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Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 03.09.2014, 22:47
von 7buchstaben
Hallo ihr lieben,
ich weiß nicht ob ich Rat will und bekommen kann, oder einfach nur mal rumjammern muss?!
Meine Tochter ist jetzt gute 13Monate alt und wird noch viel gestillt. Ich hätte das nie gedacht, dass wir überhaupt und vor allem so lange stillen werden und mag die exklusiven Kuschelzeiten- auch mal zum Entspannen für mich.
DIe letzten Wochen merke ich aber zunehmend, dass mich das Einschlafstillen ziemlich annervt. Ich wollte am nächsten Wochenende zu einer Feier, aber habe da jetzt abgesagt- es geht wohl einfach nicht ohne mich?!
Wenn ich überlege, dass ich seit guten 8 Monaten nicht mehr abends weg war könnt ich heulen... Nicht, dass ich eine Partymaus gewesen wäre oder so. Ich treffe mich einfach gern mit Freunden, geh mal in eine Bar oder so. Nun kommen die Freunde oft zu uns, wir schauen hier Filme oder spielen und das ist auch schön. Es hat mich bisher ja wie gesagt auch gar nicht so gestört. aber nun halt...wegen dieser Feier zu der ich nicht kann.
Haben jetzt eine Woche verschiedenes versucht: Mann bringt sie ins Bett, Mann versucht beim ersten aufwachen zu beruhigen, wir gehen zu dritt ins Bett und Papa liegt neben ihr zum Einschlafen, ich gehe vor'm Abendbrot und komme später - nach'm Einschlafen?!- wieder (hab mich im Keller versteckt :? ). Alles ist gescheitert. Ich will sie nicht schreien lassen und spätestens nach 15Min. haben wir abgebrochen.
Sie nimmt keine Flasche mehr, will MuMi auch nciht aus dem becher trinken (abends eh unpraktisch) und Schnuller kann sie auch nicht beruhigen.

Und gestern fiel meinem Mann dann auf, dass es ja auch tagsüber scheinbar nicht mehr ohne Brust geht. Haben zusammen überlegt und ja- es ist sehr selten geworden, dass sie ohne Brust einschläft :shock:
Früher beneideten mich alle Muttis, dass sie beim größten Krach und einfach so einschläft. Nun meckert sie rum, lässt sich aber auch im TT nicht beruhigen, schmeißt sich aus der Trage raus, klettert im KiWa rum oder sträubt sich im Fahrradanhänger. Ich nehme sie dann auf den Arm, aber auch das beruhigt nicht und so stille ich dann doch wieder und sie schläft binnen weniger Minuten ein.
Danach kann ich dann mit ihr machen was ich will- sie pennt tief und fest.

Was kann ich denn tun??? Ich spüre da grad eine kleine Verzweiflungswelle auf mich zurollen :roll: Im Oktober geht die Uniwieder los und ich will sie gern kurzzeitig bei Freunden abgeben, um meine letzten Stunden sammeln zu können. Und ja- ich will auch einfach mal wegsein können... ob ichs mach, ist dann ne andere Sache, aber wenigstens mal das Gefühl haben, das es gehen würde, wäre schon schön. Ideen?

Ach und was mich eigentlich am meisten "ärgert": es ging alles schon mal! Der Papa konnte sie ins Bett bringen, sie schlief gern und problemlos in TT oder Kiwa ein und auch im ANhänger fnad sie es eiegntlich immer sehr gemütlich. Abpumpen und Flasche geben war bis sie eta 5 Monate alt war auch kein Problem.
Hätten wir dran bleiben müssen?
Ich denke, wir haben den einfachsten Weg gewählt und darüber vergessen es auch immer mal anders zu probieren- wozu auch, wenn kein Anlass besteht?
Hört sich vllt doof an, aber auch wenn es bei ihr jetzt nciht mehr funktionieren sollte und ich die nächsten monate noch weiter unabkömmlich bin, möchte ich das beim nächsten Kind gern anders machen- das weiß ich jetzt schon. Vor allem auch, weil ich dann noch eine große Tochter habe, die mich abends ja vllt auch mal braucht!?

Re: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 04.09.2014, 01:32
von Carraluma
Meine Kleine schläft mit ihren 20 Monaten auch bei mir beim Stillen ein.
Tagsüber, wenn ich nicht da bin, klappt es aber problemlos, dass sie im (bewegten) Kinderwagen oder herumgetragen bei den Großeltern einschläft, wenn sie müde genug ist.
Unsere wenigen abendlichen Versuche sind bisher gescheitert. Aber um darüber hinwegzukommen und nicht gefrustet zu sein, plane ich aktiv Treffen mit Freunden tagsüber bzw. lade sie zu uns nach Hause ein bzw wir übernachten bei Freunden, so dass ich trotzdem (nur mal durch Nachstillpausen unterbrochen) die Nacht mit Freunden quatschen, einen Film schauen usw kann. Frei nach dem Motto, daheim ist es doch am Schönsten... und Praktischsten. Man kann auch sehr viele Aktionen tagsüber machen, die man sonst meist abends macht, z.B Kino gibt's meist auch in Nachmittags- teilweise auch Vormittagsvorstellungen.

Re: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 04.09.2014, 06:54
von CarpeDiem
Meine Große ist 2.5 Jahre und besteht oft auf Mama und nur Mama. Und sie konnte immer auch von meinem Mann ins Bett gebracht werden. Das ist einfach so. Oft schläft Annika in der Zeit auch bei meinem Mann ein, oft geht es aber auch nicht.
Ansonsten vielleicht tagsüber am Wochenende was planen. Oder wirklich abends mal weg gehen (aber nah genug das man in ca. 15 Minuten im Notfall daheim ist) und Papa und Kind einfach mal machen lassen.


Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.

Re: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 04.09.2014, 08:11
von 7buchstaben
Es ist nicht so, dass wir nichts machen, bzw. nicht rauskommen.
Nur heute früh z.b. Wieder: baby ist um kurz nach 5 wach und wird nach etwa 1,5-2h wieder müde. Ich habe sie dann hingelegt und auch gestillt, sie schlief ein, aber wachte auf, als ich Brust löste. Großes gemecker und im Endeffekt sind wir wieder aufgestanden.
Ich hab das Gefühl, dass sie wirklich nur nuckelt und das tut mir weh, weshalb ich sie nicht länger als nötig und vor allem nicht so oft an der Brust haben will :-(
Scheinbar ist für sie aber liegen / schlafen eindeutig mit Brust verbunden?!

Re: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 04.09.2014, 08:19
von zilpzalp
Meine ist 2,5 Jahre alt und schläft, wenn ich da bin, nur stillend ein. Was anderes geht bei mir nicht (und ich muss zugeben, hab ich auch nicht probiert - ist mir zu stressig). Aber sie geht jeden Tag zur Tamu und schläft da, seit sie mit einem reichlichen Jahr da hingeht, problemlos ohne mich und stillen ein. Die ersten Monate nur mit Schnuller. Aber seit ca. einem Jahr ohne Schnuller einfach so. Und wenn ich abends weggehe, was zugegebenermaßen echt selten ist, schläft sie normalerweise problemlos bei ihrem Vater ein. Aber das geht nur, wenn ich nicht da bin. Vor kurzem ging es nicht, aber da war sie halt auch noch krank, also verständlich.
Mein Tipp wäre also: geh zur Feier und lass deinen Mann einfach mal machen. Wenn es gar nicht geht, kannst du ja immernoch heim gehen. Oder ihr probiert es vorher schonmal aus. Du gehst ins Kino oder zu Freunden, und er kann es versuchen mit eurer Kleinen.

Zum Nuckeln: vielleicht hat sie auch grad nen Schub und braucht es momentan mehr das Nuckeln. Nimmt sie denn Schnuller? Das wäre vielleicht noch ne Variante. Sonst Augen zu und durch, es wird auch wieder anders...

Re: AW: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 04.09.2014, 09:29
von Teazer
7buchstaben hat geschrieben:Ach und was mich eigentlich am meisten "ärgert": es ging alles schon mal! Der Papa konnte sie ins Bett bringen, sie schlief gern und problemlos in TT oder Kiwa ein und auch im ANhänger fnad sie es eiegntlich immer sehr gemütlich. Abpumpen und Flasche geben war bis sie eta 5 Monate alt war auch kein Problem.
Hätten wir dran bleiben müssen?
Ich denke, wir haben den einfachsten Weg gewählt und darüber vergessen es auch immer mal anders zu probieren- wozu auch, wenn kein Anlass besteht?
Kinder entwickeln sich zwar immer weiter, aber es gibt auch immer wieder Phasen, in denen sie sich vermeintlich zurück entwickeln. Das ist aber nicht so.
Deine Tochter erobert sich gerade die Welt. Jetzt wird es "gefährlicher" als in der Zeit als sie noch gar nicht selbstständig in die Welt ziehen konnte.

Es ist ganz normal, dass Kinder um ihren 1. Geburtstag herum wieder anhänglicher werden (=Sicherheit), häufiger stillen (=mehr Immunstoffe) und bestimmte Dinge nicht mehr mögen (=Entwicklung des Eigensinns).

Ich denke nicht, dass Ihr irgendetwas versäumt habt. Sie ist noch ein Baby! Und in den nächsten Monaten liegt so viel Neues vor ihr, dass sie bewältigen muss: körperlich, mental, emotional. Da ist es klar, dass sie sich an dem Mensch orientiert, der ihr bisher immer Geborgenheit und Schutz gegeben hat: Mama. Mit der Zeit werden Papa und andere Menschen immer wichtiger werden. Aber im Moment bist eben Du die Auserwählte.

Ich kann sehr gut verstehen, dass das manchmal anstrengend und nervig ist. Aber es wird nicht immer so sein. ;)

Zum abends Weggehen: Es ist die Erfahrung vieler Eltern, dass das abendliche zu Bett Bringen ohne Mama nur funktioniert, wenn diese wirklich weg ist. Also nicht im Nebenzimmer oder auf der anderen Seite des Bettes. Und der Papa darf nicht erwarten, dass es mit Kuscheln im Bett automatisch läuft, weil Mama dort auch einschlafstillt. Er muss seinen eigenen Weg zusammen mit dem Baby finden. Auch Mamas haben sich das Einschlaf-Ritual schließlich erarbeiten müssen.

Re: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 04.09.2014, 09:38
von Nad
Hallo,

Ich hab genau die gleiche Situation, aber meine Maus ist noch kleiner. Poste doch mal ob ihr es probiert habt und wie es klappte.
Bei mir steht im Oktober auch einer Feier an wo ich sie nicht mitnehmen kann und ich ich bange auch schon ob es was wird.
Aber der Gedanke dass sie evt. 40 Minuten schreit während ich auf der Heimfahrt bin ist mir einfach unerträglich.

LG

Re: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 14.01.2015, 23:10
von clabla
Hallo 7Buchstaben, hast Du Lust zu schreiben wie es war, wie es jetzt ist? Liebe Grüsse mir geht es sehr ähnlich gerade

Re: AW: Hilfe, ich bin genervt vom Einschlafstillen

Verfasst: 15.01.2015, 23:12
von 7buchstaben
Hey, ich will dich ja nicht desillusionieren [emoji6]

Wir hatten uns für dieses Jahr vorgenommen, dass mind 1x die Woche mein Mann die kleine ins bett bringt... Aber bisher hat er es noch nicht probiert [emoji19] ich bin schon oft und immer noch genervt, aber es ist wohl nicht schlimm genug?!
Nachdem es 1x mit dem " Mann bringt Kind in's bett geklappt hat" ( ich war aber von 14-20 Uhr dann weg) wollte ich wissen, was beim ersten mal aufwachen passiert und ja... Was soll ich sagen?! Es war schrecklich!

Bedeutet, dass ich mich trotzdem abends nicht weg traue, weil minimaus ja jederzeit aufwachen könnte und dann dem Papa die Hölle heiß macht.

Ja... Soweit zu unserer einschlafsituation...