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Stillen und Schilddrüse

Verfasst: 21.11.2014, 13:00
von ixcacienfuegos
Ich hab jetzt hier schon öfter Frauen mit SD-Problemen gelesen. Da ich selber auch betroffen bin, dachte ich, ich starte hier mal einen Thread.

Woher bekommt man denn gute Infos, wie das mit der Dosierung in der Schwangerschaft und Stillzeit funktioniert? Am besten vielleicht auch was, was man betreuenden Ärzten zeigen kann? Ich habe nämlich in der Schwangerschaft schon festgestellt, dass viele von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Mein TSH ist im 1. Trimenon z.B. einfach verschwunden, und alles schrie "reduzieren" obwohl die freien Werte am unteren Rand kratzten (fT4 allerunterste Norm....). dass die Werte häufig überprüft werden müssen und nicht nur alle Jubeljahre, wusste auch keiner. Aus lauter Verzweiflung habe ich mich dann erst mal selbst dosiert (als Anleitung hab ich das Hashimoto-Buch von Brakebusch/Heufelder genommen) bis ich einen fähigen Arzt gefunden habe, der mir dann auch gesagt hat, ich hätte alles richtig gemacht. Allerdings meinte er auch gleich, für so ein zartes Persönchen wie mich (Startgewicht Schwangerschaft 50kg) wäre die hohe Dosierung schon "eine Hausnummer". Allerdings meinte er auch, dass ich eben weiter steigern müsse, wenn die Werte unter die empfohlene Höhe fallen. Und dass ich nach der Schwangerschaft mit der SD sicher erst mal keinen Spaß haben würde. Wie schnell der Bedarf sinken würde und welche Dosissenkungen ich vertragen würde, könne man leider nicht vorhersagen. Müsse ich dann ausprobieren, anders würde es eben leider nicht gehen.
Und soweit sind wir jetzt. Ich habe die Dosis nach der Geburt leicht gesenkt. Nach knapp 6 Wochen hab ich kontrollieren lassen - und es kam eine krasse Überfunktion raus. FT4 fast doppelt so hoch wie die Norm. Der Hausarzt wollte dann gleich auf eine Dosis senken, die unterhalb von der vor der Schwangerschaft war - das hätte eine Senkung von 125 Mikrogramm auf einmal entsprochen. Der gute SD-Arzt ist 200km weg, deswegen kann ich nicht jederzeit hin. Er meinte aber per Email, so eine starke Senkung ginge natürlich gar nicht. Ordentlich runter dürfe ich aber schon.
Jetzt hab ich ein bisschen Angst, dass die Milchbildung darunter leidet. Rational gesehen ist das natürlich Blödsinn, wir stellen ja nur eine normale SD-Funktion her. Meine Hebamme hat auch gemeint, so leicht bleibt die Milch nicht weg. Aber Minikind hat ein super Timing ;) und hängt genau jetzt nonstop an der Brust... Allerdings hat er gestern, als ich weg war (4 Stunden) nur 70ml aus dem Softcup getrunken beim Papa - am Montag war er nach der doppelten Menge noch nicht satt. Also muss er ja beim Dauertrinken dann genug kriegen...

Re: Stillen und Schilddrüse

Verfasst: 21.11.2014, 13:01
von ixcacienfuegos
Und sorry für den Roman ;).

Re: Stillen und Schilddrüse

Verfasst: 21.11.2014, 13:16
von Prisemuth
Ich kann nicht wirklich helfen, wollte aber nur mal von mir berichten, wie es halt auch laufen kann mit der SD :wink:
Ich hatte vor der Sws auch eine Unterfunktion, die Werte wurden während der sws vom Frauenarzt überprüft (nicht so ausführlich, wie du es hier beschreibst, nur der TSH(?)wert). Der wurd jedenfalls immer besser und in der Stillzeit hatte ich auch plötzlich eine Über- statt Unterfunktion. Das war sauunangenehm. In Absprache mit der Hausärztin habe ich die Medis reduziert, habe mich aber so unwohl gefühlt, dass ich nach einigen Tagen die Tabletten ganz abgesetzt habe.
Meine Werte haben sich dann ganz schnell normalisiert und die Unterfunktion ist bis heute nicht wiedergekommen.

Re: Stillen und Schilddrüse

Verfasst: 13.12.2014, 22:02
von cooky
Ich hab selbst Hashimoto und hab mich in der SwS (nach 1 FG, die ich auf die falsche Einstellung der SD zurückführe) zu Beginn auch selbst dosiert bis ich nach einigen Ärztewechseln einen guten Arzt gefunden habe. Ich kann dir das Forum http://www.ht-mb.de/forum/forum.php sehr empfehlen.

Re: Stillen und Schilddrüse

Verfasst: 14.12.2014, 13:33
von Puksie
melde mich heute Abend.

Re: Stillen und Schilddrüse

Verfasst: 14.12.2014, 14:32
von ixcacienfuegos
Cooky, das kenn ich und war auch in der Schwangerschaft quasi ständig dort. Aber kein Arzt, der sich nicht so gut auskennt, lässt sich von einem Forum beeindrucken ;). Nicht mal den Brakebusch/Heufelder haben sie als Autorität akzeptiert....
@Puksie: danke :)

Re: Stillen und Schilddrüse

Verfasst: 14.12.2014, 22:59
von Puksie
Ich kann dieses Forum auch nur empfehlen, ohne die ginge es mir und meinem Sohn noch ganz anders.
Dort findet man auch Material, was man dem Arzt zur Hand geben kann.
Ich würde auch nicht so viel auf einmal runterdosieren, lieber etwas langsamer.


ich habe schon oft gehört, das das einer Schwangerschaft so geht. Bei mir bleib komischerweise alles gleich.