Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)
Verfasst: 20.02.2014, 13:59
Lange hab ich überlegt, ob ich hier schreiben soll, denn ich war/bin mir nicht sicher, ob bei uns überhaupt ein Stillproblem vorliegt (im Vergleich mit den anderen Geschichten hier).
"Mein" Problem sind nach wie vor schmerzende Brustwarzen, seit Stillbeginn (vor gut vier Wochen) durchgehend bei jedem Stillen und auch zwischendurch beim Milchspendereflex (nehme ich an, so krampfartige, stechende Schmerzen in beiden Brüsten gleichzeitig). Sie sind aber nicht wund oder entzündet, ich hab keinen Soor oder Milchstau etc. Seit ich aufgehört habe, Lansinoh und MultiMam anzuwenden, sind die Schmerzen auch noch etwas weniger geworden (ich muss nicht mehr vor Schmerzen heulen). Mein Verdacht: ich bekomme das Anlegen einfach nicht richtig hin.
Mein Kind gedeiht prima, die Stillberaterin im Krankenhaus (ICBLB-Dings), alle Kinderschwestern, die drauf geguckt haben und die Hebamme der Nachsorge sind/waren zufrieden damit, wie wir stillen ("gute Brustwarze!", "sieht doch prima aus", "tut halt bissel weh am Anfang", "nach zwei Wochen sollte es gut sein - ach, tut immer noch weh? Hm... Manchmal dauerts auch länger."). Ich kann mir aber nicht vorstellen, mit - wenn auch erträglichen - Schmerzen ein halbes Jahr voll zu stillen, wie ich es eigentlich vor hatte. Zumal ich durch die diverse Lektüre hier und bei stillkinder.de etc. auch den Anspruch habe, schmerzfrei stillen zu können. Das muss doch irgendwie gehen?! Manchmal habe ich mir schon gewünscht, ich hätte nie mit dem Stillen angefangen...
So viel zur Vorgeschichte, jetzt kommen die Fakten:
* Kind wurde nie zugefüttert.
* Stillalltag:
- in den letzten beiden Wochen stillen wir ca. 6-7 x pro 24h, Abstände variieren zwischen 2 und 6 Stunden, Dauer meist 10 Minuten pro Seite.
- Ich gebe fast jedes Mal beide Seiten, es sei denn, das Kind schläft fest ein nach einer Brust (kommt so alle 3, 4 Tage mal vor). Wenn ich sonst versuche, ihr nur eine Brust zu geben, bekomme ich sie nicht beruhigt, bevor sie auch die zweite getrunken hat. Sie dockt dann bei der ersten immer wieder an und ab und schreit. Mir scheint es so, als käme sie mit der dann sehr weichen Brust nicht klar. Sie saugt dann 2-3x mal, schluckt aber nicht.
- Ich stille so lange, bis sie von selbst loslässt und auch nicht wieder dran geht; zwischendurch nehme ich sie hoch um etwas "Luft abzulassen", da sie sich fast jedes Mal verschluckt; manchmal kommt Milch aus der Nase gelaufen, oder sie muss husten. An der linken Seite läuft während des Trinkens manchmal Milch raus. Richtig spucken muss sie nicht, es läuft aber nach fast jeder Mahlzeit ein bisschen was wieder raus, vor allem wenn wir nach dem Stillen wickeln, was ich schon zu vermeiden suche.
- Ich versuche, sie bei den ersten Hungerzeichen anzulegen, allerdings ist da nicht viel Spielraum zwischen Hungerzeichen und laut losschreien, so dass ich sie oft erst schreiend anlegen kann (blöde Still-BH-Verschlüsse...).
- Ich hab mir die asymmetrische Anlegetechnik angeschaut, aber ich kriegs auch nach mehreren Versuchen nicht hin. Am Ende sitze ich immer wie ein Korkenzieher verdreht und gekrümmt über meinem Baby, um irgendwie mehr Warzenhof in den Mund des Kindes zu kriegen. Dass ich von Kopf bis Arme verspannt bin, brauch ich da wohl kaum dazu zu schreiben. Ich stille mehr oder weniger in der Wiegehaltung, allerdings sind da immer ihre Fäustchen im Weg - die machen mich manchmal schon leicht aggressiv
Im Liegen geht nur, wenn ich meinen Rücken massiv durchdrücke und am besten noch den unteren Arm aufgestützt habe und sie mit dem anderen Arm an mich ran drücke. Bequem ist anders... Rückengriff geht auch nur kurz, weil ich das Kind nicht gut um mich herumgewickelt bekomme...
- Ich hab tendenziell eher viel Milch. Es spritzt zwar nicht, aber läuft raus, wenn wir anfangen zu stillen und auch die gegenüberliegende Brust läuft aus, so dass wir nach 1x Stillen uns eigentlich beide umziehen müssten (das ist auch was, was tierisch an meinen Nerven zehrt, auch wenn es total albern ist - dass ich ständig irgendwo feucht und fleckig bin). Im Grunde trifft fast alles hier von auf uns zu:
http://www.stillkinder.de/zunehmen-vers ... verziehen/
Nur leider hilft "nur eine Seite anbieten" nicht, weil ich sie danach eben nicht beruhigt kriege.
- Spaß macht mir das Stillen insgesamt leider gar nicht
* Wir haben bestimmt 8 Pipi-Windeln am Tag, Stuhlgang kam die letzten zwei Nächte nur beim Wickeln und dann explosionsartig in mehreren Schüben (sie hat die gegenüberliegende, zum Glück geflieste Wand getroffen..., und ein mal mich), war aber nie grün, nur immer sehr flüssig und quietschgelb mit weißen Bröckchen, also "nach Vorschrift". Davor war auch mal 2-3x am Tag Stuhlgang in der Windel.
* Stillbeginn: Ich hab noch im Kreißsaal angelegt, dann im Krankenhaus alle 2-3 Stunden, alles friedlich, bis auf die schmerzenden Brustwarzen. Milcheinschuss kam dann in der ersten Nacht zu Hause und war die Pest, hab ich aber mit ausstreichen und wärmen-stillen-kühlen ganz gut in den Griff gekriegt.
* Das Kind kennt außer meiner Brust unsere kleinen Finger, die wir in den ersten zwei-drei Wochen zur Beruhigung eingesetzt haben, weil ich sie einfach nicht mehr an der Brust nuckeln lassen konnte (und laut Hebamme auch nicht sollte, wegen der Schmerzen). Da wir dann unsere Finger wieder brauchten haben wir einen Soothie angewöhnt, nach dem wir einige andere Schnuller erfolglos ausprobiert hatten. Den nimmt sie jetzt ganz gut. Das Stillen hat sich meiner Meinung nach dadurch nicht verändert. Flasche o.ä. kennt sie nicht.
* In Behandlung sonst sind wir nicht. Kind ist laut U3 kerngesund. Hat nur bissel zu viel Luft im Bauch. Empfehlung des (ansonsten kompetent wirkenden) Kinderarztes: größere Stillabstände etablieren, am besten nachts. Blabla. Und mehr aufs Bäuerchen achten (was ich seit dem auch mit mittelmäßigem Erfolg tue).
* Ich nehme Eisen, ansonsten nimmt keiner von uns Medikamente oder hat Erkrankungen.
- auch wenn ich mir darum keine Sorgen mache, hier die Gewichtsdaten:
18.01. 3105 g Geburt KH
20.01. 2990 g U2 KH
14.02. 4150 g U3 KiA
Dazwischen die Daten hab ich leider nicht - aber wir sind mit der Hebamme in Woche 2 mal auf 300 Gramm Gewichtszunahme gekommen.
Was ich mir wünsche/erhoffe: dass mir jemand sagt, dass es so nicht noch 5 Monate weitergehen wird bzw. noch irgendwas, was ich ausprobieren könnte. Oder hat vielleicht jemand Stillfotos von Frauen mit kleinen Brüsten? Damit ich sehe, wie man das machen muss ohne sich komplett zu verrenken. Die Textanleitungen scheint mein Gehirn zur Zeit nicht korrekt verarbeiten zu können... Ich würde so gerne *gerne* stillen. Danke!
"Mein" Problem sind nach wie vor schmerzende Brustwarzen, seit Stillbeginn (vor gut vier Wochen) durchgehend bei jedem Stillen und auch zwischendurch beim Milchspendereflex (nehme ich an, so krampfartige, stechende Schmerzen in beiden Brüsten gleichzeitig). Sie sind aber nicht wund oder entzündet, ich hab keinen Soor oder Milchstau etc. Seit ich aufgehört habe, Lansinoh und MultiMam anzuwenden, sind die Schmerzen auch noch etwas weniger geworden (ich muss nicht mehr vor Schmerzen heulen). Mein Verdacht: ich bekomme das Anlegen einfach nicht richtig hin.
Mein Kind gedeiht prima, die Stillberaterin im Krankenhaus (ICBLB-Dings), alle Kinderschwestern, die drauf geguckt haben und die Hebamme der Nachsorge sind/waren zufrieden damit, wie wir stillen ("gute Brustwarze!", "sieht doch prima aus", "tut halt bissel weh am Anfang", "nach zwei Wochen sollte es gut sein - ach, tut immer noch weh? Hm... Manchmal dauerts auch länger."). Ich kann mir aber nicht vorstellen, mit - wenn auch erträglichen - Schmerzen ein halbes Jahr voll zu stillen, wie ich es eigentlich vor hatte. Zumal ich durch die diverse Lektüre hier und bei stillkinder.de etc. auch den Anspruch habe, schmerzfrei stillen zu können. Das muss doch irgendwie gehen?! Manchmal habe ich mir schon gewünscht, ich hätte nie mit dem Stillen angefangen...
So viel zur Vorgeschichte, jetzt kommen die Fakten:
* Kind wurde nie zugefüttert.
* Stillalltag:
- in den letzten beiden Wochen stillen wir ca. 6-7 x pro 24h, Abstände variieren zwischen 2 und 6 Stunden, Dauer meist 10 Minuten pro Seite.
- Ich gebe fast jedes Mal beide Seiten, es sei denn, das Kind schläft fest ein nach einer Brust (kommt so alle 3, 4 Tage mal vor). Wenn ich sonst versuche, ihr nur eine Brust zu geben, bekomme ich sie nicht beruhigt, bevor sie auch die zweite getrunken hat. Sie dockt dann bei der ersten immer wieder an und ab und schreit. Mir scheint es so, als käme sie mit der dann sehr weichen Brust nicht klar. Sie saugt dann 2-3x mal, schluckt aber nicht.
- Ich stille so lange, bis sie von selbst loslässt und auch nicht wieder dran geht; zwischendurch nehme ich sie hoch um etwas "Luft abzulassen", da sie sich fast jedes Mal verschluckt; manchmal kommt Milch aus der Nase gelaufen, oder sie muss husten. An der linken Seite läuft während des Trinkens manchmal Milch raus. Richtig spucken muss sie nicht, es läuft aber nach fast jeder Mahlzeit ein bisschen was wieder raus, vor allem wenn wir nach dem Stillen wickeln, was ich schon zu vermeiden suche.
- Ich versuche, sie bei den ersten Hungerzeichen anzulegen, allerdings ist da nicht viel Spielraum zwischen Hungerzeichen und laut losschreien, so dass ich sie oft erst schreiend anlegen kann (blöde Still-BH-Verschlüsse...).
- Ich hab mir die asymmetrische Anlegetechnik angeschaut, aber ich kriegs auch nach mehreren Versuchen nicht hin. Am Ende sitze ich immer wie ein Korkenzieher verdreht und gekrümmt über meinem Baby, um irgendwie mehr Warzenhof in den Mund des Kindes zu kriegen. Dass ich von Kopf bis Arme verspannt bin, brauch ich da wohl kaum dazu zu schreiben. Ich stille mehr oder weniger in der Wiegehaltung, allerdings sind da immer ihre Fäustchen im Weg - die machen mich manchmal schon leicht aggressiv
- Ich hab tendenziell eher viel Milch. Es spritzt zwar nicht, aber läuft raus, wenn wir anfangen zu stillen und auch die gegenüberliegende Brust läuft aus, so dass wir nach 1x Stillen uns eigentlich beide umziehen müssten (das ist auch was, was tierisch an meinen Nerven zehrt, auch wenn es total albern ist - dass ich ständig irgendwo feucht und fleckig bin). Im Grunde trifft fast alles hier von auf uns zu:
http://www.stillkinder.de/zunehmen-vers ... verziehen/
Nur leider hilft "nur eine Seite anbieten" nicht, weil ich sie danach eben nicht beruhigt kriege.
- Spaß macht mir das Stillen insgesamt leider gar nicht
* Wir haben bestimmt 8 Pipi-Windeln am Tag, Stuhlgang kam die letzten zwei Nächte nur beim Wickeln und dann explosionsartig in mehreren Schüben (sie hat die gegenüberliegende, zum Glück geflieste Wand getroffen..., und ein mal mich), war aber nie grün, nur immer sehr flüssig und quietschgelb mit weißen Bröckchen, also "nach Vorschrift". Davor war auch mal 2-3x am Tag Stuhlgang in der Windel.
* Stillbeginn: Ich hab noch im Kreißsaal angelegt, dann im Krankenhaus alle 2-3 Stunden, alles friedlich, bis auf die schmerzenden Brustwarzen. Milcheinschuss kam dann in der ersten Nacht zu Hause und war die Pest, hab ich aber mit ausstreichen und wärmen-stillen-kühlen ganz gut in den Griff gekriegt.
* Das Kind kennt außer meiner Brust unsere kleinen Finger, die wir in den ersten zwei-drei Wochen zur Beruhigung eingesetzt haben, weil ich sie einfach nicht mehr an der Brust nuckeln lassen konnte (und laut Hebamme auch nicht sollte, wegen der Schmerzen). Da wir dann unsere Finger wieder brauchten haben wir einen Soothie angewöhnt, nach dem wir einige andere Schnuller erfolglos ausprobiert hatten. Den nimmt sie jetzt ganz gut. Das Stillen hat sich meiner Meinung nach dadurch nicht verändert. Flasche o.ä. kennt sie nicht.
* In Behandlung sonst sind wir nicht. Kind ist laut U3 kerngesund. Hat nur bissel zu viel Luft im Bauch. Empfehlung des (ansonsten kompetent wirkenden) Kinderarztes: größere Stillabstände etablieren, am besten nachts. Blabla. Und mehr aufs Bäuerchen achten (was ich seit dem auch mit mittelmäßigem Erfolg tue).
* Ich nehme Eisen, ansonsten nimmt keiner von uns Medikamente oder hat Erkrankungen.
- auch wenn ich mir darum keine Sorgen mache, hier die Gewichtsdaten:
18.01. 3105 g Geburt KH
20.01. 2990 g U2 KH
14.02. 4150 g U3 KiA
Dazwischen die Daten hab ich leider nicht - aber wir sind mit der Hebamme in Woche 2 mal auf 300 Gramm Gewichtszunahme gekommen.
Was ich mir wünsche/erhoffe: dass mir jemand sagt, dass es so nicht noch 5 Monate weitergehen wird bzw. noch irgendwas, was ich ausprobieren könnte. Oder hat vielleicht jemand Stillfotos von Frauen mit kleinen Brüsten? Damit ich sehe, wie man das machen muss ohne sich komplett zu verrenken. Die Textanleitungen scheint mein Gehirn zur Zeit nicht korrekt verarbeiten zu können... Ich würde so gerne *gerne* stillen. Danke!