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Argumente für oder gegen frühe Beikost/BLW

Verfasst: 30.01.2014, 22:51
von Mogliki
Meine Tochter ist morgen 18 Wochen alt und ich wollte eigentlich immer die vollen sechs Monate ausschließlich stillen. Nun ergab es sich aber vor ein paar Tagen, als sie beim Frühstück auf meinem Schoß saß, dass sie an meine Banane fasste und dann mit ihrer Hand in den Mund ging und recht begeistert guckte. Mein Freund hielt ihr darauf seine Bananenhälfte unter die Nase und sie fing an, sehr begeistert an der Schnittfläche zu lecken. :shock:

Heute hat er ihr dann wieder Banane hingehalten und sie hat einmal daran geleckt und dann allerdings nicht sehr begeistert geguckt - war aber auch eine weniger reife Banane und das eher bittere Äußere, keine süße Schnittfläche.

Nun stürzt mich das Ganze in eine kleine Gewissenskrise. Auf der einen Seite will ich, dass unsere Tochter das Essen für sich erkunden kann wie sie will - wir wollen auch BLW machen - auf der anderen Seite habe ich ein ungutes Gefühl dabei, wenn sie sich jetzt schon Essen in den Mund steckt. Die Zeichen der Beikostreife...
jusl hat geschrieben:* das Baby kann mit Unterstützung sitzen, auf dem Schoß oder im Hochstühlchen,
* das Baby kann selbst Nahrung gezielt greifen (zunächst mit der ganzen Hand, später im Pinzettengriff) und zum Mund führen
* das Baby kann Kaubewegungen machen. Dazu muss der sog. Zungenstoßreflex verschwunden sein, der bei jüngeren Babys kleine Gegenstände reflexhaft direkt wieder aus dem Mund heraus befördert.
erfüllt sie - glaube ich. Sie sitzt auf unserem Schoß (Stuhl haben wir noch nicht probiert), der untere Rücken ist zwar noch nicht so sicher, aber sie kann sich auch schon aktiv vorbeugen wenn sie an etwas rankommen will.
Sie greift gezielt - bisher noch nicht nach Nahrung, aber z.B. nach meiner Tasse. :lol:
Und sie "kaut" seit ein paar Tagen gerne. Aber nicht beim essen oder wenn sie uns beobachtet, sondern einfach so, es scheint ihr Spaß zu machen. Ist das das, was gemeint ist? Zungenstoßreflex weiß ich nicht, ich habe noch nie versucht, ihr etwas in den Mund zu schieben...

Trotzdem weiß ich nicht, was ich von der Vorstellung halten sollte, sie könnte schon essen. Wobei der klassische Breiplan ja jetzt auch schon anfinge - aber das finde ich eigentlich vel zu früh!
Darum die Frage an euch: was gibt es für Argumentem sowohl dafür ihr weiter Essen anzubieten wie auch dagegen?
Sollten wir uns erst nochmal in BLW einlesen (über das hinaus, was hier im Forum steht, z.B. mit "Einmal breifrei")?
Ich bin echt hilflos in der ganzen Frage...

Re: Argumente für oder gegen frühe Beikost/BLW

Verfasst: 30.01.2014, 23:18
von sutnahpele
Naja, dass deine Tochter an einer Banane geleckt hat, muss nicht dafür sprechen, dass sie sie essen wollte :wink: Ich tippe auf allgemeine kindliche Neugier. Wenn sie tatsächlich essen möchte, wird sie sicherlich Lebensmittel von euren Tellern (wenn sie rankommt :wink: ) erbeuten, sie in den Mund stecken und darauf rumkauen. Und eben nicht nur daran lecken. Das "Hauptkennzeichen" der Beikostreife ist ja der Wunsch zu essen.
Mogliki hat geschrieben:Meine Tochter ist morgen 18 Wochen alt und ich wollte eigentlich immer die vollen sechs Monate ausschließlich stillen.
Eigentlich ist am sinnvollsten, bis zur Beikostreife vollzustillen, die ja ungefähr um den 6. Monat eintritt. Ein Kind kann aber auch etwas früher oder später beikostreif werden. Die 6 Monate sind nur ein Richtwert, die man nicht "vollmachen" muss, wenn das Kind eigentlich schon beikostreif ist. Bzw. sind auch genügend Kinder erst deutlich später so weit.

Re: Argumente für oder gegen frühe Beikost/BLW

Verfasst: 30.01.2014, 23:41
von Mogliki
Kann es ihr denn irgendwie schaden, wenn sie solche "Neugier-Leck-Experimente" macht? Dann würden wir nämlich eher schauen, dass sie eben nichts entsprechendes in Reichweite bekommt.

Re: Argumente für oder gegen frühe Beikost/BLW

Verfasst: 31.01.2014, 00:05
von sutnahpele
Ich würde (aus Laiensicht) sagen, dass der Mund eines Babies ein wichtiges Werkzeug ist, um die Welt zu erkunden. Ich hab meinen Sohn an allem lecken lassen, was nicht giftig, scharfkantig oder anderweitig gefährlich war.