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Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 25.06.2014, 19:31
von uwi
Vielleicht weiß hier jemand weiter...
Mein Kleiner ist gute 11 Wochen alt, wir stillen voll und ich möchte auch lange stillen.
nun spiele ich mit dem Gedanken wieder in Teilzeit arbeiten zu gehen wenn der Kleine 10 Monate alt ist.
Auf der Arbeit handtiere ich aber mit Gefahrstoff Formamid. In der Schwangerschaft habe ich diese Arbeiten gemieden, besagte Räume nicht mehr betreten. Formamid ist mit dem Hinweis "In Schwangerschaft und Stillzeit meiden" gekennzeichnet.
Ich frage mich nun, wie lange ich von besagten Arbeiten freigestellt werden muss?
kann der Arbeitgeber mich sogar zum Abstillen zwingen, damit ich wieder voll einsatzbereit bin?
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 25.06.2014, 22:32
von Mondenkind
WEgen des Formamids muss ich nachlesen. Aber zwingen kann Dich niemand zum abstillen. Das Mutterschutzgesetz gilt während der gesamten Stillzeit, mit steigendem Alter steigt nur meist der Druck des Umfelds. Mit einem Kind unter 1 dürftest Du da keine Probleme haben, denke ich. Wäre ein Gespräch mit dem ARbeitgeber möglich?
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 26.06.2014, 08:08
von Tweety2606
Ich lese hier mal mit, ich arbeite auch mit Formamid. In der SchwScha habe ich diese Arbeiten ebenfalls gemieden. Allerdings gehe ich erst wieder im Januar arbeiten, wenn Krümel ein Jahr alt ist.
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 26.06.2014, 10:08
von AllerLiebst
Ich hatte neulich als ich wieder angefangen habe zu arbeiten (bin Chemie-Lehrerin) mal recherchiert, wie man an Infos zur Milchgängigkeit von Chemikalien kommt. Dabei habe ich herausgefunden, dass es dafür einen speziellen H-Satz (H362) gibt. Zumindest taucht dieser im
Sicherheitsdatenblatt von Formamid taucht er nicht auf.
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 11.03.2019, 10:48
von Eskyria
Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und hänge mich mit meiner Frage mal an diesen Thread an.
Ich stille meinen derzeit 18 Monate alten Sohn meist noch nachts, selten mal tagsüber. Ich bin Biochemikerin und war nach meinem Doktorandenvertrag nun auf Arbeitssuche. Nun werde ich eine Stelle in der chemischen Analytik annehmen. Hierbei werde ich vor allem die HPLC und Massenspektrometrie Messungen durchführen, die Probenvorbereitung wird vorrangig von den TAs übernommen, aber um die Laufmittel für die LC (ACN, MeOH, TFA usw) werde ich wohl nicht rum kommen. Grundsätzlich arbeite ich ja aber schon zum Eigenschutz mit Schutzausrüstung und dusche nicht mit den Lösungsmitteln. Daher überlege ich ob es vertretbar ist weiterzustillen, solange ich nicht mit Teratogenen, Kanzerogenen oder mit H362 ausgezeichneten Substanzen, arbeite. Es würde mich freuen wenn es hier einen Austausch mit Müttern die im medizinischen oder chemischen Sektor arbeiten gibt oder jemand der in Muttermilchtoxikologie fit ist hier mit liest.
Die Stelle abzulehnen wegen dem Stillen ist keine Option und dort dann zu sagen, ich kann die Arbeiten für die ich eingestellt wurde nicht durchführen auch nicht.
Viele Grüße
Elena
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 11.03.2019, 11:16
von pqr
Wäre das Schrauben und ggf. Reparieren bei Undichtigkeiten, Blockaden etc. Teil Deines Jobs oder würde dies durch einen Techniker erledigt?
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 11.03.2019, 11:17
von pqr
Stehen die Geräte frei oder unter dem Abzug?
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 11.03.2019, 11:21
von Eskyria
pqr hat geschrieben: 11.03.2019, 11:16
Wäre das Schrauben und ggf. Reparieren bei Undichtigkeiten, Blockaden etc. Teil Deines Jobs oder würde dies durch einen Techniker erledigt?
Ich denke es kommt auf das Problem an. Rumschrauben werde ich ja schon wenn ich nur die Säule wechsle.
Die Geräte stehen unter einer Absaugvorrichtung, aber nicht in einem geschlossenen Abzug.
Re: Stillen und Laborarbeit mit Gefahrstoffen
Verfasst: 14.03.2019, 06:32
von saiidi
Ich fürchte das Risiko musst du einschätzen und entscheiden was du machst.
Ich habe für mich entschieden das es vertretbar für mich ist weil ich ja auch nicht unter Bedingungen arbeite die für mich gefährlich sind. Und so das Risiko für meine Kinder nicht hoch einschätze.