Kinderarztbesuch - ich muss meinen Frust loswerden!
Verfasst: 14.01.2014, 12:45
Liebe SuTlerinnen,
ich muss mir jetzt einfach mal alles von der Seele schreiben. Mein Mann kommt erst abends nach Hause und bis dahin platze ich sonst.
Also heute U5 bei einem neuen Kinderarzt (von der vorherigen bin ich gegangen worden). Mein Kleiner ist heute genau sechs Monate alt.
Erste Frage schon nach dem Impfpass. Ich sage ihm, dass der leer zu Hause ist, weil wir nicht bzw. noch nicht impfen lassen wollen. (Bitte jetzt keine Grundsatzdiskussion übers Impfen - ich kenne die jeweiligen Argumente). Nach kurzer Diskussion, in der er meine Argumente und Ängste nicht ernstnahm und als Schmarrn abtat, hieß es dann schon: Ja ich sehe schon, das hat keinen Zweck mit Ihnen, dann machen wir die U5 und das wars dann.
Dann sollte ich einen Bogen ausfüllen, damit er sich ein gutes Bild von unserer Situation machen kann. Da waren halt bestimmte Aussagen und man musste ankreuzen fast nie, häufig, fast immer und ob man Beratungsbedarf möchte. Bei einigen Fragen konnte ich gar nix ankreuzen und hab nur ein Fragezeichen gemacht. Z. B. bei "ist ihr Kind ständig unzufrieden und quengelig" - meine Antwort wäre gewesen: Ja, wenn er einen Entwicklungssprung durchmacht dann schon, sonst aber nicht. Aber meine mit Fragezeichen versehenen Abschnitte wurden konsequent ignoriert. Die krasseste Aussage, bei der man ankreuzen sollte war: Mein Kind manipuliert mich mit seinem Schreien. Was ist das für ein Fragebogen????
Dann gings weiter. Also mein Sohn ist jetzt 71 cm groß und wieg 8.890 gr. Er steht also richtig gut im Futter. Natürlich die Frage wegen zufüttern. Ich habe gesagt, dass ich ihn vollstille. Ich ihm immer mal wieder was zu Essen (BLW) angeboten habe, er aber einfach noch nicht beikostreif ist. Dann kamm der nächste Hammer: Ich muss unbedingt mit zufüttern anfangen, vor allem Fleisch 3 - 4x pro Woche. Denn mit der Muttermilch bekommt er nicht mehr genug Eisen und das macht sich später in der Abiturnote bemerkbar. Also übersetzt mein Kind wird, wenn ich weiter nur stille, doofer als andere Kinder. Dass mein Sohn noch nicht beikostreif ist wurde nicht akzeptiert, sondern ich müsse ihm das halt lernen.
In besagtem Fragebogen habe ich bei "schläft nur an der Brust ein" häufig angekreuzt und bei "kann nicht alleine einschlafen" fast immer angekreuzt. Als er das gesehen hat, meinte er: "Das geht gar nicht. Sie müssen ihm ab sofort beibringen, dass er alleine in seinem Bettchen einschlafen soll." Ich habe ihn gefragt wie das funktionieren soll. Er: "Geben Sie ihm halt eine Spieluhr und dann lassen Sie ihn ruhig schreien. Er muss das jetzt lernen." Hallo, er ist jetzt !6! Monate alt.
Bei "Kind möchte ständig getragen werden" und "kann sich nicht oder nur kurz alleine beschäftigen" habe ich häufig angekreuzt. Da hieß es dann auch, dass das ständige Rumtragen ihn an seiner Entwicklung und an der Selbstständigkeit hindert. Allerdings hat er mir dann zum Schluss gesagt, dass mein Sohn altersgerecht entwickelt ist.
Also ich war so sauer über diese ganzen Äußerungen. Ich bin nur froh, dass wir in der Großstadt wohnen, da gibts wenigstens ein großes Angebot an Kinderärzten.
Wenn hier eine Münchnerin mitliest, die einen KiA weiß, der dem individuellen Impfen oder Nichtimpfen aufgeschlossen ist, nur her damit (am besten wäre Kassenarzt).
So, nun geht es mir etwas besser. Ich bin vorhin echt fast heulend aus der Praxis.
Danke fürs "zuhören".
ich muss mir jetzt einfach mal alles von der Seele schreiben. Mein Mann kommt erst abends nach Hause und bis dahin platze ich sonst.
Also heute U5 bei einem neuen Kinderarzt (von der vorherigen bin ich gegangen worden). Mein Kleiner ist heute genau sechs Monate alt.
Erste Frage schon nach dem Impfpass. Ich sage ihm, dass der leer zu Hause ist, weil wir nicht bzw. noch nicht impfen lassen wollen. (Bitte jetzt keine Grundsatzdiskussion übers Impfen - ich kenne die jeweiligen Argumente). Nach kurzer Diskussion, in der er meine Argumente und Ängste nicht ernstnahm und als Schmarrn abtat, hieß es dann schon: Ja ich sehe schon, das hat keinen Zweck mit Ihnen, dann machen wir die U5 und das wars dann.
Dann sollte ich einen Bogen ausfüllen, damit er sich ein gutes Bild von unserer Situation machen kann. Da waren halt bestimmte Aussagen und man musste ankreuzen fast nie, häufig, fast immer und ob man Beratungsbedarf möchte. Bei einigen Fragen konnte ich gar nix ankreuzen und hab nur ein Fragezeichen gemacht. Z. B. bei "ist ihr Kind ständig unzufrieden und quengelig" - meine Antwort wäre gewesen: Ja, wenn er einen Entwicklungssprung durchmacht dann schon, sonst aber nicht. Aber meine mit Fragezeichen versehenen Abschnitte wurden konsequent ignoriert. Die krasseste Aussage, bei der man ankreuzen sollte war: Mein Kind manipuliert mich mit seinem Schreien. Was ist das für ein Fragebogen????
Dann gings weiter. Also mein Sohn ist jetzt 71 cm groß und wieg 8.890 gr. Er steht also richtig gut im Futter. Natürlich die Frage wegen zufüttern. Ich habe gesagt, dass ich ihn vollstille. Ich ihm immer mal wieder was zu Essen (BLW) angeboten habe, er aber einfach noch nicht beikostreif ist. Dann kamm der nächste Hammer: Ich muss unbedingt mit zufüttern anfangen, vor allem Fleisch 3 - 4x pro Woche. Denn mit der Muttermilch bekommt er nicht mehr genug Eisen und das macht sich später in der Abiturnote bemerkbar. Also übersetzt mein Kind wird, wenn ich weiter nur stille, doofer als andere Kinder. Dass mein Sohn noch nicht beikostreif ist wurde nicht akzeptiert, sondern ich müsse ihm das halt lernen.
In besagtem Fragebogen habe ich bei "schläft nur an der Brust ein" häufig angekreuzt und bei "kann nicht alleine einschlafen" fast immer angekreuzt. Als er das gesehen hat, meinte er: "Das geht gar nicht. Sie müssen ihm ab sofort beibringen, dass er alleine in seinem Bettchen einschlafen soll." Ich habe ihn gefragt wie das funktionieren soll. Er: "Geben Sie ihm halt eine Spieluhr und dann lassen Sie ihn ruhig schreien. Er muss das jetzt lernen." Hallo, er ist jetzt !6! Monate alt.
Bei "Kind möchte ständig getragen werden" und "kann sich nicht oder nur kurz alleine beschäftigen" habe ich häufig angekreuzt. Da hieß es dann auch, dass das ständige Rumtragen ihn an seiner Entwicklung und an der Selbstständigkeit hindert. Allerdings hat er mir dann zum Schluss gesagt, dass mein Sohn altersgerecht entwickelt ist.
Also ich war so sauer über diese ganzen Äußerungen. Ich bin nur froh, dass wir in der Großstadt wohnen, da gibts wenigstens ein großes Angebot an Kinderärzten.
Wenn hier eine Münchnerin mitliest, die einen KiA weiß, der dem individuellen Impfen oder Nichtimpfen aufgeschlossen ist, nur her damit (am besten wäre Kassenarzt).
So, nun geht es mir etwas besser. Ich bin vorhin echt fast heulend aus der Praxis.
Danke fürs "zuhören".