Schreit vorm Schlafen
Verfasst: 12.09.2013, 13:09
Hallo, vielleicht hat jemand einen Tipp für mich?
Mein Kleiner ist nun 17 Monate und geht seit dem 13. Monat in die Krippe, fühlt sich dort auch sehr wohl, ist dort ein Sonnenschein wie auch daheim. Mittags schläft er dort. Er wird noch teilweise nach Bedarf gestillt nach wie vor daheim, ißt aber schon prima am Familientisch mit. Daheim schläft er seit dem 8. Monat im eigenen Zimmer und das klappt auch gut (vorher war er im Beistellbett neben mir oder auf meinem Bauch, aber nicht im Bett, weil wir ein Wasserbett haben), er schläft mittlerweile meist auch schon prima von selber durch und ich bin nachts immer schnell bei ihm, wenn er wach wird und brüllt, damit er sich sicher fühlen kann und stille ihn dann in den Schlaf. Wir haben auch immer ein kleines Ritual abends, was er sehr mag.
Vorm Krippenstart hat ihn mittags mein Mann ins Bettchen gebracht (und auch jetzt noch am WE mittags), damit er lernt, auch ohne Einschlafstillen einzuschlafen, was ich abends nach wie vor noch mache. Klappt auch soweit bei meinem Mann, wenn er richtig müde ist, schläft er auch recht schnell ein, manchmal schreit er auch noch 10-15 Minuten, aber hat schon die Augen zu und das Köpfchen auf der Schulter meines Mannes. Nachts wird er manchmal schreiend wach (manchmal schreit er auch im Schlaf und beruhigt sich dann wieder und schläft weiter), normale stille ich ihn dann, bis er wieder schläft. Meist läßt er sich dann in sein Bettchen legen. Es kommt aber auch manchmal vor, daß er dann wieder wach wird, sich hinstellt, Ärmchen hoch und lauthals brüllt. Keine Panik, aber Protest. Hab da auch schon experimentiert von wieder stillen anbieten, bis er schläft, rumtragen, ins Bett legen mit sanftem Festhalten / Auflegen der Hand, damit er merkt, er ist nicht alleine. Klappt manchmal ->ok, kann sich dann aber wiederholen -> anstrengend. Manchmal will er dann aber noch nicht mal an die Brust, schreit aber trotzdem, egal ob er auf meinem oder dem Arm meines Mannes oder im Bett ist. Keine Ahnung, was er dann will oder braucht, müde ist er aber. Manchmal lassen wir ihn dann im Bettchen, bleiben aber im Zimmer (oder kurz raus, mal Atem schöpfen und wieder rein, ich halte auch nix von ewigem alleinigen Schreienlassen). Nach solchen Schreiattacken ist er dann aber einigermaßen wieder runterzufahren mit stillen, rumtragen, daß er dann endlich wieder einschläft. Manchmal hab ich das Gefühl, er muß noch Energie abschreien oder damit Sachen vom Tag verarbeiten. Obwohl es auch an ruhigeren Tagen passiert (ok, man weiß nie, welche Eindrücke ihn dann beschäftigen). Manchmal als letzte Möglichkeit nehmen wir ihn mit zu uns ins Bett und selbst da dauert es dann, bis er wieder schläft. So hat er das aber auch schon vor der Krippe gemacht, hat also nichts damit zu tun, daß er dort nun hingeht.
Das Schreien vorm Schlafen macht er halt auch in der Krippe, dort aber bis zu einer halben Stunde und obwohl er schon müde ist. Entweder liegt er dann schon im Bettchen oder setzt sich wieder auf. Manchmal fängt er zwischendurch an zu brabbeln, schreit dann aber wieder. Spricht ihn die Erzieherin an wenn er babbelt, daß er bitte leiser sein soll, da die anderen Kinder schlafen wollen, grinst er sie erst an, schreit aber dann wieder. Also Panik kann es eigentlich nicht sein. Stört aber halt die anderen Kinder. Die Erzieherin legte mir nun nahe, nachts abzustillen bzw. auch einen Termin beim Ostheopathen zu machen, um körperliches auszuschließen. Den Termin haben wir nun in 2 Wochen.
Nun haben wir gestern angefangen, als er in der Nacht wach wurde, daß er keine Brust bekommt (Tagsüber soll er aber nach wie vor dürfen und einschlafstillen möchte ich ihn auch noch, also nur nachts erstmal abstillen, daß er sanft lernt, sich irgendwann selber wieder zu beruhigen (Methode nach Dr. Gordon)). Erst ging mein Mann zu ihm mit einer Flasche und nahm ihn auf den Arm, hat beruhigend mit ihm geredet -> schrilles Protestgeschrei. Mein Mann gab dann irgendwann auf. Also bin ich wieder hin, nahm ihn auf den Arm, hab ihm aber die Brust verweigert mit der Aussage, die Brust schläft nun, sie muß sich erholen, er kann aber die Flasche haben. Weiterhin schrilles Protestgeschrei logischweise. Hab ihm Fragen gestellt, ob er was essen möchte, was anderes (Wasser, Hafermilch...) trinken möchte, spielen möchte und er hielt auch inne mit Schreien und schüttelte den Kopf, schrie dann aber wieder weiter, wälzte sich auf mir herum, wollte an die Brust. Irgendwann bin ich mit ihn die Küche, Licht angemacht und alle Trinkmöglichkeiten abgefragt, bis er endlich zugestimmt hat, aus einem Glas zu trinken. Hat auch Wasser getrunken. Auf meine Frage, ob er noch Durst hat, verneinte er und auf meine Frage, ob wir nun ins Bett können, nickte er dann. In sein Bett wollte er nicht, also nahm ich ihn mit in unsers. Dort wälzte er sich auch noch rum, wollte sich auch nicht umarmen lassen, schrie noch ein paarmal ein bißchen, aber verlangte auch die Brust nicht mehr. Irgendwann schlief er aber dann.
Ich lag noch lange wach und fragte mich, ob das alles so der richtige Weg ist. Ob das Schreien vorher (in der Krippe) mit meinem Stillen zusammenhängt und ob das Abstillen nachts das Problem dann behebt? Ok, die Osteopathin wird auch evtl. noch Aufschlüsse geben können. Bzw. was wir evtl. anders machen können, damit dieses Schreien aufhört.
Abends machen wir auch kein Riesenprogramm, daß er halt runterfahren kann, also Abendessen, umziehen, Zähneputzen, Ritual (auch nix Aufregendes), stillen und ab ins Bett. Meist schläft er ja schnell ein und meist auch durch.
Ich denke, vielleicht hat er dann auch wieder einen Schub, wenn er nachts so abgeht? Daß er selber nicht weiß, warum er schreit?
Aber mittags in der Krippe macht er das ja fast jedesmal mit der Schreierei, es sei denn, er sinkt eh schon total müde hin, dann schläft er sofort. Die warten ja auch nicht jedesmal, bis er müde umsinkt, daß man ihn einfach hinlegen kann. 12h ist Schlafenszeit, fertig. Die anderen Kinder schaffen es ja auch ohne Schreien. Klingt da halt eher nach Protest, beachte mich. Die Erzieherin ist halt anwesend, aber beachtet sein Schreien halt nicht weiter, um ihn nicht zu bestärken.
Ich frage mich dann auch, ob die Schreierei in der Krippe dieselben Gründe hat wie bei uns nachts oder es dort einfach nur Protest ist, wenn er vielleicht noch nicht müde genug ist? Und ob es vielleicht was bringen würde, ihm was mit ins Bett zu geben, mit dem er sich dann beschäftigen kann als Beruhigung bis er müde genug ist. Aber was? Kuscheltiere beachtet er nicht, Schnuller mag er auch nicht, mit einer Flasche spielt er herum, daß dann alles naß ist...
Danke schonmal fürs Lesen und evtl. Tipps, wo wir noch nicht drauf gekommen sind.
Seufz, ich freu mich schon, wenn er endlich sagen kann, warum er so schreit.
Melanie
Mein Kleiner ist nun 17 Monate und geht seit dem 13. Monat in die Krippe, fühlt sich dort auch sehr wohl, ist dort ein Sonnenschein wie auch daheim. Mittags schläft er dort. Er wird noch teilweise nach Bedarf gestillt nach wie vor daheim, ißt aber schon prima am Familientisch mit. Daheim schläft er seit dem 8. Monat im eigenen Zimmer und das klappt auch gut (vorher war er im Beistellbett neben mir oder auf meinem Bauch, aber nicht im Bett, weil wir ein Wasserbett haben), er schläft mittlerweile meist auch schon prima von selber durch und ich bin nachts immer schnell bei ihm, wenn er wach wird und brüllt, damit er sich sicher fühlen kann und stille ihn dann in den Schlaf. Wir haben auch immer ein kleines Ritual abends, was er sehr mag.
Vorm Krippenstart hat ihn mittags mein Mann ins Bettchen gebracht (und auch jetzt noch am WE mittags), damit er lernt, auch ohne Einschlafstillen einzuschlafen, was ich abends nach wie vor noch mache. Klappt auch soweit bei meinem Mann, wenn er richtig müde ist, schläft er auch recht schnell ein, manchmal schreit er auch noch 10-15 Minuten, aber hat schon die Augen zu und das Köpfchen auf der Schulter meines Mannes. Nachts wird er manchmal schreiend wach (manchmal schreit er auch im Schlaf und beruhigt sich dann wieder und schläft weiter), normale stille ich ihn dann, bis er wieder schläft. Meist läßt er sich dann in sein Bettchen legen. Es kommt aber auch manchmal vor, daß er dann wieder wach wird, sich hinstellt, Ärmchen hoch und lauthals brüllt. Keine Panik, aber Protest. Hab da auch schon experimentiert von wieder stillen anbieten, bis er schläft, rumtragen, ins Bett legen mit sanftem Festhalten / Auflegen der Hand, damit er merkt, er ist nicht alleine. Klappt manchmal ->ok, kann sich dann aber wiederholen -> anstrengend. Manchmal will er dann aber noch nicht mal an die Brust, schreit aber trotzdem, egal ob er auf meinem oder dem Arm meines Mannes oder im Bett ist. Keine Ahnung, was er dann will oder braucht, müde ist er aber. Manchmal lassen wir ihn dann im Bettchen, bleiben aber im Zimmer (oder kurz raus, mal Atem schöpfen und wieder rein, ich halte auch nix von ewigem alleinigen Schreienlassen). Nach solchen Schreiattacken ist er dann aber einigermaßen wieder runterzufahren mit stillen, rumtragen, daß er dann endlich wieder einschläft. Manchmal hab ich das Gefühl, er muß noch Energie abschreien oder damit Sachen vom Tag verarbeiten. Obwohl es auch an ruhigeren Tagen passiert (ok, man weiß nie, welche Eindrücke ihn dann beschäftigen). Manchmal als letzte Möglichkeit nehmen wir ihn mit zu uns ins Bett und selbst da dauert es dann, bis er wieder schläft. So hat er das aber auch schon vor der Krippe gemacht, hat also nichts damit zu tun, daß er dort nun hingeht.
Das Schreien vorm Schlafen macht er halt auch in der Krippe, dort aber bis zu einer halben Stunde und obwohl er schon müde ist. Entweder liegt er dann schon im Bettchen oder setzt sich wieder auf. Manchmal fängt er zwischendurch an zu brabbeln, schreit dann aber wieder. Spricht ihn die Erzieherin an wenn er babbelt, daß er bitte leiser sein soll, da die anderen Kinder schlafen wollen, grinst er sie erst an, schreit aber dann wieder. Also Panik kann es eigentlich nicht sein. Stört aber halt die anderen Kinder. Die Erzieherin legte mir nun nahe, nachts abzustillen bzw. auch einen Termin beim Ostheopathen zu machen, um körperliches auszuschließen. Den Termin haben wir nun in 2 Wochen.
Nun haben wir gestern angefangen, als er in der Nacht wach wurde, daß er keine Brust bekommt (Tagsüber soll er aber nach wie vor dürfen und einschlafstillen möchte ich ihn auch noch, also nur nachts erstmal abstillen, daß er sanft lernt, sich irgendwann selber wieder zu beruhigen (Methode nach Dr. Gordon)). Erst ging mein Mann zu ihm mit einer Flasche und nahm ihn auf den Arm, hat beruhigend mit ihm geredet -> schrilles Protestgeschrei. Mein Mann gab dann irgendwann auf. Also bin ich wieder hin, nahm ihn auf den Arm, hab ihm aber die Brust verweigert mit der Aussage, die Brust schläft nun, sie muß sich erholen, er kann aber die Flasche haben. Weiterhin schrilles Protestgeschrei logischweise. Hab ihm Fragen gestellt, ob er was essen möchte, was anderes (Wasser, Hafermilch...) trinken möchte, spielen möchte und er hielt auch inne mit Schreien und schüttelte den Kopf, schrie dann aber wieder weiter, wälzte sich auf mir herum, wollte an die Brust. Irgendwann bin ich mit ihn die Küche, Licht angemacht und alle Trinkmöglichkeiten abgefragt, bis er endlich zugestimmt hat, aus einem Glas zu trinken. Hat auch Wasser getrunken. Auf meine Frage, ob er noch Durst hat, verneinte er und auf meine Frage, ob wir nun ins Bett können, nickte er dann. In sein Bett wollte er nicht, also nahm ich ihn mit in unsers. Dort wälzte er sich auch noch rum, wollte sich auch nicht umarmen lassen, schrie noch ein paarmal ein bißchen, aber verlangte auch die Brust nicht mehr. Irgendwann schlief er aber dann.
Ich lag noch lange wach und fragte mich, ob das alles so der richtige Weg ist. Ob das Schreien vorher (in der Krippe) mit meinem Stillen zusammenhängt und ob das Abstillen nachts das Problem dann behebt? Ok, die Osteopathin wird auch evtl. noch Aufschlüsse geben können. Bzw. was wir evtl. anders machen können, damit dieses Schreien aufhört.
Abends machen wir auch kein Riesenprogramm, daß er halt runterfahren kann, also Abendessen, umziehen, Zähneputzen, Ritual (auch nix Aufregendes), stillen und ab ins Bett. Meist schläft er ja schnell ein und meist auch durch.
Ich denke, vielleicht hat er dann auch wieder einen Schub, wenn er nachts so abgeht? Daß er selber nicht weiß, warum er schreit?
Aber mittags in der Krippe macht er das ja fast jedesmal mit der Schreierei, es sei denn, er sinkt eh schon total müde hin, dann schläft er sofort. Die warten ja auch nicht jedesmal, bis er müde umsinkt, daß man ihn einfach hinlegen kann. 12h ist Schlafenszeit, fertig. Die anderen Kinder schaffen es ja auch ohne Schreien. Klingt da halt eher nach Protest, beachte mich. Die Erzieherin ist halt anwesend, aber beachtet sein Schreien halt nicht weiter, um ihn nicht zu bestärken.
Ich frage mich dann auch, ob die Schreierei in der Krippe dieselben Gründe hat wie bei uns nachts oder es dort einfach nur Protest ist, wenn er vielleicht noch nicht müde genug ist? Und ob es vielleicht was bringen würde, ihm was mit ins Bett zu geben, mit dem er sich dann beschäftigen kann als Beruhigung bis er müde genug ist. Aber was? Kuscheltiere beachtet er nicht, Schnuller mag er auch nicht, mit einer Flasche spielt er herum, daß dann alles naß ist...
Danke schonmal fürs Lesen und evtl. Tipps, wo wir noch nicht drauf gekommen sind.
Seufz, ich freu mich schon, wenn er endlich sagen kann, warum er so schreit.
Melanie