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ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 30.08.2014, 19:42
von Mondwolfin
Jetzt hab ich doch mal wieder eine Frage. Erstmal die Situation:
Seit einiger Zeit habe ich immer wieder heftige Milchstaus. Mal links, mal rechts. Immer wieder andere Stellen, aber auch mal die gleiche Stelle. Nach 48 Stunden ist das schlimmste immer überstanden (Fieber, Gliederschmerzen). Die geröteten Stellen werden dann auch immer blasser und der Schmerz ist so nach 4, 5 Tagen dann weg. Deswegen bin ich bis jetzt nicht zum Arzt. Das werde ich aber die nächste Woche sicher nachholen.
Ich denke die Staus entstehen durch physische Empfindlichkeit der Brüste. Einen BH trage ich seit der Geburt nicht mehr und Tragetuch geht auch nicht.
Nun mal zu der Frage:
Gibt es hier auch welche, bei denen die Brüste so empfindlich sind bzw waren und Antibiotikaeinnahme geholfen hat? Oder muss ich mich damit abfinden, immer wieder diese Staus oder sogar Entzündungen zu haben.
Danke schon mal für eure Erfahrungen.
Re: AW: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 30.08.2014, 20:55
von Teazer
Guten Abend Mondwolfin,
da machst Du ja ganz schön was mit, Du Arme. So sollte es natürlich nicht sein.
Generell ist es gut, wenn Du mit solchen (wiederkehrenden) Symptomen zum Arzt gehst. Es gibt stillfreundliche Antibiotika. Diese zu nehmen macht nicht nur Sinn, damit sich eine Infektion nicht noch weiter ausbreitet und um sie zu beenden. Infektionen in der Brust können auch vernarbtes Gewebe hinterlassen. Dieses wiederum kann neue Staus begünstigen. Daher ist es sehr wichtig, dass ein Milchstau/eine Brustentzündung gut auskuriert wird.
Was machst Du denn um einen bestehenden Milchstau zu behandeln und neuen vorzubeugen? Wie oft hattest Du denn Milchstaus?
Re: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 09:42
von Mondwolfin
Also wenn ich merke, dass es anfängt zu schmerzen, dann fange ich an zu kühlen und vor dem Anlegen zu erwärmen. Allerdingx beides nicht die ganze Zeit oder vor jedem Anlegen. Dann eh e ich, wenn die Schmerzen stärker werden Ibuprofen. Seit Donnerstag habe ich hier auch noch Lecithin und nehme es. Propolis nehme ich bei den ersten Anzeichen auch. Und häufiger lege ich den Kleinen dann zur Richtung des Staus an. Das sind so meine Hauptmaßnahmen.
Den ersten Milchstau hatte ich noch in den ersten Wochen der Geburt, allerdings ohne rote Stelle, Fieber etc. Der war ziemlich sicher von dem StillBh den ich zum ersten Mal trug. Davor hatte ich keinen an. Un danach auch nicht mehr.
Dann fing ich ja auch an zuzufüttern und es gab erstmal bis Juli keine Staus. Und dann war ich wieder Zufütterungsfrei seit ca. Mitte Juli und seitdem sind die Staus häufiger.
Der zweite war ganz sicher aufgrund eines zu fest gebundendes Tragetuches. Der war der heftigste Stau mit starken Gliederschmerzen und Fieber. Ich hatte aber auch nicht sofort Iboprofen genommen. Es ist also schwer zu vergleichen.
Und seitdem noch weitere vier Staus mit den oben genannten Maßnahmen. Allerdings kann ich bei denen nicht mehr so genau bestimmen, woher sie kamen.
Re: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 09:53
von Mondwolfin
Mein Gedanke hinter der obigen Frage ist eigentlich auch, (da ich wirklich ungern Antibiotika nehmen würde), zu erfahren, ob die Einnahme bei anderen geholfen hatte oder sie weiterhin viele Staus und oder Entzündungen hatten und die Antibiotika nur kurzzeitig geholfen haben.
Kann der Arzt eigentlich sehen, ob schon Gewebe beschädigt ist?
Re: AW: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 10:07
von Teazer
Guten Morgen!
Deine Maßnahmen um Umgang mit einem bestehenden Milchstau sind optimal. Manche Frauen neigen leider stärker zu MS als andere. Wichtig ist daher die Prophylaxe: Du brauchst einen perfekt sitzenden Still-BH und musst das Tragetuch so binden, dass nichts abgedrückt wird. Wie trägst Du denn? Vielleicht kann man Dir im Trageforum eine für Dich bessere Variante empfehlen. Oder Du machst eine Trageberatung?
Daneben ist natürlich wichtig, dass die Brust regelmäßig entleert wird, insbesondere an den kritischen Stellen. Du schreibst ja, dass der MS wandert. Da wäre es sinnvoll, dass Du auch ohne Beschwerden bei den Stillpositionen rotierst: Wiegegriff, im Liegen (Füße nach unten oder oben), im Football-Griff, etc. So werden alle Seiten regelmäßig mit maximaler Saugkraft abgetrunken.
Mondwolfin hat geschrieben:Dann fing ich ja auch an zuzufüttern und es gab erstmal bis Juli keine Staus. Und dann war ich wieder Zufütterungsfrei seit ca. Mitte Juli und seitdem sind die Staus häufiger.
In der Zufütterzeit hast Du weniger MuMi produziert, da war einfach nicht so viel zum Stauen da. Aber auch jetzt sollte sich das ja eigentlich einspielen.
In welchen Abständen stillt Ihr denn für gewöhnlich?
Re: AW: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 10:19
von Teazer
Mondwolfin hat geschrieben:Mein Gedanke hinter der obigen Frage ist eigentlich auch, (da ich wirklich ungern Antibiotika nehmen würde), zu erfahren, ob die Einnahme bei anderen geholfen hatte oder sie weiterhin viele Staus und oder Entzündungen hatten und die Antibiotika nur kurzzeitig geholfen haben.
Ja, AB können da wirklich einen Riegel vorschieben, WENN es eine Brustentzündung ist. Das Fieber kann aber auch durch den Milchstau verursacht werden, auch wenn keine Bakterien vorhanden sind. In diesem Fall hilft das AB natürlich nicht. Auf ein benötigtes AB zu verzichten ist aber auch nicht gut. Deshalb wäre der Gang zum Arzt wichtig.
Kann der Arzt eigentlich sehen, ob schon Gewebe beschädigt ist?
Das ist sehr schwierig. Aber mache Dir da keine Gedanken. Die Behandlung und die Behebung der Ursache stehen im Vordergrund. Das Brustgewebe kann sich mit der Zeit wieder regenerieren, Milchkanäle neu entstehen. Ich kann mit der operierten Brust wieder ganz normal stillen. Das brauchte einfach etwas Zeit.
Re: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 10:42
von tabbsy83
Hallo Mondwolfin,
ich hatte auch eine ganze Weile immer wieder Milchstau. Und einmal ist es auch eine Brustentzündung geworden. Irgendwann habe ich dann entdeckt, dass es so weißes Krümelzeug ist, dass die Milchkanäle verstopft, nennen sich wohl Kalziumsteine. Man kann das dann als weißes Pünktchen an dem Ausgang des Kanals sehen. Es sind keine Milchbläschen. Ich habe festgestellt, dass ich dieses Zeug, am besten unter der Dusche raus drücken kann. Seit ich Lecithin nehme und größtenteils auf Milchprodukte verzichte (was mir anfangs echt schwer fiel..), geht es meiner Brust wesentlich besser.
Das sind also meine Erfahrungen. Keine Ahnung, ob es bei dir vielleicht auch so ist, aber achte doch mal auf deine Brustwarzen, falls du das nicht schon tust.
Auf jeden Fall gute Besserung dir!
Re: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 14:29
von EhMibima
Hallo, ich hab mich gerade an diesen :
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... t=+neigung Strang erinnert. Vielleicht ist´s ja auch mal interessant sowas zu lesen.
Re: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 14:36
von EhMibima
Re: ständig heftiger Milchstau, Antibiotika helfen?
Verfasst: 31.08.2014, 15:43
von Mondwolfin
Hallo Teazer,
Danke dir für deine Gedanken, Erfahrungen und Ideen.
Werde wohl auch mal besser darauf achten in 24 h mal den Kleinen in alle Richtungen angelegt zu haben. Bevorzugen tue ich nämlich eigentlich das Liegen.

Anlegen tue ich ihn alle 1 bis 2 Stunden. In der Nacht max. 3 Stunden. Es gab auch schon mal einige wenige Tage, bei denen der Abstand bei ca. 3 Stunden war und in der Nacht mal 5 bis 6 Stunden. Ich hatte bis jetzt aber auch noch nie das Gefühl, bei einem längeren Abstand, des "Platzens".
Bezüglich des Tragens: ich habe nun zwei Tragehilfen mit denen ich ganz gut klar komme. (Emei und Bondolino) wobei die Emei besonders wenn ich hinten tragen, auch etwas entlang der Brüste führt. Aber es geht.
Einen BH kann ich mir so gar nicht vorstellen. Selbst wenn er gut sitzt, muss er ja unter den Achseln längs führen.
Hallo tabbsy,
Danke für deine Idee. Diese weißen Punkte hatte ich beim letzten Mal auch und schon häufiger ohne Stau. Bis jetzt bin ich von Milchbläschen ausgegangen, aber vlt sind es auch so Steinchen, wie du sie beschreibst. Denn bis jetzt hat der Kleine sie mit seiner Saugtechnik wegbekommen. Ach und einmal hab ich es sufgemacht. Ging aber auch nicht sofort weg.
Lecithin habe ich ja nun angefangen. Aber auf meinen Käse verzichten?!

ein Versuch ist es sicher wert.
Hallo bienesmama,
Danke für den Link. Habe ich gleich durchgelesen. Da ich schon keine Fleischprodukte mehr esse, (Schon über 10 Jahre) und es auch keine Milch, Butter Sahne bei uns gibt, kann ich ziemlich schnell meine ernährungsbedingten Übeltäter entlarven. Schokolade und Käse. Werde die jetzt wohl doch mal ein paar Wochen weglassen oder radikal reduzieren.

wenn es dadurch besser wird, ist es das wert.