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Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 14:00
von Brianna
Ich hatte schon einen Thread im Unterforum Fachfragen zum Stillen erstellt. http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 5&t=189175
Vielleicht kann ja jemand berichten, wie er das Abstillen eines Kleinkinds angegangen ist. Wir haben bisher immer nach Bedarf gestillt. Dies war in letzter Zeit meist morgens zum Aufwachen, zum Mittagsschlaf, Abends zum Einschlafen und ein bis zweimal in der Nacht. Eigentlich dachte ich, dass das Stillen morgens am Unwichtigsten ist. Deshalb hab ich versucht nach dem Aufstehen und Anziehen nur noch zu Frühstücken. J hat bisher eigentlich immer erst dann gestillt und wollte kein Frühstück. Jetzt besteht er nach dem Aufwachen auf sofortiges Stillen. Auch so will er eher mehr als weniger stillen.
Vielleicht merkt er auch einfach, dass ich eigentlich auch am Liebsten weiter stillen würde. Nachts abstillen wäre im Moment wohl das Schwierigste.
Danke für eure Tipps.
Brianna

Re: AW: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 14:13
von FuFu
Ich habe Klein-FuFu mit 18 Monaten abgestillt. Das passt vom Alter her, oder ist dein Kind wesentlich älter?

Ich schreibe später mehr. [emoji3]

☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆

Re: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 14:20
von Lösche Benutzer 8492
Zufällig hat meine Tochter ein paar Nächte durchgeschlafen. Da haben wir schon nur noch im Bett (zum Einschlafen, Weiterschlafen, Aufwachen) gestillt. Dann habe ich ihr einen Abend erklärt, dass wir nicht mehr Stillen, da ich untersucht werden muss und das Medikament für sie nicht gut ist (etwas kleinkindgerechter :mrgreen: ). Mal abgesehen von etwa 20 Sekunden Wutgebrüll auf 3 Mal einschlafen verteilt hat sie gut mitgemacht :-). 19 Monate war sie da.

Re: AW: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 17:33
von FuFu
So, jetzt sitze ich aufm Sofa und hab zeit. [emoji4]

Ich habe mich entschlossen abzustillen als Klein-FuFu 18 Monate alt war. Wir haben nicht mehr so häufig gestillt, weil ich Vollzeit gearbeitet habe und mein Mann die Nachtschichten übernommen hat. Also wenn ich nach hause kam abends und am Wochenende nach Bedarf.

Sie ist sehr häufig nachts aufgewacht, ob bei meinem Mann oder mir.

Der Zeitpunkt ergab sich durch den Urlaub. Sie war schon einige Zeit in der Krippe eingewöhnt und ich wollte nicht, dass sie das Gefühl hat, dass ich sie abschiebe. Daher also Urlaub.

Sie hat es tagsüber nicht eingefordert (anders als zu Hause... ich glaube das Mama tanken tagsüber ging ja im Urlaub auch so) und mein Mann hat sie ins Bett gebracht, mittags und z.t. abends und auch bei ihr geschlafen. Sie hat sich natürlich beschwert. Aber als ich zwei Tage nicht gestillt hatte, konnte ich sie wieder ins Bett bringen ohne Theater. Sie hat allerdings lange gebraucht um abends zur Ruhe kommt. Das ist immer noch so (dafür schläft sie jetzt durch, was nicht unbedingt zusammenhängt, aber zeitlich eng beieinander lag).

Bei Klein-FuFu ging ausschleichen oder begrenzen nicht bzw. nicht zu diesem Zeitpunkt. Sie hat es zu Hause sehr stark eingefordert, besonders nachts und nachmittags.

Insofern ist es nach meiner Wahrnehmung immer Kind abhängig, also ob abrupt oder langsam. Und man muss es selbst auch wollen und vielleicht die völlig berechtigte Wut und Trauer aushalten. Denn mit 18 Monaten ist nicht unbedingt das natürliche Abstillalter erreicht.

Und die eigene Trauer oder Wehmut kommt vielleicht auch noch dazu. Das hat zwar keiner in meinem Umfeld verstanden, aber ich hatte natürlich auch daran zu knabbern, auch wenn ich nach wie vor die Entscheidung für mich richtig fand.

☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆

Re: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 18:26
von Sakura
Brianna hat geschrieben:Vielleicht merkt er auch einfach, dass ich eigentlich auch am Liebsten weiter stillen würde.
Warum willst du abstillen bzw. eigentlich weiter stillen aber irgendwie doch nicht?
Wenn Du erzählen magst...

Re: AW: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 18:53
von FuFu
Sakura hat geschrieben:
Brianna hat geschrieben:Vielleicht merkt er auch einfach, dass ich eigentlich auch am Liebsten weiter stillen würde.
Warum willst du abstillen bzw. eigentlich weiter stillen aber irgendwie doch nicht?
Wenn Du erzählen magst...
Das habe ich total überlesen [emoji15] ich unterschreibe bei Sakura! Wenn du nicht wirklich willst, würde ich es lassen.

☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆

Re: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 19:03
von Brianna
Abstillen steht eigentlich nur zur Debatte, da wir gerne ein zweites Kind möchten. Wir sind auf IVF angewiesen und können aus Altersgründen wegen der Kostenübernahme nicht unbegrenzt warten. Außerdem hatte ich in der Schwangerschaft ziemliche Probleme und meine Frauenärztin hält das Abstillen vor einer erneuten Schwangerschaft für unerlässlich. Ohne diese Schwierigkeiten würde ich gerne weiterspielen, bis sich J von alleine abstillt. Genauer hab ich das schon in dem verlinkten Beitrag erklärt.
Gruß Brianna

Re: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 19:26
von Brianna
Ach, übrigens ist J jetzt 18 Monate alt und es geht darum, dass er in vier bis sechs Monaten abgestillt ist. Hab mir bisher einfach keine Gedanken ums Abstillen gemacht. War ja froh, als das Stillen endlich geklappt hat.
Gruß Brianna

Re: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 20:05
von Teelicht
Wahrscheinlich ist jede Stillbeziehung einzigartig und dementsprechend lohnt es sich wohl nicht zu schreiben, wie wir exakt aufgehört haben (mit 19 Monaten), aber ich habe ein paar Dinge auf dem Weg entdeckt die vielleicht auch allgemein was wert sind: Wenn man darüber liest, wie man Babys abstillt, wird immer darüber geschrieben, dass man den kleinen Babys mehr zu essen geben muss. Ich glaube bei grösseren Babys/Kleinkindern muss man eher darauf achten, dass sie genug zu trinken bekommen. Ich war ganz erstaunt, wie viel mein Kind plötzlich trank, als wir mit dem Stillen aufhörten. Vielleicht kann man ja damit anfangen und zusehen, dass das Kind mehr trinkt.
Überall wird auch immer hinausposaunt, dass es völlig unerlässlich ist, dass man konsequent ist. Also in diesem Fall, dass man konsequent die Brust verweigert. Oder dass man konsequent das Kind im Liegen zum Wiedereinschlafen bringen soll oder oder... Auch das muss nicht stimmen. Wer weiß, wie genau es bei deinem Kind ist, aber mein kleines Einfordererkind konnte man mal dies und jenes gewähren, oder dass sich dadurch irgendwas änderte.

Re: Abstillen eines Kleinkinds

Verfasst: 26.11.2014, 20:14
von kerstin10
Wenn es bei Dir um Abstillen wegen einer IVF geht, da gab es neulich einen Thread:

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 5#p3844165

Vielleicht sind da interessante Infos für Dich dabei!

Liebe Grüße,
Kerstin