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Weg von der Pumpe

Verfasst: 17.11.2014, 21:23
von taschi
Guten Abend,

Ich frage für eine Freundin die gerade ihr erstes Kind bekommen hat. Die Kleine kam vor einem Monat knapp 5 Wochen vor ET per Kaiserschnitt.

Anfangs wurde sie komplett mit MuMi per Fläschchen gefüttert. Zwischendurch gab es eine Brustentzündung mit Fieber und dank einer Stillberaterin hat die Kleine erst mit Stillhütchen und dann ohne komplett an der Brust getrunken. Sie trinkt alle 1,5 std ungefähr. Da die Brust immer wieder hart wird pumpt die Mama noch.

Wie kommt sie denn jetzt am besten vom pumpen weg ohne gleich wieder einen Milchstau etc zu bekommen? Ausstreichen funktioniert nicht.

Habt vielen lieben Dank im voraus!!!

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 17.11.2014, 22:44
von Teazer
Hallo Taschi,

pumpt sie konstant eine feste Menge, wäre es wichtig, dass sie die Pumpmenge ganz langsam reduziert, so 10-15 ml täglich. Und bei leisesten Anzeichen eines Staus oder einer Entzündung kühlen.

Pumpt sie nur bei Bedarf, sollte sie nur so viel pumpen bis die Brust entlastet ist. Nicht mehr, denn das regt die Milchbildung nur noch mehr an.

Vielleicht mag sie sich ja selbst hier melden. Second hand-Beratungen funktionieren nicht so gut. ;)

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 18.11.2014, 07:57
von taschi
Guten Morgen Teazer,

lieben Dank für Deine Info!!!

Ich leite das weiter und vielleicht meldet sie sich selber noch zu Wort.

einen schönen Tag!!!

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 18.11.2014, 19:26
von Maymun
huhu!

ich dachte ich melde mich mal selber zu wort :)
taschi hat ja schon das nötigste über mich gesagt, hallo erst mal an alle!

ich pumpe im moment nach bedarf, immer wenn ich das gefühl habe die brust platzt gleich. dann so viel dass es wieder einigermaßen erträglich wird.
ich weiß nicht genau ab wann man von einem milchstau spricht... schon wenn harte knoten in der brust zu spüren sind und die brust schmerzt?

ich hoffe dass ich durch das gepumpe die milchproduktion nicht steigere....aber wie taschi schon sagte hatte ich schon einen stau/entzündung und bekomme relativ schnell harte schmerzende stellen...

danke für eure hilfe!

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 18.11.2014, 19:48
von Teazer
Hallo Maymun,

herzlich willkommen im Forum. Ich kann gut verstehen, dass Du einen erneute Stau vermeiden möchtest.

Von einen Stau spricht man, wenn, die "Knubbel" vom Kind nicht einfach abgetrunken werden können.

In den ersten Wochen ist es nicht ungewöhnlich, dass die Brüste zwischen dem Stillen sich sehr voll anfühlen. Das ist nicht automatisch ein Stau. Die Brust bereitet sich so nur auf die nächste Mahlzeit vor. Mit der Zeit produziert die Brust nur noch auf Nachfrage und die Brust bleibt zwischen dem Stillen weich.

Eine Pumpe entleert die Brust ohnehin nie so effektiv wie ein gut saugendes Kind. Wenn Deine Pumpe es also schafft einen Stau zu lösen, schafft es auch Dein Kind. :)

Hilft Dir das?

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 18.11.2014, 20:30
von Maymun
hallo teazer!

ja das hilft schon mal super! ich bin immer total panisch aus angst vor dem nächsten stau/entzündung.
ich mach dann erst mal weiter wie gehabt, und hoffe dass sich das einpendelt.

leider ist sie nicht immer ein gut saugendes kind :?
stillhütchen sind wir leider (noch nicht!) los und auch so wird oft geschimpft. aber das wird!

schönen abend und danke!

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 18.11.2014, 20:35
von 7buchstaben
Hallo und herzlich Willkommen :-)
Hier mal total inkompetente persönliche Erfahrungen: meine Tochter hatte nach Magensonde, dann Fläschchen und als wir nach haus entlassen wurden Fläschchen/ Stillhütchen stillen noch die Kurve zum "normal" stillen bekommen, aber immer ziemlich wenig getrunken. bzw. viiiiel weniger, als ich zuvor immer gepumpt habe. Ich sollte immer pumpen, pumpen, pumpen- hauptsache die Milch versiegt nicht... zu Hause stand ich dann schön blöd da mit MegaMöpsen, harten und teilweise roten Stellen und manchmal auch grippeähnlichen Symptomen - Milchstau halt.

Ich habe bei zu vollen Brüsten gepumpt bis es nicht mehr spritzte und hab dann noch tropfen lassen. Vor allem habe ich parallel auch die andere Seite "offen" gelassen. Also tropfen lassen. Ich hatte das Gefühl, dass es ganz gut war Luft dran zu lassen und die Brust einfach selbst regulieren zu lassen... genauso auch während des Stillens. Auch nachts habe ich obenrum frei mit Handtuch überm Bettlaken geschlafen und gestillt. So kam wenigstens alles überschüssige an Milch raus (bilde ich mir zumindest ein).
Meine Hebamme hatte mir noch die Mercuralis-salbe (?) gegeben.

Re: AW: Weg von der Pumpe

Verfasst: 19.11.2014, 02:28
von Teazer
Hallo Maymun!
Maymun hat geschrieben:ja das hilft schon mal super! ich bin immer total panisch aus angst vor dem nächsten stau/entzündung.
Kann ich total verstehen. Selbst beim dritten Kind war ich am Anfang wieder besorgt, weil mir meine Milchstau-Odyssee bei Nr. 1 noch immer nachklingt. Wie muss das erst bei Dir sein wo es noch so frisch ist?!
ich mach dann erst mal weiter wie gehabt, und hoffe dass sich das einpendelt.
Das wird es.
leider ist sie nicht immer ein gut saugendes kind :?
stillhütchen sind wir leider (noch nicht!) los und auch so wird oft geschimpft. aber das wird!
Stillhütchen ist ein gutes Stichwort. Es verhindert eine gute Saugtechnik und damit ein effektives Entleeren der Brust. Warum habt Ihr es benutzt?

In der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN findest Du Infos zum Stillhütchen und Tipps zum Abgewöhnen. Gerne begleite ich Dich dabei.

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 19.11.2014, 11:25
von Maymun
7Buchstaben:

ja, genau so ist es bei mir auch... pumpen was das zeug hält, am besten beide gleichzeitig.
zuhause saß ich dann mit der über milchproduktion, wovon leider auch noch viel in den abfluß gewandert ist.
ich handhabe das ähnlich, bin immer oben rum frei (anziehen lohnt sich gar nicht) und lasse auch laufen, wobei aus der anderen brust jetzt nicht soooo viel rauskommt, aber immerhin.

teazer:

mastitis ist wirklich der absolute horror, vorallem wenn sonst auch nichts klappt und man doch einfach nur stillen will :cry:

die kleine hat im kh pre aus der flasche bekommen, weil sie nach dem ks für einige std sauerstoffunterstützung brauchte. ich hab angefangen zu pumpen und nach 2 tagen hat sie dann komplett mumi bekommen, aber eben auch aus der flasche.
zuhause angekommen sind wir dann umgestiegen auf calma, um ihr das leben etwas schwerer zu machen :mrgreen:
die brust hat sie nur angeschrien.
ich hab dann mit einer stillberaterin alles versucht, der wurm hat sich aber nicht wirklich zugänglich gezeigt. also haben wir stillhütchen als letzte instanz versucht und siehe da, es ging. ich sollte dann immer mal wieder ohne versuchen bzw stillhütchen "zwischendurch klauen".
das klappt alles mal besser mal schlechter.
anlocken mit spritze ohne hütchen machen wir auch, geht auch. aber es gibt noch kein allgemeingültiges rezept für jede stillmahlzeit :)
eigtl wäre heute ET gewesen, also gewähre ich ihr aus Kulanz noch ein bisschen Zeit um zu lernen :lol:

ich bin auf jeden fall froh, wenn sie einfach mal "normal" trinkt. :5:

Re: Weg von der Pumpe

Verfasst: 19.11.2014, 11:29
von Teazer
Kann ich verstehen. Melde Dich einfach, wenn Du das Projekt startest und Unterstützung brauchst.