Ich bin am Ende
Verfasst: 26.10.2013, 10:03
Hallo!
Im Urbia-Forum wurde mir empfohlen mich hier zu melden und mal meine Leidensgeschichte zu posten und nach Hilfe zu suchen. Ich will so gerne stillen, aber mein Sohn und ich kämpfen seit genau 4 Monaten unaufhörlich miteinander. Er ist mein erstes Kind. Auch das Tragen ist so ein Problemthema, aber das Poste ich später im Trageforum.
Mein Sohn kam bei ET-7 per Einleitung und einer sehr schweren Entbindung auf die Welt. Von Geburt an wollte er alle 2 Stunden trinken - tagsüber und nachts. Pro Mahlzeit trinkt er 10 bis maximal 15 Minuten an einer Brust und die zweite will er dann gar nicht mehr. In den ersten Wochen hatten wir abends auch viele Clusterphasen die ich mal außen vor lasse.Denn die sind das kleinste Problem gewesen. Er war, bzw. ist es immer noch, ein Schreikind. Im KH hat das Stillen erst super geklappt. Dann haben mich die Schwestern dort verunsichert und auf einmal hatte ich Probleme dabei. Dann kam noch meine Hebamme dazu, die mich völlig durcheinander gebracht hat. Sie sagte ich soll nur alle 4 Stunden stillen und die Zeiten strecken. Da ich keine Ahnung hatte habe ich das einen Tag lang versucht. Aber sein Schreien hat mir das Herz gebrochen und ich habe wieder nach Bedarf gestillt. Hinterher hat er beim Stillen auch gekämpft, geweint, sich gestreckt, etc. Und so haben mein Kleiner und ich täglich miteinander gekämpft. Ich habe eine STillberaterin der LLL angeschrieben und nur einen Link zu INfoblättern bekommen. Erst ein Gespräch mit einer Stillberaterin der AFS hat ein klein wenig geholfen.
Das Gute war, dass zu der Zeit die Nächte gut waren. Da ich mit wenig Schlaf auskomme, fand ich es nachts auch ok alle 2 Stunden zu stillen. Und der Zwerg schläft eh bei uns im Bett, das hat es noch leichter gemacht.
Bis zur 9. Woche wurde es auch mit meinen BW nicht besser. Ich hatte höllische Schmerzen bei jedem Stillen. Nichts von dem Hebammentipps hat geholfen. Meine letzte Chance war das Lasern, wofür ich 4 Tage lang 40 km pro Richtung rumfahren musste mit einem schreiendem Baby im Auto. Immerhin hat es gut geholfen und ich hatte keine Schmerzen mehr.
Dann kam die Brustschimpfphase. 3 Wochen zu früh, nämlich mit 9 Wochen. Grade zu der Zeit als meine beste Freundin geheiratet hat und ich Trauzeugin war. Von der Hochzeit habe ich nichts mitbekommen, weil mein Kind zu der Zeit ab nachmittags komplett das trinken verweigert hat und bis zur Nacht durchgeschrien hat. Die Trauung habe ich noch miterlebt, danach nichts mehr. Keine Reden, das Essen nicht, auch nicht den Hochzeitstanz und die Torte auch nicht. Ich liebe meinen Sohn, aber das hat mich mehr als nur geärgert, gebe ich zu. Schließlich heiratet meine beste Freundin im besten Fall nur einmal.
Direkt im Anschluss kam der 12-Wochen-Schub. Zwei Wochen lang wollte er nachts alle 30-60 Minuten trinken. Ich habe in diesen 2 Wochen gar nicht geschlafen. Denn tagsüber gönnt mir meinZwerg von Geburt an keine Sekunde Ruhe. Er schläft tagsüber nur in Bewegung im Ringsling (andere Tragehilfen verweigert er). Und im Kinderwagen wird auch gnadenlos geschrien. Darum kann ich ihn nichtmal jemand anderem zum Spazieren mitgeben, weil er nur schreit und tragen will ihn niemand.
Dann hat es irgendwann angefangen, dass der Kleine ab 5 Uhr morgens angefangen hat zu wühlen, jammern und sich hin und her zu schmeißen. Damals hab ich bei Urbia noch gesagt bekommen, das sei normal, weil ab 5 der Darm anfängt zu arbeiten. Mir wurde sogar "geraten" mein Kind in den Arm zu nehmen, als würde ich das nicht tun. Aber egal.
Aus 5 Uhr wurde kurz darauf 4 Uhr. Dann 3 Uhr. Und mittlerweile geht diese Jammer-Phase jede Nacht von 2-7 Uhr. Das Dumme dabei ist: er muss während dieser Zeit nuckeln. Den Schnuller nimmt er nicht, und seinen Daumen auch nicht. Und an die Brust geht er nur, wenn er Hunger hat. Das einzige woran er dann nuckelt ist mein Finger. Da er sich aber ständig hin und her wirft, muss ich wach bleiben und meine Hand mit seinem Kopf bewegen. Hab schon versucht seinen Kopf festzuhalten, aber dann wird er wach. Im Löffelchen wird geweint, und im Arm zappelt er auch weiter bis er wach ist. Das einzige was mir bleibt ist ihn an meinem Finger nuckeln zu lassen, damit er schläft. Also bin ich jede Nacht von 2-7 Uhr wach und halte ihm den Finger hin. Und zwischendurch will er ja auch noch alle 2 Stunden trinken. Tagsüber kann ich keinen Schlaf nachholen, weil er nur in Bewegung schläft.
Und das sind nur die Nächte. Tagsüber ist beim Stillen alles andere interessanter. Wenn er ein Geräusch hört, dockt er sofort ab und trinkt nicht weiter. Ich achte schon drauf, dass wir meist zu Hause in Ruhe stillen können, aber ich kann mich ja auch nicht komplett einsperren.
Ach, und Milchstau ist mein bester Freund. 6 mal mittlerweile, Tendenz steigend.
Ich dachte, dass er mit zunehmendem Alter nachts besser schläft und weniger trinkt. Ich habe genug Milch. Ich könnte noch ein zweites Kind ernähren. Die Milch scheint auch sehr fett zu sein, weil er wächst wie ein Mutant.
Ich kann ja nicht mal kurz was für mich tun, um mal ein wenig auszuspannen, weil ich stillen muss. Letztens wollte ich mich mit meiner besten Freundin treffen. Wir sind essen gegangen. Aus beruflichen gründen kann sie immer erst ab 19 Uhr, auch am WE. Mein Sohn geht um 20 Uhr ins Bett und mein Mann sagte, er schafft das schon. Hab ihm abgepumpte Milch dagelassen. Als ich zurück kam waren beide völlig aufgelöst. Ohne Einschlafstillen wollte der Mini nicht schlafen. D.h. Ich kann mit meiner Freundin so lange nicht mehr ausgehen, bis ich abgestillt habe. Wenn wir uns bei mir zu Hause treffen, macht das auch wenig Sinn. Um 19 Uhr kommt sie, um 20 Uhr bringe ich Mini ins Bett und bin dann mindestens eine Stunde weg. So lange dauert das immer bis er schläft mindestens. Momentan sogar 2-3 Stunden.
Einerseits denke ich mir: ich habe mich jetzt so lange gequält, geweint, gekämpft. Hab so viel mitmachen müssen, wenn ich jetzt aufgebe war es umsonst. Aber andererseits denke ich: wie viel soll ich noch kämpfen? Wie viel soll ich noch ertragen? Es wird doch scheinbar nie besser werden.
Und diese angeblichen Glücksgefühle beim stillen sind wohl voll an mir vorbei gegangen. WENN er mal die Güte besitzt ruhig zu trinken, ist es schön. Aber das kommt sehr selten vor. Meist zappelt er wild rum und lässt sich von allem ablenken. Auch liegend im dunklen Raum.
Der einzige Grund der mich noch weitermachen lässt ist, dass ich oft krank bin und er sich nicht anstecken kann. Aber vielleicht wäre ich weniger krank, wenn ich mehr Ruhe hätte.
Er bekommt genug Nähe. Schläft bei uns im Bett und tagsüber trage ich ihn viel. Ich habe auch mehr als genug Milch, laufe aus wie ein Wasserfall. Und da mein Zwerg wächst als würd ich ihm Anabolika geben, ist meine Milch auch schön fett.
Und seit ein paar Tagen hat er sogar ein neues "Spiel" drauf. Wenn er trinkt, dann schlägt er mich. Er schlägt mit seinen Ärmchen permanent gegen meine Brust und meinen Brustkorb. Und das wirklich fest! Meine KiÄ hat letztens auch gesagt, dass er für sein Alter zu viel Kraft hat. Und als würde das nicht reichen, kratzt er mich auch noch. Mein Dekolte sieht aus als hätte ich das Borderline-Syndrom. Wenn ich seine Hand aber festhalte, und er nicht mehr schlagen und kratzen kann, dann drückt er sich weg, mit Brustwarze im Mund, und zieht mir die BW lang wie einen Gummi. Und noch etwas ist zu erwähnen: Sein Spielchen ist so anstrengend, dass er bei jedem Stillen komplett nassgeschwitzt ist.
Und wenn er richtig gut drauf ist, dann beißt er auch noch zu mit seinem zwar zahnlosen, aber sehr harten Kiefer.
Ich stille mittlerweile fast immer in einem ruhigen Raum, ohne Geräusche, ganz allein, mit Tuch über seinem Kopf. Ich habe es auch im liegen probiert, aber da ist es das gleiche Spiel. Sogar beim Einschlafstillen macht er das mittlerweile. Und auch nachts. Egal wie fit oder müde er ist.
Eigentlich wollte ich BLW machen, statt Brei. Aber ich kann und will nicht mehr. Ich hab mittlerweile die Schnauze so gestrichen voll vom Stillen, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass das die größte Fehlentscheidung meines Lebens war. Er guckt zwar schon sehr interessiert beim Essen zu, aber kaut noch nicht mit und greift nicht nach dem Essen. Und ich habe keine Kraft mehr um darauf zu warten, bis er selbst Beikostreif ist. Wenn nicht bis Dienstag (4 Monate + 1 Tag) ein Wunder geschieht, werde ich dann mit Brei anfangen und so schnell wie möglich abstillen.
Ich wollte wirklich stillen. Habe so lange gekämpft. Bis heute kämpfe ich. Aber es wird und wird nicht besser. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Im Urbia-Forum wurde mir empfohlen mich hier zu melden und mal meine Leidensgeschichte zu posten und nach Hilfe zu suchen. Ich will so gerne stillen, aber mein Sohn und ich kämpfen seit genau 4 Monaten unaufhörlich miteinander. Er ist mein erstes Kind. Auch das Tragen ist so ein Problemthema, aber das Poste ich später im Trageforum.
Mein Sohn kam bei ET-7 per Einleitung und einer sehr schweren Entbindung auf die Welt. Von Geburt an wollte er alle 2 Stunden trinken - tagsüber und nachts. Pro Mahlzeit trinkt er 10 bis maximal 15 Minuten an einer Brust und die zweite will er dann gar nicht mehr. In den ersten Wochen hatten wir abends auch viele Clusterphasen die ich mal außen vor lasse.Denn die sind das kleinste Problem gewesen. Er war, bzw. ist es immer noch, ein Schreikind. Im KH hat das Stillen erst super geklappt. Dann haben mich die Schwestern dort verunsichert und auf einmal hatte ich Probleme dabei. Dann kam noch meine Hebamme dazu, die mich völlig durcheinander gebracht hat. Sie sagte ich soll nur alle 4 Stunden stillen und die Zeiten strecken. Da ich keine Ahnung hatte habe ich das einen Tag lang versucht. Aber sein Schreien hat mir das Herz gebrochen und ich habe wieder nach Bedarf gestillt. Hinterher hat er beim Stillen auch gekämpft, geweint, sich gestreckt, etc. Und so haben mein Kleiner und ich täglich miteinander gekämpft. Ich habe eine STillberaterin der LLL angeschrieben und nur einen Link zu INfoblättern bekommen. Erst ein Gespräch mit einer Stillberaterin der AFS hat ein klein wenig geholfen.
Das Gute war, dass zu der Zeit die Nächte gut waren. Da ich mit wenig Schlaf auskomme, fand ich es nachts auch ok alle 2 Stunden zu stillen. Und der Zwerg schläft eh bei uns im Bett, das hat es noch leichter gemacht.
Bis zur 9. Woche wurde es auch mit meinen BW nicht besser. Ich hatte höllische Schmerzen bei jedem Stillen. Nichts von dem Hebammentipps hat geholfen. Meine letzte Chance war das Lasern, wofür ich 4 Tage lang 40 km pro Richtung rumfahren musste mit einem schreiendem Baby im Auto. Immerhin hat es gut geholfen und ich hatte keine Schmerzen mehr.
Dann kam die Brustschimpfphase. 3 Wochen zu früh, nämlich mit 9 Wochen. Grade zu der Zeit als meine beste Freundin geheiratet hat und ich Trauzeugin war. Von der Hochzeit habe ich nichts mitbekommen, weil mein Kind zu der Zeit ab nachmittags komplett das trinken verweigert hat und bis zur Nacht durchgeschrien hat. Die Trauung habe ich noch miterlebt, danach nichts mehr. Keine Reden, das Essen nicht, auch nicht den Hochzeitstanz und die Torte auch nicht. Ich liebe meinen Sohn, aber das hat mich mehr als nur geärgert, gebe ich zu. Schließlich heiratet meine beste Freundin im besten Fall nur einmal.
Direkt im Anschluss kam der 12-Wochen-Schub. Zwei Wochen lang wollte er nachts alle 30-60 Minuten trinken. Ich habe in diesen 2 Wochen gar nicht geschlafen. Denn tagsüber gönnt mir meinZwerg von Geburt an keine Sekunde Ruhe. Er schläft tagsüber nur in Bewegung im Ringsling (andere Tragehilfen verweigert er). Und im Kinderwagen wird auch gnadenlos geschrien. Darum kann ich ihn nichtmal jemand anderem zum Spazieren mitgeben, weil er nur schreit und tragen will ihn niemand.
Dann hat es irgendwann angefangen, dass der Kleine ab 5 Uhr morgens angefangen hat zu wühlen, jammern und sich hin und her zu schmeißen. Damals hab ich bei Urbia noch gesagt bekommen, das sei normal, weil ab 5 der Darm anfängt zu arbeiten. Mir wurde sogar "geraten" mein Kind in den Arm zu nehmen, als würde ich das nicht tun. Aber egal.
Aus 5 Uhr wurde kurz darauf 4 Uhr. Dann 3 Uhr. Und mittlerweile geht diese Jammer-Phase jede Nacht von 2-7 Uhr. Das Dumme dabei ist: er muss während dieser Zeit nuckeln. Den Schnuller nimmt er nicht, und seinen Daumen auch nicht. Und an die Brust geht er nur, wenn er Hunger hat. Das einzige woran er dann nuckelt ist mein Finger. Da er sich aber ständig hin und her wirft, muss ich wach bleiben und meine Hand mit seinem Kopf bewegen. Hab schon versucht seinen Kopf festzuhalten, aber dann wird er wach. Im Löffelchen wird geweint, und im Arm zappelt er auch weiter bis er wach ist. Das einzige was mir bleibt ist ihn an meinem Finger nuckeln zu lassen, damit er schläft. Also bin ich jede Nacht von 2-7 Uhr wach und halte ihm den Finger hin. Und zwischendurch will er ja auch noch alle 2 Stunden trinken. Tagsüber kann ich keinen Schlaf nachholen, weil er nur in Bewegung schläft.
Und das sind nur die Nächte. Tagsüber ist beim Stillen alles andere interessanter. Wenn er ein Geräusch hört, dockt er sofort ab und trinkt nicht weiter. Ich achte schon drauf, dass wir meist zu Hause in Ruhe stillen können, aber ich kann mich ja auch nicht komplett einsperren.
Ach, und Milchstau ist mein bester Freund. 6 mal mittlerweile, Tendenz steigend.
Ich dachte, dass er mit zunehmendem Alter nachts besser schläft und weniger trinkt. Ich habe genug Milch. Ich könnte noch ein zweites Kind ernähren. Die Milch scheint auch sehr fett zu sein, weil er wächst wie ein Mutant.
Ich kann ja nicht mal kurz was für mich tun, um mal ein wenig auszuspannen, weil ich stillen muss. Letztens wollte ich mich mit meiner besten Freundin treffen. Wir sind essen gegangen. Aus beruflichen gründen kann sie immer erst ab 19 Uhr, auch am WE. Mein Sohn geht um 20 Uhr ins Bett und mein Mann sagte, er schafft das schon. Hab ihm abgepumpte Milch dagelassen. Als ich zurück kam waren beide völlig aufgelöst. Ohne Einschlafstillen wollte der Mini nicht schlafen. D.h. Ich kann mit meiner Freundin so lange nicht mehr ausgehen, bis ich abgestillt habe. Wenn wir uns bei mir zu Hause treffen, macht das auch wenig Sinn. Um 19 Uhr kommt sie, um 20 Uhr bringe ich Mini ins Bett und bin dann mindestens eine Stunde weg. So lange dauert das immer bis er schläft mindestens. Momentan sogar 2-3 Stunden.
Einerseits denke ich mir: ich habe mich jetzt so lange gequält, geweint, gekämpft. Hab so viel mitmachen müssen, wenn ich jetzt aufgebe war es umsonst. Aber andererseits denke ich: wie viel soll ich noch kämpfen? Wie viel soll ich noch ertragen? Es wird doch scheinbar nie besser werden.
Und diese angeblichen Glücksgefühle beim stillen sind wohl voll an mir vorbei gegangen. WENN er mal die Güte besitzt ruhig zu trinken, ist es schön. Aber das kommt sehr selten vor. Meist zappelt er wild rum und lässt sich von allem ablenken. Auch liegend im dunklen Raum.
Der einzige Grund der mich noch weitermachen lässt ist, dass ich oft krank bin und er sich nicht anstecken kann. Aber vielleicht wäre ich weniger krank, wenn ich mehr Ruhe hätte.
Er bekommt genug Nähe. Schläft bei uns im Bett und tagsüber trage ich ihn viel. Ich habe auch mehr als genug Milch, laufe aus wie ein Wasserfall. Und da mein Zwerg wächst als würd ich ihm Anabolika geben, ist meine Milch auch schön fett.
Und seit ein paar Tagen hat er sogar ein neues "Spiel" drauf. Wenn er trinkt, dann schlägt er mich. Er schlägt mit seinen Ärmchen permanent gegen meine Brust und meinen Brustkorb. Und das wirklich fest! Meine KiÄ hat letztens auch gesagt, dass er für sein Alter zu viel Kraft hat. Und als würde das nicht reichen, kratzt er mich auch noch. Mein Dekolte sieht aus als hätte ich das Borderline-Syndrom. Wenn ich seine Hand aber festhalte, und er nicht mehr schlagen und kratzen kann, dann drückt er sich weg, mit Brustwarze im Mund, und zieht mir die BW lang wie einen Gummi. Und noch etwas ist zu erwähnen: Sein Spielchen ist so anstrengend, dass er bei jedem Stillen komplett nassgeschwitzt ist.
Und wenn er richtig gut drauf ist, dann beißt er auch noch zu mit seinem zwar zahnlosen, aber sehr harten Kiefer.
Ich stille mittlerweile fast immer in einem ruhigen Raum, ohne Geräusche, ganz allein, mit Tuch über seinem Kopf. Ich habe es auch im liegen probiert, aber da ist es das gleiche Spiel. Sogar beim Einschlafstillen macht er das mittlerweile. Und auch nachts. Egal wie fit oder müde er ist.
Eigentlich wollte ich BLW machen, statt Brei. Aber ich kann und will nicht mehr. Ich hab mittlerweile die Schnauze so gestrichen voll vom Stillen, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass das die größte Fehlentscheidung meines Lebens war. Er guckt zwar schon sehr interessiert beim Essen zu, aber kaut noch nicht mit und greift nicht nach dem Essen. Und ich habe keine Kraft mehr um darauf zu warten, bis er selbst Beikostreif ist. Wenn nicht bis Dienstag (4 Monate + 1 Tag) ein Wunder geschieht, werde ich dann mit Brei anfangen und so schnell wie möglich abstillen.
Ich wollte wirklich stillen. Habe so lange gekämpft. Bis heute kämpfe ich. Aber es wird und wird nicht besser. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.