Abstillambivalenzen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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schokominza122
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Abstillambivalenzen

Beitrag von schokominza122 »

Ich denke schon lange daran hier zu diesem Thema zu schreiben und habe mich nicht dazu durchringen können.
Jetzt bin ich aber doch so weit... Ich brauche Austausch.

Meine Kleine ist 20 Monate alt und sie hängt noch sehr am Stillen. Wir haben es schon etwas reduziert und sie findet sich jetzt seit Längerem mit morgens, mittags und abends ab, würde aber wenn es nach ihr ginge wohl eher noch mindestens 2x Stillen dran hängen. Ich habe sie vor ein paar Monaten nachts abgestillt, weil es mir einfach zu viel geworden ist. Das war nicht schön, aber jetzt schläft sie tatsächlich bis 5 Uhr durch (das war gar nicht meine Absicht) und das ist echt toll.
Wir haben lange sehr hart dafür gearbeitet, dass es bei uns mit dem Stillen problemlos geklappt hat. Nach mehreren Monaten BES und Stillberatung hier, haben wir es mit parallel eingeführter Beikost geschafft ohne Zufüttern auszukommen. Ich habe mir für sie so gewünscht, dass sie selbst ihren Zeitpunkt findet an dem sie nicht mehr stillen möchte, aber ich glaube ich halte so lange nicht mehr durch. Das tut mir so leid und auch, das ich gerade echt einen Widerwillen gegen das Stillen entwickel. Auf der anderen Seite fällt es mir auch irgendwie schwer auf diesen zweisamen, innigen Moment zu verzichten. Sie ist eine kleine Flitzemaus und braucht zwar schon auch Körperkontakt, aber so richtig viele ruhige Schmuseeinheiten ohne Stillen gibt es nicht. Dafür hält sie einfach nicht lange genug still.
Ich merke allmählich, dass ich das Stillen nicht mehr wirklich genießen kann. Sie ist einfach schon richtig groß, viel größer als Kinder in ihrem Alter und ich bin natürlich weit und breit die einzige Stillmama mit einem so großen Kind. Ich verheimlich das Stillen so gut es geht oder rede nicht darüber, weil es niemand hier versteht. Ich wurde schon kurz nach ihrem 1 Geburtstag komisch angeschaut. Diese Heimlichtuerei finde ich doof, aber ich habe auch keine Lust auf diese Stilldiskussionen wo jeder meint seinen Senf dazu geben zu müssen. Mein Freund hat auch schon seit Monaten erklärt, dass er von diesem langem Stillen nichts hält. Ich habe zwar klar gemacht, dass unsere Tochter und ich das entscheiden, wann wir damit aufhören und seit dem hat er auch nichts mehr in die Richtung gesagt, aber gut findet er es immer noch nicht.
Dazu kommt, dass sie vor allem morgens so fordernd ist, beim Stillen überhaupt kein Ende findet und dabei noch für mich sehr unangenehme Turnübungen absolviert, dass ich dann auch echt nur noch genervt bin. Wenn ich dann das Stillen irgendwann nach ungefähr 6x Brust wechseln beende beschwert sie sich in hohen Tönen und zieht an meinem T-Shirt rum. Für sie bricht auch echt die Welt zusammen, wenn sie mich nach "Dilla?" fragt und ich erkläre, dass wir das erst später machen, weil wir zum Beispiel unterwegs sind.

So siehts hier gerade aus.
Der 2. Geburtstag naht und ich glaube das ist meine Deadline. Länger mag ich nicht mehr und ich fühle mich so mies dabei...
So hab ich mir unser Stillende nicht vorgestellt.
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Bartholomaea
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Re: Abstillambivalenzen

Beitrag von Bartholomaea »

Ich lass dir mal einen Drücker da.... Kann deine Ambivalenzen gut nachvollziehen; auch dass du genervt bist. Eine Stillbeziehung muss für Mutter und Kind stimmig sein, daran solltest du denken, das Gerede der Leute - ja mei.


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Linda89
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Re: Abstillambivalenzen

Beitrag von Linda89 »

Ich bin gerade auch sehr ambivalent :? Ich will aber ganz dringend mindestens jetzt über den ersten Kitawinter stillen. Dafür versuche ich sei t ein paarTagen das "Langeweilestillen" zu verhindern. Wenn er nur kurz trinkt, oder auch lang, er darf erst nach ner gewissen Zeit an die Brust. Wechselstillen gibts eh nicht, die linke Brust gibts tagsüber nicht, weil die wehtut. Schau einfach, was für DICH passt! Auch wenn die WHO mindestens zwei Jahre sagt. Ich interpretiere die Empefhlung so, dass "solange Kind UND Mutter noch mögen" auch vorher schon gilt!
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FuFu
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Re: AW: Abstillambivalenzen

Beitrag von FuFu »

Also zum kuscheln: Klein-Fufu hat stillen einfach mit kuscheln ersetzt. Also ich habe nicht das Gefühl, dass ich jetzt weniger Körperkontakt habe als vorher. Nur anders [emoji6]

Ich fand es auch total schwer mich zum abstillen zu entscheiden. Einschlafstillen vermisse ich z.b. sehr, da muss ich jetzt Tragen oder brauche sehr viel Geduld oder beides. [emoji53]

Du wirst wahrscheinlich merken, ob du Nein sagen kannst. Und wenn du das nicht kannst, war es nicht der richtige Zeitpunkt. [emoji1]

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Re: Abstillambivalenzen

Beitrag von schokominza122 »

Ich überlege halt ob es besser ist einen klaren Strich zu ziehen und zu sagen "So Schnuffel, jetzt ist die Zeit gekommen dem Stillen Tschüss zu sagen." und dann
einen Cut zu machen oder ob ich versuchen soll die verbliebenen Stilleinheiten nach und nach zu streichen. Nach den Ferien wird sie wahrscheinlich mittags in der Kita schlafen und damit würde das Mittagsstillen schon mal weg fallen. Eigentlich ist es jedes Mal ein Kampf und sie ist total außer sich und mehr als ungehalten, wenn ich klar mache, dass wir jetzt nicht stillen obwohl sie jetzt eigentlich gerne würde. Beim langsamen Reduzieren wären es viele Kämpfe und beim klaren Cut nur ein Großer. Mir fällt es wirklich auch für mich schwer davon Abschied zu nehmen, aber für sie natürlich auch. Es ist ihr noch soo wichtig.
FuFu hat geschrieben:Also zum kuscheln: Klein-Fufu hat stillen einfach mit kuscheln ersetzt. Also ich habe nicht das Gefühl, dass ich jetzt weniger Körperkontakt habe als vorher. Nur anders [emoji6]

Ich fand es auch total schwer mich zum abstillen zu entscheiden. Einschlafstillen vermisse ich z.b. sehr, da muss ich jetzt Tragen oder brauche sehr viel Geduld oder beides. [emoji53]
Das Schlafen ist ein Thema für sich (ist gerade wegen morzmäßiger Zappelei sowieso ganz schwierig und klappt gerade auch nur mit Tränen :( ) . Das ist bei uns nicht ans Einschlafen gekoppelt, sondern mehr Teil des zu-Bett-Geh-Ritual. Aber Fufu wenn Du sagst, dass Ihr das Stillen mit Kuscheln ersetzt habt, dann würde ich jetzt klar das Kuscheln vorziehen. Das könnte ich mehr genießen und würde sich stimmiger anfühlen.
Sie wird ja meinen Widerwillen und meine Ambivalenzen auch spüren und das ist für sie sicher auch nicht so schön.

Ach, ich finde dieses Abstillthema echt so schwierig!
Linda89 hat geschrieben:Ich bin gerade auch sehr ambivalent :? Ich will aber ganz dringend mindestens jetzt über den ersten Kitawinter stillen.
Wir haben übrigens im Januar mit der KiTa begonnen und sie war trotz des Stillens ständig krank... Aber wer weiß vielleicht wäre es ohne das Stillen noch schlimmer gewesen. :? :roll:
Linda89 hat geschrieben:Dafür versuche ich sei t ein paarTagen das "Langeweilestillen" zu verhindern. Wenn er nur kurz trinkt, oder auch lang, er darf erst nach ner gewissen Zeit an die Brust. Wechselstillen gibts eh nicht, die linke Brust gibts tagsüber nicht, weil die wehtut.
Ja das Wechslstillen begeistert mich auch gar nicht mehr. Vielleicht macht sie das weil die Milchproduktion allmählich eh schon stark zurück gegangen ist. Dem muss ich wohl auch einen Riegel vorschieben... Langeweilestillen gibts bei uns dafür schon lange nicht mehr. Wir haben jetzt schon länger unsere klaren "Stilltermine" mit kaum Ausnahmen.
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Re: Abstillambivalenzen

Beitrag von schokominza122 »

Bartholomaea hat geschrieben:Ich lass dir mal einen Drücker da.... Kann deine Ambivalenzen gut nachvollziehen; auch dass du genervt bist. Eine Stillbeziehung muss für Mutter und Kind stimmig sein, daran solltest du denken, das Gerede der Leute - ja mei.
mmi
Bartholomaea, danke für den Drücker! Ja, vielleicht ist es jetzt allmählich für mich nicht mehr stimmig, aber trotzdem tu ich mir schwer ihr das Stillen jetzt einfach so "wegzunehmen". Das Gerede der Leute das sollte mir wohl egal sein, da hast Du recht. Das geht ja auch niemand etwas an. Aber ich will einfach nicht das Gefühl haben, mich irgendwie Schämen zu müssen oder sogar zu lügen. Das fühlt sich ganz doof an.
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nido56
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Re: Abstillambivalenzen

Beitrag von nido56 »

Hallo,
mir ging es so aehnlich. Schwieriger Stillbeginn, weshalb ich das problemlose Stillen sehr zu schaetzen wusste, mit 18 Monaten nachts abgestillt, weil ich echt nicht mehr konnte. Danach war es dann wieder einige Monate super schoen, wahrscheinlich, weil ich gemerkt habe, dass ich auch ein Mitspracherecht hatte bei der Gestaltung unserer Stillbeziehung und mich daher nicht mehr so genervt gefuehlt habe. Aber dann, kurz vor seinem 2. Geburtstag, kam auf einmal der Moment, als ich gemerkt habe, ich will nicht mehr.

Ich mochte einfach nicht mehr und wollte nicht, dass unsere eigentlich sehr schoene Stillzeit damit endete, dass ich einfach nur noch genervt und unwillig war. Es gab auch noch ein paar andere Gruende. Z.B. hat sich mein Partner wirklich unwohl damit gefuehlt, dass wir noch stillten, was fuer mich auch eine gewisse Rolle gespielt hat, aber der Huptgrund war, dass ich keine Lust mehr hatte. Natuerlich war ich auch wehmuetig, hatte ein bisschen Angst, dass sich unsere Beziehung durch den Wegfall der Still- und Kuscheleinheiten sehr veraendern wuerde (habe auch so einen kleinen Zappler zuhause), und fand es auch irgendwie traurig, dass die Stillbeziehung nicht im gegenseitigen Einvernehmen enden wuerde, aber auf ein freiwilligen Abstillen haette ich wohl noch ziemlich lange warten muessen, und das wollte ich einfach nicht.

Bei mir hat auch eine Rolle gespielt, dass es zu dem Zeitpunkt, nach einer stressigen, konfliktreichen Phase mit vielen Wutanfaellen seinerseits, gerade echt gut lief. Alle waren gesund, gluecklich und entspannt. Irgendwie hatte ich das Gefuehl, dass waere ein guter Zeitpunkt. Ich wollte nicht, dass das Abstillen in eine Phase fiel, in der der Kleine ohnehin gerade ungluecklich mit sich und der Welt waere. Ich habe mich fuer ganz Abstillen entschieden (nachdem ich das Ende der Stillzeit einige Tage vorher angekuendigt hatte). Reduzieren waere bei uns sehr schwierig geworden, weil der Pirat eher ein ganz oder gar nichts Kind ist. Aber ich denke, das kommt sehr auf den Charakter des Kindes an.

Im Endeffekt lief es besser als erwartet. Die ersten zwei Tage waren schwierig, da hat er zu seinen Lieblingsstillzeiten, zum Einschlafen und beim ersten Aufwachen morgens um 6, ziemlich protestiert und geweint. Und am ersten Tag habe ich mitgeweint, teils weil er mir leid tat, teils weil ich auch traurig war. Aber insgesamt hat er es ziemlich gut akzeptiert. An dem Wochenend haben wir viele schoenen Dinge gemeinsam unternommen, und danach war das schlimmste vorbei. in der ersten Woche hat er noch manchmal nach der Brust gefragt, aber es war nicht mehr dramatisch, dass ich nein gesagt habe.

Mir war wichtig, nicht zu luegen. Ich habe also nicht erzaehlt, dass die Brust Aua hat oder die Milch leer ist oder so. Damit haette ich mich persoenlich irgendwie bloed gefuehlt. Ich habe einfach gesagt, wir stillen nicht mehr und Punkt.

Und weisst Du was? Mein Zappelkind ist jetzt vieeeel kuscheliger als vorher. Die Naehe, die er vorher durch das Stillen hatte, holt er sich jetzt einfach durch explizites Kuscheln. An die Stillzeit hat er nun, 6 Monate spaeter, offensichtlich noch gute Erinnerungen. Er freut sich jedes Mal, wenn er meine Brust sieht, und hat auch schonmal erzaehlt, dass er frueher da "gegessen" hat.
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Re: AW: Abstillambivalenzen

Beitrag von Kordel »

Ich kann das sehr gut nachempfinden. Bin momentan auch sehr genervt vom Stillen, auf der anderen Seite hängt Mini so dran und ich schaffe es nicht, es ihm wegzunehmen.

In der Nacht ist mir eigentlich relativ egal, mich störts untertags. Mini ist ein extremer Sturkopf, bedient sich einfach selbst und wenn er in mein Oberteil nicht reinkommt, gibts lautes Gebrüll.
Ich peile mal den Winter an zum Abstillen, zwei Jahre sind für mich zum jetzigen Zeitpunkt genug.

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Re: Abstillambivalenzen

Beitrag von maxine »

Oh, ich versteh dich so gut ((()))

Meine Kleine ist auch vom November ´12 und ein absoluter Stilljunkie. Wir haben sehr lange vollgestillt, weil sie Essen einfach mal gar nicht interessiert hat. Dazu ist sie ziemlich klein und leicht (81cm mit 10kg) und ein hibbeliger Wirbelwind.

Mit dem Essen klappt er mittlerweile etwas besser, sie futtert manchmal ganz gut mit, will aber trotzdem noch richtig oft stillen. Sie schläft bei uns, somit stillen wir nachts bis zu drei Mal, beim Aufwachen, nach dem Frühstück, gegen Mittag, früher und später Nachmittag und dann gegen Abend noch öfters. Ganz schlimm wird es, wenn sie müde wird, Langeweile hat oder krank ist/zahnt. Bei krankheit und Zähnen hört sie komplett auf, feste Nahrung zu sich zu nehmen und stillt voll.

Gerade hat sie eine Phase, vielleicht auch Zahn-bedingt, dass sie mich fast täglich beißt und ich gerade keine Lust mehr habe. Abstillen will ich aber nicht eigentlich, dafür fehlt mir gerade die Kraft, denn sie brüllt sich dermaßen in Rage, besonders nachts...und da ich in der Nacht eh nicht richtig wach werde, kann ich nächtliches Abstillen eh vergessen, da sie sich selber bedient...

Spaß macht es aber gerade keinen mehr :-(
maxine (35) hat 3 Männer (38, 14, 11) und die Mummel, geb. 02.11.12
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Re: Abstillambivalenzen

Beitrag von schokominza122 »

Vielen lieben Dank für Eure Antworten! Es tut gut zu lesen, dass es mir nicht alleine so geht und wie Ihr damit umgeht.
nido56 hat geschrieben: Ich mochte einfach nicht mehr und wollte nicht, dass unsere eigentlich sehr schoene Stillzeit damit endete, dass ich einfach nur noch genervt und uinwillig war.

Nido, so ähnlich geht es mir auch. Ich möchte auch unsere Stillzeit in guter Erinnerung behalten und natürlich wäre es toll, wenn das Novembermädchen sich auch so schön an unsere Stillzeit erinnert wie Dein Kind. Das ist ja echt total süß und ganz toll was Du da erzählst und macht mir Hoffnung, dass trotz Tränen und Protest kein trauriges Gefühl bleibt.

Ich habe mich noch nicht entschieden wie ich es machen werde, aber es ist klar für mich dass es demnächst so weit sein wird. Ich fange wohl im Oktober mit wieder an zu arbeiten und leider auch wohl direkt mit 30 Stunden, was ich eigentlich gar nicht wollte, aber es geht nicht anders. Das wäre dann viel Veränderung auf einmal, wenn gleichzeitig noch das Abstillen dazu kommt. Entweder würde das bald anstehen oder ich lass uns noch ein bißchen Zeit, bis wir uns beide an die neue Situation gewöhnt haben. Vielleicht mache ich es in 2 Etappen und cancel das Stillen morgens und mittags und lass ihr den Abend. Mhmm, frag mich gerade wie das ist, wenn ich dann mal abends nicht da wäre...? Das kommt alle paar Wochen schon mal vor.

Maxine, wow ihr still ja noch viel mehr als wir. Da hab ich echt Respekt vor! Weißt Du was, unsere Kinder sind am selben Tag geboren. :)
maxine hat geschrieben:...und da ich in der Nacht eh nicht richtig wach werde, kann ich nächtliches Abstillen eh vergessen, da sie sich selber bedient...

Das ist bei uns auch ein paar Mal passiert und das ist auch echt blöd. War mir da auch nie sicher wie ich reagieren soll. Ich habs ein bißchen von der Uhrzeit abhängig gemacht. Meistens hat sie bis 5 Uhr durchgeschlafen und wenn sie dann aufwacht, dann darf sie noch mal trinken. Das ist ja schon fast morgens und sie schläft dann wieder ein bis 6-7Uhr. Ich hab den Eindruck, dass sie dann echt noch mal Hunger hat. Zumindest hat sie das auch mal gesagt und dann auch schon mal was zu essen bekommen.
maxine hat geschrieben:Spaß macht es aber gerade keinen mehr :-(
Ich versuch mir immer wieder selbst zu sagen, wenn ich merke ich bin davon genervt, dass wir nicht ewig stillen werden und ich es später vielleicht auch mal vermissen werde und versuche diese Momente dann doch noch zu schätzen.
Novembermaus ´12

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