anfangen kann man immer und jeder zeit. das wort "windelfrei" irritiert etwas. denn windelfrei läuft meine kleine nicht rum. sie hat immer ein backup an. zu hause stoffis, unterwegs www. ohne windel läuft sie rum, wenn die grade frisch gemacht hat und ich einfach noch nicht dazu gekommen bin eine frische stoffi anzuziehen (da ich ja weiss, das sie nicht innerhalb der nächsten 30 min wieder machen wird).
wir haben mit ca. 9,5 monaten mit vollwindelfrei angefangen. teilwindelfrei lief bei uns schon ab der 10./11. lebenswoche. das hieß bei uns, das große landete nicht in der geschlossenen windel.
was man bei spätem start auf jeden fall braucht:
- gelassenheit
- gedult
- humor (!!!!!!)
& nicht zu hohe erwartungen.
man muss es so sehen:
jede windel, die man weniger benutzt ist ein erfolg. und ich persönlich finde es alleine schon eine super sache, wenn mein kind nicht bis sonst wohin verschmiert ist und ich es nicht komplett sauber machen muss. daran kann man sich sehr schnell gewöhnen und kann dann schon mal bei einer doch mal vollgekackten windel schon leicht überfordert sein
wir benutzen zu hause ja nur stoffis, da entsteht schonmal kein müll. wenn ich unterwegs bin, brauchen wir zwischen 0-4 www. je nach dem eben.
in dem alter würde ich aber auf jeden fall mit den standards anfangen. ich mag das wort "töpfchentrainig" in dem zusammenhang überhaupt nicht. denn es ist kein training. entweder das kind tolleriert das draufsetzen und macht/macht nicht, oder es steht auf/streckt sich durch oder gibt klar zu verstehen, dass es das nicht will. das läuft völlig OHNE zwang.
standards sind z.b. nach dem schlafen (morgens direkt als erstes auf den topf setzen und nach jedem schläfchen), nach dem essen, nach dem tragen oder während des tragens, wenn die kleine ganz klar signalisieren.
da kann man auf jeden fall bei den größeren ansetzen. ich fand, je länger wf (wie auch immer es persönlich für einen aussieht) läuft, bekommt man ein gewisses gefühl dafür.
als ich damals mit vollwindelfrei angefangen hatte, habe ich zb. auch neben den standard auch die kleine einfach mit aufs klo genommen und auf den topf gesetzt, wenn ich selbst auch grade musste. das hat unsere trefferquote erheblich gesteigert.
und was man auch wissen sollte. grade in dem alter passiert viel körperlich, sprachlich & geistig, was die kleinen lernen und dementsprechend ablenkt. da kann es immer wieder zu abhaltestreiks kommen. da geht gerne mal viel daneben. aber das ist nicht schlimm. sie lernen auch dabei ihr körpergefühl kennen (erlebe ich grade live). unsere kleine ist super erstaunt darüber, wenn was passiert. wenn die stoffi nass ist wird ganz erstaunt geschaut, in den schritt geschaut und drauf gezeigt. wenn ein pups los geht ebenfalls erstauntes schauen und den fingerzeig auf das hinterteil. oder wenn pipi im topf landet, erstauntest zeigen in den topf und reinschauen. auch das interesse am topfinhalt ist groß.
fanzit:
probier es aus und schau, wie es für euch am angenehmsten ist.
unterwegs (je nachdem wo wir sind) halte ich nicht ab. in krabbelgruppen weiss ich einfach, dass unsere kleine zu sehr beschäftigt mit spielen ist. also wird sie in ruhe gelassen.
bei topfgängen kann ich auch immer empfehlen den kleinen ein spielzeug in die hand zu drücken.
unsere kleine musste aber auch erst schnallen, wofür das töpfchen gut ist. anfangs saß sie auch drauf und es kam nix, keine 2 min später windel nass. das große war zu der zeit nie ein problem. das landete direkt im topf. aber beim pipi hat es ein paar tage gedauert. als dann das erste pipi wirklich mal drin landete wars wie ein "klick". ab da war klar, das töpfchen ist nicht nur fürs große
daher nicht entmutigt sein, wenn es nicht gleich beim 1. versuch klappt mit dem topf. einfach immer wieder anbieten und sehen was passiert. wenn sich aber gewehrt wird mit duchstrecken, weinen etc. versuch einfach abbrechen und später nochmal probieren.
wird schon alles
viel spaß beim abenteuer windelfrei
