Baby nimmt nicht genug zu. Oder doch?
Verfasst: 21.02.2015, 00:35
Mir wurde im Schweizer Forum nahegelegt mein Problem hier zu schildern. Sollte ich also irgendwelche "Anfängerfehler" hier machen, verzeiht mir bitte.
Ihr kennt das sicher: da sagt der Kinderarzt bei einer Kontrolle etwas, verwirft es zwar dann, aber es bleibt doch hängen.
Bei mir war das in der Zweimonatskontrolle. "oh sie hat aber etwas wenig zugenommen, vielleicht sollten Sie zufüttern" " ja aber ich müsste eigentlich jetzt Stillen" "ahja dann, dann geht das doch, es sollten aber eigentlich so 600 g pro Monat sein"
Und doch, "zu wenig zugenommen" und "zufüttern" sind halt hängengeblieben. Und dann rennt man doch zur Mütterberatung (hier in der Schweiz kann man dort sein Baby wiegen lassen und ggf noch Hilfe bekommen) und lässt nochmal wiegen etc.
Aber nur vom Wiegen wird mein Kind auch nicht zunehmen. Und sie nimmt ja zu, aber eben nicht in dem Mass wie sich das der Kinderarzt so vorstellt.
Aber gut, ich nehm jetzt mal eure Liste und werde dann mal sehen was ich noch denke, das ergänzt werden muss.
Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich versuche momentan tagsüber nach spätestens 3 h zu stillen, sonst würde sie gerne mal bis zu 7 stunden Pause machen. Ansonsten habe ich alles, von 45 min bis eben die 3 h. Dauer des Stillens: recht kurz, wenn es nach ihr geht. Es gibt da ein paar verschiedene Situationen:
-sie trinkt gut, aber dann relativ kurz (3-5 min), hört auf und grinst mich an.
- sie trinkt gut, (noch immer kurz) und fängt an zu schreien und will nicht mehr trinken
- sie trinkt gut (kurz) lässt sich nochmal überreden, hört auf, nimmt aber die andere Brust.
- im Bett liegend stösst sie sich gerne ab, trinkt kurz, dreht sich weg, nach nochmaligen Ansetzen trinkt sie kurz, oder auch nicht
- Sie saugt bis was kommt und lässt dann los.
- Sie schreit die Brust an und trinkt gar nichts.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pf. Stuhlgang momentan 1x täglich gerne auch explosiv, pipi hm, ja so alle 4 Stunden.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Stillstart war relativ gut, sie hat nach der Geburt direkt sehr ausgiebig an der Brust gehangen. War eher ruhig, Andockprobleme waren trotz kurzem Zungenbändchen (was dann geschnitten wurde) nicht so gross. Die ersten Wochen kam sie Nachts alle Stunde, tagsüber manchmal sehr lange nicht. Milcheinschuss war extrem viel und ich hatte immer das Gefühl, dass sie nicht wirklich alles nimmt, habe auch abgepumpt um den Druck zu mindern.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Schnuller wird genommen, aber mit wenig begeisterung, er hilft beim Einschlafen. Flaschen sind nicht so toll.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
waren heut in der Stillberatung. Ansonsten eben Kinderarzt der die blöde Aussage gemacht hat und die Mütterberatung, die uns versucht ein Schema zu geben.
Also Kinderarzt bisher entspannt mal sehen was er bei der 4 Monatskontrolle sagt.
Mütterberaterin relativ entspannt. Meint Tagsüber spätestens nach 3 h. Und sie eben bei jedem Stillen überreden mehr zu trinken und immer beide Seiten anbieten.
Stillberatung hat festgestellt, dass sie in der kurzen guten Zeit (klar, wenn man mal da ist, dockt das Kind super an und trinkt erstmal 4 min durchgehend) 60 ml trinkt. Mit überreden und an der anderen Brust trinken kamen nochmal 30 ml dazu. Sie rät, nach dem Stillen abzupumpen und das abgepumpte dann zusätzlich noch versuchen dem Baby zu geben. (3x täglich) ggf auch mal mit Pulvermilch.
Problem: abpumpen nach dem Stillen gibt nur einen Bodensatz und von angebotener Pulvermilch wird ungefähr genausoviel getrunken (also so gut wie nichts)
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ausser dem schon behobenen Zungenbändchen ist mir nichts bekannt. Ausser das gewisse Stresslevel, das bei Umzug, Besuch, Weihnachten, Jobsuche, Beziehungsdruck und einem weiteren 21 monate alten Kind so vorhanden ist.
Ende Januar hatten wir auch alle eine Magendarmgrippe, die sich bei der Kleinen aber "nur" in 2 x sehr heftigen Übergeben gezeigt hat, während ich 2 Tage fieber hatte und platt war.
- Gebt uns genaue Daten!
Also hier mal die Gewichtsdaten:
7.11.14 Geburt: 3700 g (Waage Geburtshaus)
11.11.14 Austritt: 3590 g (Waage Geburtshaus)
(leider habe ich die Werte von der Nachsorgehebamme nicht, aber wir hatten da in den ersten Wochen auch schonmal so 2 Tage wo sich das Gewicht nicht verändert hatte)
16.12.14. 1 Monatskontrolle: 4270 g (Waage Kinderarzt)
12.01.15 2 Monatskontrolle: 4640 g (Waage Kinderarzt)
04.02.15 Mütterberatung: 5030 g (Waage Mütterberatung, mit Body und Windel)
18.02.15 Mütterberatung: 5230 g (Waage Mütterberatung mit Body und Windel)
Zugefüttert habe ich effektiv nicht, weil sie die Flasche nicht genommen hat.
Muss ich mir jetzt sorgen machen? Oder muss ich einfach die Gedanken aus meinem Hirn schmeissen und mich damit abfinden, dass ich einfach ein kleines feines Kind habe obwohl mir jeder der mich sieht ein Riesenbaby versprochen hat (ich bin 181 cm, mein Mann 178 cm, aber auch die Grosse ist eher fein, hat aber mit 3 Monaten schon deutlich mehr gewogen.)
Ihr kennt das sicher: da sagt der Kinderarzt bei einer Kontrolle etwas, verwirft es zwar dann, aber es bleibt doch hängen.
Bei mir war das in der Zweimonatskontrolle. "oh sie hat aber etwas wenig zugenommen, vielleicht sollten Sie zufüttern" " ja aber ich müsste eigentlich jetzt Stillen" "ahja dann, dann geht das doch, es sollten aber eigentlich so 600 g pro Monat sein"
Und doch, "zu wenig zugenommen" und "zufüttern" sind halt hängengeblieben. Und dann rennt man doch zur Mütterberatung (hier in der Schweiz kann man dort sein Baby wiegen lassen und ggf noch Hilfe bekommen) und lässt nochmal wiegen etc.
Aber nur vom Wiegen wird mein Kind auch nicht zunehmen. Und sie nimmt ja zu, aber eben nicht in dem Mass wie sich das der Kinderarzt so vorstellt.
Aber gut, ich nehm jetzt mal eure Liste und werde dann mal sehen was ich noch denke, das ergänzt werden muss.
Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich versuche momentan tagsüber nach spätestens 3 h zu stillen, sonst würde sie gerne mal bis zu 7 stunden Pause machen. Ansonsten habe ich alles, von 45 min bis eben die 3 h. Dauer des Stillens: recht kurz, wenn es nach ihr geht. Es gibt da ein paar verschiedene Situationen:
-sie trinkt gut, aber dann relativ kurz (3-5 min), hört auf und grinst mich an.
- sie trinkt gut, (noch immer kurz) und fängt an zu schreien und will nicht mehr trinken
- sie trinkt gut (kurz) lässt sich nochmal überreden, hört auf, nimmt aber die andere Brust.
- im Bett liegend stösst sie sich gerne ab, trinkt kurz, dreht sich weg, nach nochmaligen Ansetzen trinkt sie kurz, oder auch nicht
- Sie saugt bis was kommt und lässt dann los.
- Sie schreit die Brust an und trinkt gar nichts.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pf. Stuhlgang momentan 1x täglich gerne auch explosiv, pipi hm, ja so alle 4 Stunden.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Stillstart war relativ gut, sie hat nach der Geburt direkt sehr ausgiebig an der Brust gehangen. War eher ruhig, Andockprobleme waren trotz kurzem Zungenbändchen (was dann geschnitten wurde) nicht so gross. Die ersten Wochen kam sie Nachts alle Stunde, tagsüber manchmal sehr lange nicht. Milcheinschuss war extrem viel und ich hatte immer das Gefühl, dass sie nicht wirklich alles nimmt, habe auch abgepumpt um den Druck zu mindern.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Schnuller wird genommen, aber mit wenig begeisterung, er hilft beim Einschlafen. Flaschen sind nicht so toll.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
waren heut in der Stillberatung. Ansonsten eben Kinderarzt der die blöde Aussage gemacht hat und die Mütterberatung, die uns versucht ein Schema zu geben.
Also Kinderarzt bisher entspannt mal sehen was er bei der 4 Monatskontrolle sagt.
Mütterberaterin relativ entspannt. Meint Tagsüber spätestens nach 3 h. Und sie eben bei jedem Stillen überreden mehr zu trinken und immer beide Seiten anbieten.
Stillberatung hat festgestellt, dass sie in der kurzen guten Zeit (klar, wenn man mal da ist, dockt das Kind super an und trinkt erstmal 4 min durchgehend) 60 ml trinkt. Mit überreden und an der anderen Brust trinken kamen nochmal 30 ml dazu. Sie rät, nach dem Stillen abzupumpen und das abgepumpte dann zusätzlich noch versuchen dem Baby zu geben. (3x täglich) ggf auch mal mit Pulvermilch.
Problem: abpumpen nach dem Stillen gibt nur einen Bodensatz und von angebotener Pulvermilch wird ungefähr genausoviel getrunken (also so gut wie nichts)
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ausser dem schon behobenen Zungenbändchen ist mir nichts bekannt. Ausser das gewisse Stresslevel, das bei Umzug, Besuch, Weihnachten, Jobsuche, Beziehungsdruck und einem weiteren 21 monate alten Kind so vorhanden ist.
Ende Januar hatten wir auch alle eine Magendarmgrippe, die sich bei der Kleinen aber "nur" in 2 x sehr heftigen Übergeben gezeigt hat, während ich 2 Tage fieber hatte und platt war.
- Gebt uns genaue Daten!
Also hier mal die Gewichtsdaten:
7.11.14 Geburt: 3700 g (Waage Geburtshaus)
11.11.14 Austritt: 3590 g (Waage Geburtshaus)
(leider habe ich die Werte von der Nachsorgehebamme nicht, aber wir hatten da in den ersten Wochen auch schonmal so 2 Tage wo sich das Gewicht nicht verändert hatte)
16.12.14. 1 Monatskontrolle: 4270 g (Waage Kinderarzt)
12.01.15 2 Monatskontrolle: 4640 g (Waage Kinderarzt)
04.02.15 Mütterberatung: 5030 g (Waage Mütterberatung, mit Body und Windel)
18.02.15 Mütterberatung: 5230 g (Waage Mütterberatung mit Body und Windel)
Zugefüttert habe ich effektiv nicht, weil sie die Flasche nicht genommen hat.
Muss ich mir jetzt sorgen machen? Oder muss ich einfach die Gedanken aus meinem Hirn schmeissen und mich damit abfinden, dass ich einfach ein kleines feines Kind habe obwohl mir jeder der mich sieht ein Riesenbaby versprochen hat (ich bin 181 cm, mein Mann 178 cm, aber auch die Grosse ist eher fein, hat aber mit 3 Monaten schon deutlich mehr gewogen.)