag besser geworden ist - laut Ärztin könnte ich vermutlich in drei bis vier Wochen endlich Vollstillen. Ich glaube da leider noch nicht dran.
Gestern habe ich mal penibel Stillprotokoll geführt: gestillt habe ich insgesamt neun Mal (zwischen 25 und 40 Minuten, immer beide Seiten) und insgesamt 560ml Pre zugefüttert (teilweise BES, teilweise Flasche). Domperidon nehme ich weiterhin 3x täglich.
Wie soll ich bloß diese große Menge Pre ausschleichen?
Ich würde mich sehr freuen, wenn hier eine der Stillberaterinnen Rat weiß...
Lieben Dank!