Seite 1 von 4
Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 11:39
von Lay
Schweren Herzens habe ich mich entschlossen nun nach sechs Monaten abzustillen und hoffe auch dabei hier Unterstützung zu finden. Ich benutze ja seit einigen Monaten das BES aber vorher hat meine Tochter aus der Flasche getrunken (und vor jeder Flaschenmahlzeit an der Brust) deshalb hoffe ich, dass sie die Flasche nimmt. Die erste hat sie gerade wieder bekommen, sie hat zwar nach der Mahlzeit ganz kurz gemeckert, aber ich glaube das Füttern mit der Flasche war für mich schlimmer als für sie.
Der Hauptgrund ist, dass ich ja seit mehr als fünf Monaten eine Sehnenscheidenentzündung habe die trotz Quarkwickeln, Megnetfeldtherapie und Ibuprofen nicht besser geworden ist. Jetzt soll ich zwei Mal täglich Diclac Tabletten einnehmen, was mit dem stillen nicht vereinbar ist. Da ja die kurzfristige Gabe von Diclac während des Stillens möglich wäre würde ich gern die Medikamenteneinnahme schon beginnen, auch wenn sie mindestens noch zum Einschlafen bestimmt trinken will. Da ich ja recht viel zufüttern musste bekommt sie ja hoffentlich nicht so viel von dem Medikament ab. Ich würde sie auch gern vor manchen Mahlzeiten kurz anlegen und das weniger werden lassen, damit es nicht so abrupt ist, das müsste doch trotz Medikament gehen. Das schwierigste wird sicher Nachts, denn da füttere ich nicht zu und sie trinkt bzw. nuckelt zum einschlafen und mehrmals Nachts an der Brust. Auch durch rumtragen oder ähnliches schläft sie nicht ein, nur selten Mal im Tuch oder der Trage, allerdings nur wenn ich mich damit bewege. Hat jemand eine Idee, wie ich sie anders zum ein- oder weiterschlafen bringen kann? Einen Schnuller hatte sie nie, wollte den aber auch Anfangs nie nehmen. Sollte ich jetzt noch mal versuchen ihr einen Schnuller anzubieten, als Ersatz?
Re: Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 21:51
von Mama1113
Ich habe leider keine Tipps für Dich, aber wollte Dir nur nochmal sagen, dass ich es beeindruckend finde, wie lange du schon durchhälst und um das Stillen kämpfst. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute für die Zukunft!
Vielleicht spricht ja auch nichts dagegen, nachts weiter zu stillen. Bin aber natürlich kein Experte
...mit Püppi (Nov. 13)
Re: Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 22:08
von Lay
Lieben Dank für die aufmunternden Worte. Das mit dem Abstillen fällt mir echt schwer, ich bin schon den ganzen Tag am heulen dabei ist es rational sicher richtig. Trotz des Medikamentes habe ich dann heute mehrmals kurz gestillt und sonst die Flasche gegeben ich hoffe das schadet meiner Tochter nicht. So von einem Moment auf den anderen radikal nicht mehr zu stillen kann ich ihr und mir nicht antuen.
Re: Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 22:08
von Mugi0303
Naja, wenn du ganz abstillen willst, musst du dir was für nachts überlegen. Also in dem Alter wäre Milchflasche nachts ja durchaus noch OK, oder eben Wasser. Oder habe ich das falsch verstanden und du willst solange nachts noch stillen, bis sie nachts gar nix mehr will (kann dauern, mein Kleiner ist 14 MOnate und trinkt nachts noch öfters)?
Re: Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 22:16
von Teelicht
Ich würde alle verschiedenen Optionen ausprobieren, auch solche, die früher nicht geklappt haben (Schnuller), denn schließlich kann sich ja in einer kurzen Zeit viel ändern. Mir fallen ein: Schnuller, Flasche, singen, Musik, tragen, Massage, Kinderwagen und alle Kombinationen davon.
Ich persönlich hatte den Eindruck, dass mein Kind bis es 1,5 war noch die meiste Menge Brustmilch nachts zu sich nahm. Die Windeln waren schließlich morgens sehr schwer. Wenn es bei deinem Kind auch so ist, wäre ich vorsichtig mit dem nachts weiterstillen.
Aber Hut ab, dass du so lange mit deinen Beschwerden gelebt hast, ohne Medikamente zu nehmen. Hoffentlich fühlst du dich schnell besser!
Re: Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 22:44
von Lay
Viel Milch hatte ich ja ohnehin nie, sondern musste seit ihrem dritten Lebenstag zufüttern. Die Pre verträgt sie inzwischen gut und obwohl ich in den letzten Monaten nur mit BES zugefüttert habe nimmt sie die Flasche. Mit dem Schnuller das werde ich dann nochmal versuchen, es ist auch schon lange her, dass ich ihr das angeboten habe. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass das für den Kiefer auch nicht so gut ist oder irre ich mich? Aber wahrscheinlich braucht sie ja Ersatz zum Nuckeln. Im Gegensatz zum Trinken an der Brust ist Die Flasche ja sehr schnell leer und einschlafen tut sie mit Flasche auch nicht. Heute beim Einschlafen habe ich sie nur kurz an die Brust gelassen und dann gesungen das ging auch. Aufgrund der Medikamente möchte ich ganz abstillen, aber nicht ganz abrupt. Deshalb dachte ich sie Nachts wenn sie das fordert noch an die Brust zu lassen aber immer weniger.
Re: Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 22:46
von Lay
Wenn ich das Gefühl habe es ist Hunger werde ich ihr Nachts auch eine Flasche machen, vielleicht klappt das ja.
Re: Abstillen
Verfasst: 19.11.2014, 22:52
von Teelicht
Es müsste ja eigentlich klappen, es scheint ja ziemlich gewöhnlich zu sein, ab sechs Monaten mit dem Stillen aufzuhören. Ich habe gehört, dass es nicht gut für die Zähne ist, wenn man einen Schnuller nach drei Jahren noch benutzt - aber bis dahin ist es ja noch eine Weile.
Re: Abstillen
Verfasst: 20.11.2014, 06:12
von deidamaus
Hallo Lay,
ich kopiere dir mal den Auszug von Embryotox hier rein
Klinik: Nebenwirkungen wurden bei gestillten Kindern bisher nicht beobachtet.
Empfehlung: NSAR der Wahl in der Stillzeit ist Ibuprofen. Bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Therapie ist auch Diclofenac akzeptabel.
Ich würde also erstmal ein paar Tage testen, ob es hilft (kurzfristige Therapie), bevor ich abstille.
Wieviel Pre bekommt es denn?
Aus meiner eigenen Erfahrung: Ich habe auch immer wieder mit Sehnenscheidenentzündungen zu kämpfen. Und bei mir hilft nur Schonen. Das ist total blöd mit Minibaby, ich weiss. Was hab ich schon geflucht. Aber es hat sonst halt nichts geholfen.
Wo genau hast du denn die Entzündung? Vielleicht kann ich dir ja aus eigener Erfahrung helfen.
Warst du dir eine Zweitmeinung einholen gewesen? Hast du eine Schienen zum ruhig stellen bekommen?
Hier noch ein Link zum Thread im Bereich Kranksein
Sehnenscheidentzündung
Liebe Grüße
Deidamaus
Re: Abstillen
Verfasst: 20.11.2014, 11:15
von Lay
Nachdem ich hier einiges gelesen habe, habe ich meinen Arzt auf Ibuprofen angesprochen, scheinbar wusste er gar nicht, dass es stillverträglich ist. Aber auch nach mehreren Wochen wurde es damit nicht besser. Ich trage seit bestimmt drei Monaten eine Schiene von Borth die das Handgelenk und mit einem abnehmbaren Pad auch die Finger ruhigstellt. Mit der Schiene kann ich kaum etwas machen, trage sie aber Tag und Nacht, wobei ich sie natürlich immer kurz abmachen muss um meine Tochter zu waschen, umzuziehen etc. Der Arzt wollte den Arm schon eingipsen aber ich weiß nicht, wie das dann im Alltag funktionieren soll. Ich war auch bei einem zweiten Arzt, der die Diagnose Sehnenscheidenentzündung bestätigt hat. Ich habe allerdings auch rheumatoide Arthritis, dass kann auch eine Sehnenscheidenentzündung hervorrufen Es wurde auch ein MRT gemacht und es sind wohl zwei Sehnen betroffen, aber welche kann ich leider nicht sagen. Das schonen ist in der Tat schwierig, gerade da meine Tochter sehr hmm sagen wir mal anspruchsvoll ist und ich sie nicht lange ablegen kann. Entlasten kann mich auch niemand, da ich mindestens in der Woche mit ihr alleine bin. Ich mache im Haushalt schon fast nichts mehr, was man nach einigen Monaten auch sehr deutlich sieht
Obwohl ich die Tabletten erst seit gestern Morgen nehme habe ich jetzt schon das Gefühl es ist etwas besser geworden dann wirkt es wenigstens.
Bisher hat meine Tochter 5-6 Mal 90ml mit dem BES bekommen. Jetzt in der Flasche gebe ich ihr immer 150ml. Essen tut sie ja auch schon, aber dadurch wurde weder das stillen noch das Zufüttern weniger. Ich habe bisher tagsüber ca. alle zwei und Nachts auch 2-8 Mal gestillt. Da ich es vorher wirklich lange anders versucht habe will ich jetzt diesen drastischen Weg mit dem Abstillen gehen, denn mit Gips oder Op kann ich meiner Kleinenm ja auch nicht gut gerecht werden. Trotzdem ist es traurig denn obwohl ich ja viel unternehmen musste um das stillen so aufrecht zu erhalten (Domperidon nehmen, Pumpen, BES) war es doch toll zu stillen und ich bin immer happy wenn ich meine Brust auspacke und sie vor Freude lacht und jauchzt.
Ich werde das Medikam,ent erstmal weiter nehmen und entsprechend heute versuchen sie tagsüber fast nicht anzulegen. Nachts werde ich sie erstmal weiter an die Brust lassen und versuchen es langsam weniger werden zu lassen. Da lt. Embryotox eine kurze Therapie ja vertretbar ist wird ihr das ja hoffentlich nicht schaden wenn ich sie langsamer abstille. Oder ist damit nur ein oder zwei Tage gemeint? Sonst wäre es ja vielleicht auch denkbar sie für die Dauerder Einnahme so wenig wie möglich zu stillen und wenn sie danach noch will und Milch da ist wieder so lange und so viel sie will an die Brust zu lassen? Aber da ich das Medikament über Wochen nehmen muss ist das wahrscheinblich keine Option und ich muss komplett abstillen, oder?