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Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 00:17
von DieKleineMausIstAusDemHaus14
Hallo,

ich brauche mal Ratschläge und Tips!

Hannah Lea ist 13 Wochen alt und nahm anfangs sehr gut zu. Seit sie 6 Wochen alt ist wurde es weniger und so seit sie 9 Wochen alt ist kommt es mir vor, als trinkt sie nicht mehr richtig.
Aber ich habe mich natürlich in die Regeln eingelesen und beantworte nun erstmal die Fragen:
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
NEIN
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Hannah ist seit ich denken kann ein Durchschlafbaby. Sie wird also morgens zwischen 4 und 6 Uhr wach (nach 6-8 Stunden Schlaf) und trinkt dann viel und gut (beide Seiten). Dann schläft sie weiter. Sie stillt 2-4 Stunden später wieder, nochmal mit Kohldampf. Ich sehe das daran dass sie langsam und kräftig saugt und man es gluckern hört, wenn sie schluckt.
Ab dann wird es unterschiedlich. Sie stillt alle 2-4 Stunden, manchmal auch öfter. Aber sehr oft will sie dann nur eine Seite, verweigert die andere Seite danach ganz und irgendwie ist es generell ein kraftloses, schnelles Genuckel von ein paar Minuten, man hört es auch nicht so gluckern, wie wenn sie richtig trinkt. Ich versuche sie dann abzudocken und wieder neu anzulegen,doch sie rutscht immer sofort zurück und wirft den Kopf in den Nacken, wenn ich meine jetzt hat sie mal genug Brustwarze im Mund. :|
So läuft das mehr oder weniger den ganzen Tag.
Danach steckt sie sich sofort die ganze Faust oder einzelne Finger in den Mund und kaut wie verrückt. Gebe ich ihr dann wieder die Brust, freut sie sich, reißt gierig den Mund auf und würgt dann sofort und spuckt sie aus. So geht das mehrere Male, es passt nix mehr rein. Es scheint so als ob das die Zähne sind, wenn sie an den Fingern kaut, sie nuckelt auch nicht, sondern kaut richtig. Abends um 22 Uhr stillt sie das letzte Mal, wieder mit ein bisschen mehr Power. Wenn ich ihr die Brust aber nicht dauernd anbiete, wenn sie mal quengelt, sondern die Abstände auf 3-4 Stunden erhöhe (sie ist ja nun übermorgen 3 Monate), dann wird es mit dem Trinken wieder etwas besser, sie scheint ein wenig mehr zu trinken, mit mehr Power. So kommen wir dann aber nur insgesamt auf 4-6 mal am Tag.
Generell trinkt sie vllt 5 Minuten gut (also wenn sie mit Kohldampf trinkt) und dann nuckelt sie noch ne ganze Weile und schluckt nur selten. Ich halte aber nix vom abdocken, sondern ich lasse sie einschlafen, bis sie selbst loslässt. War das ein Fehler? Weil ich sie nie diszipliniert habe? :cry:
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Stuhlgang seit sie 6 Wochen alt ist so alle 2-3 Tage sehr viel, sodass die Windel es nicht halten kann, zwischendurch dann aber nur wenig bis garnicht.
Nasse Windeln 2-4 Stück täglich. Aber wir wickeln bei nur Pipi nicht sooo oft. Dann sind die Windeln manchmal sooo schwer, dass sie einem fast aus der Hand plumsen. Ich würde sie also dann zeitweise als patschnass bezeichnen. Es gibt aber leider auch Phasen,wo sie mehrere Stunden kaum Pipi macht. :cry:
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Hannah hatte die ersten 12 Stunden nach Geburt absolut keinen Saug und Suchreflex, sie wusste nicht, was die alle von ihr wollten. Sie wollte und konnte nicht angelegt werden nach der Geburt, es wurde alles versucht, sie hat nur gestresst gebrüllt. Aber sie kam auch sehr vollgefuttert und relativ schwer zur Welt und nach 10 Stunden Schlaf wurde ein kleiner Piranja wach, der so heftig gesucht und den Kopf geschüttelt hatte, dass wir starke Andockprobleme hatten. Es klappte 2 Stunden später erstmals und die folgenden Male aber immer nur mit Hilfe. Sie dachte nämlich dann immer ihre Zunge sei die Brust, die sie durch das begeisterte Schütteln des Kopfes aber zwischenzeitlich unbemerkt wieder verloren hatte und saugte dann erstmal einige Minuten heftig und begeistert an ihrer Zunge mit geschlossenem Mund. Aber nach 2-3 Tagen ging es dann langsam und später klappte es eigentlich super.Sie nahm anfangs auch sehr gut zu.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
NEIN. Einen Schnuller hatte ich ihr nach ca. 7 Wochen angeboten, weil sie so ein nervöses Baby ist und mir alle dazu geraten haben (Hebamme, Osteopathin usw). Aber Hannah hat davon gewürgt und ich hab es auch nicht wieder versucht, weil ich es eigentlich gut ohne finde, auch wenn mir alle erzählen ich quälte mein armes nervöses Baby.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hannah ist natürlich beim Kinderarzt. Der meinte ihm reicht die Gewichtszunahme auch wenn sie unter der Norm ist, weil sie so ein fittes, strampelndes, gackerndes Kind ist und sie rosige Haut hat und viel sabbert. Es stimmt dass sie sehr wach und aktiv ist und viel viel sabbert und noch mehr strampelt. :roll:
Wir waren auch einmal bei der Osteopathin, weil sie sich sehr schnell heftig erschreckt und dann brüllt. Aber sie hatte keine wesentlichen Blockaden. Festgestellt wurde nur ein erhöhter Schreckreflex und die Feststellung, dass sie sehr angespannt ist (positiv wie negativ) und ich ihr doch bitte einen Schnuller zur Selbstberuhigung geben soll, von Saugverwirrung habe sie noch nie gehört. Hat mich ausgelacht.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
NEIN
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:

17.05. 3540 g bei 51 cm, Geburt KH
20.05. 3380 g Entlassung KH
24.05. 3500 g Hebamme
30.05. 3640 g Hebamme
08.06. 3720 g Hebamme.
immer so weiter (ca. 120 g pro Woche) bis Woche 6, dann fing es an mit knapp 100 g pro Woche und die Hebamme kam nicht mehr, meinte aber das passt so, sie wächst eben eher in die Länge.
11.07. 4700 g U3 (etwas zu spät, weil bekannter und guter Kinderarzt bei dem wir unterkamen Juni im Urlaub war). Der Kinderarzt meinte wie gesagt es reichen ihm auch 100 g, weil der Rest stimmt.
Hannah ist jetzt 13 Wochen, wir waren vor 3 Tagen bei dem Arzt, weil ich dachte sie sei erkältet (wir sind beide krank), war sie aber nicht. Sie wurde nochmal gewogen und wog am
13.08. 5000 g
Er meinte das sei auch noch ok, weil sie gesund und munter aussieht. Sie wachse eben sehr schnell. Bei der Geburt hatte sie 51 cm, jetzt 64 cm mit 13 Wochen.
Er will aber bei der U4 in 3 Wochen nochmal genau nachwiegen.
Nun mein Problem, sie scheint ja jetzt wenn man sich anschaut den Wert 11.07. und 13.08. unter 100 g pro Woche zuzunehmen.
Was kann ich tun? Woran weiß ich, ob die Milch zu wenig ist? Würde sie dann nicht weinen und versuchen zu saugen, statt die Brust sofort wieder auszuspuken und sogar zu würgen?
Ich mache mir einfach Sorgen um sie.
Damit zusammen hängen tut ja bestimmt ihr Trinkverhalten (dieses halbherzige Genuckel). Kann ich das wirklich so stehen lassen? Wie gesagt, ich leg sie teilweise stündlich oder so an, aber dann will sie ja nix. Und nachts hab ich sie versucht zu wecken, aber sie wird durch nichts wach. Nichtmal durch wickeln (Oberteil über den Kopf ziehen ist sonst gaaanz furchtbar).
Ich bin wirklich beunruhigt und weil sie jetzt ständig die Fäuste in den Mund steckt, hab ich Angst, dass meine Milch weniger geworden ist und es daran liegt. Aber dann müsste sie doch weinen oder? Wenn sie Hunger hätte und kräftig saugen und saugen und das permanent?
Ich weiß mir einfach keinen Rat. Warum nimmt sie nur so wenig zu, warum will sie denn nicht mehr essen??? :cry:

Liebe Grüße

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 07:46
von deidamaus
Ich melde mich später nochmal bei dir.

Liebe Grüße
deidamaus

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 14:10
von deidamaus
Hallo KleineMaus,

schön, dass du dir hier Hilfe suchst. Jetzt schauen wir erst mal genauer auf deine Daten
DieKleineMausIstAusDemHaus14 hat geschrieben: 17.05. 3540 g bei 51 cm, Geburt KH
20.05. 3380 g Entlassung KH
24.05. 3500 g Hebamme
30.05. 3640 g Hebamme
08.06. 3720 g Hebamme.
Kannst du hier noch genaue Werte liefern?
Denn...
immer so weiter (ca. 120 g pro Woche) bis Woche 6, dann fing es an mit knapp 100 g pro Woche und die Hebamme kam nicht mehr, meinte aber das passt so, sie wächst eben eher in die Länge.
...würde bedeuten am 15.6. 3840g, 22.6. 3960 g, 29.6. 4060g, 6.7. 4160 g und dann plötzlich am
11.07. 4700 g U3
Das wäre doch arg merkwürdig!
13.08. 5000 g
Ich vermute, dass da zwischendrin irgendein Gewichtswert ziemlich "falsch" ist.

Gehen wir mal von der durchschnittlichen Zunahme in den ersten beiden Lebensmonaten von mindestens 170 g und in den Monaten 3-4 von 110g aus, müsste dein Baby vom niedrigsten Gewicht (20.5., 3380g) aus erstmal 8 mal 170 g = 1360 g zugenommen haben und dann noch drei mal 110 g = 330 g, also zusammen 1690 g zugenommen haben. 3380 g plus 1690 g macht 5070 g. Betrachtet man den Zeitraum bis zum 13.8. passt das. Auffällig ist der Wert am 11.7., deswegen wäre es gut, wenn du noch mehr Gewichtsdaten hättest!

Was du auf jeden Fall beachten solltest sind die wenigen Stillmahlzeiten und die sehr lange Nachtpause. Normalerweise trinken Vollstillkinder 8-12 mal in 24 h. Erstens braucht die Mama die häufigen Stillmahlzeiten, um genug Milch zu bilden, und zweitens das Baby, um gut zu gedeihen. Falls die Werte nämlich so stimmen, dann wäre die Zunahme in den letzten Wochen relativ niedrig und eventuell würde dein Kind besser zunehmen, wenn es häufiger trinken würde (eventuell ist aber auch alles okay und es befindet sich nur gerade in einer Phase langsamer Zunahme).

Ich würde deswegen vorschlagen:
Möglichst noch alle Gewichtsdaten, die du (oder deine Hebi) hat, nach liefern und dein Kind häufiger stillen. D.h. tagsüber alle 2 h und nachts alle 3 h. Dazu musst du dein Kind gegebenfalls wecken. Schau mal in der Linksammlung Stillwissen unter Wecktipps für schläfrigen Babys. Ebenso kannst du dein Baby durch Wechsel stillen animieren, mehr zu trinken.
Was kann ich tun? Woran weiß ich, ob die Milch zu wenig ist? Würde sie dann nicht weinen und versuchen zu saugen, statt die Brust sofort wieder auszuspuken und sogar zu würgen?
Ich mache mir einfach Sorgen um sie.
Das ist vollkommen verständlich. Deswegen steuern wir jetzt auf jeden Fall mal etwas dagegen und versuchen deinem Baby mehr Milch zu geben.
Ich bin wirklich beunruhigt und weil sie jetzt ständig die Fäuste in den Mund steckt, hab ich Angst, dass meine Milch weniger geworden ist und es daran liegt. Aber dann müsste sie doch weinen oder?
Babys, die zu viel Hunger haben, d.h, über einen längeren Zeitraum zu wenig Nahrung bekommen haben, weinen meist nicht mehr (kostet ja Energie), sondern sind total lieb und schlafen viel (das spart Energie). D.h. man kann nicht schliessen Schreien=Hunger, Nicht Schreien=kein Hunger!

Wenn du mir noch die Gewichtsdaten von der Zeitspanne liefern kannst, die oben rot geschrieben ist, dann sehen wir weiter, ob engmaschigeres Wiegen notwendig ist, um gutes Gedeihen sicher zu stellen. Schau doch mal in den Link Gedeihen und Gewichtskontrolle, da stehen wichtige Informationen, u.a. dazu, dass ein Einzelwertung beim Wiegen leider nicht sehr aussagekräftig ist.

Was meinst du dazu?

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 20:49
von DieKleineMausIstAusDemHaus14
Hallo,

also ich hab jetzt mein U Heft hervorgeholt und musste feststellen, dass so einige Werte falsch waren. Ich weiß nicht, was ich gestern im Halbschlaf geglaubt habe zu wissen, aber hier sind alle Werte, die ich habe:
17.05.2014 Geburt: 51 cm, 3540 g, 36 cm KU
18.05.2014: 3320 g
20.05.2014: 3320 g (Entlassungsgewicht)
22.05.2014: 3320 g (dann kam Milcheinschuss)
23.05.2014: 3390 g (laut Hebamme super viel für einen Tag)
27.05.2014: 3600 g (siehe oben, angeblich seeehr viel zugenommen)
30.05.2014: 3690 g
03.06.2014: 3800 g
11.06.2014: 4000 g
17.06.2014: 4100 g (ab da fings an weniger zu werden meiner Meinung nach und ab da endeten die Besuche meiner Hebamme, die mir versicherte dass das reicht, weil Hannah anfangs eben mehr zugenommen habe und so schnell in die Länge wachse)
11.07.2014: 4520 g, 59 cm, 39 cm KU bei verspäteter U3 da Arzt in Urlaub war vorher (Doc meinte ihm reiche die Gewichtszunahme und ich solle sie nachts nicht wecken, sie hole sich was sie brauche)
13.08.2014: 5000 g bei außerplanmäßiger Kontrolle, da ich beunruhigt war wegen ihrer langen Trinkpausen (Doc meinte sie käme im Schnitt auf 100 g pro Woche, was ihm angesichts ihrer aufgeweckten Laune reiche, aber wir legen in Zukunft verstärktes Augenmerk darauf, in 3 Wochen haben wir U4...)
Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter nicht etwa tagsüber viel schläft oder so. Sie schläft vllt. 3 mal 30 min und ist sonst nur wach, am Strampeln, lachen und quaken. Das ganze Gezappel verbraucht natürlich auch Kalorien. :cry:
Wenn ich sie stündlich anlege tagsüber, dann saugt sie sich erst begeistert fest und würgt dann plötlich und lässt wieder los. Das geht 5-6 mal hintereinander so. Aber sofort wenn sie gestillt wurde, stopft sie sich ihre Finger in den Mund und kaut drauf rum, oder lutscht dran. Das macht mich wahnsinnig. :|
Und abends pünktlich um 22 Uhr schläft sie ein und schläft mindestens 6 Stunden. Ich werde mir mal die Tips ansehen, wie man schlafende Babys weckt, ich hatte da echt alles versucht. Wie gesagt nichtmal wickeln, was sonst in Theater endet, hatte sie geweckt...

Liebe Grüße und danke!

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 20:57
von DieKleineMausIstAusDemHaus14
Sorry, jetzt am 13.08. waren es nicht 5000 g, was toll wäre, sondern nur 4800 g. Weiß leider nicht, wie man den Beitrag bearbeiten kann...

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 21:12
von Teazer
Beiträge kann man nicht bearbeiten. Aber zitiere Dich selbst und korrigiere. ;) Deidamaus meldet sich bestimmt bald.

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 21:46
von deidamaus
DieKleineMausIstAusDemHaus14 hat geschrieben: 17.05.2014 Geburt: 51 cm, 3540 g, 36 cm KU
18.05.2014: 3320 g
20.05.2014: 3320 g (Entlassungsgewicht)
22.05.2014: 3320 g (dann kam Milcheinschuss)
23.05.2014: 3390 g (laut Hebamme super viel für einen Tag)
27.05.2014: 3600 g (siehe oben, angeblich seeehr viel zugenommen)
30.05.2014: 3690 g
03.06.2014: 3800 g
11.06.2014: 4000 g
17.06.2014: 4100 g (ab da fings an weniger zu werden meiner Meinung nach und ab da endeten die Besuche meiner Hebamme, die mir versicherte dass das reicht, weil Hannah anfangs eben mehr zugenommen habe und so schnell in die Länge wachse)
Also, nochmal kurz rechnen (bin ja Mathematiker :mrgreen: )
Niedrigstes Gewicht am 22.5.: 3320 g am 17.6. 4100 g, fast vier Wochen, dann wären das pro Woche ungefähr 200 g. Das ist eine vollkommen normale Zunahme. Werte sind auch schön stimmig und sichern sich gut gegeneinander ab.
11.07.2014: 4520 g, 59 cm, 39 cm KU bei verspäteter U3 da Arzt in Urlaub war vorher (Doc meinte ihm reiche die Gewichtszunahme und ich solle sie nachts nicht wecken, sie hole sich was sie brauche)
Hier sind es 3 1/2 Wochen und damit 120 g Zunahme die Woche. Eigentlich etwas zu wenig, aber wenn man den gesamten Zeitraum vom 22.5. bis zum 11.7. betrachtet, sind es circa 170 g die Woche und damit ist alles okay. Babys dürfen nämlich gerne mal viel und dann wenig zunehmen.
13.08.2014: 4800 g
Hier sind es 4 1/2 Wochen und 280 g Zunahme, also 70 g die Woche. Die durchschnittliche wöchentliche Zunahme im dritten und vierten Lebensmonat beträgt 110-330 g. Da liegt dein Baby jetzt drunter. Jetzt zitiert ich mich mal selber
deidamaus hat geschrieben: Falls die Werte nämlich so stimmen, dann wäre die Zunahme in den letzten Wochen relativ niedrig und eventuell würde dein Kind besser zunehmen, wenn es häufiger trinken würde (eventuell ist aber auch alles okay und es befindet sich nur gerade in einer Phase langsamer Zunahme).
Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter nicht etwa tagsüber viel schläft oder so. Sie schläft vllt. 3 mal 30 min und ist sonst nur wach, am Strampeln, lachen und quaken. Das ganze Gezappel verbraucht natürlich auch Kalorien. :cry:
Wenn ich sie stündlich anlege tagsüber, dann saugt sie sich erst begeistert fest und würgt dann plötlich und lässt wieder los. Das geht 5-6 mal hintereinander so. Aber sofort wenn sie gestillt wurde, stopft sie sich ihre Finger in den Mund und kaut drauf rum, oder lutscht dran. Das macht mich wahnsinnig. :|
Das mit den Fingern könnte auch an den Zähnen liegen.

Für mich klingt es so, dass sie nicht die nötige Ruhe und Erholung tagsüber findet und "überdreht" ist, weswegen sie dann nachts wie ein Stein schläft. Hast du es mal mit Stillen im Tragetuch versucht oder sie im Halbschlaf oder direkt nach dem Aufwachen anlegen? Einfach dafür sorgen, dass sie mehr Ruhe hat, sich leichter entspannen kann, viel Körperkontakt geben. In einen extra Raum gehen und mit ihr auf dem Arm etwas rumlaufen, bis sie sich beruhigt hat und dann die Brust anbieten (eventuell sogar beim Rumlaufen).

Mein Jüngster war tagsüber auch kaum zum Stillen zu bewegen und hat auch nur so 2-3 mal 30-40 Minuten geschlafen, wenn ich nicht ganz gezielt ihn im Tragetuch gestillt habe oder spazieren gegangen bin, damit er sich beruhigt,... Die grossen Geschwister waren einfach zu aufregend. Er hat sich dann nachts die Kalorien geholt :roll:

Ich würde mal versuchen, da anzusetzen und einmal in der langen Schlafpause nachts stillen. Licht an machen kann beim Wecken auch gut helfen.

Versuche es auf jeden Fall mal mit mehr Ruhe, Kuscheln, Tragen, Haut-an-Haut Kontakt tagsüber.

Was meinst du dazu? Könnte das passen?

Liebe Grüße
deidamaus

Beiträge bearbeiten können normale User nicht, damit der Überblick nicht verloren geht. Mach es so, wie Teazer geschrieben hat (danke dir, Teazer).

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 22:07
von Hyndla
bei meinem kleinen superneugierigen und dauerabgelenktem baby hat es geholfen, dass wir uns tagsüber zum stillen ins bett gelegt haben bzw. immer noch legen. da ist dann ruhe und er kann stillen ohne dauernd gucken zu müssen. mittlerweile geht es kurz auch, wenn wir unterwegs sind.
und ich biete ihm die brust auch häufiger an als er danach verlangt, sonst würde er tagsüber auch extrem wenig trinken (er holt dann aber nachts nach).
viel erfolg euch!

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 23:03
von DieKleineMausIstAusDemHaus14
Hallo,

vielen lieben Dank für eure Tipps!!! :oops:
Also der Tipp mich ins Bett zu legen tagsüber, das mache ich sowieso, wir stillen nur liegend und kuschelnd. In der Wiege schaut sie mich permanent an und fängt dann an zu lächeln und zwar so breit, dass ihr die Brust rausfällt. Und dann quatscht sie fröhlich und strahlt. Dabei vergisst sie dann das Trinken ganz. Also stillen wir daheim immer im Liegen und unterwegs in der Wiege. Auch da habe ich ein Stilltuch, so ne Art Schürze, damit sie völlig abgeschottet ist.
Im Stilltuch stillen geht nicht, da ich eine riesen Brust habe. Ich hatte deshalb schonmal geschrieben und mich mit anderen Frauen beraten, die mir bestätigt haben, dass im Stilltuch nicht geht, weil die Brust quasi...naja so groß ist, dass die Brustwarzen sonst wohin gequetscht werden. :mrgreen:
Dazu kommt auch noch (dazu werde ich bei Gelegenheit im Trageforum schreiben), dass Hannah plötzlich hysterisch wird, sobald man sie im Tuch "einbindet". Sie liebte früher die WKT so sehr und jetzt fängt sie an erst zu schreien und wenn man dann anfängt zu laufen und versucht es erstmal zu ignorieren und sie abzulenkem, wird es richtig wimmernd und schrill, bis man sie wieder rauslässt. Ich hab gerade mein Tuch verkauft, da Gr 6 eh ein bisschen kurz war und weiß nun nicht, welche Trage ich möchte.
Ich habe didytai probiert, weil ich dachte da knote ich weniger und bin schneller, sobald ich laufe is ok. Aber nein auch im didytai wird geschrien und gestrampelt. Es ist garnicht so einfach ein extrem hysterisches Baby, das mit dem Armen rudert, wie verrückt da reinzukriegen. Sobald Anhock-Spreiz-Haltung bzw sie auf dem Steg sitzt...gehts los.
War zur Osteopathin, die nur meinte "pfff, ich hab keins meiner Kinder getragen, außer auf em Arm. Das mag eben nicht jedes Kind und da ihres ein Geburtstrauma hat, mag es die Enge nicht." Aber ich glaub der nicht, sie mochte es am Anfang sehr. Und außerdem hat die mir auch zu nem Schnuller geraten. :evil:
Ich überlege Manduca und für jetzt noch marsupi auszuprobieren, vllt ist es besser, wenn sie nicht "eingebunden" wird. Oder eben ein TT in gr. 7...keine Ahnung. Das alles macht mich unglücklich. :?
Heute lief es super. sie wollte permanent trinken und hat sich mächtig ins Zeug gelegt und fast stündlich bis alle 2 Stunden alles gegeben und genuckelt und genuckelt.
Wenn sie das paar Tage durchhält, sollte die Milch wieder zunehmen. :lol:
Von wegen sie kommt nicht zur Ruhe: ja das stimmt. Es ist mit Hannah so, dass sie ein sehr nervöses Baby ist. Papa ist auch einer, der nicht die Füße still halten kann und immer am Zappeln ist. Allerdings bin ich tagsüber mit ihr allein. Wir machen es uns ganz gemütlich. Ihre Laune ist dabei super. Sie ist aber auch ein Baby, das seine Ruhe haben will. Zb schläft sie seit sie 4 Wochen ist nicht mehr gern im Familienbett, sondern im Stubenwagen AM Familienbett. Sie LIEBT diesen Rückzugsort, auch wach legt man sie da rein und wenn sie auf dem Arm gebrüllt hat, ist sie dadrin ruhig und fängt an zufrieden zu lächeln. Manchmal verletzt mich das fast. Auch liebt sie es auf ihrer Krabbeldecke zu liegen und mit den Tieren von ihrem Spielbogen zu spielen. Dann muss man sie aber in Ruhe lassen, kommt man dazu wird sie sauer. Manchmal verletzt mich das fast. :oops:
Aber naja...lange Rede kurzer Sinn. Ich gestalte ihren Alltag zwar sehr ruhig, nur sie und ich. Aber sie ist trotzdem "angespannt wie ein Flitzebogen"(so nannte es die Osteopathin). Einen Tipp wie ich das noch verbessern kann, wenn Hannah ja den Körperkontakt manchmal regelrecht ablehnt, weil sie zuviel davon bekommt? Vllt Entspannungsmusik? Sie strampelt immer wie verrückt und quiekt und lacht, wenn ich ihr lustige Lieder vorsinge, oder "Rassel" auspacke. Soll ich das vllt. mal lassen?
Ich werde jedenfalls versuchen, sie jetzt nachts zum Essen zu animieren...und idealerweise tagsüber mehr runterzufahren... :|

Ich halte euch auf dem Laufenden! Danke!

Liebe Grüße

Judith

Re: Meine Tochter nimmt immer weniger zu! Hilfe!

Verfasst: 16.08.2014, 23:28
von deidamaus
Hmm, das klingt, als ob sie irgendein körperliches Problem hat. Hast du mal überlegt eine andere Osteopathin zu kontaktieren? Gespannt wie ein Flitzebogen klingt nicht so normal.

Bezüglich des Tragens: Vielleicht will sie mehr sehen? Da wäre eine Hüfttrageweise (Hüftkänguruh ist mein Favorit bzw. ein Sling) gut oder auf dem Rücken tragen (Rucksack geht auch schon bei den Kleinen auf dem Rücken zu binden) eine Alternative. Vorne sieht sie im Känguruh auch besser zur Seite.

Ich kann verstehen, dass dich das traurig macht und würde versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. Sie wurde ja gerne getragen und ist ja noch so klein. Bei einem Laiufkind kann ich es durchaus gut verstehen, wenn es nicht ins Tuch will.

Wenn sie "besser" in ihrem Bett schläft, dann reicht es vielleicht schon, wenn du sie nachts zu dir legst, wenn du ins Bett gehst, damit sie von selber zum Stillen aufwacht.

Liebe Grüße
deidamaus