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Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 10:26
von mana
Hallo!
Ich würde mich über eure Meinung freuen zu unserer Stillsituation.
Die Stillinfos habe ich gelesen und einiges bereits umgesetzt.
Mein Sohn ist 10,5 Wochen alt.
Ich stille voll. Wir haben nie zugefüttert und Schnuller mag er nicht. Er ist eigentlich immer gut drauf, nur wenn es ums Stillen geht haben wir so unsere Probleme.
Wir stillen seit ca 1,5 Wochen alle 1,5-2 Stunden für ca 10 Minuten (dudurchschnittlich, je nach Müdigkeit und ob er unruhig wird mal länger bzw kürzer). Davor meist stündlich oder weniger was sehr anstrengend war.
Er schläft untertags ca 5 Std. Wobei er meistens um die 45 Minuten am Stück schläft. Sehr selten schläft er mal 3 Std am Stück untertags. Dabei meist auf mir, 1-2 mal im TT. Selten legen wir uns gemeinsam hin.
In der Nacht schläft er von ca 19.00/20.00 bis 6.30, wobei er da alle 2-5 Std trinkt. In der Nacht gibt es mittlerweile nur noch selten gegen 3-4 uhr ein "Gerdrücke" und wenn er dann aufwacht.

Ich habe einen starken Milchspendereflex und mache seit ca 2 Wochen Blockstillen alle 4 Stunden. Die Brust die gerade nicht in Betrieb ist, kühle ich nicht (bin so eine Erfrorene). Es wurde dadurch leichter, aber noch nicht so, dass es sich gut eingespielt hat. Ich laufe immer beim Stillen aus. Dafür verschluckt er sich weniger.



Unsere Schwierigkeit :
Meist in der Früh, um die Mittagszeit und manchmal am Abend beginnt mein Bub nach einer Weile abzudocken, sich zu winden, drückt viel und weint auch manchmal (wenn Müdigkeit dazu kommt). Das dauert manchmal einige Zeit bis er wieder ruhiger wird und dann einschläft.
Ich versuche wenn das Gedrücke losgeht dazwischen Pausen zu machen, ihn in eine andere Position zu bringen und ihn dann wieder anzulegen.
Das geht dann einige Zeit so, bis er schließlich schläft.
Mein Eindruck ist, dass er gerne einschlafen würde, aber durch das ungute Gefühl nicht kann.

Verändert hat sich in letzter Zeit, dass die Stillabstände länger geworden sind, davor habe ich meist stündlich gestillt.
Vielleicht ist das der Grund, warum ich wieder auslaufe sobald er trinkt. Dass sich das erst wieder einspielen muss?


Soll ich weiter bei alle 4 Std bleiben, oder die Zeit verlängern?
Soll ich in diesen Situationen eher längere Pausen machen bis ich wieder anlege, oder riskiere ich dann ein grantiges Baby (bisher konnte ich da kein Muster erkennen).
Ich weiß nicht, warum er so drückt..WgN meinem Milchspendereflex oder weil er Verdauungsprobleme hat
hat. Oder eben Verdauungsprobleme wgn dem Milchspendereflex.


Seit 1,5 Wochen geben wir bigaia tropfen. Außerdem haben wir kümmelzäpfchen und sab gegeben (ein paar tage, merke jetzt nicht so einen Unterschied, deswegen lass ich es jetzt mal. Zäpfchen haben schon geholfen als er 2 Tage keinen Stuhlgang hatte. Ich weiß, dass stillkinder auch längere Zeit keinen Stuhlgang haben können, aber er drückt dann ständig rum).
Stuhlgang hat er meist täglich 1-3 mal, aber ab und an 1-2 Tage Pause.Ich finde,dass er sich oft mit der Verdauung plagt. Je seltener Stuhlgang umso mühsamer für ihn.
Sonst hilft Beine hochlagern und Fliegergriff. Seit er mehr Winde hat, ist es besser geworden, aber beim Stillen leider nicht wirklich. Fencheltee trinke ich täglich.

ich hoffe ich konnte unsere Situation verständlich erklären :-).
LG, Romana

Re: AW: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 12:18
von Teazer
Hallo Romana!
mana hat geschrieben:Wir stillen seit ca 1,5 Wochen alle 1,5-2 Stunden für ca 10 Minuten (dudurchschnittlich, je nach Müdigkeit und ob er unruhig wird mal länger bzw kürzer). Davor meist stündlich oder weniger was sehr anstrengend war.
Er schläft untertags ca 5 Std. Wobei er meistens um die 45 Minuten am Stück schläft. Sehr selten schläft er mal 3 Std am Stück untertags. Dabei meist auf mir, 1-2 mal im TT. Selten legen wir uns gemeinsam hin.
In der Nacht schläft er von ca 19.00/20.00 bis 6.30, wobei er da alle 2-5 Std trinkt. In der Nacht gibt es mittlerweile nur noch selten gegen 3-4 uhr ein "Gerdrücke" und wenn er dann aufwacht.
Wie oft stillt er in 24h?
Ich habe einen starken Milchspendereflex und mache seit ca 2 Wochen Blockstillen alle 4 Stunden. Die Brust die gerade nicht in Betrieb ist, kühle ich nicht (bin so eine Erfrorene). Es wurde dadurch leichter, aber noch nicht so, dass es sich gut eingespielt hat. Ich laufe immer beim Stillen aus. Dafür verschluckt er sich weniger.
Das Auslaufen hat nicht primär mit dem starken MSR zu tun. Die Muskeln um die Brustwarzen müssen das trainieren, bei manchen klappt es von Anfang an, bei anderen hin und wieder und andere laufen fast die ganze Stillzeit hindurch aus.
Unsere Schwierigkeit :
Meist in der Früh, um die Mittagszeit und manchmal am Abend beginnt mein Bub nach einer Weile abzudocken, sich zu winden, drückt viel und weint auch manchmal (wenn Müdigkeit dazu kommt). Das dauert manchmal einige Zeit bis er wieder ruhiger wird und dann einschläft.
Ich versuche wenn das Gedrücke losgeht dazwischen Pausen zu machen, ihn in eine andere Position zu bringen und ihn dann wieder anzulegen.
Das geht dann einige Zeit so, bis er schließlich schläft.
Mein Eindruck ist, dass er gerne einschlafen würde, aber durch das ungute Gefühl nicht kann.
Durch welches ungute Gefühl?
Verändert hat sich in letzter Zeit, dass die Stillabstände länger geworden sind, davor habe ich meist stündlich gestillt.
Vielleicht ist das der Grund, warum ich wieder auslaufe sobald er trinkt. Dass sich das erst wieder einspielen muss?


Soll ich weiter bei alle 4 Std bleiben, oder die Zeit verlängern?
Die meisten Mamas und Babys brauchen 8-12x stillen in 24h für eine gute Milchbildung bzw. gutes Gedeihen. Zählst Du die 4h von Stillbeginn zu Stillbeginn oder ist das die Pause? Die meisten Babys stillen alle 2-3h. Zu lange Pausen (insbesondere nachts) können sich negativ auf Deine Milchbildung auswirken.
Soll ich in diesen Situationen eher längere Pausen machen bis ich wieder anlege, oder riskiere ich dann ein grantiges Baby (bisher konnte ich da kein Muster erkennen).
Ich weiß nicht, warum er so drückt..WgN meinem Milchspendereflex oder weil er Verdauungsprobleme hat
hat. Oder eben Verdauungsprobleme wgn dem Milchspendereflex.
Es kann auch sein, dass er durch den gastrokolischen Reflex "muss". Manchen Babys fällt das beim Stillen schwer. Da hilft ein Positionswechsel mit Stillpause oder auch Abhalten.
Seit 1,5 Wochen geben wir bigaia tropfen. Außerdem haben wir kümmelzäpfchen und sab gegeben (ein paar tage, merke jetzt nicht so einen Unterschied, deswegen lass ich es jetzt mal. Zäpfchen haben schon geholfen als er 2 Tage keinen Stuhlgang hatte. Ich weiß, dass stillkinder auch längere Zeit keinen Stuhlgang haben können, aber er drückt dann ständig rum).
Stuhlgang hat er meist täglich 1-3 mal, aber ab und an 1-2 Tage Pause.Ich finde,dass er sich oft mit der Verdauung plagt. Je seltener Stuhlgang umso mühsamer für ihn.
Sonst hilft Beine hochlagern und Fliegergriff. Seit er mehr Winde hat, ist es besser geworden, aber beim Stillen leider nicht wirklich. Fencheltee trinke ich täglich.
Der Darm von Babys ist noch unreif. Daher sind Winde und Bauchkneifen normal. Medikamente muss man normalerweise nicht geben. Die Muttermilch enthält alles Nötige zum Aufbau einen gesunden Darmfunktion. Natürlich können der Fliegergriff, sanfte Bauchmassagen oder auch das Tragen im Tuch als Unterstützung von außen genutzt werden.

Wenn ich Eure Stillfrequenz kenne, kann ich mehr zu Eurer aktuellen Situation sagen.

Re: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 13:16
von mana
Vielen Dank für deine Antwort!

In 24 Std ca 10-12 mal, wobei die Pausen nicht dazu gezählt sind (zb. Stillen um 12.50 dann 13.10). Stillen mit Pausen dazwischen haben wir 2-3 mal am Tag (manchmal gar nicht, was aber die Ausnahme ist).

Das mit dem Auslaufen ist interessant!

Mit Gefühl meinte ich das Herumgedrücke und damit verbundene Unwohlsein (sich winden, strampeln, weinen).

Danke!

Re: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 13:23
von mana
zum Blockstillen :
Die 4 Stunde Stunden zähle ich nach der Uhr (7-11, etc).
Weil ich es so verstanden habe, dass es sich dann ausgleicht über den Tag verteilt.

Nachts haben wir ab und an längere Abstände, aber 4-5 Std vielleicht 1x pro Nacht.

Seit dem Blockstillen laufe ich Nachts nicht mehr so stark aus. Deshalb dachte ich auch, dass dadurch der MSR nicht mehr so stark ist.

Re: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 13:25
von mana
Was bedeutet eigentlich abhalten?

Re: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 16:57
von mana
Mir ist gerade eingefallen, dass ich sicher öfter als 10-12 mal stille.
Nämlich ca. 14-16 mal. Ich habe das Stillen in der Nacht vergessen. :oops:
.

Re: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 17:09
von sunnie
Hallo mana,

Abhalten bedeutet, dass du dein Kind ausziehst, die Windel abmachst und es dann über ein Gefäß/das Waschbecken/die Toilette/..... hälst, damit es sein Geschäft (ob groß oder klein) verrichten kann.. Hast du mal gesehen, wenn ältere Kinder z.B unterwegs mal müssen und auf die Wiese pieseln? So ähnlich sieht das aus.. ;-)
Unser Zwerg nimmt das sehr gerne an, um sein großes Geschäft in die Toilette zu machen, vielleicht liegt er nicht gerne in seinen eigenen Exkrementen...

Re: AW: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 17:30
von Teazer
Bei Dauerstillen kann es Sinn machen die Stillmahlzeiten bewusster zu gestalten. Durch Wechselstillen oder Brustkompression kann man das Baby 20-30 min effektiv stillen und dann z.B. ins Tragetuch nehmen oder anderweitig beruhigen. Durch das effektive Stillen ist gesichert, dass das Baby genügend trinkt.

Dein Körper braucht zwischendurch auch mal eine Pause, sonst überlasten die Reizleitungen. Damit meine ich nicht, dass nuckeln "verboten" ist. Darüber reguliert sich ein Baby ja. Aber es ist nicht so, dass Du die Stillfrequenz bei der aktuellen Häufigkeit belassen musst, wenn Du dafür sorgst, dass das einzelne Stillen effektiver ist und Dein Baby dann 8-12x statt 14-16x stillt.

Natürlich wird es auch zwischendurch kürzere Abstände oder Clusterfeedig geben. Aber mit fettreicher Milch im Bauch - durch das effektive Stillen - ist Dein Baby sicher mal länger satt.

Abendliches Clusterfeeding ist normal, aber Du solltest nicht durchgehend alle (halbe) Stunde stillen, wenn Du das nicht magst.
mana hat geschrieben:zum Blockstillen :
Die 4 Stunde Stunden zähle ich nach der Uhr (7-11, etc).
Weil ich es so verstanden habe, dass es sich dann ausgleicht über den Tag verteilt.
Innerhalb dieser 4h stillt man ausschließlich mit der selben, einen Brust. Aber dennoch nach Bedarf. Wenn sich das Baby in dieser Zeit 2x meldet, wird 2x hintereinander mit z.B. links gestillt.

Hattest Du denn zu viel Milch oder lediglich einen starken MSR und das Auslaufen? Wenn das Problem nämlich nicht bei zu viel Milch lag, kann der Milchfluss durch das Blockstillen auch verlangsamen, so dass Babys unruhig an der Brust wird, weil ihm die Milch zu langsam fließt.
sunnie hat geschrieben:Abhalten bedeutet, dass du dein Kind ausziehst, die Windel abmachst und es dann über ein Gefäß/das Waschbecken/die Toilette/..... hälst, damit es sein Geschäft (ob groß oder klein) verrichten kann.
Man kann auch erst einmal mit Windel abhalten. Einfach den Rücken des Babys gegen die eigene Vorderseite lehnen und mit der linken Hand den linken Oberschenkel und mit der rechten Hand den re. OS halten. Dabei sollte eine Hockhaltung entstehen. Darin können viele Babys besser pupsen.

Re: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 18:08
von mana
Das Wechelstillen ist, wenn ich es richtig verstanden habe das Gegenteil vom Blockstillen.

Ob ich zu viel Milch habe, weiß ich nicht
Wie kann ich das feststellen?
Beim Abpumpen fürs Blockstillen habe ich pro Brust um die 80ml in ca 5 Minuten bekommen.

Den starken MSR habe ich als solchen gedeutet, dass wenn er nach dem Andocken abdockt und es dann noch weiter spritzt.
Also ich weiß es nicht...
Bin gerade frustriert weil ich nicht früher gefragt habe und selbst rumprobiert habe :|.

Re: Stillproblem, Verdauung und Milchspendereflex

Verfasst: 29.01.2015, 18:12
von mana
Habe gedacht, dass er durch das Blockstillen mehr fettreiche milch bekommt.
Beim stündlichen trinken hat er immer nur sehr kurz getrunken.