Türen auf oder zu?
Verfasst: 29.05.2014, 10:13
Hallihallo,
schon lange ist es her, daß ich hier im Forum das letzte Mal geschrieben habe.
Mittlerweile haben wir 3 Mädchen (die jüngste ist 10 Monate alt), und mein Mann hat nach einer langen Krankheitsphase (Depression und Erschöpfung) nun die Wiedereingliederung fast geschafft.
Ein Thema, an dem wir uns immer wieder aufreiben, ist die nächtliche Schlafsituation.
Unsere Wohnung hat 1 Kinderzimmer mit Doppelstockbett, 1 Wohnzimmer mit Schlafsofa. Diese beiden Zimmer sind in der unteren Ebene. Oben sind 1 (momentan) Gästezimmer mit einem Einzelbett und ein Schlafzimmer mit Doppelbett und Beistellbettchen.
Die Türen sind bei uns ziemlich schalldicht und ich höre auf einem Ohr schlecht.
Da mein Mann spätestens seit Beginn der Depressionsproblematik mit Schlafproblemen kämpft, war die Schlafsituation in der letzten Zeit meistens folgendermassen:
Ich schlafe mit Baby im Schlafzimmer und habe die Tür zu (weil sie nachts oft wachwird und dann auchmal kurz weint oder alternativ 2 Stunden fröhlich und lautstark wach ist). Mein Mann schläft eigentlich im Gästezimmer und lässt die Tür offen, damit er die Grossen hört.
Wenn das Baby ihm nachts zu laut ist, wechselt er ins Wohnzimmer aufs Schlafsofa.
Er wollte immer daß die Kinderzimmertür zu ist, da er sagt, er würde sonst von jedem Seufzen der Mittleren geweckt. Ich hatte immer das Gefühl, es wäre besser, die Kinderzimmertür offen zu lassen, da es auch schon manchmal Situationen gab, wo er die Kinder eben nicht hörte, und diese dann bei mir weinend im Zimmer standen, oder ich sie trotz meiner geschlossenen Tür und dem Hörproblem irgendwann unten weinen hörte.
Daher habe ich oft abends die Kinderzimmertür noch einen Spalt breit aufgemacht, obwohl mein Mann das nicht wollte.
Nun ist er seit etwa einer Woche wieder in einem ziemlich tiefen ERschöpfungszustand angelangt und hat gesagt, daß er die nächtliche Betreuung der Grossen nicht mehr übernehmen kann. Die Betreuung besteht meist darin, sich manchmal um die Grosse zu kümmern, wenn sie Alpträume hat (dann kommt sie normalerweise selber) oder die Mittlere zu beruhigen, wenn sie im Schlaf schreit (was durchaus häufiger vorkommt). Und natürlich Krankheitsbetreuung, die vor ein paar Wochen gerade wieder sehr intensiv war mit nächtlichen Ohrenschmerzen etc.
Er möchte dennoch, daß ich die Kinderzimmertür zulasse und meine eigene Tür auch zumache. Sein Argument ist, daß mein Unterbewusstsein nicht auf Hab-Acht-Stellung sei, wenn ich die Tür zu habe im Vertrauen, daß die Kinder schon kommen, wenn sie etwas brauchen.
Es ist durchaus so, daß ich ziemlich unruhig schlafe, wenn ich weiss, daß ich für die Kinder unten verantwortlich bin (selbst wenn beide Türen offen sind). Ich habe immer Angst, daß ich sie nicht höre (wegen meinem schlechten Ohr).
Meiner Grossen traue ich durchaus zu, nachts zu kommen. Doch die Mittlere hat sowieso ziemlich viele Probleme (u.a. tagsüber massive Schreianfälle), und bewegt sich nur in Ausnahmefällen aus ihrem Bett heraus. Normalerweise schreit sie einfach so lange bis jemand kommt (oder ihre grosse Schwester wacht auf und holt jemand, was dann bei ihr zu Schlafmangel und berechtigtem Ärger führt. Schliesslich ist sie nicht dazu da, sich nachts um ihre Schwester zu kümmern, sondern sollte die Möglichkeit haben nachts zu schlafen).
Ursache dessen, daß die Mittlere nachts nicht kommt, ist eigentlich die Einstellung meines Mannes gewesen, da er ihr immer wieder eingebläut hat, sie soll auf jeden Fall in ihrem Bett bleiben und nicht ständig wieder aus dem Zimmer herauskommen (auch früheres nächtliches Schimpfen diesbezüglich, wenn es aus "Erwachsenensicht " unwichtige Gründe waren, warum sie aufstand).
Kann mir vielleicht mal jemand eine objektive Einschätzung von aussen geben, was diese Situation betrifft? Und hat vielleicht Lösungsvorschläge?
Eigentlich ist der Hauptstreitpunkt eben die offenen Türen - mein Mann hat Angst, daß ich durch die nächtliche Hab-Acht-Stellung selbst wieder in eine totale Überforderung gerate (bin selbst vor dem Zusammenbruch meines Mannes schon im Burn-Out gewesen).
Achja, die Mittlere mit zu mir ins Schlafzimmer zu holen ist auch keine gute Lösung, da sie doch häufig recht lautstark schläft und entweder ich dann ständig aufwache oder das Baby davon wach wird.
Ratlose Grüsse
Satyavati
schon lange ist es her, daß ich hier im Forum das letzte Mal geschrieben habe.
Mittlerweile haben wir 3 Mädchen (die jüngste ist 10 Monate alt), und mein Mann hat nach einer langen Krankheitsphase (Depression und Erschöpfung) nun die Wiedereingliederung fast geschafft.
Ein Thema, an dem wir uns immer wieder aufreiben, ist die nächtliche Schlafsituation.
Unsere Wohnung hat 1 Kinderzimmer mit Doppelstockbett, 1 Wohnzimmer mit Schlafsofa. Diese beiden Zimmer sind in der unteren Ebene. Oben sind 1 (momentan) Gästezimmer mit einem Einzelbett und ein Schlafzimmer mit Doppelbett und Beistellbettchen.
Die Türen sind bei uns ziemlich schalldicht und ich höre auf einem Ohr schlecht.
Da mein Mann spätestens seit Beginn der Depressionsproblematik mit Schlafproblemen kämpft, war die Schlafsituation in der letzten Zeit meistens folgendermassen:
Ich schlafe mit Baby im Schlafzimmer und habe die Tür zu (weil sie nachts oft wachwird und dann auchmal kurz weint oder alternativ 2 Stunden fröhlich und lautstark wach ist). Mein Mann schläft eigentlich im Gästezimmer und lässt die Tür offen, damit er die Grossen hört.
Wenn das Baby ihm nachts zu laut ist, wechselt er ins Wohnzimmer aufs Schlafsofa.
Er wollte immer daß die Kinderzimmertür zu ist, da er sagt, er würde sonst von jedem Seufzen der Mittleren geweckt. Ich hatte immer das Gefühl, es wäre besser, die Kinderzimmertür offen zu lassen, da es auch schon manchmal Situationen gab, wo er die Kinder eben nicht hörte, und diese dann bei mir weinend im Zimmer standen, oder ich sie trotz meiner geschlossenen Tür und dem Hörproblem irgendwann unten weinen hörte.
Daher habe ich oft abends die Kinderzimmertür noch einen Spalt breit aufgemacht, obwohl mein Mann das nicht wollte.
Nun ist er seit etwa einer Woche wieder in einem ziemlich tiefen ERschöpfungszustand angelangt und hat gesagt, daß er die nächtliche Betreuung der Grossen nicht mehr übernehmen kann. Die Betreuung besteht meist darin, sich manchmal um die Grosse zu kümmern, wenn sie Alpträume hat (dann kommt sie normalerweise selber) oder die Mittlere zu beruhigen, wenn sie im Schlaf schreit (was durchaus häufiger vorkommt). Und natürlich Krankheitsbetreuung, die vor ein paar Wochen gerade wieder sehr intensiv war mit nächtlichen Ohrenschmerzen etc.
Er möchte dennoch, daß ich die Kinderzimmertür zulasse und meine eigene Tür auch zumache. Sein Argument ist, daß mein Unterbewusstsein nicht auf Hab-Acht-Stellung sei, wenn ich die Tür zu habe im Vertrauen, daß die Kinder schon kommen, wenn sie etwas brauchen.
Es ist durchaus so, daß ich ziemlich unruhig schlafe, wenn ich weiss, daß ich für die Kinder unten verantwortlich bin (selbst wenn beide Türen offen sind). Ich habe immer Angst, daß ich sie nicht höre (wegen meinem schlechten Ohr).
Meiner Grossen traue ich durchaus zu, nachts zu kommen. Doch die Mittlere hat sowieso ziemlich viele Probleme (u.a. tagsüber massive Schreianfälle), und bewegt sich nur in Ausnahmefällen aus ihrem Bett heraus. Normalerweise schreit sie einfach so lange bis jemand kommt (oder ihre grosse Schwester wacht auf und holt jemand, was dann bei ihr zu Schlafmangel und berechtigtem Ärger führt. Schliesslich ist sie nicht dazu da, sich nachts um ihre Schwester zu kümmern, sondern sollte die Möglichkeit haben nachts zu schlafen).
Ursache dessen, daß die Mittlere nachts nicht kommt, ist eigentlich die Einstellung meines Mannes gewesen, da er ihr immer wieder eingebläut hat, sie soll auf jeden Fall in ihrem Bett bleiben und nicht ständig wieder aus dem Zimmer herauskommen (auch früheres nächtliches Schimpfen diesbezüglich, wenn es aus "Erwachsenensicht " unwichtige Gründe waren, warum sie aufstand).
Kann mir vielleicht mal jemand eine objektive Einschätzung von aussen geben, was diese Situation betrifft? Und hat vielleicht Lösungsvorschläge?
Eigentlich ist der Hauptstreitpunkt eben die offenen Türen - mein Mann hat Angst, daß ich durch die nächtliche Hab-Acht-Stellung selbst wieder in eine totale Überforderung gerate (bin selbst vor dem Zusammenbruch meines Mannes schon im Burn-Out gewesen).
Achja, die Mittlere mit zu mir ins Schlafzimmer zu holen ist auch keine gute Lösung, da sie doch häufig recht lautstark schläft und entweder ich dann ständig aufwache oder das Baby davon wach wird.
Ratlose Grüsse
Satyavati