Meine Kleine verweigert die Brust/trinkt tagsüber kaum
Verfasst: 29.03.2014, 22:47
Hallo zusammen!
Ich habe folgendes Problem und wäre dankbar für eure Hilfe:
Meine Kleine (18Woche) trinkt seit einer Weile tagsüber kaum und verweigert die Brust.
Angefangen hat alles vor ca. 6 Wochen mit ca. 3 Monaten.
Vorher hat sie immer häufig (alle 1,5 - 2 Stunden) und viel getrunken, mal mehr mal weniger lange (zwischen 10 Minuten und 1 Stunde).
In den ersten Lebenstagen hatten wir etwas Probleme, da die Kleine schlecht angedockt hat und ich wunde Brustwarzen hatte, deshalb haben wir im Krankenhaus Stillhütchen bekommen, diese aber zuhause dann schnell wieder abgewöhnt. Sie hat immer sehr gut zugenommen und sich gut entwickelt.
Seit sie 3 Monate alt ist , verweigert sie immer wieder die Brust. Dockt erst gar nicht an, weil sie so mit allem anderen beschäftigt ist und alles andere interessanter findet oder dockt während des Trinkens immer wieder ab und dreht den Kopf, wenn es schlimm ist, schreit sie dabei auch.
Erst haben wir nur noch im Liegen gestillt, aber das ist nun auch keine Lösung mehr. Ganz schlimm ist es unterwegs, wo wir nicht liegen können und zudem so viel interessantes Drumherum passiert. Sobald ich sie in der Wiege anlegen will,macht sie sich stocksteif, protestiert heftig und wehrt sich total. Erst dachte ich, dass es nur vorübergehend ist, aber inzwischen hält das Ganze echt lange an.Es gibt Tage, an denen sie schon 6-7 Stunden kaum (bis auf vll 2-3 Schlücke) oder nichts getrunken hat. Wenn sie dann doch mal trinkt, tut sie das meist nicht länger als 1-2 oder auch mal in seltenen Fällen bis zu 4-5 Minuten. Es fällt mir schwer zu erkennen, wann sie Hunger hat. Ich habe oft das Gefühl, dass sie total hungrig ist, aber sich irgendwie selbst im Weg steht...
An der Brust eingeschlafen ist sie anfangs oft, inzwischen funktioniert das so gut wie gar in mehr. Ausnahme ist das Einschlafstillen abends. Das funktioniert sehr gut und ist die einzige Zeit am Tag, in der sie recht ausgiebig trinkt (manchmal 2-3 Mal hintereinander). Nachts kommt sie unterschiedlich oft, manchmal 2-3 Mal, wie bereits von Anfang an, in anderen Nächten aber auch häufiger, ca. 4-5 Mal. Die längste Schlafphase hat sie direkt nach dem Einschlafen ( ca. 19/20Ihr bis 23/24/1Uhr). Nachts trinkt sie problemlos ohne Gemecker, Schreien und ständiges Abdocken. Sobald es morgens hell wird, ist Stillen wieder abgemeldet.
Seit ca. 3 Wochen steckt sie sich nun immer wieder mehrere Finger in den Mund um sich zu beruhigen, um einzuschlafen und wenn ich versuche sie zu stillen. Manchmal lässt sie sich auf einen "Tausch" ein und trinkt dann doch recht eifrig, manchmal möchte sie dieFinger aber lieber behalten und bloß nicht an die Brust. Sie hatte die ersten 6 Wochen überhaupt keinen Schnuller, wollt diesen auch nicht, aber unseren Finger zum Nuckeln. Dann haben wir auf das Drängen unserer Osteopathin den Schnuller eingeführt als Einschlafhilfe und Notfälle. Wir haben ihr 1-2 Mal ein Flässchen mit abgepumpter Milch gegeben in Notfällen.
Ich biete ihr die Brust immer wieder an,mache die wildesten Dinge (über sie hängen, mich umgekehrt zu ihr hinlegen etc...) und"überrede" sie häufig dazu, doch etwas zu Trinken, um meine Angst, sie könnte nicht genug bekommen, zu schmälern.
Leider macht es dieses "Überreden"nicht gerade besser... Stillen bedeutet für uns beide tagsüber momentan echt STRESS! Sobald ich anfange die Brust auszupacken, dreht sie sich Weg, nimmt die Finger in den Mund und bekommt schlechte Laune.
Ich habe mich schon an verschiedenen Stellen gewendet, um mir Hilfe zu holen:
-Kinderärztin: meinte bloß,dass sie dem Gewicht, der Entwicklung und den Speckringen an den Oberschenkeln nach, prächtig gedeiht und sie ja dann mit 4 Monaten endlich Brei bekommen kann. Das hat mir mal gar nicht geholfen
- Hebamme/Stillgruppe: beide meinten, dass sie vll einfach Tag und Nacht vertauscht hat und sich nachts holt, was sie braucht und sich schon meldet, wenn sie gestillt werden will.
-Osteopathin: laut ihr ist die Kleine sehr anfällig für Überreizungen und lässt sich leicht von ihrer Umwelt ablenken. Sie hat zwar Blockaden gelöst,aber ein generelles Problem, dass sie nicht auf der Seite liegen möchte zum Trinken oder sonst irgendwie Schmerzen hat, besteht nicht..
Alle konnten mir bisher noch nicht so recht helfen, zwar kurzfristig beruhigen, aber ich kann echt weitere Tipps und Meinungen gut gebrauchen!
Die Situation belastet mich sehr, da:
- ich mich um mein Kind sorge und Angst habe, dass sie nicht genügend Milch zu sich nimmt und Schaden durch solch lange StillPausen nimmt, gerade jetzt wo es wärmer wird und wir draußen unterwegs sind
- ich nicht ohne schlechtes Gewissen mehr rausgehen und Termine wahrnehmen kann. Ich weiß genau, dass sie unterwegs kaum oder nichts Trinken wird und kann nie sicher sein,dass sie für eine Weile genug getrunken hat.
- ich Angst habe, dass wir auf dem besten Weg zu einem baldigen Abstillen sind, das ist eigentlich gar nicht, dass was ich möchte...
- die Situation unsere Beziehung belastet. Ich fühle mich abgelehnt von ihr und fange an, die Geduld zu verlieren. Ich bin frustriert, gereizt und mache mir Sorgen, etwas falsch gemacht zu haben.
Ich hatte zugegebenermaßen anfangs Bedenken, ob ich mit dem Stillen gut klar komme und gehe nicht darin auf, wie noch was, aber dennoch tu ich es gerne, genieße den Kontakt zu meiner Tochter und möchte durch das Stillen, die bestmögliche Grundlage für sie schaffen...
Am Besten trinkt sie momentan direkt nach dem Aufwachen, wenn sie ausgeschlafen ist. Wenn sie müde ist, habe ich eigentlich keine Chance...die letzten Tage habe ich versucht, ihr die Brust immer wieder anzubieten, es aber dabei zu belassen, sobald ich Ablehnung ihrerseits bemerke. Das hat etwas geholfen und an manchen Tagen war es tatsächlich so, dass ich endlich einmal wieder ein Suchen der Brust ihrerseits feststellen bzw. ein Ansocken ohne Probleme verbuchen konnte. Aber nur vorübergehend, denn zwischendurch gibt es immer wieder schlimme Tage und eine Normalität beim Stillen stellt sich nicht ein.
Feuchte Windeln hat sie, soweit ich das beurteilen genug (ich wechsle alle 3-4 Stunden, außer nachts, die Windel und diese ist immer wenigstens etwas feucht),Stuhlgang hat sie oft mehrere Tage nicht, ca. alle 3-5 Tage.
Das Gewicht bei der U4 am 17.02 lag bei 5800g, letzte Woche bei ca. 6400-6500g, also,eigentlich eine normale Gewichtsentwicklung.
Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass ich an Hashimoto leide und l-Thyroxin nehme. Nach der Geburt war der Wert sehr niedrig, durch die hohe Dosis in der Schwangerschaft, jetzt tendiert der Wert in Richtung einer Unterfunktion... Ich habe aber immer sehr viel Milch gehabt und habe das Gefühl, dass dem immernoch so ist. An zu wenig Milch sollte es nicht liegen... Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Kleine überfordert ist, weil so viel Milch kommt.
Außerdem scheint sie Kleine eventuell zu zahnen, das kündigt sich schon eine Weile an... In etwa solange wie die Probleme bestehen.
Soviel zu unserer Situation, tut mir leid für den Roman...
Über Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar! Ich würde so gerne wieder mit "Genuss" Stillen und das Stillen auch noch eine Weile beibehalten...
Viele Grüße
Ich habe folgendes Problem und wäre dankbar für eure Hilfe:
Meine Kleine (18Woche) trinkt seit einer Weile tagsüber kaum und verweigert die Brust.
Angefangen hat alles vor ca. 6 Wochen mit ca. 3 Monaten.
Vorher hat sie immer häufig (alle 1,5 - 2 Stunden) und viel getrunken, mal mehr mal weniger lange (zwischen 10 Minuten und 1 Stunde).
In den ersten Lebenstagen hatten wir etwas Probleme, da die Kleine schlecht angedockt hat und ich wunde Brustwarzen hatte, deshalb haben wir im Krankenhaus Stillhütchen bekommen, diese aber zuhause dann schnell wieder abgewöhnt. Sie hat immer sehr gut zugenommen und sich gut entwickelt.
Seit sie 3 Monate alt ist , verweigert sie immer wieder die Brust. Dockt erst gar nicht an, weil sie so mit allem anderen beschäftigt ist und alles andere interessanter findet oder dockt während des Trinkens immer wieder ab und dreht den Kopf, wenn es schlimm ist, schreit sie dabei auch.
Erst haben wir nur noch im Liegen gestillt, aber das ist nun auch keine Lösung mehr. Ganz schlimm ist es unterwegs, wo wir nicht liegen können und zudem so viel interessantes Drumherum passiert. Sobald ich sie in der Wiege anlegen will,macht sie sich stocksteif, protestiert heftig und wehrt sich total. Erst dachte ich, dass es nur vorübergehend ist, aber inzwischen hält das Ganze echt lange an.Es gibt Tage, an denen sie schon 6-7 Stunden kaum (bis auf vll 2-3 Schlücke) oder nichts getrunken hat. Wenn sie dann doch mal trinkt, tut sie das meist nicht länger als 1-2 oder auch mal in seltenen Fällen bis zu 4-5 Minuten. Es fällt mir schwer zu erkennen, wann sie Hunger hat. Ich habe oft das Gefühl, dass sie total hungrig ist, aber sich irgendwie selbst im Weg steht...
An der Brust eingeschlafen ist sie anfangs oft, inzwischen funktioniert das so gut wie gar in mehr. Ausnahme ist das Einschlafstillen abends. Das funktioniert sehr gut und ist die einzige Zeit am Tag, in der sie recht ausgiebig trinkt (manchmal 2-3 Mal hintereinander). Nachts kommt sie unterschiedlich oft, manchmal 2-3 Mal, wie bereits von Anfang an, in anderen Nächten aber auch häufiger, ca. 4-5 Mal. Die längste Schlafphase hat sie direkt nach dem Einschlafen ( ca. 19/20Ihr bis 23/24/1Uhr). Nachts trinkt sie problemlos ohne Gemecker, Schreien und ständiges Abdocken. Sobald es morgens hell wird, ist Stillen wieder abgemeldet.
Seit ca. 3 Wochen steckt sie sich nun immer wieder mehrere Finger in den Mund um sich zu beruhigen, um einzuschlafen und wenn ich versuche sie zu stillen. Manchmal lässt sie sich auf einen "Tausch" ein und trinkt dann doch recht eifrig, manchmal möchte sie dieFinger aber lieber behalten und bloß nicht an die Brust. Sie hatte die ersten 6 Wochen überhaupt keinen Schnuller, wollt diesen auch nicht, aber unseren Finger zum Nuckeln. Dann haben wir auf das Drängen unserer Osteopathin den Schnuller eingeführt als Einschlafhilfe und Notfälle. Wir haben ihr 1-2 Mal ein Flässchen mit abgepumpter Milch gegeben in Notfällen.
Ich biete ihr die Brust immer wieder an,mache die wildesten Dinge (über sie hängen, mich umgekehrt zu ihr hinlegen etc...) und"überrede" sie häufig dazu, doch etwas zu Trinken, um meine Angst, sie könnte nicht genug bekommen, zu schmälern.
Leider macht es dieses "Überreden"nicht gerade besser... Stillen bedeutet für uns beide tagsüber momentan echt STRESS! Sobald ich anfange die Brust auszupacken, dreht sie sich Weg, nimmt die Finger in den Mund und bekommt schlechte Laune.
Ich habe mich schon an verschiedenen Stellen gewendet, um mir Hilfe zu holen:
-Kinderärztin: meinte bloß,dass sie dem Gewicht, der Entwicklung und den Speckringen an den Oberschenkeln nach, prächtig gedeiht und sie ja dann mit 4 Monaten endlich Brei bekommen kann. Das hat mir mal gar nicht geholfen
- Hebamme/Stillgruppe: beide meinten, dass sie vll einfach Tag und Nacht vertauscht hat und sich nachts holt, was sie braucht und sich schon meldet, wenn sie gestillt werden will.
-Osteopathin: laut ihr ist die Kleine sehr anfällig für Überreizungen und lässt sich leicht von ihrer Umwelt ablenken. Sie hat zwar Blockaden gelöst,aber ein generelles Problem, dass sie nicht auf der Seite liegen möchte zum Trinken oder sonst irgendwie Schmerzen hat, besteht nicht..
Alle konnten mir bisher noch nicht so recht helfen, zwar kurzfristig beruhigen, aber ich kann echt weitere Tipps und Meinungen gut gebrauchen!
Die Situation belastet mich sehr, da:
- ich mich um mein Kind sorge und Angst habe, dass sie nicht genügend Milch zu sich nimmt und Schaden durch solch lange StillPausen nimmt, gerade jetzt wo es wärmer wird und wir draußen unterwegs sind
- ich nicht ohne schlechtes Gewissen mehr rausgehen und Termine wahrnehmen kann. Ich weiß genau, dass sie unterwegs kaum oder nichts Trinken wird und kann nie sicher sein,dass sie für eine Weile genug getrunken hat.
- ich Angst habe, dass wir auf dem besten Weg zu einem baldigen Abstillen sind, das ist eigentlich gar nicht, dass was ich möchte...
- die Situation unsere Beziehung belastet. Ich fühle mich abgelehnt von ihr und fange an, die Geduld zu verlieren. Ich bin frustriert, gereizt und mache mir Sorgen, etwas falsch gemacht zu haben.
Ich hatte zugegebenermaßen anfangs Bedenken, ob ich mit dem Stillen gut klar komme und gehe nicht darin auf, wie noch was, aber dennoch tu ich es gerne, genieße den Kontakt zu meiner Tochter und möchte durch das Stillen, die bestmögliche Grundlage für sie schaffen...
Am Besten trinkt sie momentan direkt nach dem Aufwachen, wenn sie ausgeschlafen ist. Wenn sie müde ist, habe ich eigentlich keine Chance...die letzten Tage habe ich versucht, ihr die Brust immer wieder anzubieten, es aber dabei zu belassen, sobald ich Ablehnung ihrerseits bemerke. Das hat etwas geholfen und an manchen Tagen war es tatsächlich so, dass ich endlich einmal wieder ein Suchen der Brust ihrerseits feststellen bzw. ein Ansocken ohne Probleme verbuchen konnte. Aber nur vorübergehend, denn zwischendurch gibt es immer wieder schlimme Tage und eine Normalität beim Stillen stellt sich nicht ein.
Feuchte Windeln hat sie, soweit ich das beurteilen genug (ich wechsle alle 3-4 Stunden, außer nachts, die Windel und diese ist immer wenigstens etwas feucht),Stuhlgang hat sie oft mehrere Tage nicht, ca. alle 3-5 Tage.
Das Gewicht bei der U4 am 17.02 lag bei 5800g, letzte Woche bei ca. 6400-6500g, also,eigentlich eine normale Gewichtsentwicklung.
Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass ich an Hashimoto leide und l-Thyroxin nehme. Nach der Geburt war der Wert sehr niedrig, durch die hohe Dosis in der Schwangerschaft, jetzt tendiert der Wert in Richtung einer Unterfunktion... Ich habe aber immer sehr viel Milch gehabt und habe das Gefühl, dass dem immernoch so ist. An zu wenig Milch sollte es nicht liegen... Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Kleine überfordert ist, weil so viel Milch kommt.
Außerdem scheint sie Kleine eventuell zu zahnen, das kündigt sich schon eine Weile an... In etwa solange wie die Probleme bestehen.
Soviel zu unserer Situation, tut mir leid für den Roman...
Über Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar! Ich würde so gerne wieder mit "Genuss" Stillen und das Stillen auch noch eine Weile beibehalten...
Viele Grüße