...abstillen? Ich weiß nicht mehr weiter...
Verfasst: 22.11.2013, 22:11
Hallo ihr Lieben,
bin unsicher, ob mein beitrag hier ins Forum passt, aber da es mir um die Frage geht, ob ich abstillen soll, denke ich mir es passt...
Mein Sohn ist vier Monate alt, er ist nach einer sehr anstrengenden SS in der ich ständig krank war und wirklich starke Schmerzen hatte, endlich geboren worden und ich hatte gehofft nun wird alles besser. Er ist das 4te Kind in unserer Familie und die anderen haben schon in der ss sehr zurückstecken müssen.
Es zeigte sich schnell, dass der kleine Mann ständigen Körperkontakt braucht, bis zum 3ten Monat schlief er nur auf meinem Bauch und war ansonsten fast permanent im tragetuch, sobald man ihn ablegte fing er an zu brüllen.
Überhaupt weinte er sehr laut und ausdauernd. Alle halbe Stunde nuckelte er an meiner Brust.
Direkt nach der Geburt bekam er einen schlimm entzündeten Po, wir stellten auf Stoffwindeln um. Dann entdeckten wir Blut im Stuhl. Nach diversen stuhlproben, Ultraschall, Osteopath, Homöopath und nun nach 2 Monatiger Milchdiät meinerseits ist noch immer ab und an Blut in der Windel. Der Kinderarzt rät seit 1 Monat zu Neocate 6 Wochen lang, was für mich bedeuten würde abstillen, denn ich bekomme vom abpumpen direkt eine Brustentzündung. Ich wehre mich gegen diesen Schritt, ich möchte auch keine stillpause machen, ich halte das einfach für die falsche entscheidung.
Der Kleine hat auch starke Blähungen, da er sehr laut schmatzt beim Stillen, habe ich eine Stillberaterin aufgesucht. Die erkannte sein kurzes Zungenbändchen und meinte er könne nicht richtig saugen... wir also Zungenbändchen durchtrennen lassen... keine Verbesserung.
Ich bin einfach am Ende. Fast 24 Stunden am tag schleppe ich dieses Kind durch die Gegend, das ständig knarscht und das immer alles mitkriegen will, klar bei uns ist ja auch viel los. Gestern hat er in der Zeit von 9 - 20 Uhr insgesamt 1 Stunde geschlafen. Klar, dann wird geheult und geschrien und er kriegt die Kurve nicht und Abends fällt er totmüde ins Bett. Im Tragetuch schläft er manchmal einfacher ein, aber bei jedem Pieps ist er wach. Er will immer alles sehen und dann ist es ihm schnell zu viel und er brüllt, lange und laut.
Alle 2 Stunden wird getrunken. Dabei zappelt er, schreit, schmatzt, kneift, wedelt mit den Armen, zerrt an meiner Brustwarze. Ich habe alles probiert, stillen im Dunkeln, beim Laufen, im Tuch, im liegen sitzen auf der seite...
Nur Nachts kann er entspannt am Busen trinken ohne weinen, schmatzen... aber eben mindestens alle 2 Stunden.
Er lässt sich nur von mir beruhigen. Kein anderer darf ihn hochnehmen, außer er ist grad mal gut drauf. Beim papa brüllt er wie am Spieß, ich nehme ihn und es ist sofort ruhig.
Wenn er brüllt, dann so dass er lila anläuft und man oft vermutet, er hat schreckliche Schmerzen, aber dann, eine Ablenkung oder ... strahlt er und alles ist gut.
Ich habe überhaupt keine Zeit mehr, weder für mich, noch für meinen Partner oder die andern Kinder. Ich mache mit Mühe und Not das wichtigeste im haushalt mit Tragetuch. Mir tut alles weh und ich bin müde und immer so schnell genervt.
Das schlimmste aber ist, ich kann nichts mehr machen. keine Freunde treffen, Baby brüllt ja immer. Habe extra meinen Rückbildungskurs erst mit 12 Wochen angefangen, da hat er dann so aufgedreht, dass ich nach ner halben Stunde auch heulend nach hause gefahren bin. ich vereinsame total.
Wenn wir abends esse, schuckel ich schon immer mit dem Kind im Tragetuch um den Tisch, dann fängt er an zu schimpfen, alle sind schon genervt. Irgendwann hänge ich allein mit ihm oben im Zimmer und fühle mich total einsam und ausgeschlossen. Ich traue mich gar nicht mehr mich mit jemanden zu verabredenb, jemanden einzuladen oder so. Denke immer, das wird zu viel fürs baby und dann hab ich wieder einen durchgebrüllten Tag.
ich will auch mal wieder meine Großen ins bett bringen, Sport machen, nen kaffee trinken gehen, oder einfach mal schlafen.
Mein Mann kann es gar nicht aushalten. wenn er ihn nimmt, dann stellt er ihn in einen anderen raum und sagt, er solle doch da schreien, es würde ihn eh nix beruhigen. Das kann ich aber nicht ertragen!
Meiner Meinung nach ist dieses Kind reizüberflutet. Nur kann ich den Rest der Familie ja nicht verbannen.
Klar ist auch, dieses Kind hat irgend nen Magen Darm Nerv. Ja nur ich esse echt keinen Fizzel Milchprodukte mehr. Soll ich ihm jetzt auch noch die Brust wegnehmen in der Hoffnung, das Neocate hilft? Und dann hat der Kleine ja auch keinen Nestschutz mehr, das wird ja eine Freude bei 3 Kindern, die hier ständig mit fiesen Erkältungen... nach Hause kommen. Ja auch eine sehr gute Basis ein Kind mit Allergieverdacht abzustillen, ich mein, dass fördert doch seine Allergiegefährdung, oder seh ich das falsch.
Bin ich ein depp und neocate ist unsere Lösung und danach habe ich ein fröhliches ausgeglichenes entspanntes Baby?
Ich möchte hier keinen falschen eindruck erwecken. Mein Kind lacht auch. Er gedeiht prächtig, ist ein properer, großer Kerl und sehr stark. hab ihn sehr lieb und es gibt (sehr sehr seltene) Tage da läuft es rund und er knarscht mal, aber ich darf ihn dann auch mal zur Seite legen und er strahlt mich an.
Doch alles in allem, macht er mir Sorgen. Und noch dazu fühle ich mich maßlos überlastet. Ich setz mich hin und fang einfach ständig nur noch an zu heulen. Das kann doch einfach nicht so weitergehen...
Danke fürs "zuhören", vielleicht hat ja auch jemand eine Idee..
Lisa
bin unsicher, ob mein beitrag hier ins Forum passt, aber da es mir um die Frage geht, ob ich abstillen soll, denke ich mir es passt...
Mein Sohn ist vier Monate alt, er ist nach einer sehr anstrengenden SS in der ich ständig krank war und wirklich starke Schmerzen hatte, endlich geboren worden und ich hatte gehofft nun wird alles besser. Er ist das 4te Kind in unserer Familie und die anderen haben schon in der ss sehr zurückstecken müssen.
Es zeigte sich schnell, dass der kleine Mann ständigen Körperkontakt braucht, bis zum 3ten Monat schlief er nur auf meinem Bauch und war ansonsten fast permanent im tragetuch, sobald man ihn ablegte fing er an zu brüllen.
Überhaupt weinte er sehr laut und ausdauernd. Alle halbe Stunde nuckelte er an meiner Brust.
Direkt nach der Geburt bekam er einen schlimm entzündeten Po, wir stellten auf Stoffwindeln um. Dann entdeckten wir Blut im Stuhl. Nach diversen stuhlproben, Ultraschall, Osteopath, Homöopath und nun nach 2 Monatiger Milchdiät meinerseits ist noch immer ab und an Blut in der Windel. Der Kinderarzt rät seit 1 Monat zu Neocate 6 Wochen lang, was für mich bedeuten würde abstillen, denn ich bekomme vom abpumpen direkt eine Brustentzündung. Ich wehre mich gegen diesen Schritt, ich möchte auch keine stillpause machen, ich halte das einfach für die falsche entscheidung.
Der Kleine hat auch starke Blähungen, da er sehr laut schmatzt beim Stillen, habe ich eine Stillberaterin aufgesucht. Die erkannte sein kurzes Zungenbändchen und meinte er könne nicht richtig saugen... wir also Zungenbändchen durchtrennen lassen... keine Verbesserung.
Ich bin einfach am Ende. Fast 24 Stunden am tag schleppe ich dieses Kind durch die Gegend, das ständig knarscht und das immer alles mitkriegen will, klar bei uns ist ja auch viel los. Gestern hat er in der Zeit von 9 - 20 Uhr insgesamt 1 Stunde geschlafen. Klar, dann wird geheult und geschrien und er kriegt die Kurve nicht und Abends fällt er totmüde ins Bett. Im Tragetuch schläft er manchmal einfacher ein, aber bei jedem Pieps ist er wach. Er will immer alles sehen und dann ist es ihm schnell zu viel und er brüllt, lange und laut.
Alle 2 Stunden wird getrunken. Dabei zappelt er, schreit, schmatzt, kneift, wedelt mit den Armen, zerrt an meiner Brustwarze. Ich habe alles probiert, stillen im Dunkeln, beim Laufen, im Tuch, im liegen sitzen auf der seite...
Nur Nachts kann er entspannt am Busen trinken ohne weinen, schmatzen... aber eben mindestens alle 2 Stunden.
Er lässt sich nur von mir beruhigen. Kein anderer darf ihn hochnehmen, außer er ist grad mal gut drauf. Beim papa brüllt er wie am Spieß, ich nehme ihn und es ist sofort ruhig.
Wenn er brüllt, dann so dass er lila anläuft und man oft vermutet, er hat schreckliche Schmerzen, aber dann, eine Ablenkung oder ... strahlt er und alles ist gut.
Ich habe überhaupt keine Zeit mehr, weder für mich, noch für meinen Partner oder die andern Kinder. Ich mache mit Mühe und Not das wichtigeste im haushalt mit Tragetuch. Mir tut alles weh und ich bin müde und immer so schnell genervt.
Das schlimmste aber ist, ich kann nichts mehr machen. keine Freunde treffen, Baby brüllt ja immer. Habe extra meinen Rückbildungskurs erst mit 12 Wochen angefangen, da hat er dann so aufgedreht, dass ich nach ner halben Stunde auch heulend nach hause gefahren bin. ich vereinsame total.
Wenn wir abends esse, schuckel ich schon immer mit dem Kind im Tragetuch um den Tisch, dann fängt er an zu schimpfen, alle sind schon genervt. Irgendwann hänge ich allein mit ihm oben im Zimmer und fühle mich total einsam und ausgeschlossen. Ich traue mich gar nicht mehr mich mit jemanden zu verabredenb, jemanden einzuladen oder so. Denke immer, das wird zu viel fürs baby und dann hab ich wieder einen durchgebrüllten Tag.
ich will auch mal wieder meine Großen ins bett bringen, Sport machen, nen kaffee trinken gehen, oder einfach mal schlafen.
Mein Mann kann es gar nicht aushalten. wenn er ihn nimmt, dann stellt er ihn in einen anderen raum und sagt, er solle doch da schreien, es würde ihn eh nix beruhigen. Das kann ich aber nicht ertragen!
Meiner Meinung nach ist dieses Kind reizüberflutet. Nur kann ich den Rest der Familie ja nicht verbannen.
Klar ist auch, dieses Kind hat irgend nen Magen Darm Nerv. Ja nur ich esse echt keinen Fizzel Milchprodukte mehr. Soll ich ihm jetzt auch noch die Brust wegnehmen in der Hoffnung, das Neocate hilft? Und dann hat der Kleine ja auch keinen Nestschutz mehr, das wird ja eine Freude bei 3 Kindern, die hier ständig mit fiesen Erkältungen... nach Hause kommen. Ja auch eine sehr gute Basis ein Kind mit Allergieverdacht abzustillen, ich mein, dass fördert doch seine Allergiegefährdung, oder seh ich das falsch.
Bin ich ein depp und neocate ist unsere Lösung und danach habe ich ein fröhliches ausgeglichenes entspanntes Baby?
Ich möchte hier keinen falschen eindruck erwecken. Mein Kind lacht auch. Er gedeiht prächtig, ist ein properer, großer Kerl und sehr stark. hab ihn sehr lieb und es gibt (sehr sehr seltene) Tage da läuft es rund und er knarscht mal, aber ich darf ihn dann auch mal zur Seite legen und er strahlt mich an.
Doch alles in allem, macht er mir Sorgen. Und noch dazu fühle ich mich maßlos überlastet. Ich setz mich hin und fang einfach ständig nur noch an zu heulen. Das kann doch einfach nicht so weitergehen...
Danke fürs "zuhören", vielleicht hat ja auch jemand eine Idee..
Lisa