Langzeitstillen + Lebensmittelunverträglichkeiten beim Kind
Verfasst: 09.05.2014, 13:34
hallo ihr lieben, ich schreibe hier heute zum ersten mal und hoffe, dass es jemanden gibt, der licht ins dunkel bringen kann.
unser sohn Lennox hat eine milcheiweissallergie und eine glutenunverträglichkeit. das thema ernährung ist damit ohnehin schon sehr schwierig und das war es auch schon immer. ich versuche kurz zusammen zu fassen, wie unsere bisherige stillgeschichte verlaufen ist.
Lennox kam vor 15 monaten auf die welt und verbrachte die ersten tage auf der neonatologie. zuerst wegen seines schlechten blutzuckerwertes (ich hatte schwangerschaftsdiabetes) und dann wegen schlechter bilirubinwerte. im krankenhaus bekam er ganz automatisch die flasche und ich habe das auch nicht infrage gestellt. einen schnuller sollte er nicht bekommen, da er sich aber unter dem blaulicht stark überstreckte (nacktsein war ihm unangenehm), griffen wir schließlich doch zum schnuller. schnuller und flasche führten zur saugverwirrung und stillen war nur noch mit hütchen möglich. zu hause angekommen, ließen wir schnuller und flasche sofort weg und nach ein paar tagen klappte das stillen ohne hütchen auch wieder wunderbar. nach einigen wochen stellte sich ein starker milchspendereflex bei mir ein und Lennox verschluckte sich beim stillen regelmäßig sehr stark. kurz sah es so aus, als würde er in einen stillstreik treten, dann begnügte er sich jedoch mit fappeln, kratzen, beißen, kneifen und schreien. stillen war von da an eine tortur. ich stillte übrigens nach bedarf. meine hebamme ließ mich im stich... meldete sich einfach nicht mehr und ich stand allein mit dem problem. entsprechend hatte ich schon frühzeitig den wunsch abzustillen und versuchte es mit der flasche, da wir auch vermuteten, dass seine koliken vom schlucken von zu viel luft stammten. die flasche hat er aber strickt abgelehnt und sämtliche milch aus seinem mund laufen lasse, ohne überhaupt zu schlucken. der grund wurde uns sekunden später klar, als großflächig um seinem mund ausschlag auftrat. also mussten wir weiter durch unsere stilltortur
ich habe dann früh mit der beikosteinführung angefangen. bereits im 4. monat in der hoffnung weniger zu stillen, da alle tipps zur reduktion des milchspendereflex nicht wirkten. die koliken hilten über den gesamten zeitraum an und an ein durchschlafen war schon mal gar nicht zu denken. wir lassen Lennox btw auch nicht schreien!
mit einführung neuer lebensmittel kristalisierten sich immer stärker seine unverträglichkeiten heraus. nach absprache mit der kinderärztin stellten wir seine und auch meine ernährung um. wir verzichten beide komplett auf milcheiweiss und soja und ich nehme nur gluten zu mir, wenn er nicht in der nähe ist und keine spuren davon abbekommen kann. ich bin da sehr strickt, weil ich seine gesundheit nicht langfristig schädigen will, von den bauchschmerzen die er jetzt davon bekommt, mal abgesehen.
inzwischen stillen wir nur noch nachts. auch das einschlafen kann er ohne. dafür sitzt er in einer schaukel in seinem kinderzimmer von der aus wir ihn dann ins schlafzimmer in sein bettchen tragen. bis vor 2 monaten hat er noch im beistellbett neben mir geschlafen.
nun zu meinen fragen. gibt es hier jemand, der ähnliche probleme hat? könnte ich selbst spuren von milcheiweiss zu mir nehmen, ohne mein kind zu gefährden? wenn ich milcheiweiss zu mir nehme, wann wird es in der muttermilch sein und wann wieder abgebaut? es ist mir nun schon ein paar mal passiert, dass ich etwas gegessen oder getrunken habe und hinterher erst den hinweis "kann spuren von milch enthalten" gelesen hab (z. b. bei der brühe von alnavit).
und nun noch zum langzeitstillen. wie ihr euch bei dieser vorgeschichte denken könnt, hatte ich nie das bedürfnis lang zu stillen. mein kleiner mann macht aber nicht die geringsten anstalten sich abzustillen und ich will ihn nicht zwangsabstillen. da ich nur nachts stille, kann es mir auch egal sein, was meine umwelt davon halten würde aber dieses ewige gefrage von familie und freunden "wie? du stillst IMMERNOCH?", "er schläft IMMERNOCH NICHT durch?"... zum aus der haut fahren
wie reagiert ihr da?
manchmal befürchte ich ja, dass ich ihn noch stille, wenn er 18 ist ^^
unser sohn Lennox hat eine milcheiweissallergie und eine glutenunverträglichkeit. das thema ernährung ist damit ohnehin schon sehr schwierig und das war es auch schon immer. ich versuche kurz zusammen zu fassen, wie unsere bisherige stillgeschichte verlaufen ist.
Lennox kam vor 15 monaten auf die welt und verbrachte die ersten tage auf der neonatologie. zuerst wegen seines schlechten blutzuckerwertes (ich hatte schwangerschaftsdiabetes) und dann wegen schlechter bilirubinwerte. im krankenhaus bekam er ganz automatisch die flasche und ich habe das auch nicht infrage gestellt. einen schnuller sollte er nicht bekommen, da er sich aber unter dem blaulicht stark überstreckte (nacktsein war ihm unangenehm), griffen wir schließlich doch zum schnuller. schnuller und flasche führten zur saugverwirrung und stillen war nur noch mit hütchen möglich. zu hause angekommen, ließen wir schnuller und flasche sofort weg und nach ein paar tagen klappte das stillen ohne hütchen auch wieder wunderbar. nach einigen wochen stellte sich ein starker milchspendereflex bei mir ein und Lennox verschluckte sich beim stillen regelmäßig sehr stark. kurz sah es so aus, als würde er in einen stillstreik treten, dann begnügte er sich jedoch mit fappeln, kratzen, beißen, kneifen und schreien. stillen war von da an eine tortur. ich stillte übrigens nach bedarf. meine hebamme ließ mich im stich... meldete sich einfach nicht mehr und ich stand allein mit dem problem. entsprechend hatte ich schon frühzeitig den wunsch abzustillen und versuchte es mit der flasche, da wir auch vermuteten, dass seine koliken vom schlucken von zu viel luft stammten. die flasche hat er aber strickt abgelehnt und sämtliche milch aus seinem mund laufen lasse, ohne überhaupt zu schlucken. der grund wurde uns sekunden später klar, als großflächig um seinem mund ausschlag auftrat. also mussten wir weiter durch unsere stilltortur
mit einführung neuer lebensmittel kristalisierten sich immer stärker seine unverträglichkeiten heraus. nach absprache mit der kinderärztin stellten wir seine und auch meine ernährung um. wir verzichten beide komplett auf milcheiweiss und soja und ich nehme nur gluten zu mir, wenn er nicht in der nähe ist und keine spuren davon abbekommen kann. ich bin da sehr strickt, weil ich seine gesundheit nicht langfristig schädigen will, von den bauchschmerzen die er jetzt davon bekommt, mal abgesehen.
inzwischen stillen wir nur noch nachts. auch das einschlafen kann er ohne. dafür sitzt er in einer schaukel in seinem kinderzimmer von der aus wir ihn dann ins schlafzimmer in sein bettchen tragen. bis vor 2 monaten hat er noch im beistellbett neben mir geschlafen.
nun zu meinen fragen. gibt es hier jemand, der ähnliche probleme hat? könnte ich selbst spuren von milcheiweiss zu mir nehmen, ohne mein kind zu gefährden? wenn ich milcheiweiss zu mir nehme, wann wird es in der muttermilch sein und wann wieder abgebaut? es ist mir nun schon ein paar mal passiert, dass ich etwas gegessen oder getrunken habe und hinterher erst den hinweis "kann spuren von milch enthalten" gelesen hab (z. b. bei der brühe von alnavit).
und nun noch zum langzeitstillen. wie ihr euch bei dieser vorgeschichte denken könnt, hatte ich nie das bedürfnis lang zu stillen. mein kleiner mann macht aber nicht die geringsten anstalten sich abzustillen und ich will ihn nicht zwangsabstillen. da ich nur nachts stille, kann es mir auch egal sein, was meine umwelt davon halten würde aber dieses ewige gefrage von familie und freunden "wie? du stillst IMMERNOCH?", "er schläft IMMERNOCH NICHT durch?"... zum aus der haut fahren
manchmal befürchte ich ja, dass ich ihn noch stille, wenn er 18 ist ^^