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Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 27.06.2014, 21:38
von Tweety2606
So. Gerade ging der Versuch, dass mein Mann den Kleinen ins Bett bringt, schief... Aber erst mal zu unserer Situation:

Krümel ist 5 1/2 Monate. Er wird noch voll gestillt (es gab erste Brei- und Fingerfoodversuche, da er sehr neugierig auf unser Essen ist, aber viel landet noch nicht in ihm), und im Notfall würde er auch Pre aus dem Becher nehmen. Die ersten Wochen gelang es meinem Mann, den Kleinen immer mal wieder auf dem Arm zum Einschlafen zu bringen. Da er aber seit der 9. Lebenswoche wieder voll arbeitet, gab es kaum noch die Gelegenheit dazu bzw. habe ich es gemacht, weil ich schneller zum "Erfolg" kam, da ich irgendwann dann den Dreh raushatte. Bei mir hat es sich dann eingebürgert, dass ich ihn in den Schlaf stille. Ab und an habe ich ihn noch in den Schlaf getragen (Wiegehaltung), aber er zappelt seit Wochen dabei nur noch, egal wie müde, und es ist nicht leicht, ihn dann zu halten, obwohl er "nur" sieben Kilo wiegt. Tagsüber schläft er auf der Couch, da umbetten seit Wochen ebenfalls unmöglich geht. Also stillen wir im Liegen und ich lasse ihn dann liegen. Am Anfang ließ er sich noch ins zum Stubenwagen umgebauten Babybay legen, wenigstens ab und zu. Oder im Babybay dann in den Schlaf "rollen".
Ein Abendritual haben wir von Anfang an gehabt, mein Mann macht den Kleinen bettfertig (mittlerweile mit kurzer Geschichte, Spieluhr beim Wickeln, Schlafsack/Schlafhose anziehen), ich mache mich in der Zeit auch fertig und gehe dann mit Krümel ins Bett. Am Anfang war es dann, wenn ich ins Bett bin, und wir haben dann gestillt, bis er einschlief. Das dauerte zu Beginn noch recht lange, spielte sich aber schnell ein. Mittlerweile will er zwischen sieben und acht ins Bett, er schläft dann im Wohnzimmer nicht mehr. Dafür schläft er dann beim Stillen in der Regel innerhalb einer halben Stunde ein und ich kann mich oft wieder rausschleichen, sobald er abdockt (entweder im Schlaf oder er dockt ab und dreht sich rum und schläft dann erst richtig ein). Er schläft in meinem Bett, Beistellbett klappt nicht, da wacht er auf. Außerdem wird das Babybay allmählich zu klein und sein Gitterbett passt nicht mehr ins Schlafzimmer. Seine Schlafphasen sind ca. 1-3 Stunden, wobei die 3 selten vorkommen. Neulich waren es sogar 5 Stunden. Er sucht noch im Halbschlaf die Brust, und nuckelt sich dann schnell wieder ein. Oft ohne den MSR auszulösen. Weiterschlafen durch Streicheln oder Kuscheln oder ähnliches geht nicht. Ab und an findet er aber mittlerweile alleine wieder in den Schlaf und vor ein paar Tagen reichte Papas Finger halten zum Weiterschlafen.

So, nun zur eigentlichen Sache...

Ich würde sehr gerne wieder trainieren gehen, wenigstens einmal die Woche. Ich müsste um 19 Uhr los und wäre frühestens gegen 21.45/22 Uhr wieder zuhause, wenn ich direkt heimfahre ohne dort zu duschen, sonst wird es eher 22:30 Uhr. Der Fahrtweg beträgt 30 min, ich bin also nicht mal eben schnell heimgefahren, wenn was ist. Eine Mannschaft in der Nähe suchen ist keine Option, dann lasse ich es lieber ganz. Wir dachten dann zuerst an "Schlafen statt Schreien" und das Abschaffen des Einschlafstillens, aber ich habe dann so oft gelesen, dass die Kinder bei "Fremdbetreuung" auch andere Wege finden. Also haben wir es heute probiert. Wir haben gestillt, ich habe mich vom Krümel verabschiedet, bin die Wohnung raus und runter in den Garten, damit ich in Rufnähe bin. Mein Mann hat den Kleinen wie immer fertig gemacht, ist mit ihm ins Bett, CD mit Schlafliedern an, Kuscheltuch dazu (soweit wie immer) und wollte dann eben kuscheln. Ging nach hinten los. Ab auf den Arm, aber wurde nicht besser. Nach nur zehn Minuten rief mich mein Mann, Krümel war total aufgelöst. Bin dann mit ihm ins Bett, er schlief innerhalb von fünf Minuten an der Brust ein...

Gibt es Wege, wie mein Mann die Einschlafbegleitung ab und an übernehmen könnte? Wie lief das bei euch? Haben wir den "Absprung" verpasst und ihm zuwenig Wege zum Einschlafen gezeigt? Ihn zu sehr auf die Brust "fixiert" (mein Mamaherz sagt mir, dass das eigentlich nicht geht...)? Ist er noch zu klein dafür? Hat mein Mann zu schnell aufgegeben? Schreien lassen wollen wir Krümel auf keinen Fall...

Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 10:10
von Joanna79
Ich hänge mich mal mit dran...


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Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 10:19
von FrauMahlzahn
Schläft der Krümel tagsüber auch manchmal in Trage oder Kinderwagen ein? Dann könnte das ein Ansatzpunkt sein.

Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 14:37
von Tweety2606
Ja, allerdings erst, wenn er todmüde ist. Vorher guckt er nur. Er schläft dann auch maximal ne halbe Stunde, aber das wäre ja nicht so schlimm.
KiWa haben wir jetzt ne Weile nimmer probiert, da mein Mann mittlerweile zum Bummeln/auf Ausflügen lieber trägt und der KiWa die letzten Male sogar daheim blieb. War vor einigen Wochen noch undenkbar...
Das Problem ist, ich traue es meinem Mann zu, dass er, sollte ich nicht greifbar sein, den Kleinen ruhig kriegt. Nur er selber will erst nen gelungenen Testlauf. Ich glaube, man verhält sich aber anders, wenn man muss, weil der andere nicht in der Nähe ist als wenn der andere jederzeit eingreifen kann.
Mich würde auch nicht stören, wenn der Kleine noch nicht im Nachtschlaf bzw. Bett ist, bis ich heimkomme. Hauptsache kein Geschrei. Und ein zufriedenes Kind.

Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 14:44
von FrauMahlzahn
Hmmm, dann soll der Kleine halt spielen bis er todmüde ist, eine halbe Stunde schlafen und auf Dich warten. Ist doch alles prima.
Wo ist das Problem?
Die packen das schon!

Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 15:24
von Tweety2606
Das denke ich auch. Nur mein Mann macht sich nen Kopf...

Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 15:35
von FrauMahlzahn
Ah... verstehe... das Kopfkini vom Papa ist das Problem und nicht der Kleine...
Hmmm... wie wäre es, wenn Du erstnal kürzer weg gehst? Aber ganz weg, nicht im Standby?
Z.B. für eine Stunde? Die schafft der Papa doch mit links, aber es ist überschaubar? Und dann 1,5h, 2 h, 3h... so dass der Papa das Selbstvertrauen gewinnt, dass er das Kind schon schaukelt?

Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 17:15
von Tweety2606
Eine Stunde hatten wir schon, aber da war er mit Krümel bei seiner Tante und den beiden Patinnen. Also jede Menge Ablenkung für den Kleinen. Der hat erst gemerkt, dass ich nicht da bin, als ich wiederkam.
Ansonsten sind die beiden öfter mal ne halbe Stunde bis Stunde alleine, wenn ich kurz was einkaufen gehe. Aber ich wäre halt immer innerhalb zehn Minuten daheim.
Was ist denn eigentlich besser: wenn ich mich vom Kleinen verabschiede, oder einfach so gehe, ohne dass er es nicht merkt bzw. wenn er schläft?

Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 28.06.2014, 17:16
von Tweety2606
Also der Papa war bei seiner Tante mit dem Zwerg.

Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Verfasst: 29.06.2014, 11:09
von FrauMahlzahn
Gut, dann sind die beiden ja schon geübt. Wie wäre es dann, wenn Du um sieben gehst (also so wie geplant) und um acht oder halb neun oder so schon wieder kommst (Freundin oder Supermarkt, der bis acht auf hat und in Ruhe einkaufen)