Beikosteinführung und Abpumpen = Milchstau?
Verfasst: 10.12.2014, 05:21
Hallo zusammen
Es ist mitten in der Nacht und ich hab das Bedürfnis mich mal ordentlich auszuheulen:
Nach einem für meine Brustwarzen unangenehmen Start, sind diese nun längst abgehärtet und das Stillen funktioniert absolut perfekt und wir beide waren wunschlos glücklich, so wie es war. Bis vor drei, vier Wochen, als das Thema Wiedereinstieg in den Job immer näher rückte. Mein Plan war immer so, dass ich im Januar (Zaubermaus wird dann 7 Monate alt sein) mit einem Tag in der Woche wieder anfangen möchte zu arbeiten. Die Betreuung wird mein Mann übernehmen. Für mich war immer klar, dass sie dann abgepumpte Milch bekommen sollte. Um genügend Vorlaufzeit zu haben und das alles üben zu können (abpumpen, Fläschchen trinken,...) und vor allem um die Sache "professionell" und richtig anzugehen, habe ich Anfang November Kontakt zu meiner Stillberaterin gesucht. Von ihr habe ich mir eigentlich erhofft, dass sie mir erklärt, wann genau und wie genau ich abpumpen muss, damit unsere perfekte Symbiose nicht zu sehr gestört wird, welche Pumpe und wie genau die funktioniert und wie und wann am Besten das Fläschchen einführen. Tja, eigentlich hätte ich es besser wissen sollen und eine "Stillberaterin", die mir damals am Anfang Stillhütchen empfohlen hat, nicht nochmal um Rat fragen sollen... Denn an diesem Beratungstermin, an dem ich alles übers Abpumpen erfahren wollte, ging es in erster Linie um die Breikosteinführung. Ich müsse unbedingt bis zum Ende des sechsten Monats eine Mahlzeit ersetzt haben. Auf meine Frage warum das so sein müsse, antwortete sie mir, dass dann die Muttermilch nicht mehr ausreichen würde!!! Innerlich habe ich die Augen verdreht und mir gedacht "lass die mal labern, ich weiss dass das nicht so ist", aber der Samen war gesät. Zumal unser Kinderarzt schon bei der Viermonatskontrolle von Brei und Co. geschwafelt hat!!!! Jedenfalls hatte ich nach der Stillberatung einen Stapel Infomaterial zu Brei und eine Handpumpe zum "mal ausprobieren". Nachdem ich mich dann halt selber nach der komplizierten Bedienungsanleitung zusammen gebaut und probiert hab zu pumpen, war genau gar nichts in der Flasche! Kleine Bemerkung am Rande: sie hat es nicht für nötig gehalten zu erwähnen, dass ich mir eine elektrische Pumpe auf Rezept verordnen lassen kann und dass einige Krankenkassen, darunter tatsächlich auch meine, ein Stillgeld in Höhe von 250 Franken zahlen!! Das alles hab ich nur durch Zufall von einer Bekannten erfahren!
Also hab ich mir dann eine elektrische Pumpe ausgeliehen und mit der hat es funktioniert und ich hatte ordentlich Milch im Fläschchen. Tja, aber die Zaubermaus hat dieses Fläschchen ganz doof gefunden und nur geschimpft. Nach mehreren gescheiterten Versuchen (verschiedene Sauger, verschiedene Zeitpunkte, Positionen, Personen,...) und immer Häufigeren Fragen von den unterschiedlichsten Personen, ob wir denn schon mit Brei angefangen hätten, hab ich langsam Torschlusspanik bekommen. Und dabei habe ich vorher immer gesagt, solange die Zaubermaus mit einem angebotenen Stück weichgekochtem Gemüse noch versucht zu rasseln anstatt es in den Mund zu nehmen, bekommt sie noch keine feste Nahrung! Und ich wollte sie bestimmen lassen! BLW sollte der Weg sein. Aber nein, ich habe nicht auf mein Bauchgefühl gehört und ihr vor zwei Wochen einen Brei gekocht. Da war sie 5 1/2 Monate. Und siehe da, das fand sie tatsächlich spannend. Jetzt ist es so, dass sie nachmittags drei bis vier Eiswürfel Brei bekommt und ich je nach Motivation einmal am Tag (oder gar nicht) abpumpe. Diese Milch bieten wir ihr mit dem Calma-Sauger von Medela an, den sie zumindest nicht mehr anschreit. Aber es ist eher so, dass sie auf dem Sauger rumkaut und es ist schwierig zu sagen, wieviel von den höchstens 30 ml, die nachher im Fläschchen fehlen, tatsächlich in ihr gelandet sind. Die im Fläschchen verbliebene Milch schütten wir weg (dabei denke ich oft voller schlechtem Gewissen an all die Mamas, die um jeden Tropfen Milch kämpfen müssen). Tja und dieses ganze Durcheinander hat natürlich meine Milchproduktion völlig verwirrt und ich wache seither sehr oft mit einer prallvollen und auslaufenden Brust auf, während die Zaubermaus noch friedlich schläft. Keine Ahnung, ob das schon ein Milchstau ist oder nicht, aber es nervt mich, weil ich dann nachdem ich den schlimmsten Druck durch Abpumpen gemildert hab (wie jetzt grade), nicht mehr schlafen kann. Und eben, dieses perfekte Zusammenspiel von Nachfrage und Angebot ist völlig gestört. Und es nervt mich tierisch, dass ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört hab!!!! Dabei wollte ich immer mindestens die sechs Monate vollstillen. Und BWL machen. Am liebsten würde ich Pumpe und Brei in den Müll werfen und erst in ein paar Monaten anfangen zu arbeiten!
Wollte das einfach nur kurz loswerden und ich danke allem, die sich das durchgelesen haben. Habt noch eine gute Nacht!
Es ist mitten in der Nacht und ich hab das Bedürfnis mich mal ordentlich auszuheulen:
Nach einem für meine Brustwarzen unangenehmen Start, sind diese nun längst abgehärtet und das Stillen funktioniert absolut perfekt und wir beide waren wunschlos glücklich, so wie es war. Bis vor drei, vier Wochen, als das Thema Wiedereinstieg in den Job immer näher rückte. Mein Plan war immer so, dass ich im Januar (Zaubermaus wird dann 7 Monate alt sein) mit einem Tag in der Woche wieder anfangen möchte zu arbeiten. Die Betreuung wird mein Mann übernehmen. Für mich war immer klar, dass sie dann abgepumpte Milch bekommen sollte. Um genügend Vorlaufzeit zu haben und das alles üben zu können (abpumpen, Fläschchen trinken,...) und vor allem um die Sache "professionell" und richtig anzugehen, habe ich Anfang November Kontakt zu meiner Stillberaterin gesucht. Von ihr habe ich mir eigentlich erhofft, dass sie mir erklärt, wann genau und wie genau ich abpumpen muss, damit unsere perfekte Symbiose nicht zu sehr gestört wird, welche Pumpe und wie genau die funktioniert und wie und wann am Besten das Fläschchen einführen. Tja, eigentlich hätte ich es besser wissen sollen und eine "Stillberaterin", die mir damals am Anfang Stillhütchen empfohlen hat, nicht nochmal um Rat fragen sollen... Denn an diesem Beratungstermin, an dem ich alles übers Abpumpen erfahren wollte, ging es in erster Linie um die Breikosteinführung. Ich müsse unbedingt bis zum Ende des sechsten Monats eine Mahlzeit ersetzt haben. Auf meine Frage warum das so sein müsse, antwortete sie mir, dass dann die Muttermilch nicht mehr ausreichen würde!!! Innerlich habe ich die Augen verdreht und mir gedacht "lass die mal labern, ich weiss dass das nicht so ist", aber der Samen war gesät. Zumal unser Kinderarzt schon bei der Viermonatskontrolle von Brei und Co. geschwafelt hat!!!! Jedenfalls hatte ich nach der Stillberatung einen Stapel Infomaterial zu Brei und eine Handpumpe zum "mal ausprobieren". Nachdem ich mich dann halt selber nach der komplizierten Bedienungsanleitung zusammen gebaut und probiert hab zu pumpen, war genau gar nichts in der Flasche! Kleine Bemerkung am Rande: sie hat es nicht für nötig gehalten zu erwähnen, dass ich mir eine elektrische Pumpe auf Rezept verordnen lassen kann und dass einige Krankenkassen, darunter tatsächlich auch meine, ein Stillgeld in Höhe von 250 Franken zahlen!! Das alles hab ich nur durch Zufall von einer Bekannten erfahren!
Also hab ich mir dann eine elektrische Pumpe ausgeliehen und mit der hat es funktioniert und ich hatte ordentlich Milch im Fläschchen. Tja, aber die Zaubermaus hat dieses Fläschchen ganz doof gefunden und nur geschimpft. Nach mehreren gescheiterten Versuchen (verschiedene Sauger, verschiedene Zeitpunkte, Positionen, Personen,...) und immer Häufigeren Fragen von den unterschiedlichsten Personen, ob wir denn schon mit Brei angefangen hätten, hab ich langsam Torschlusspanik bekommen. Und dabei habe ich vorher immer gesagt, solange die Zaubermaus mit einem angebotenen Stück weichgekochtem Gemüse noch versucht zu rasseln anstatt es in den Mund zu nehmen, bekommt sie noch keine feste Nahrung! Und ich wollte sie bestimmen lassen! BLW sollte der Weg sein. Aber nein, ich habe nicht auf mein Bauchgefühl gehört und ihr vor zwei Wochen einen Brei gekocht. Da war sie 5 1/2 Monate. Und siehe da, das fand sie tatsächlich spannend. Jetzt ist es so, dass sie nachmittags drei bis vier Eiswürfel Brei bekommt und ich je nach Motivation einmal am Tag (oder gar nicht) abpumpe. Diese Milch bieten wir ihr mit dem Calma-Sauger von Medela an, den sie zumindest nicht mehr anschreit. Aber es ist eher so, dass sie auf dem Sauger rumkaut und es ist schwierig zu sagen, wieviel von den höchstens 30 ml, die nachher im Fläschchen fehlen, tatsächlich in ihr gelandet sind. Die im Fläschchen verbliebene Milch schütten wir weg (dabei denke ich oft voller schlechtem Gewissen an all die Mamas, die um jeden Tropfen Milch kämpfen müssen). Tja und dieses ganze Durcheinander hat natürlich meine Milchproduktion völlig verwirrt und ich wache seither sehr oft mit einer prallvollen und auslaufenden Brust auf, während die Zaubermaus noch friedlich schläft. Keine Ahnung, ob das schon ein Milchstau ist oder nicht, aber es nervt mich, weil ich dann nachdem ich den schlimmsten Druck durch Abpumpen gemildert hab (wie jetzt grade), nicht mehr schlafen kann. Und eben, dieses perfekte Zusammenspiel von Nachfrage und Angebot ist völlig gestört. Und es nervt mich tierisch, dass ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört hab!!!! Dabei wollte ich immer mindestens die sechs Monate vollstillen. Und BWL machen. Am liebsten würde ich Pumpe und Brei in den Müll werfen und erst in ein paar Monaten anfangen zu arbeiten!
Wollte das einfach nur kurz loswerden und ich danke allem, die sich das durchgelesen haben. Habt noch eine gute Nacht!