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Dauernuckeln, Brustgrabschen und anstrengende Nächte

Verfasst: 12.01.2015, 19:02
von julschne18
Hallo ihr Lieben,

ich stille meine Tochter (fast 11 Monate) wieder fast voll.
Kurz zur Geschichte: Mit 6 Monaten hatte sie großes Interesse an Essen und sie hat innerhalb kürzester Zeit tagsüber kaum noch gestillt und wurde wütend, wenn ich ihr nichts zu essen gemacht habe. Ich fand das sehr schade, da ich gerne lange stillen möchte.
Mit 8 Monaten waren wir dann 4 Wochen bei ihrer Familie in England und kurz danach kamen die Zähne. In dieser Zeit hat sich das Einschlafstillen durchgesetzt und schließlich auch fast vollständig das Stillen statt essen.
Sie isst mittlerweile bei uns am Tisch mit, meist aber doch wenig und stillt weiterhin sehr viel. Da ich wie gesagt gerne lange stillen möchte, ist das für mich auch ok so, nun aber zu unseren "Problemchen":

Zu unseren Nächten: Ich stille sie zu 99% zum Einschlafen. Wenn ich nicht da bin kann es auch der Papa übernehmen - was ich sehr gut so finde. Leider lässt sie sich nur durch die Brust beruhigen, wenn sie aufwacht. Und das ist seit Wochen sehr häufig (zwischen 20 und 90 Min ist alles dabei, am Anfang oder auch am Ende der Nacht). Sie trinkt dann selten, nuckelt nur. Wenn ich nicht da bin kann der Papa ihr auch mal schnell MuMi in der Flasche geben (wobei sie sich erst überzeugen lassen muss, dass Mama nicht da ist). Hier ist das Problem, dass ich nicht mehr so gut abpumpen kann und ich daher dann doch abends nicht mal eben weg sein kann.
Tagsüber nimmt sie auch mal den Schnuller, nachts wird sie wütend, wenn ich den anbiete...
Sie schläft im Familienbett und das wollen wir auch auf keinen Fall ändern. Ich frage mich aber, ob nicht nächtliches abstillen eine Lösung wäre und ob sie dann vielleicht seltener aufwachen würde!?
Habt ihr damit Erfahrungen gemacht? Wenn ja, wie habt ihr das mit dem Abstillen gemacht?

Tagsüber: Morgens nach dem Aufstehen geht es meist weiter wie nachts. Sie ist ein Morgenmuffel und abends eher fit. Morgens möchte sie mir am Liebsten die ganze Zeit an der Brust hängen, ich komme zu nichts. Sie übt fleißig weiter, sicher zu laufen, daher kann es sein, dass sie besonders viel Nähe braucht. Und trotzdem ist es anstrengend... Hier hab ich eigentlich nicht mal eine Frage, möchte nur gerne wissen, ob das euch auch so geht und, ob ich hoffen kann, dass das mal vorbei geht!?
Dazu kommt, dass ich ab ihrem ersten Geburtstag wieder zwei volle Tage arbeiten gehe und ich Bedenken habe, dass das mit dem normal essen nicht klappt, es schlimm für sie sein wird, weil sie tagsüber nicht stillen kann und ich auch die Angst habe, dass sie es sich abgewöhnt zu stillen? Was denkt ihr?

Und nun zum Brustgrabschen: Lange hatten wir damit kein Problem. Jetzt hat sie aber doch begonnen, mit einer Hand die freie Brust zu begrabschen, während wir stillen und auch wenn sie nicht stillt, greift sie mir ständig in den Ausschnitt. Irgendwelche Ideen, das zu unterbinden außer/neben hochgeschlossene Kleider anziehen?

Wie schätzt ihr das mit der Essenssituation ein? Ich wundere mich so, dass sie erst so gerne und viel gegessen hat, und jetzt ist es so als ob sie sich denkt: Ach, essen hatte ich schon, Brust ist besser, da gehe ich wieder hin zurück! :-D

So viel Text, aber es ist im Moment einfach die Gesamtsituation... :-)

Liebe Grüße!

Julia

Re: Dauernuckeln, Brustgrabschen und anstrengende Nächte

Verfasst: 13.01.2015, 12:47
von neolina
Hallo Julia,

bei uns waren/sind es Phasen.... lange Phasen.
Ich fange mit der guten Nachricht an: Der Minibär geht seit er 19 Monate ist, in der KiTa und das Stillen war ÜBERHAUPT KEIN Problem. Er issst dort sehr gut mit (zuhause... HM.) und der Hammer: Er schläft da einfach mal eben so zum Mittagsschlaf ein. Mit seinem Kuschelhasen. Den er hier ums verrecken nicht anfasst. Seit 23 Monaten ist der Minibär ohne mich (vorzugsweise im Mund - früher auch mal als Trageesel) ausschließlich einmal die Woche bei Papa im Kiwa nach Stunden Umhergefahre eingeschlafen. Ich fasse es immer noch nicht.
An den Nächten hat sich leider nichts geändert, die sind im Gegenteil dahingehend schlimmer geworden, als dass er sobald er merkt, nicht mehr angedockt zu sein, schreiend (!) aufwacht und "LA!!!! (Milch!) HABENNNN!!!" brüllt, heult, wie auch immer. Da müssen wir was ändern, aber das ist nicht Dein Thema ;)
Das Grapschen fing der Minibär auch etwa mit 18 Monaten an und das fand ich so furchtbar, dass ich das einfach unterbunden habe, indem ich die Hände immer wieder (immer wieder, immer wieder) safnt aber sicher und deutlich weggeschoben habe. Hat 3 Tage gedauert, der Spuk, dann war es vorbei. War Konditionierung positiv, wie auch das La-Haben-Gebrülle(negativ) vermutlich.

Alles Gute!
(Ich geh mal auf weiter auf die Suche nach Tipps....)
LG

Re: Dauernuckeln, Brustgrabschen und anstrengende Nächte

Verfasst: 13.01.2015, 12:48
von neolina
Achso: Schnuckel und Flasche wollte/will das Kind ums Verrecken nicht und Familienbett gibt es hier auch und das soll auch so bleiben

Re: Dauernuckeln, Brustgrabschen und anstrengende Nächte

Verfasst: 19.01.2015, 14:03
von Chavelita
Das klingt ähnlich wie bei uns kurz vor dem ersten Geburtstag, da habe ich ein paar Wochen fast voll gestillt, dank Zähnen und angefangen zu grabschen hat sie in dem Alter auch... Grabschen hat nicht aufgehört, ich habe mich teilweise damit abgefunden. Seit sie aber ein Jahr alt ist, stillt sie deutlich weniger und isst viel mehr. Ich gehe nachmittags arbeiten und an manchen Tagen haben wir 6 bis 8 Stunden Stillpause...