Gedeihstörung - Kind verweigert feste Nahrung
Verfasst: 05.12.2014, 00:42
Hallo zusammen,
bin neu hier, aber hoffe, ihr könnt mir helfen.
Mein Kinderarzt hat bei meinem Sohn eine Gedeihstörung diagnostiziert, hat mir erklärt, das liege alles nur daran, dass ich noch stille und ich solle ihm endlich was "Vernünftiges" zu essen geben. Auf meinen Einwand hin, dass ich ihm gerne was anderes zu Essen geben würd, er aber jegliches Essen außer der Brust verweigerte meinte er nur "Dann müssen sie halt konsequent bleiben und ihm den Löffel halt reinschieben!"
Mein Sohn ist 13 Monate alt und wurde von Geburt an gestillt. Bei der Geburt war er 51cm groß und 3.300g schwer.
U2: 51cm 3.150g
U3: 55cm 4.000g
U4: 61cm 6.380g (Gewicht fraglich, Waage der Hebamme ein paar Tage zuvor sagte deutlich weniger, weiß lieder nicht mehr wie viel, da ich damals dachte, Hebamme hätte falsch gewogen)
U5: 69cm 7.500g (Gewicht sehr fraglich, da dreimal gewogen wurde mit drei verschiedenen Ergebnissen, das höchste wurde eingetragen; zu Hause gewogen sowohl vor als auch nach der Untersuchung zeigte ca 7.000g)
seither ist er praktisch weder gewachsen noch hat zugenommen.
U6: 70cm 6.900g (passt mit dem, was wir gemessen/gewogen haben)
Mit etwas über 6 Monaten habe ich angefangen Beiskost einzuführen, bzw hab es versucht. Immer mal wieder Möhrenbrei angeboten (selbstgemacht) - wollte er nicht. Fand ich nicht schlimm, hab auch keinen Druck gemacht, habs angeboten und wenn er nicht wollte wieder gelassen. Dachte, er ist halt noch nicht so weit. Irgendwann hat er die Möhre dann probiert, genau einen Löffel gegessen, gewürgt und mich völlig fassungslos angeschaut (da war er ca 7,5 Monate). Danach hab ich noch andere Gemüsesorten versucht, immer mit Pausen dazwischen (Süßkartoffel, Pastinake, Kürbis,.....). Manche hat er mit der Zungenspitze probiert, angewiedert das Gesicht verzogen, andere hat er nichtmal probiert und seit er ca 10 Monate alt ist, nimmt er den Löffel überhaupt nicht mehr - außer er ist leer. Leere Löffel nimmt er mit Begeisterung in den Mund, aber sobalb was drauf ist geht der Mund zu und er dreht den Kopf weg. Geb ich ihm de Löffel in die Hand, streicht er den Brei mit den Fingern runter, mantsch fröhlich damit rum und wenn er den Löffel zufällig nahezu sauber bekommt, nimmt er ihn dann in den Mund.
Ich hab das Thema Brei dann aufgegeben, dachte ok, hat ja nun auch ein paar Zähne, vielleicht klappt Fingerfood besser. Lange Rede, kurzer Sinn: wir haben viel ausprobiert, aber alles an Gemüse, was auch nur ein bisschen angedämpft und somit weich ist, wird zwar mit Freuden zermanscht, aber kommt nichtmal in die Nähe des Mundes. Das selbe gilt für Nudeln. Auf Brot hat er eine zeitlang gerne herumgekeut, bis er mal ein Stück abbekommen hat und davon nur noch am Würgen war. Seitdem wird Brotinneres auch nur noch zermanscht, lediglich die harte Rinde darf n den Mund, aber darauf kaut er nur herum, schluckt aber nichts. Was er auch liebt ist Rohkost, vor allem Möhren. Auf denen kaut er ebenfalls begeistert herum, beißt er aber mal auch nur versehentlich ein winziges Stück ab, wird es sofort ausgespuckt.
Ich versteh es einfach nicht. Wir haben ihn nie gezwungen, versucht abzulenken oder Druck aufzubauen. Immer lag die Entscheidung bei ihm, ob er etwas essen möchte. Wir essen auch immer zusammen, heißt, wir sitzen alle am Tisch und essen gleichzeitig. Auch von unseren Sachen möchte er nichts. Stillen liebt er nach wie vor, trinkt gierig, hat "einen ordentlichen Zug", kommt so auf 6 Mahlzeiten am Tag und nochmal 3-4 pro Nacht.
Ich stille gerne und es stört mich nicht, aber dass er so gar nicht wächst und zunimmt macht mir schon ein bisschen Sorgen - vor allem nach massiven "Panikmachen" durch Kinderarzt und Umfeld.
Aber ich kann und möchte meinem Kind kein Essen "reinstopfen" (zumal ich mir sicher bin, selbst wenn ichs täte, käme es postwendend wieder raus).
Entschuldigung für den langen Text, aber wollte die Situation so klar wie möglich schildern.
Achso: ansonsten ist mein Sohn völlig normal entwickelt und sehr aktiv. Krabbelt, sitzt, erkundet, läuft an den Händen und Möbeln lang, brabbelt,..... alles in bester Ordnung, lediglich seine Maße entsprechen nicht "der Norm".
Freue mich über jeglichen Ratschlag oder Unterstützung.
Vielen Dank,
Sarina
bin neu hier, aber hoffe, ihr könnt mir helfen.
Mein Kinderarzt hat bei meinem Sohn eine Gedeihstörung diagnostiziert, hat mir erklärt, das liege alles nur daran, dass ich noch stille und ich solle ihm endlich was "Vernünftiges" zu essen geben. Auf meinen Einwand hin, dass ich ihm gerne was anderes zu Essen geben würd, er aber jegliches Essen außer der Brust verweigerte meinte er nur "Dann müssen sie halt konsequent bleiben und ihm den Löffel halt reinschieben!"
Mein Sohn ist 13 Monate alt und wurde von Geburt an gestillt. Bei der Geburt war er 51cm groß und 3.300g schwer.
U2: 51cm 3.150g
U3: 55cm 4.000g
U4: 61cm 6.380g (Gewicht fraglich, Waage der Hebamme ein paar Tage zuvor sagte deutlich weniger, weiß lieder nicht mehr wie viel, da ich damals dachte, Hebamme hätte falsch gewogen)
U5: 69cm 7.500g (Gewicht sehr fraglich, da dreimal gewogen wurde mit drei verschiedenen Ergebnissen, das höchste wurde eingetragen; zu Hause gewogen sowohl vor als auch nach der Untersuchung zeigte ca 7.000g)
seither ist er praktisch weder gewachsen noch hat zugenommen.
U6: 70cm 6.900g (passt mit dem, was wir gemessen/gewogen haben)
Mit etwas über 6 Monaten habe ich angefangen Beiskost einzuführen, bzw hab es versucht. Immer mal wieder Möhrenbrei angeboten (selbstgemacht) - wollte er nicht. Fand ich nicht schlimm, hab auch keinen Druck gemacht, habs angeboten und wenn er nicht wollte wieder gelassen. Dachte, er ist halt noch nicht so weit. Irgendwann hat er die Möhre dann probiert, genau einen Löffel gegessen, gewürgt und mich völlig fassungslos angeschaut (da war er ca 7,5 Monate). Danach hab ich noch andere Gemüsesorten versucht, immer mit Pausen dazwischen (Süßkartoffel, Pastinake, Kürbis,.....). Manche hat er mit der Zungenspitze probiert, angewiedert das Gesicht verzogen, andere hat er nichtmal probiert und seit er ca 10 Monate alt ist, nimmt er den Löffel überhaupt nicht mehr - außer er ist leer. Leere Löffel nimmt er mit Begeisterung in den Mund, aber sobalb was drauf ist geht der Mund zu und er dreht den Kopf weg. Geb ich ihm de Löffel in die Hand, streicht er den Brei mit den Fingern runter, mantsch fröhlich damit rum und wenn er den Löffel zufällig nahezu sauber bekommt, nimmt er ihn dann in den Mund.
Ich hab das Thema Brei dann aufgegeben, dachte ok, hat ja nun auch ein paar Zähne, vielleicht klappt Fingerfood besser. Lange Rede, kurzer Sinn: wir haben viel ausprobiert, aber alles an Gemüse, was auch nur ein bisschen angedämpft und somit weich ist, wird zwar mit Freuden zermanscht, aber kommt nichtmal in die Nähe des Mundes. Das selbe gilt für Nudeln. Auf Brot hat er eine zeitlang gerne herumgekeut, bis er mal ein Stück abbekommen hat und davon nur noch am Würgen war. Seitdem wird Brotinneres auch nur noch zermanscht, lediglich die harte Rinde darf n den Mund, aber darauf kaut er nur herum, schluckt aber nichts. Was er auch liebt ist Rohkost, vor allem Möhren. Auf denen kaut er ebenfalls begeistert herum, beißt er aber mal auch nur versehentlich ein winziges Stück ab, wird es sofort ausgespuckt.
Ich versteh es einfach nicht. Wir haben ihn nie gezwungen, versucht abzulenken oder Druck aufzubauen. Immer lag die Entscheidung bei ihm, ob er etwas essen möchte. Wir essen auch immer zusammen, heißt, wir sitzen alle am Tisch und essen gleichzeitig. Auch von unseren Sachen möchte er nichts. Stillen liebt er nach wie vor, trinkt gierig, hat "einen ordentlichen Zug", kommt so auf 6 Mahlzeiten am Tag und nochmal 3-4 pro Nacht.
Ich stille gerne und es stört mich nicht, aber dass er so gar nicht wächst und zunimmt macht mir schon ein bisschen Sorgen - vor allem nach massiven "Panikmachen" durch Kinderarzt und Umfeld.
Aber ich kann und möchte meinem Kind kein Essen "reinstopfen" (zumal ich mir sicher bin, selbst wenn ichs täte, käme es postwendend wieder raus).
Entschuldigung für den langen Text, aber wollte die Situation so klar wie möglich schildern.
Achso: ansonsten ist mein Sohn völlig normal entwickelt und sehr aktiv. Krabbelt, sitzt, erkundet, läuft an den Händen und Möbeln lang, brabbelt,..... alles in bester Ordnung, lediglich seine Maße entsprechen nicht "der Norm".
Freue mich über jeglichen Ratschlag oder Unterstützung.
Vielen Dank,
Sarina