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Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 10:13
von Puksie
Guten Morgen liebe SUTler.

Ich habe meinen ersten Sohn bis 5,5 Monate voll gestillt. Er war mit 3990g bei der kein Leichtgewicht, aber er sackte auf der Perzentillenkurve immer weiter ab.
Er hat oft gestillt, schlecht geschlafen, es war anstrengend. Er hatte aber auch leichte gesundheitliche Probleme.
Nun kam meine Tochter auf die Welt. Wieder ein schweres Kind mit 4080g. Anfangs war ihre Gewichtsentwicklung überdurchschnittlich, mittlerweile unterdurchschnittlich.
Meine Hebamme hat mich abgespeist mit der Antwort, sie war bei der Geburt schon schwer, da könne man ja nicht mehr so viel zunehmen.
Ganz zufrieden bin ich mit der Antwort nicht, auch wenn ich glaube, das das tendenziell richtig ist.
Man sieht ihr an, das sie dünner wird (Sepckfalten verschwinden), sie ist schnell unzufrieden, was nie der Fall war. Sie war von Anfang an sehr ausgeglichen.
Es heißt mit zunehmendem Alter kommen die Kinder nachts seltener, bei ihr ists umgekehrt, sie kommt mittlerweile ca. 6 Mal pro Nacht.
Sie schlief schon lange immer von 19 Uhr bis 3 Uhr nachts, mittlerweile erwacht sie das erste Mal spätestens um 0 Uhr.
Abends wechselt sie zwischen beiden Brüsten hin und her und ist furchtbar unruhig und unzufrieden, weil nicht mehr genug fließt. (mit Brustkompression kommt noch mal etwas mehr für einen kurzen Moment, dann ist sie wieder zufrieden und ruhig)

Ich stille gerne und möchte auch weiter stillen, bin aber dem Zufüttern nicht abgeneigt, wenn mein Kind dadurch zufriedener ist.
Was ich nicht möchte ist, wirklich durchgehend alle 1-2 Stunden zu stillen, da kommt mein Großer mir einfach zu kurz (bitte verurteilt mich nicht deswegen).

* sie nimmt keine Flasche (mehr). Als sie noch kleiner war, nahm sie abgepumpte Milch aus der Flasche.
* Wir stillen alle 1,5- 2 Stunden, sie trinkt ca. 10 Minuten. Effektiv mit Schluckgeräuschen ca. 2 Minuten. An der rechten Brust trinkt sie immer nur kurz, dann wird sie unruhig und will die linke auch noch
* Sie hat ca. 4 nasse Windeln am Tag und regelmäßig Stuhlgang.
* die ersten Wochen nach der Geburt trank sie sehr häufig, aber sehr ruhig und zufrieden. Sie hat viel geschlafen, war in den Wachphasen sehr fit.
Die ersten zwei Wochen hatte ich mit wunden Brustwarzen zu kämpfen.
* Flasche nahm sie mal, Schnuller nur höchstselten.
* Der KiA meinte bei der U4 es sei alles in der Norm, solange sie einmal am Tag Stuhlgang hat (ja, er hat keine Ahnung vom Stillen)
* Ich leide an einer SD Unterfunktion, sie mit 100µg L-Thyroxin behandelt wird. Außerdem wurde mein Vit. D Mangel mit Dekristol behandelt.
Ich trinke Stilltee mit Bockshornkleesamen, ca. 3 Tassen täglich, seit ich merke, das sie besonders unzufrieden ist.

Ihre Daten:

Geburt
28.08.2013 4080 g (Krankenhaus) kein Entlassungsgewicht, da am nächsten Morgen schon entlassen)
02.09.2012 4080 g (Hebamme)
04.09.2013 4200 g (Kinderarzt U2)
02.10.2013 5000 g (Kinderarzt, (andere Waage) U3)
05.12.2013 6300 g (Waage Babytreff)
19.12.2013 6370 g (Kinderarzt, (Waage wie beim U2) U4)

Ich hatte sie häufiger beim Babytreff gewogen, weiß die Daten und Gewichte aber nicht mehr. Die Zunahmen lagen dabei wöchentlich um die 130 g. Das war zwischen Woche 8 und 11.

Ich freue mich über eure Antworten. :)

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 10:29
von Schlingoline
Ich kann dir keinen Rat geben, häng mich aber mal dran.ich kann bei dir komplett unterschreiben. Mein sohn wurde am 1.10 auch mit 4080 gramm geboren und macht ungefähr die gleiche gewichtsentwicklung.

fix vom Handy

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 10:33
von Mondenkind
Schlingoline hat geschrieben:Ich kann dir keinen Rat geben, häng mich aber mal dran.ich kann bei dir komplett unterschreiben. Mein sohn wurde am 1.10 auch mit 4080 gramm geboren und macht ungefähr die gleiche gewichtsentwicklung.

fix vom Handy
Hallo Schlingoline, wenn Du beraten werden möchtest, dann mach bitte einen eigenen Thread auf!

Puksie, es wird sich im Laufe des Tages jemand von uns bei Dir melden. Die Laune meiner Kinder gibt das leider grad nicht her, dass ich hier sinnvoll berate.

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 10:51
von Puksie
Vielen Dank Mondenkind.

was ich noch ergänzen möchte: Ich war bei meinem Sohn psychisch und physisch am Ende, zum Schluss.
Physisch ists jetzt auch schon wieder arg bescheiden. Ich bin dauerkrank, bekomme meine Rückenschmerzen nicht in den Griff und leide unter Gelenkschmerzen (die hatte ich in der Stillzeit meines Sohnes auch durchgehend). Psychisch habe ich mich im Griff.

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 12:16
von Puksie
Geschlafen hat sie eher immer recht viel, mittlerweile schläft sich noch 3-4 mal am Tag 30 Minuten.

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 12:31
von vivi
Hallo Puksie,
deine Kleine ist ja jetzt so ca. 4 Monate alt. Kann sein, dass sie gerade einen gewaltigen Entwicklungsschub hat. Gerade mit 4 Monaten denken viele Mütter, dass die Milch nicht mehr ausreicht, weil die Babys oft viel öfter stillen wollen.
Meine Tochter fing auch mit 4 Monaten an, nachts alle 1-2 Stunden zu stillen, obwohl sie vorher schon mal 6-8 Stunden am Stück geschlafen hattte. Ich hatte mir damals Sorgen gemacht und bin zum Glück auf dieses Forum gestoßen, das hat mich sehr beruhigt.
Ich denke, dass deine Kleine mehr Milch braucht und deshalb öfter stillt, so produzierst du auch mehr Milch. Kann sein , dass sich die Abstände wieder verlängern, wenn mehr Milch vorhanden ist, vielleicht auch nicht. Meine Tochter hat mit 6 oder 8 Monaten immer noch ca. alle 2 Stunden tags und nachts gestillt (ab 6 Monate gab es erste Beikost), tagsüber wurde es erst mit ca. 10 Monaten seltener. mit ca. 1 Jahr war tagsüber alles andere spannender als die Brust.

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 13:53
von Puksie
Danke für deinen Beitrag Vivi.
Das kann natürlich sein, das das erschwerend hinzukommt.
Wenn ich ehrlich bin gefällt mir ihr Gewicht aber auch nicht. Und stündlich nachts stillen halte ich noch mal so wie bei meinem Sohn aus, ohne das dabei hier jemand zu kurz kommt.

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 14:13
von Puksie
Mir ist noch etwas eingefallen. Ich habe eine sehr große und weiche Brust. Da fällt das Andocken schon mal nicht so leicht.
Man sieht so gut wie nie Milch in den Mundwinkeln, auch keine Zunge an der Seite des Mundes beim Stillen.
Der Stuhlgang ist meist eher grün, ich weiß nicht, ob das überhaupt was damit zu tun hat....

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 21:03
von Mondenkind
Hallo Puksie, wenn man mal den letzten Wert vom 19.12. in Klammern setzt, dann ist die Gewichtszunahme immer gut gewesen. Nur diese 70g vom 5. bis 19.12. sind wenig, und das ist ein Einzelwert. Dem würde ich nicht allzu viel Bedeutung beimessen bzw einfach demnächst nochmal wiegen. Davor war immer alles gut. Kennst Du unseren Grundinfo-Thread Gedeihen? Da steht viel Wissenswertes drin.
* Sie hat ca. 4 nasse Windeln am Tag und regelmäßig Stuhlgang.
Klingt auch normal, auch das weist nicht auf einen Mangel hin.
* Der KiA meinte bei der U4 es sei alles in der Norm, solange sie einmal am Tag Stuhlgang hat
Die Begründung mit dem Stuhlgang ist natürlich Quatsch, aber wenn man seine Werte nimmt, dann hat er trotzdem Recht, was die Gewichtszunahme angeht. Die ist ok :wink:
Wenn ich ehrlich bin gefällt mir ihr Gewicht aber auch nicht.
Wo genau gefällt es Dir nicht? Der letzte Einzelwert? Dann lass uns den doch nochmal kontrollieren. Hast Du die Möglichkeit, in nächster Zeit einige Male zu wiegen? Oder Dir eine Waage zu leihen aus der Apotheke?
Ich war bei meinem Sohn psychisch und physisch am Ende, zum Schluss.
WArum, meinst Du, das lag am Stillen?
Was wünscht Du Dir konkret? Weiter vollstillen? Erleichterung für die Nacht? Rückversicherung bzgl des Gewichts?

Re: Bekommt sie am Ende doch zu wenig

Verfasst: 26.12.2013, 21:13
von Puksie
Ja, den Thread kenne ich.
Auch bei meinem Sohn habe ich mich viel zu dem Thema belesen.

Es geht nicht nur um den letzten Einzelwert. Es wurde irgendwie immer weniger, auch immer am unteren Ende des Normbereichs.
Ich sehe ihre Röllchen schwinden und das schlimmste für mich, ich spüre, wie unzufrieden sie ist und wie oft sie mittlerweile wieder wach wird zum Stillen.

So fing es bei meinem Sohn auch an. Genauso.

Ich könnte mir in der Apotheke eine leihen, ja. :)

Ich habe ihn mit 12 Monaten nachts abgestillt schweren Herzens, er trank dann die Flasche und schlief deutlich ruhiger.
Was ich mir wünsche ist, das mein Kind zufrieden ist! Das ist für mich das A und O. Egal wie.