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Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmöglich

Verfasst: 30.09.2013, 22:55
von Jamelek
Mein Kleiner ist erst knapp 6 1/2 Monate. Momentan schläft er ausschließlich beim Tragen oder beim Stillen ein. Leider wird auch das immer schwerer. Früher hab ich ihn tagsüber in den Schlaf getragen und konnte ihn aber etwas später in die Federwiege ablegen, geht nun gar nicht mehr. Nach jedem Ablegversuch wacht er innerhalb von 2 Minuten auf.
Insofern bin ich einmal täglich auch zum Einschlafstillen übergegangen. Tja, aber auch das gestaltet sich immer schwieriger. Wir legen uns ins Bett und ich lass ihn im Liegen andocken. Er schläft auch ein, aber er beißt (ein Glück momentan noch zahnlos) sich geradezu fest in meiner Brustwarze. Gleichzeitig krallen sich seine Fäustchen an meiner Brust fest. Das tut weh und ich bin chancenlos, Ich komme nicht mehr von ihm weg. Wenn ich es schaffe mich rauszuschleichen, wacht er spätestens 5 MInuten später wieder auf.
Es ist irgendwie, als hätte er Verlustängste. aber ich habe ihn noch nie in seinem Leben alleine gelassen, niemals schreien gelassen. Wenn ich die Brustwarze vorsichtig beim schlafenden Kind aus dem Mündchen nehme wacht er sofort auf, bzw. schnappt im Halbschlaf suchend nach der vermissten Brustwarze und wenn er sie nicht findet, wacht er auf.

Dass ich sozusagen gar nicht mehr von ihm weg komme, wird langsam für mich zu einem Problem. Ich habe noch ein großes Kind, was halt auch mal ein wenig Aufmerksamkeit benötigt. ich habe auch leider keine weitere Unterstützung. Mein Mann weigert sich zu Tragen und auch ins Bett zu bringen, da er für andere "Einschlafmethoden" ist.

Wegen der mit dem beim Einschlafstillen verbundenen Schmerzen durchs Festbeißen und Dauernuckeln überlege ich auch, zum nächtlichen Einschlafen wieder aufs in den Schlaf tragen umzusteigen. Wenn er müde ist, schläft er dabei eigentlich recht schnell ein. Aber wo lauft ihr da? Draußen, jetzt zum Winter hin? Dann würde er doch durch die Kälte eher wieder wach werden un derstrecht beim Auspellen aus Jacke und co. Aber drinnen in den Schlaf tragen, immer rundum im abgedunkelten Zimmer?

Und wie handhabt ihr das Umlegen, irgendwelche Tricks?

Habt ihr in dem Alter schon richtige Einschlafrituale praktiziert? Sollte ich vielleicht eher da mal was ausbauen, dass er sich sozusagen darauf vorbereitet, oh gleich geht es ins Bett? Wobei ich ihn abends fast immer beim Umziehen lange nackt auf dem Boden strampeln lasse, wir dann noch kurz im abgedunkelten Zimmer in ein drehendes Lichterspiel schauen, auch sindge ich immer dieselben Schlaflieder. Noch weitere Ideen?

Wie handhabt ihr dass, wenn eurer KInd eure ständige Begleitung beim Schlafen braucht? Ich bin wahrlich nicht penibel, was Haushalt angeht, vieles mache ich ja auch untertags mit Kind im Tuch, aber manches geht halt nicht und vorallem fehlt mir die Zeit mal intensiv und entspannt was mit meinem Großen zu spielen, ihn bei der schule zu helfen. Sowas geht mit dem Kleinen im Schlepptau halt nicht.

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 01.10.2013, 13:28
von PaleFire
Uff, das klingt anstrengend bei dir. Wir hatten auch so eine Phase, von ca. 5-7 Monate, wo die Wuseline ausschließlich beim Tragen eingeschlafen ist (beim Stillen allerdings nie). Nimmt Dein Kleiner einen Schnuller? Dann könntest Du versuchen, den Schnuller irgendwie anstatt BW "reinzuschummeln". :wink: Ansonsten wäre Pantley vielleicht was für Euch, sie beschreibt ja eine Methode, den Kindern das Einschlafstillen abzugewöhnen, indem man kurz vor dem Einschlafen die BW rauszieht. Ob das allerdings in der Praxis klappt bei einem kleinen Brustfanatiker, weiß ich nicht...

Hm, ansonsten hab ich leider auch nicht den ultimativen Ratschlag für Dich...aber bei uns wurde es mit ca. 7 Monaten echt besser, sie ließ sich plötzlich ablegen und schlief dann auch alleine weiter. Aus der Trage ablegen hat bei uns allerdings nie geklappt, ich hab sie dann einfach dringelassen und mich in einen Schaukelstuhl gesetzt.

Gutes Durchhalten!

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 01.10.2013, 13:29
von PaleFire
Ach so:
Jamelek hat geschrieben:Aber drinnen in den Schlaf tragen, immer rundum im abgedunkelten Zimmer?
Jep, so haben wir das gemacht. :wink:

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 01.10.2013, 13:55
von taschi
jamelek, ich hab zwar keine Tipps..aber hier ist es genauso..Entweder pennt sie beim Tragen oder beim Stillen..tagsüber leg ich mich auch mal mit ihr hin..das schaffe ich meist aber nicht, da die anderen beiden ja auch ihre Beschäftigung fordern bzw. auch einiges erledigt werden muss. Sie muss also dabei schlafen..das klappt im Tuch Gott sei Dank auch fast immer..und abends Zuhause hängt sie dann dauerhaft an der Brust.

Ich kenn das schon von meiner Großen, das geht vorbei!!!!

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 02.10.2013, 12:19
von Jamelek
Danke erstmal. Nuckel nimmt er leider nicht. Habe X Modelle durch, hab mir sogar das angebliche Nonplusultrabrustersatzmodel aus Amerika schicken lassen. Mag er nicht. Vielleicht mal tagsüber kurz als Spiel (Nuckel im hohen Boden ausspucken, findet er total toll und lacht sich kaputt dabei), aber nicht um sein saugbedürfnis zu befriedigen.

Das Buch von der Pantley hab ich hier, hatte aber nur das este Kapitel gelesen. Nach der Lektüre von Besucherritze (tolles Buch!) wollte ich sowas ja eigentlich nicht mehr lesen, aber ich werde es dann doch erstmal vorziehen.

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 02.10.2013, 12:23
von tania
tragen und nicht versuchen abzulegen. mein grosser war so, der kleine ist da unkomplizierter (aber immer noch kompliziert :roll: )

Re: AW: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen u

Verfasst: 02.10.2013, 13:01
von Schnuddelbuddel
Hallo,

ich kenne das auch so gut. Wir haben dann tagsüber oft Schläfchen in der Trage machen lassen und einen im Kinderwagen. So konnte ich wenigstens den Großen in der Zeit von der Schule holen und Lebensmittel einkaufen.

Inzwischen ist mein Anhängsel schon fast zwei Jahre alt und jetzt schläft er meist mittags zwei Stunden wovon er eine Stunde ohne mich nach dem Einschlafstillen weiterschläft und abends meist auch ne Stunde bevor er nach meiner Anwesenheit verlangt.

Ist zwar nicht ideal aber besser als nichts. Es ging so mit nem dreiviertel Jahr los das es besser wurde und er auch mal allein ne Weile schlief.

Pantley habe ich auch hier aber klappt bei uns gar nicht. Nach dreimal Brust rausziehen wird er komplett wach und motzt. Danach dauert das einschlafen dann ewig.
In der nächsten Zeit ziehe ich mit ihm vom Ehebett in ein eigenes Bett in seinem Zimmer und hoffe das er dann irgendwann von allein immer länger schläft bevor er mich braucht und solange schlafe ich eben mit dort.

Liebe Grüße

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 05.10.2013, 21:27
von Sakura
Hast Du mal einen Schnuller probiert? Meine Große hat als Baby nie bewusst geschnullert, aber abends/nachts, wenn sie dauernuckeln wollte, habe ich ihr den Schnuller untergejubelt, sie hat es akzeptiert. Nach ein paar Monaten wollte sie nachts auch nicht mehr dauernuckeln.

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 15.10.2013, 17:44
von flöckchen2013
Hey,
Also bei uns ist es genau so, wobei bei uns nur das stillen zum einschlafen funktioniert und dann auch mit dauernuckeln verbunden ist, teilweise bis zu 45 min... Die Pantley Methode haben wir schon versucht, dann schreit Sie so laut das man direkt mit weint, ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende :-(

Re: Einschlafstillen und anschließendes Rausschleichen unmög

Verfasst: 16.10.2013, 14:38
von Dobby
Hallo,
bei uns ist es das gleiche. Meine Maus ist 7,5 Monate seit ca. 1 Woche stille ich nicht mehr. Es war mittlerweile für uns beide der richtige Zeitpunkt. Ich konnte sie fast noch nie ablegen. Jetzt habe ich beim Zahnen auch nachts manchmal das Problem. Ab 19.30 Uhr muss es bei uns ganz ruhig sein und die kleine Tante pennt auf mir. Es fângt echt an zu nerven, ich habe gar kein Freiraum mehr und möchte mich gerne auch intensiver mit meinem Sohn beschäftigen. Bin auch auf Tips gespannt. Aber meine Hebamme meinte zu mir akzeptier es und zieh es durch irgendwann ändert es sich. Nur mal schauen wann 