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frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:25
von lalelu2
Heute war zum ersten Mal Krabbelgruppe mit der Maus und obwohl Maus erst 17 Wo ist und der älteste 20 Wo ist, sind wir die einzigen, die noch voll stillen. Nicht nur das, die anderen sind auch alle überzeugt, dass es richtig ist, spätetstens mit 4 Mon zuzufüttern und halten mit ihrer Meinung nicht hintern Berg.
Ein ortbekannter KIA (zudem ich natürlich nicht gehe) wäre Experte für Allergien und hielte langes (bis 6 Mon) stillen für absoluten Unsinn und gar nicht empfehlenswert und mein Wissen sein völlig veraltet, neuste Studien würden Stillen oder überhaupt alleinige Gabe von Milchnahrung nur noch für 4 mon empfehlen usw.
Dann komme ich gerade von meiner KiÄ und auch von ihr der Hinweis: bitte dringend mit Beikost beginnen.
Das alles bringt zwar meinen Entschluss 6 Monate zu stillen nicht zum wanken, aber es würde mich ja doch interessieren, woher all die selbsternannten Experten denn ihr Wissen haben. Denn egal wo ich lese, überall wird nach wie vor empfohlen, 6 Mon Milch zu geben. Vielleicht gerade noch der Hinweis, dass ab 4 Mon kleine Beikostgaben möglich sind, aber die Empfehlung geht doch klar zum Stillen.
Die Kinderärztin habe ich auch nach Quellen befragt (die Mütter natürlich auch, aber ihre Quelle ist der Kinderarzt), und sie sagte nur was von neuen Studien, die beweisen, dass die Nährstoffe nicht reichen würden.
Re: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:33
von moonlight79
Ach - weißt du, du hast 2 Ohren: In das eine rein und das andere wieder raus ..
mir wollte man kürzlich weiß machen, dass es doch völlig egal wäre, ob das Kind in der Babyschale liegt oder im Tragetuch getragen wird. Der Rücken ist bei beiden krumm.
Na und - soll die Mama sich doch so verhalten. Ich werde da nicht diskutieren. Ich mache, was ich für mein Kind als richtig erachte und die anderen machen das anders. Ich missioniere nicht und will auch nicht missioniert werden.
So what ...
Re: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:36
von nora84
Lass dich nicht unterkriegen!
In meiner Krabbelgruppe haben auch fast alle pünktlich zum 4. Monatsgeburtstag angefangen Brei zu füttern - mehr oder weniger erfolgreich, aber keins der Kinder war beikostreif. So richtig interessiert an meinen Erzählungen von BLW war nur eine Mutter, die das dann auch 1-2 Monate gemacht hat, aber jetzt doch zu Brei schwenken will.
Soll dir die Ärztin doch diese neuen Studien vorlegen, wenn sie dich überzeugen möchte.
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Re: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:41
von starsnabber
Ich war in der. Krabbelgruppe immer der Exot. Habe bei den Brei/Kinderwagen/Schlafthemen einfach den Mund gehalten nach ein zweimal. Lustigerweise kamen dann so mit 9. Monaten auf einmal alle zu mir und fragten nach, wie ich das denn so mache mit dem Essen... Da waren sie wohl alle beikostreif
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Re: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:44
von susling
Re: AW: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:44
von MaareMum
Die offiziellen Empfehlungen der Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde sind, dass man ZWISCHEN dem 5.-7. Lebensmonat mit Beikost ANFÄNGT und gleichzeitig weiter stillt bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres (oder länger). Mit der Begründung, dass es in dieser Zeit ein Zeitfenster zu geben scheint, in dem eine Einführung von neuen Lebensmitteln ein Schutz vor Allergien darstellt. Genauso wie das parallel weiter stillen.
Wie du das individuell handhabst, bleibt dir selbst überlassen - auch BLW. Aber die Empfehlungen von diesem anderen Kinderarzt sind definitiv nicht die offiziellen Empfehlungen der Gesellschaft für Kinderheilkunde.
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vom Handy aus
Re: AW: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:45
von MaareMum
PS: lass dich nicht ärgern!
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vom Handy aus
Re: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 14:51
von Jen
Schon bedenklich, wenn MEDIZINER solches "Fachwissen" an oft unerfahrene und verunsicherte Eltern weitergeben. Kein Wunder Stillen immer weniger Frauen bzw. stillen Frauen immer kürzer.. Bedenkliche Entwicklung.
Ich kenn das aber, ich wurde bei der Babymassage auch komisch angeschaut als ich sage, ich stille bis Lea alles Essen kann.. Zum Glück war ich später in einer Krabbelgruppe mit Müttern die auch fast alle gestillt haben teilweise auch lang.
Re: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 15:08
von EinfachIch
Ich weiß schon, warum ich den geschützten Raum der Gruppen im GH nicht verlasse und mich einer "Mainstream-Krabbelgruppe" anschließe. Ich habe schon die Erfahrung machen dürfen, dass selbst Mütter die selbst sehr gefrustet sind mit ihrer Zufüttersituation (mit ihren 4 monatigen Babies) es nicht hören wollen, dass es auch andere KiÄ gibt die eine stressfreiere Methode empfehlen, also späteres Zufüttern oder gar BLW. Eine Mutter wurde vom KiA bei der U4 zum abstillen angehalten, das Zappeln an der Brust und das häufige Stillen seien ein Zeichen, die Milch würde nicht reichen. Das Kind wog zu dem Zeitpunkt schon an die 8 Kilo und war in einem eindeutig für jeden Laien sichtbaren guten Ernährungszustand. Aber das wurde dann auch nicht hinterfragt, wie ein über und über mit Speckfalten beladenes Baby zu wenig Milch bekommen kann.
Also, entweder auf Durchzug schalten oder sich ein entsprechendes Umfeld suchen, wo man es entweder genauso hält oder wenigstens kritischer hinterfragt, was einem aus KiÄ-Kreisen so mitgeteilt wird.
Re: frustriert von Krabbelgruppe
Verfasst: 07.01.2014, 15:25
von nido56
So, wie ich das verstanden habe, gibt es tatsaechlich eine neue Empfehlung, mit 4 Monaten mit Beikost anzufangen, Der Grund ist, dass es zur Allergiepraevention wohl am besten ist, wenn die Einfuehrung von neuen Nahrungsmitteln erfolgt, waehrend gleichzeitig noch viel gestillt wird. Da aber in vielen Laendern heute so oder so kaum noch eine Frau deutlich ueber den 6. Monat hinaus stillt, kam man darauf, dass es dann vielleicht besser ist, frueher mit Beikost zu beginnen, damit diese eben unter dem Schutz des Stillens eingefuehrt wird. Also am besten waere, Beikosteinfuehrung bei Beikostreife und gleichzeitig weiterstillen bis ins 2. Lebensjahr hinein (mindestens). Wenn die Mutter das nicht will, so sei es eventuell besser mit 4 Monaten Beikost zu geben und dann noch wenigstens 2 Monate weiterzustillen, als mit 6 Monaten Beikost einzufuehren und gleichzeitig auf Industrienahrung umzustellen, wie von vielen Muettern heute praktiziert.
Ist vielleicht keine dumme Idee, nur leider haben mal wieder alle nur den ersten Satz gelesen und sich als Kernaussage "Beikost mit 4 Monaten" gemerkt (auch viele, viel Kinderaerzte). Was ich mich nur frage: Wie schaffen die das alle? Der Pirat war mit knapp 7 Monaten beikostreif. Gleichzeitig hat er sich da auch schon selbst hingesetzt. Vorher hat er vielleicht mal mit dem angebotenen Essen gespielt und es sich in die Haare geschmiert, aber viel kam da nicht im Kind an, auch nicht vom Brei. Wie macht man das, wenn das Kind noch nicht essen will? Der Pirat konnte blitzschnell und sehr gezielt nach dem Loeffel greifen. Ohne Zwangsjacke haette ich da nichts fuettern koennen, was er nicht wollte...
Ansonsten, lass sie reden. Im Endeffekt ist doch wurscht, wann, wie und was andere Babys essen. Solange sie alle gut gedeihen. Ich wuerde einfach fragen, woran sie einen Naehrstoffmangel festmachen, wenn das Kind doch augenscheinlich gesund, munter, gut ernaehrt und gut entwickelt ist?
Ich habe kein Problem damit, mich als "Exotin" mit "Mainstreammuettern" zu treffen. Ich mache ein paar Sachen anders, stille und verwoehne mein Kind und lasse es im Familienbett schlafen. Dafuer arbeite ich voll und der Pirat geht in die Krippe, seit er 5 Monate alt ist. Fuer viele andere auch undenkbar. Wenn wir alle leben und leben lassen, dann koennen wir vielleicht sogar voneinander lernen.