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Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 03.02.2014, 09:42
von Staubflocke1
Guten Morgen,
ich vermute bei meinem Sohn (7 Monate) eine Kuhmilchallergie.
Bislang wird er gestillt und bekommt 3 Breimahlzeiten ( Getreide-Obst und Gemüse-Getreide-Brei) , beim zufälligem Kontakt mit Milch im gesicht hat er jedes Mal direkt Flecken bekommen. Er ist aber sowieso ein hautkind, dh er hat immer mal wieder rote und fleckige Hautstellen, die aber anscheinend nicht jucken und mit der Beikosteinführung auch besser geworden sind.
Gestern habe ich nun 2 EL premilch unter seinen brei gerührt um zu testen, ob er sie verträgt. Er bekam direkt rote Stellen um den mund. Dann habe ich ihm die pure milch auf die Stirn geschmiert und er bekam an der Stelle eine fette Quaddel. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon den halben brei gegessen. Die nacht war dann der Horror, Bauchweh ohne ende und von 3-5 Brüllerei. Für mich steht damit die Diagnose milchallergie eigentlich fest. Oder wie seht ihr das ?
Ich möchte die Woche zum Arzt zur weiteren Abklärung. Mein Plan ist weiter zu stillen. ggfs noch ein Jahr und dann weiterzusehen. Muss ich mich denn jetzt komplett Milchfrei ernähren ? hier im forum habe ich bei der Suche verschiedenes gelesen, die einen sagen, es geht praktisch nix über in die Muttermilch, die anderen sahen erst besserung nach milchfreier Ernährung. insoweit bin ich verwirrt.
Ausserdem bräuchte ich auch eine Alternative, falls ich mal abends nicht da bin, abpumpen möchte ich nicht. Ginge für solche "Ausnahmen" auch mal Reis-oder Hafermilch ? Ich weiss, das dort nicht genügend nährstoffe drin sind, allerdings nimmt er die ja grösstenteils über Beikost und stillen zu sich und für "mal" wenn Mama nicht da ist, sollte es gehen, oder ?
Danke für Eure mithilfe, mein kopf ist gerade so voll...
lG
Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 03.02.2014, 10:46
von nido56
Hallo,
das musst Du wahrscheinlich ausprobieren. Ich habe selber keine Erfahrungen, aber eine Freundin von mir hat eine hochallergische Tochter (unter anderem auch gegen Kuhmilcheiweiss), und die Kleine reagiert mit Hautausschlag, wenn die Mutter Milchprodukte zu sich nimmt. Allerdings reagiert sie wirklich ganz, ganz heftig auf allerkleinste Spuren von Milch. Bei Euch muss das nicht so sein. Ich wuerde es einfach mal ausprobieren, mal ein paar Wochen verzichten und schauen, ob die Haut bessser wird.
Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 03.02.2014, 13:57
von jusl
Hallo und herzlich willkommen hier.
Für mich steht damit die Diagnose milchallergie eigentlich fest. Oder wie seht ihr das ?
In der Tat, Deine Versuchsreihe ist recht überzeugend.
(Allgemeine Anmerkung: Achtung, solche Expositionstests bei konkretem, bestehenden Verdacht sollten besser nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, denn schwere allergische Reaktionen wie anaphylaktischer Schock sind zwar selten, aber nicht ausgeschlossen.)
Muss ich mich denn jetzt komplett Milchfrei ernähren ? hier im forum habe ich bei der Suche verschiedenes gelesen, die einen sagen, es geht praktisch nix über in die Muttermilch, die anderen sahen erst besserung nach milchfreier Ernährung. insoweit bin ich verwirrt.
Normalerweise ist eine milchfreie Diät der stillenden Mutter NICHT nötig, auch nicht bei nachgewiesener Kuhmilchallergie des Stillbabys.
Ausserdem bräuchte ich auch eine Alternative, falls ich mal abends nicht da bin, abpumpen möchte ich nicht. Ginge für solche "Ausnahmen" auch mal Reis-oder Hafermilch ? Ich weiss, das dort nicht genügend nährstoffe drin sind, allerdings nimmt er die ja grösstenteils über Beikost und stillen zu sich und für "mal" wenn Mama nicht da ist, sollte es gehen, oder ?
Dein Baby ist bereits im Beikostalter und kann damit einfach Beikost bekommen, wenn Du mal nicht da bist. Ob das dann Reismilch oder der gewohnte Brei oder Lammfilet mit Rosmarin ist, ist ganz egal.
LG
Julia
Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 01.08.2014, 21:54
von CoSi
Sag mal, jusl, wie stützt du die Aussage, dass man bei Kuhmilchallergie ganz normal weiterstillen kann? Mein Sohn hat auch eine Kuhmilchallergie, und zwar hatte er sie schon, bevor er jemals im Leben Beikost bekommen hat. Ebenso reagiert er auf Soja. Bauchweh, schleimiger Stuhl, Blut im Stuhl. Er hat seit der Geburt nach jedem Stillen gebrüllt wie am Spieß und sich gekrümmt. Als mich dann endlich jemand Ernst nahm, als das Blut im Stuhl dazu kam (vorher hieß es anfangs immer nur: "Ach, das sind dreimonatskoliken", danach hieß es (da die Probleme überwiegend nachts auftragen: "Tja, schlechte Schlafgewohnheiten - brüllen lassen!") wurde mir in der Klinik erklärt, dass ich mich milchfrei ernähren müsse. Die Eiweiße, die die Probleme machen, gehen sehr wohl in die MuMi über.
Jetzt würde mich interessieren, ob das wohl doch nicht der Fall ist?! Auf welche Quellen berufst du dich? Und dann würde mich interessieren, was bei uns dann das Problem gemacht hat - bei einem vollgestillten Baby? Mein Kinderarzt hat nämlich auch immer argumentiert, dass eine Allergie bei einem vollgestillten Baby nicht möglich sei. Bis eben das Blut dazu kam und er mich dann in die Klinik überwiesen hat.....
Ist jetzt wirklich nur Interessehalber, nicht vorwurfsvoll gemeint, auch wenn es vielleicht so klingt.
Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 01.08.2014, 22:07
von jusl
Hallo Cosi,
momentan bin ich im Urlaub (ohne meine Fachliteratur

), aber wenn ich wieder daheim bin, nenne ich gerne entsprechende Quellen.
Bis dahin möge Dir mein Berich dienen, dass ich in meinen Stillberatungen schon sehr viele allergiekranke Babys begleitet habe, und Kuhmilchallergien waren dabei auch erwartungsgemäß am häufigsten vertreten. Bei der allergrößten Zahl dieser Babys konnten die Mütter problemlos weiterhin Kuhmilchprotein-haltige Lebensmittel konsumieren, ohne dass die Säuglinge deswegen Symptome zeigten.
Kuhmilchproteine lassen sich zwar in die Muttermilch nachweisen, aber nur in geringen Spuren. Für den überwiegenden Teil allergieerkrankter Babys ist diese Menge zu gering, um Beschwerden auszulösen. Lediglich
hochallergische Kinder reagieren auf diese winzigen Spuren (z.B. mit Schmerzen kurz nach dem Stillen, blutige Stühle usw.) - auch diese Fälle sind mir aus meinen Beratungen gut bekannt; da hilft dann tatsächlich nur eine Eliminationsdiät der stillenden Mutter. Die gute Nachricht ist allerdings, dass auch bei den hochallergischen Säuglingen die Heilungsrate im Kindesalter relativ hoch ist, d.h. viele ehemals allergische Babys können im Kindes- und Erwachsenenalter doch Kuhmilch vertragen.
LG
Julia
Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 02.08.2014, 11:14
von Lösche Benutzer 17774
Ich höre hier auch mal mit zu... Ich selbst hatte viele Nahrungsmittelallergien. Unter anderem als Kind/Jugendlicher auch Kuhmilch... Ich finde allerdings die Reaktion bei deinem Kleinen mit Blut im Stuhl ziemlich erschreckend... Das war dann wieder okay, als du Diät gemacht hast? Habe noch nie gehört, dass man derartige Probleme bekommt und würde dementsprechend nie an eine Nahrungsmittelallergie denken...
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Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 05.08.2014, 12:51
von lilie86
Grade total Thema bei meinem Minibaby...
Lese mal gespannt mit
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Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 05.08.2014, 12:52
von lilie86
Mein Kind hat seit der 3. LEbenswoche Anschläge und meine KiÄ meint das were eine Kuhmilchunverträglichkeit :-/
Ich kann aber irgendwie nicht auf meine Milch im Kaffee und Käse verzichten...
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Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 05.08.2014, 12:57
von Neuhier
Bei uns war es so wie bei der TE. Mit etwa 8 Monaten habe ich Kuhmilch ausprobiert mit dem gleichen Ergebnis.
Ich hab die Kuhmilch dann nochmal zwei Monate weggelassen und dann in kleinen Dosen eingeführt, da hat er es dann problemlos vertragen.
Bei uns war es wohl einfach zu früh.
Re: Milchallergie und Stillen, dringend !
Verfasst: 05.08.2014, 13:22
von EhMibima
lilie86 hat geschrieben:Mein Kind hat seit der 3. LEbenswoche Anschläge und meine KiÄ meint das were eine Kuhmilchunverträglichkeit :-/
Ich kann aber irgendwie nicht auf meine Milch im Kaffee und Käse verzichten...
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Da gibt´s prima Ersatz. Und du kannst es ja auch erst einmal ein paar Wochen ausprobieren ob´s Weglassen überhaupt hilft.