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Stillfrust
Verfasst: 09.01.2015, 09:18
von Maryam+Leo
Ich muss meinen Frust mal los werden.
Nach dem ich mein erstes Kind "nur" (ja im Forum ist es "nur", in der Realität schon exotisch in meinem Umfeld) ein Jahr gestillt habe, stille ich mein zweites Kind jetzt seit knapp 18 Monaten und ich mag nicht mehr
Ich stille sie eigentlich gern, aber sie zappelt, kraucht auf mir herum, und zieht mich am Liebsten fast überall aus und grabbelt mir im Ausschnitt rum
Ich gehe arbeit, so lange ich nicht da bin ist es unproblematisch. Hole ich sie in der Kita ab, zieht sie mich sofort aus, schreit, schmeiß sich hin

Der nach hause Weg ist immer eine Katastrophe...zu hause stillst sie dann zwischen 16 und 19 Uhr gefühlte 234892347218934 mal, realistisch sind es so 5 mal... dann Einschlafstillen.... und dann kommt der Horror...die Nacht.
Wenn sie aufwacht will sie stillen, sofort und ausgibig Nukeln... lasse ich sie nicht schreit sie....haut um sich, beißt....zieht mir an den Haaren.
Wenn Papa nur im Bett liegt (FB) dann wird er angebrüllt, sie kuschelt sich nicht an, nix, schreit MAMA....NEIN
Mir ist da zu viel. Ich bin 3-4-5-6-7 mal die Nacht wach, friere, ich kann mich nicht bewegen, nicht schlafen wenn sie nuckelt...sie kneift it der anderen Hand, ich will sie nicht abstillen, aber eigentlich doch. Sie ist ein absoluter Stilljunkie, mehr noch als es mein Sohn war. Sie hat die ersten 6 Monate alle 2 Stunden gestillt, eher noch öfter....sie freut sich wenn ich das Shirt hoch schiebe, tanzt rum. Ich mag ihr das nicht nehmen, aber es belastet mich vor allem körperlich extrem.
Re: Stillfrust
Verfasst: 09.01.2015, 09:36
von bienchencarolinchen
Was ist denn wenn Du sie nachts (nach Gordon?) abstillst? Dann kannst Du zumindest schlafen und da regenerieren. Ich hab selber leider keine Erfahrung dazu (außer, dass die Große auch so eine Phase hatte - die ging irgendwann vorbei. ..), aber es gibt dazu einige Threads
Re: Stillfrust
Verfasst: 09.01.2015, 11:07
von Schätterle
Du beschreibst meine Tochter, haargenau das Gleiche, nur, dass sie 5 Monate jünger ist. Mich nerven auch die Nächte ungemein, vor allem die Nucklerei bzw. die Kreischerei und das Gehaue, wenn ich sie nicht nuckeln lasse. Deshalb haben wir in den Weihnachtsferien versucht nachts nach Gordon abzustillen. Ja...Versuch...nach zwei Nächten abgebrochen, weil sie völlig von der Rolle war, sich nicht beruhigen ließ und sich in Rage gebrüllt hat. Nicht hilfreich mein Kommentar, ich lass dir einfach eine solidarische Umarmung da.
Re: Stillfrust
Verfasst: 09.01.2015, 23:46
von sandywa
Huhu!
Meine Maus ist auch so ein Stilljunkie und hatte in etwa das gleiche Verhalten. Wehe ich lasse sie nicht sofort an den Busen, v.a. nachts, dann ist der Teufel los. Papa brauch ich da nicht zu bemühen, der darf sie auch nicht ansprechen, dann wird es nur noch schlimmer. Sie hat auch immer am Ausschnitt gezogen und gefühlt ständig gestillt.
Aber ich muss sagen, es ist doch von selbst deutlich besser geworden. Ich würde mal grob sagen, so um den 2. Geburtstag rum wurde es viel besser. Sie zieht nur noch selten am Ausschnitt und will nachts nicht mehr so viel stillen. Dauernuckeln habe ich sie aber noch nie gelassen, da gab es dann zwar auch kurz Theater, aber das konnte ich immer erfolgreich verhindern. Ich sage halt dann immer, okay, 1 Mal noch kurz die andere Seite und dann ist Schluss, dann kannst Du kuscheln. Das klappt eigentlich meistens recht gut.
Meine Maus geht auch in die Krippe seit sie 18 Mon. alt war und ich hatte da das Gefühl, dass sich das bemerkbar gemacht hat. Sie musste das kompensieren und sich rückversichern. Wenn Du es also noch ein bißchen aushalten kannst, wird es sicher bald von selber besser.
LG Sandra
Re: Stillfrust
Verfasst: 10.01.2015, 10:33
von Lösche Benutzer 7681
Maryam, ich hatte das bei Clara auch. Das war bei uns der Zeitpunkt, wo ich beschlossen hab, daß nur noch auf dem Sofa und im Bett gestillt wird (ich wollte aber auch nachts nicht abstillen, ist dann bei dir vielleicht eher doof mit Bett..)
Ich hab ihr gesagt, wir können gern stillen, so oft du willst, aber nur noch auf dem Sofa oder dem Bett. Wenn sie draussen am spielen war, oder gar unterwegs, war ihr das oft zu doof, reinzugehen, daher hat das echt gut funktioniert.
Sie hat das recht schnell akzeptiert und auch aufgehört, mir draussen bei jeder Gelegenheit, alle 8 Minuten, in den Ausschnitt zu springen.
Diesmal ist das anders, das stillen ist mir durch unseren schwierigen Start sowas von heilig, bei Consti käme ich niiiiiie auf den Gedanken, abzustillen, egal wie wenig Schlaf oder zerbissene BW ich hab
Hilft dir jetzt auch nicht weiter, ich weiß.
Ich drück euch die Daumen und hab in jedem Fall vollstes Verständnis.
Re: Stillfrust
Verfasst: 10.01.2015, 14:03
von Mamalinchen
Hallo,
Ich fand bei meinem Großen die Kombi von arbeiten und schlechten Nächten auch sehr anstrengend. Mit ca. 15 Monaten habe ich dann mit Hilfe vom Papa nachts (zwischen 20 und 5 Uhr) abgestillt. Einschlafstillen haben wir noch lange beibehalten. Allerdings gab's da auch noch kein großes Kind, das am Nachmittag/Abend auch noch Mama möchte... Ich kann verstehen, dass du frustriert bist. Vielleicht funktioniert nachts abstillen ja bei euch? Wie wünschst du dir denn die Situation?
Viele Grüße
Lina
Re: Stillfrust
Verfasst: 10.01.2015, 14:12
von Oskaya
Ich klick mich mal mit rein, bei uns ist es haargenauso. Gerade heute hatten wir eine wirklich schlimme Nacht mit viel mehr wachsein als schlafen. Mamalinchen, magst du mal erzählen, wie das nächtliche Abstillen bei euch so geklappt hat? War es schlimm? Ich bin kurz davor, es auszuprobieren, und würd mich über einen Erfahrungsbericht freuen.
LG
Re: Stillfrust
Verfasst: 13.01.2015, 12:36
von neolina
Huhu, Ihr lieben, ich wäre auf eine Erläuterung der Abläufe (der tatsächlich gewesenen - nicht der bei Gordon geschilderten) auch sehr gespannt...
Ich bin nämlich ähnlich weit gerade

(sogar ohne Gefummel, aber der Nächte wegen)
Re: Stillfrust
Verfasst: 13.01.2015, 13:10
von Mamalinchen
Hallo Oskaya und neolina,
Ich hab euch gelesen und schreib gerne noch, wie es bei uns gelaufen ist, wenn ich mal an den PC komme. Tippen am Handy beim Stillen ist so mühsam...
Viele Grüße
Lina
Re: Stillfrust
Verfasst: 13.01.2015, 13:20
von nido56
Hallo,
ich habe den Piraten mit 18 Monaten nachts abgestillt, weil ich mit einem dauernuckelnden, zappeligen und ziemlich grossen Kleinkind an der Brust einfach nicht wieder einschlafen konnte (im Gegensatz zu einem dauernuckelnden Baby, das mich nie sonderlich gestoert hat).
Der Pirat ist ein "alles oder nichts"-Kind. Mit "Ja, aber nur ein bisschen" kann er von jeher schlecht umgehen, waehrend er sich an klare Regeln recht schnell gewoehnt. Daher war ich mir sicher, dass Gordon bei uns sehr schwierig werden wuerde. Ich habe ihm daher praktisch von einem Tag auf den anderen erklaert, dass ich ihn nachts nicht mehr stillen wuerde, weil die Brust nun, nach der langen Stillzeit, nachts auch mal Zeit zum Ausruhen braeuchte. Das habe ich ihm tagsueber erklaert und ihn dann abends nochmal dran erinnert, dass nach dem Einschlafstillen bis zum Morgen die Brust Ruhepause hat.
Bei uns hat das recht gut funktioniert. So richtig anstrengend waren die ersten 2 oder 3 Naechte, danach hatte er sich eigentlich bereits auf Ankuscheln und Weiterschlafen gewoehnt. Allerdings habe ich das Projekt erst in Angriff genommen, als er bereits von sich aus schonmal die ein oder andere einzelne Nacht praktisch durchgeschlafen hatte, so dass ich sicher war, dass er im Grunde dafuer bereit war. Zum Anderen wusste ich, dass er sich auch durch Rumtragen relativ gut beruhigen liess. Das war zwar anstrengender als im Halbschalf die Brust auspacken, aber ich wusste, ich muss kein verzweifeltes Dauergebruell ertragen sondern heochstens die halbe Nacht ein jammeriges Kind durch die Wohnung tragen.
Tagsueber kamen wir in dem Alter noch ziemlich gut klar. Ausser Hauses hat er sich meist gut vertroesten lassen und zuhause hat es mich nicht gestoert. Das wurde allerdings massiv anders, als er mit knapp zwei insgesammt sehr anstrengend und fordernd wurde und sowieso wegen allem und jedem in Wutgebruell ausbrach. Da konnte ich gar nicht haben, staendig von einem bruellend auf dem Boden liegenden Kind zum Stillen genoetigt zu werden. Da habe ich ihn dann ganz abgestillt (es kamen allerdings noch andere Gruende hinzu, sonst haette ich vielleicht versucht, das Stillen in etwas geordnetere und fuer mich akzeptable Bahnen zu lenken.