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Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 19.09.2014, 10:35
von Princeton
Hallo,
jetzt hätte ich auch mal eine Frage. Mein Sohn ist fünfeinhalb Wochen alt und wird vollgestillt. Unser Start im KH war erwas schwierig, weil niemand die Zeit nahm uns richtig zu helfen, er nicht anzudocken wusste, Gelbsucht hatte und ich durch die Schwangerschaft sehr große Brüste (75J!). Ich bekam damals Stillhütchen verpasst, die ich nach der Entlassung aber dank meiner Hebamme und der Nutzung eines latch assist zum Glück innerhalb weniger Tage loswurde. Seitdem stille ich ganz souverän, ca. alle 2 Stunden und der Kleine hat in den 5 Wochen auch bereits 2kg (von 3,5 auf 5,5kg bei 58cm) zugenommen. An sich alles prima.
Leider plagen mich vor allem links noch immer ab und zu Schmerzen. Einerseits zu Beginn, was aber wohl an übervollen Brüsten liegt und dann aufhört, dann aber, und das ist das Unangenehme hinterher oft ein Brennen bzw. Stechen. Die Brustwarze ist dabei oft weiß und sehr fest. Nachts, ohne BH, ist es schlimmer und hält mich manchmal unnötig wach.
Ich nahm in der Schwangerschaft immer Magnesium, hatte das abgesetzt, nehme jetzt seit 2 Wochen Calcium/Magnesium 2/1 auf Rat der Hebamme, weil sie Raynauds vermutet. Zudem war ich zur Beseitigung einer Blockade der Rippen bei der manuellen Therapie.
Ist es möglich dass Vasospasmen nur einseitig und v.a. nach dem Stillen auftreten? Oder gäbe es noch andere Ursachen die in Frage kämen? Kann ich noch irgendwas dagegen machen?
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 19.09.2014, 10:58
von quark
Ja, einseitig kann es definitiv schlimmer sein. Und der schlimmste schmerz war so einige minuten nach dem stillen. Und zwischendurch konnten sie auch einfach so nochmal hart werden. Mir hatte damals magnesium geholfen. Ausserdem ist es irgendwie auch stressbedingt, so ein kleines neugeborenen mündchen, diese extrem viele anlegen, schlafmangel, erschöpfung und der eigene körper, der sich gleichzeitig von schwangerschaft und geburt erholen muss. Ich hoffe du bekommst hier noch einen rat.
Bei mir ist es immer besser geworden, als die kinder so langsam die wochenbettzeit vollendet hatten! Jetzt ist selten mal eine bw weiß, aber ohne schmerzen, bekomme ich nur zufällig mit.
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 19.09.2014, 11:46
von deidamaus
Hallo Princeton,
herzlich Willkommen hier im SuT. Deine Symptome klingen sehr stark nach Vasospasmus, da lag deine Hebamme schon richtig. Schau doch mal in die Linksammlung Stillwissen unter
Hilfe bei Vasospasmen, da findest du viele weitere Tipps. Besonders Wärme ist da ganz wichtig.
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 19.09.2014, 19:10
von Wolf12
Ich leide auch unter Vasospasmus und habe streng die Liste von Mirahh befolgt. (link von Deidamaus) Ich habe auch einen Mg Mangel und nach der Geburt abgesetzt. Würde ich heute nicht mehr machen. seit mg und Calcium, Lecithin und Spascupreel ist es viiiiiilllll besser. Ganz ist es bei mir aber nicht weggegangen. Vor allem wenn die Außentemperatur geringer ist, ist es bei mir stärker. Gut die Brustwarzen mit Lanulin einreiben hat mir gerade auch beim Duschen sehr geholfen. Wichtig ist auch mg und Calcium nicht gleichzeitig zu nehmen. Bei mir hat es gut 1 Monat gedauert bis es merklich besser wurde. Hoffe das hilft weiter.
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 21.09.2014, 11:56
von Princeton
Vielen Dank für eure Antworten und Tipps

Ich hatte bisher die Magnesium/Calcium Tabletten immer zusammen genommen,das werde ich jetzt ändern. Und ich habe mir die BrustDonuts gebastelt, die fühlen sich schonmal ganz angenehm an. Lanolin hatte ich bisher schon immer geschmiert, aber ich werde versuchen dies noch regelmäßiger zu tun. Die anderen Nahrungsergänzungsmittel besorge ich noch.
Ich achätze, ich nehme das dann alles so lange bis Besserung eintritt und reduziere dann wieder langsam (speziell das Mg/Ca)?
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 21.09.2014, 21:18
von deidamaus
Was ganz wichtig ist, ist Wärme. Also gleich nach dem Stillen Hand auf die Brust, damit keine Zugluft dran kommt und dann schön warm einpacken. Gerade wenn es jetzt kälter wird.
Wenn Mg/Ca helfen und die Beschwerden weg sind, kannst du es mit einer langsamen Reduktion probieren.
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 21.09.2014, 21:35
von Müsli
Ich möchte Dir Mut machen. Ich hatte das beim ersten und vierten Kind. Die rechte Brust tat nach dem Stillen so weh dass ich fast heulen könnte. Es ging jedesmal nach ein paar Wochen ganz weg und kam auch in dieser Stillzeit nicht wieder.
Das letzte Kind habe ich 2 1/2 Jahre gestillt.
Was mir half: warme Waschlappen mit Lavendelöl, obwohl jede Berührung eigentlich noch mehr Schmerzen verursachte habe ich die Brust massiert und das lenkte vom Schmerz etwas ab. Es war so eine Tupf und streichmassage.
Gute Besserung!
Müsli
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 23.09.2014, 12:59
von danat
Bei mir waren die Schmerzen auch oft links viel schlimmer als rechts. Teils lag es daran, dass meine Brust noch zusätzlich "etwas" hatte (habe da leider einiges mitgenommen; mal ein Saugbläschen, mal eine Infektion, ...). Und dann hat mein Baby auch links schlechter getrunken weil er selbst eine Blockade im Rücken hatte (schlechtere Trinktechnik). Ich konnte auch selbst links schlechter anlegen, weil ich selbst verspannter bin links (im ganzen Rücken/Schulter Bereich vom vielen Schuckeln). Vielleicht kommt bei dir auch noch etwas anderes dazu?
Gute Besserung!!!
(Ich habe immer mit warmen Kischkernkissen gearbeitet ... diese kleinen, die es in der Drogerie gibt und eigentlich für den Babybauch gedacht sind.)
Re: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 15.01.2015, 09:26
von Princeton
Ich muss meinen aten Thread nochmal hochholen und um Rat fragen.
Kann es sein, dass es Frauen gibt, wo die Spasmen über die Stillzeit nie weggehen? Ich nehme jetzt seit August Magnesium, Calcium, Lecithin, Globuli. War bei einer zertifizierten Stillberaterin, die sagte, die Technik ist okay. Habe feuchte und trockene Wärme getestet.
Mein Sohn ist nun schon 5 Monate und ich habe IMMER NOCH Vasopsasmen.
Mal ist es schlimmer, mal besser. Heute Nacht lag ich geschlagene 90min wach, weil es so wehtat. Wenn ich noch mehr Mg nehme, komme ich vom Klo nicht mehr runter

stelle ich mich besser darauf ein, dass das die nächsten ein, zwei Jahre noch bleibt?
Re: AW: Einseitiger Vasospasmus?
Verfasst: 15.01.2015, 09:44
von danat
Mhm, vielleicht doch eine medikamentöse Behandlung mit Nifedipin? Hast du da einen guten Arzt als Ansprechpartner?