Schon Zufüttern nötig?
Verfasst: 09.02.2015, 16:39
Hallo ihr,
nun dachte ich, beim zweiten Kind klappt alles besser, aber gerade kommen die ganzen Erinnerungen an die Startschwierigkeiten mit meinem Sohn wieder hoch und ich bin ganz schön fertig.
Unsere Tochter ist jetzt zwei Wochen alt, heute hatten wir wieder Besuch von unserer Nachsorgehebamme. Sie hat die Kleine gewogen und meinte, das sei ein bisschen zu wenig Zunahme, vor allem vor dem Hintergrund, dass unsere Tochter seit ein paar Tagen viel Bauchweh und Verdauungsprobleme sowie oft grünen, dünnflüssig-schaumigen Stuhlgang hat.
Einen richtigen Stillalltag haben wir noch nicht, sie wird nach Bedarf gestillt, etwa 9 bis 12 mal täglich und nachts 1 bis 2 mal, dabei haben wir mal längere Pausen, auch schon mal drei Stunden, und mal macht sie nur für einige Minuten die Augen zu und will dann weitertrinken. Durchschnittlich braucht sie für eine Mahlzeit etwa 10 bis 15 Minuten. Das erschien mir alles ganz normal und richtig (unser Sohn hat anfangs lange Schlafphasen gehabt und ich wusste nicht, dass ich ihn hätte wecken müssen, daran habe ich heute noch zu knabbern). Das einzige Problem, das wir haben, sind ihre Andockschwierigkeiten. Das macht mich schon auch ganz schön fertig, aber ich habe das Gefühl, dass es langsam besser wird. Gerade wenn sie etwas länger geschlafen hat, braucht sie meist ewig, bis sie die Brust richtig gefasst hat. Meist hat sie zwar ausreichend Brust im Mund, lässt aber sofort wieder los und weint und versucht es wieder und wieder. Das geht oft sehr lange so, ich probiere dann ab und zu eine andere Stillposition bzw. nehme sie zwischendurch immer mal wieder hoch, damit sie sich (oder wir beide) wieder beruhigen kann. Nach gefühltem ewigen Hin und Her, das mich teilweise auch schon verzweifeln lässt, klappts dann plötzlich von einer Sekunde auf die andere, ohne dass ich etwas anders gemacht hätte. Und dann trinkt sie wie aus dem Bilderbuch: regelmäßige Schlucke, kleine Pausen drin, ganz konzentriert. Und es tut mir auch nichts weh, sie hat die Brust also genau richtig im Mund (an den ersten Tagen war das noch schwierig, da waren meine Brustwarzen leicht gereizt, aber das ging zum Glück sehr schnell wieder). An der rechten Seite sind die Schwierigkeiten, die Brust zu fassen, etwas stärker als an der linken. Aber ich konnte noch nicht erkennen, ob sie auch eine Lieblingsseite hat bzw. den Kopf nur auf eine Seite legt etc. Bisher sieht das nicht so aus.
Unsere Hebamme hat vorgeschlagen, mit homöopathischen Mitteln gegen die Verdauungsprobleme vorzugehen, und will die Kleine in drei Tagen wieder wiegen. Wenn sie dann nicht mehr zugenommen hat, empfiehlt sie uns, zum Kinderarzt zu gehen. Sie sagte auch, ich soll mir keine Gedanken machen, dafür sei sie ja da, sie wolle nur eben ein Auge darauf haben. Außerdem hatte sie noch folgende Vorschläge: Nach dem Stillen noch Milch abpumpen und schauen, ob sie dann noch etwas trinken will. Vor dem Stillen Milch ausstreichen/abpumpen, damit sie mehr von der nahrhafteren dickeren Milch abbekommt.
Ich kann es nicht abstellen, das Gedankenkarussell dreht sich. Unsere gescheiterten Zufütterversuche bei unserem Sohn (die aber auch unnötig waren) fühlten sich so schrecklich an. Und jetzt habe ich Angst, dass es trotzdem wieder so weit kommt. Mittlerweile haben wir eine andere Kinderärztin, die stillfreundlicher eingestellt ist, aber bei der U2 hat sie trotzdem was Merkwürdiges gesagt: Ich vertrage keine Laktose, deshalb würde meine Tochter höchstwahrscheinlich auch keine vertragen und falls wir irgendwann zufüttern müssten, sollten wir dann laktosereduzierte Babynahrung nehmen. Das ist doch Quatsch, oder? Ich dachte immer, gerade Muttermilch sei besonders laktosehaltig, weil Babys diesen Milchzucker besonders gut vertragen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Unverträglichkeit bei mir erst vor etwa 8 Jahren aufgetaucht ist/festgestellt wurde.
Aber zurück zum eigentlichen Problem: Die Hebamme ist eine sehr liebe und versucht, mich zu beruhigen, aber irgendwie hat sie mich jetzt eben doch verunsichert. Milch von Hand ausstreichen kann ich nicht, das habe ich schon oft, auch mit verschiedenen Techniken, probiert, und wenn es langsam schon unangenehm wird, kommt vielleicht ein Tropfen. Deshalb habe ich auch Angst, dass das Pumpen bei mir gar nicht funktionieren würde und ich dadurch nur noch gestresster und panischer werde. Versucht habe ich das aber noch nie. Was mache ich denn jetzt? Weiter stillen wie bisher und hoffen, dass das Gewicht in drei Tagen merklich höher ist? Und was wenn nicht? Ich habe eben auch Angst, dass wir dann zur Kinderärztin gehen müssen und sie gleich empfiehlt zuzufüttern (und ich wieder total verunsichert werde und mich nicht durchsetzen kann). Können wir hier gemeinsam auf das Gewicht meiner Tochter schauen? Es wäre mir lieb, eure Meinung zu hören. Und ich dachte mir, dass ich mir eine Babywaage ausleihe, sollte das Gewicht beim nächsten Wiegen nicht höher sein.
Stuhlgang hat sie mehrmals täglich, 2 bis 3 größere Portionen und viele kleinere, wenn nach ihren Bauchkrämpfen immer noch mal etwas rauskommt (kann das grad nicht so gut beschreiben), Pipi macht sie natürlich auch, aber das ist eigentlich nie allein in der Windel. Wir wechseln die Windeln immer spätestens, wenn wir gehört haben, dass sie reingekackt oder stärker gepupst hat, etwa 6 bis 8 mal täglich, manchmal auch öfter, wenn sie die frisch angezogene Windel sofort wieder voll macht.
Ich hoffe, ihr könnt mal auf ihr Gewicht schauen und mir etwas Mut machen bzw. raten, wie es nun am besten weitergehen soll. Wenn wir zufüttern müssen, dann ist es eben so, aber wenn möglich würde ich das natürlich gern vermeiden.
Liebe Grüße und danke erstmal!
Und hier die Gewichtsdaten:
25.01. 3230g Geburtsgewicht, GH
27.01. 2980g Hebamme
29.01. 3120g Hebamme
30.01. 3150g U2, Kinderarzt
02.02. 3180g Hebamme
06.02. 3160g Hebamme
09.02. 3160g Hebamme
nun dachte ich, beim zweiten Kind klappt alles besser, aber gerade kommen die ganzen Erinnerungen an die Startschwierigkeiten mit meinem Sohn wieder hoch und ich bin ganz schön fertig.
Unsere Tochter ist jetzt zwei Wochen alt, heute hatten wir wieder Besuch von unserer Nachsorgehebamme. Sie hat die Kleine gewogen und meinte, das sei ein bisschen zu wenig Zunahme, vor allem vor dem Hintergrund, dass unsere Tochter seit ein paar Tagen viel Bauchweh und Verdauungsprobleme sowie oft grünen, dünnflüssig-schaumigen Stuhlgang hat.
Einen richtigen Stillalltag haben wir noch nicht, sie wird nach Bedarf gestillt, etwa 9 bis 12 mal täglich und nachts 1 bis 2 mal, dabei haben wir mal längere Pausen, auch schon mal drei Stunden, und mal macht sie nur für einige Minuten die Augen zu und will dann weitertrinken. Durchschnittlich braucht sie für eine Mahlzeit etwa 10 bis 15 Minuten. Das erschien mir alles ganz normal und richtig (unser Sohn hat anfangs lange Schlafphasen gehabt und ich wusste nicht, dass ich ihn hätte wecken müssen, daran habe ich heute noch zu knabbern). Das einzige Problem, das wir haben, sind ihre Andockschwierigkeiten. Das macht mich schon auch ganz schön fertig, aber ich habe das Gefühl, dass es langsam besser wird. Gerade wenn sie etwas länger geschlafen hat, braucht sie meist ewig, bis sie die Brust richtig gefasst hat. Meist hat sie zwar ausreichend Brust im Mund, lässt aber sofort wieder los und weint und versucht es wieder und wieder. Das geht oft sehr lange so, ich probiere dann ab und zu eine andere Stillposition bzw. nehme sie zwischendurch immer mal wieder hoch, damit sie sich (oder wir beide) wieder beruhigen kann. Nach gefühltem ewigen Hin und Her, das mich teilweise auch schon verzweifeln lässt, klappts dann plötzlich von einer Sekunde auf die andere, ohne dass ich etwas anders gemacht hätte. Und dann trinkt sie wie aus dem Bilderbuch: regelmäßige Schlucke, kleine Pausen drin, ganz konzentriert. Und es tut mir auch nichts weh, sie hat die Brust also genau richtig im Mund (an den ersten Tagen war das noch schwierig, da waren meine Brustwarzen leicht gereizt, aber das ging zum Glück sehr schnell wieder). An der rechten Seite sind die Schwierigkeiten, die Brust zu fassen, etwas stärker als an der linken. Aber ich konnte noch nicht erkennen, ob sie auch eine Lieblingsseite hat bzw. den Kopf nur auf eine Seite legt etc. Bisher sieht das nicht so aus.
Unsere Hebamme hat vorgeschlagen, mit homöopathischen Mitteln gegen die Verdauungsprobleme vorzugehen, und will die Kleine in drei Tagen wieder wiegen. Wenn sie dann nicht mehr zugenommen hat, empfiehlt sie uns, zum Kinderarzt zu gehen. Sie sagte auch, ich soll mir keine Gedanken machen, dafür sei sie ja da, sie wolle nur eben ein Auge darauf haben. Außerdem hatte sie noch folgende Vorschläge: Nach dem Stillen noch Milch abpumpen und schauen, ob sie dann noch etwas trinken will. Vor dem Stillen Milch ausstreichen/abpumpen, damit sie mehr von der nahrhafteren dickeren Milch abbekommt.
Ich kann es nicht abstellen, das Gedankenkarussell dreht sich. Unsere gescheiterten Zufütterversuche bei unserem Sohn (die aber auch unnötig waren) fühlten sich so schrecklich an. Und jetzt habe ich Angst, dass es trotzdem wieder so weit kommt. Mittlerweile haben wir eine andere Kinderärztin, die stillfreundlicher eingestellt ist, aber bei der U2 hat sie trotzdem was Merkwürdiges gesagt: Ich vertrage keine Laktose, deshalb würde meine Tochter höchstwahrscheinlich auch keine vertragen und falls wir irgendwann zufüttern müssten, sollten wir dann laktosereduzierte Babynahrung nehmen. Das ist doch Quatsch, oder? Ich dachte immer, gerade Muttermilch sei besonders laktosehaltig, weil Babys diesen Milchzucker besonders gut vertragen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Unverträglichkeit bei mir erst vor etwa 8 Jahren aufgetaucht ist/festgestellt wurde.
Aber zurück zum eigentlichen Problem: Die Hebamme ist eine sehr liebe und versucht, mich zu beruhigen, aber irgendwie hat sie mich jetzt eben doch verunsichert. Milch von Hand ausstreichen kann ich nicht, das habe ich schon oft, auch mit verschiedenen Techniken, probiert, und wenn es langsam schon unangenehm wird, kommt vielleicht ein Tropfen. Deshalb habe ich auch Angst, dass das Pumpen bei mir gar nicht funktionieren würde und ich dadurch nur noch gestresster und panischer werde. Versucht habe ich das aber noch nie. Was mache ich denn jetzt? Weiter stillen wie bisher und hoffen, dass das Gewicht in drei Tagen merklich höher ist? Und was wenn nicht? Ich habe eben auch Angst, dass wir dann zur Kinderärztin gehen müssen und sie gleich empfiehlt zuzufüttern (und ich wieder total verunsichert werde und mich nicht durchsetzen kann). Können wir hier gemeinsam auf das Gewicht meiner Tochter schauen? Es wäre mir lieb, eure Meinung zu hören. Und ich dachte mir, dass ich mir eine Babywaage ausleihe, sollte das Gewicht beim nächsten Wiegen nicht höher sein.
Stuhlgang hat sie mehrmals täglich, 2 bis 3 größere Portionen und viele kleinere, wenn nach ihren Bauchkrämpfen immer noch mal etwas rauskommt (kann das grad nicht so gut beschreiben), Pipi macht sie natürlich auch, aber das ist eigentlich nie allein in der Windel. Wir wechseln die Windeln immer spätestens, wenn wir gehört haben, dass sie reingekackt oder stärker gepupst hat, etwa 6 bis 8 mal täglich, manchmal auch öfter, wenn sie die frisch angezogene Windel sofort wieder voll macht.
Ich hoffe, ihr könnt mal auf ihr Gewicht schauen und mir etwas Mut machen bzw. raten, wie es nun am besten weitergehen soll. Wenn wir zufüttern müssen, dann ist es eben so, aber wenn möglich würde ich das natürlich gern vermeiden.
Liebe Grüße und danke erstmal!
Und hier die Gewichtsdaten:
25.01. 3230g Geburtsgewicht, GH
27.01. 2980g Hebamme
29.01. 3120g Hebamme
30.01. 3150g U2, Kinderarzt
02.02. 3180g Hebamme
06.02. 3160g Hebamme
09.02. 3160g Hebamme