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Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 06:10
von AmysMom
Hallo, ihr Lieben!
Ich mache nun doch mal einen Thread dazu auf, weil ich nicht mehr weiter weiß. Ich bin auch total verunsichert, ob mein Verhalten nun richtig ist.
Es geht um den WuselPusel. Sie ist 3 1/2 Jahre alt und wiegt 12 kg bei ca. 1 m Körperlänge. Sie ist wirklich dünn, also wirklich dürr, aber sonst gesund, aktiv und sehr wuselig. Sie wird seit etwa 1 Jahr nicht mehr gestillt.
Unsere Familienkost würde ich schon als ausgewogen ernähren. Wir sind zwar nicht die ausschließlich Bio-vollwert-zuckerfrei-Esser, es gibt bei uns auch schon mal Fast Food, aber meistens koche ich und mache mir auch Gedanken über einen ausgewogenen Speiseplan. Obst und Gemüse ist immer verfügbar.
Nur Kind ist ausschließlich Süßkram und Nudeln (und selbst da kommt es darauf an, was es dazu gibt und welche Nudeln das sind). Wenn es das nicht gibt, entscheidet sie sich, eben gar nichts zu essen, ist dann später natürlich nörgelig, lässt sich aber auch nicht auf Alternativen ein (z. B. "Nimm dir halt eine Banane."). Bei der nächsten Mahlzeit ist es dann aber wieder das gleiche. Nun quengelt sie seit 4 Uhr (ich bin gerade stinksauer!), wann ich denn endlich Frühstück mache.
Frühstück ist hier nicht das Problem, das ist sie meist. Aber auch nicht die Menge, die ihren Tagesbedarf decken würde. z. B. ein Viertel bis halbes Brötchen mit Nutella oder ein kleines Schüsselchen Müsli, ab und zu auch mal Cornflakes, aber die gibt es hier nicht immer. Zum Wochenende koche ich manchmal auch morgens, z. B. Pancakes oder englisches Frühstück. Da haut sie dann richtig rein. Aber das sind wie gesagt eher Ausnahmen.
In KiGa ist sie natürlich gut, laut Erzieherinnen. Wohl nicht unheimlich große Portionen, aber doch zum satt werden. Aber hier Zuhause eben nicht. Ein Wochenende geht immer noch, aber 2 Wochen Urlaub oder wegen Krankheit Zuhause sind der absolute Horror, was das Essen angeht.
Wie verhalte ich mich richtig?
"Wenn du nicht wenigstens etwas davon isst, gibt es auch keinen Nachtisch"? Bringt zwar nicht, ist aber das einzige, was mir einfällt...
Was würdet ihr tun?
Re: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 06:48
von wirf
Meine Tochter ist genauso alt, schwer und groß

Alternativen sprachlich anbieten hilft hier auch gar nicht. Und obwohl immer Obst und Gemüse da ist, geht sie nie einfach an die Obstschale und nimmt sich was. Was aber immer klappt, isst ihr geschnittenes Obst/Gemüse hinstellen. Einfach kommentarlos direkt neben sie eine Schale stellen BEVOR der süß-Hunger kommt. Mache ich immer direkt morgens bis Frühstück auf dem Tisch steht. Oder auch nach dem Mittagessen, wenn sie wenig gegessen hat. Oder direkt wenn wir heimkommen, BEVOR sie nach süßem fragt. Und ganz wichtig ist hier: nicht drüber reden! Sobald ich den Apfel/Gurke/Mango... als Ersatz erwähne wird dicht gemacht. Auch gut geht im Moment Nüsse. Einfach ne Schale mit Nüssen (hier Walnüsse, cashew, Haselnüsse) und Rosinen Bebens Kind platzieren. Und zwei Hände voll Nüssen haben ja ordentlich Kalorien und Nährstoffe. Da stört mich nicht wenn sie eine Hauptmahlzeit auslässt.
Das mit keinen Nachtisch würde ich vermeiden. Hier gibt's nie Nachtisch (nur auswärts). Süßes hat sie in einer kleinen Box (die ich tgl fülle) zur freien Verfügung und dann ist Schluss.
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Re: AW: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 09:23
von Sarasu
Was hier oft hilft ist wenn ich bzw. Papa uns was holen, z. B. Banane, und das kommentarlos vor seinen Augen essen. Meist will er dann was ab (und isst sie ganz auf) oder eine "selbe".
Ansonsten unterschreibe ich bei Wirf und nehme mir fest vor, das wieder öfter zu machen.
Re: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 09:32
von MaareMum
Oh, das mit dem kommentarlos Obst hinstellen werd ich auch mal testen.
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Re: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 10:11
von AmysMom
Hmmm.... Immer etwas zum Snacken hinstellen, das werde ich jetzt (wieder) machen. Danke für den Hinweis. Ich habe mich gerade mit "gesundem" Knabberkram eingedeckt und werde für heute Nachmittag einen Teller vorbereiten.
Süßes im Sinne der klassischen Süßigkeiten (Schokolade, Gummibärchen etc.) mag sie auch nicht wirklich. Da muss ich gar nicht beschränken. Bei ihr ist es eher so was Pudding, Milchschnitte, Milchbrötchen und so. Und so etwas nicht im Haus zu haben, ändert nichts daran, dass sie nun aber DAS will und nichts anderes. Seufz.
Sarasu: das macht sie auch nicht.
Was auch überhaupt nichts bringt, ist die Sachen nett auf dem Teller anzurichten.
Ich habe auch versucht, sie in die Zubereitung mehr miteinzubinden. Aber entweder hat sie halt gar keine Lust dazu oder sie macht mit, isst es aber dann trotzdem nicht.
Nun gut... Im Hinterkopf ist ja auch immer noch das "feste Mahlzeiten essen müssen". Davon versuche ich mich ja schon zu lösen. Die Große ist auch nicht so ein toller Esser, aber sie probiert wenigstens und isst dann halt die Kartoffeln oder den Reis pur oder popelt sich die Sachen raus, die sie nicht mag. Aber die Kleine mag echt so gar nichts von dem, was ich auf den Tisch stelle.
Re: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 11:21
von Sarafina
Ich gebe zu, ich habe mich von dem "Kind muß was essen, egal was" gelöst. Meine Große ist ja auch so ein Hungerhaken und eine Zeitlang habe ich ihre Speränzchen geduldet, aber nachdem ich mitbekommen habe, daß sie im KiGa so gut wie ALLES isst, habe ich damit aufgehört. Zu Hause mochte sie keinen Spinat, im KiGa liebte sie ihn. Nur mal als Beispiel. Ich habe ihr dann irgendwann klar gemacht, daß ich ihr nichts anderes mache, da ich genau weiß, daß sie das Essen eigentlich mag (hier half mir die tolle Zusammenarbeit mit dem KiGa. Es war fast schon ein Spiel, ich versuchte zu erraten, was Tochter vom Mittagessen gegessen hat und was nicht. Meist hat sie wirklich alles gegessen!).
Hier herrscht die Regel, etwas zu probieren und dann zu entscheiden, ob man es mag oder nicht. Gilt auch für Erwachsene!

Wer es dann nicht essen mag, muß es auch nicht. Aber ich lasse mir auch nicht auf der Nase herumtanzen.
Nachtisch gibt es hier selten, eher mal einen Joghurt oder Pudding als Zwischenmahlzeit.
Was hier übrigens immer wieder lustig ist: wenn ich etwas koche, von dem ich weiß, daß die Kids es nicht mögen (letztens z.B. Rosenkohl), dann befülle ich ihre Teller, lasse aber den Rosenkohl weg. Und was passiert? Die Kinder sind empört, weil sie keinen Rosenkohl bekommen haben und wollen dann uuuuunbedingt auch was davon!
Obst geht hier auch gut, stelle ich auch gerne zur Verfügung. Allerdings sehe ich schon zu, daß es als Zwischenmahlzeit gegessen wird und nicht als Hauptmahlzeit. Es bringt uns nichts, wenn sie sich abends eine die Äpfel reinhauen und dann mitten in der Nacht hungrig vor mir stehen.
Re: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 11:25
von wirf
Ich hab mich von dem Gedanken, "man" muss zu den Hauptmahlzeiten essen komplett gelöst. Im Sommer esse ich auch fast nur Obst und dass dann eben den ganzen Tag damit ich auch satt werde. Überhaupt von dem Kind zu erwarten, dass es dann wenn ICH koche Hunger hat?! Ich hab es als Kind gehasst, diese festen Essenszeiten...
Und dass Kind auswärts anders/"besser" ist, haben wir hier auch. Ist ok. Bei Freunden esse ich auch anstandslos Sachen die mir nicht so gut schmecken. Daheim erwarte ich essen das ich mag
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Re: AW: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 12:27
von Sarasu
Hier kommt oft "Mag ich nicht!" reflexartig, vor allem wenn er nach dem KiGa müde/hungrig/quenglig ist. Erstaunlicherweise hilft es fast immer wenn ich sage "Probier mal, letztes Mal hat es dir geschmeckt". Muss natürlich auch stimmen, aber ich koch ja mittags nichts von dem ich weiß dass er es nicht mag.
Re: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 13:09
von AmysMom
Sarafina hat geschrieben:
Hier herrscht die Regel, etwas zu probieren und dann zu entscheiden, ob man es mag oder nicht. Gilt auch für Erwachsene!

Wer es dann nicht essen mag, muß es auch nicht.
Ha, die gibt es hier auch. Aber wenn das Kind sich weigert, was machst du dann?
Extra-Würste gibt es hier auch nicht. Ich koche EIN Gericht. Wer das zu der Mahlzeit nicht isst, isst dann eben nichts. Nur entscheidet sie sich halt zu 90 % für "dann eben nichts".
Re: Extrem-Mäkler und Essensverweigerer
Verfasst: 13.10.2014, 13:23
von MaareMum
Also "nichts" finde ich blöd, weil wir dann zur Bettzeit ein Kind haben, was wieder aufstehen und essen will.
Als Alternative zum Abendessen kann es immer Brot, NaturJoghurt oder Obst haben.
Probieren ist hier kein zwang aber ich bitte ihn drum. Und meistens macht er es auch, weil er es vom Kindergarten kennt. Aber bisher hat ihm noch nie was geschmeckt beim probieren, daher weiß ich nicht so recht, ob es Sinn macht. Aber angeblich isst er im Kindergarten fast alles (glaub ich aber nicht)
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stillend und einhändig vom Handy aus