Protest beim Abdocken - wie dann sanft weniger stillen?
Verfasst: 28.08.2013, 12:00
Liebe SuTlerinnen,
ich komme einfach nicht weiter und brauche dringend mal Euren Rat!
Auf einen Satz gebracht: Wir möchten etwas an unserer Schlafsituation verändern (und zwar möglichst sanft), doch wissen nicht wie, da unsere Kleine beim Abdocken sofort protestiert und sich dann so in Rage bringt, dass gar nichts mehr funktioniert. Kennt Ihr das?
Etwas genauer:
Unsere Tochter ist 17 Monate alt, stillt noch (abends zum Einschlafen, nachts und morgens) und schläft nicht durch. So weit, so normal. ;-)
Allerdings finden mein Mann und ich das nächtliche Stillen zunehmend anstrengend. Klar, wenn sie nur zweimal in der Nacht stillen möchte, sich von alleine wieder abdockt und ich dabei auch eigentlich weiterschlafe, ist es problemlos. Aber die Nächte, in denen sie sich nicht anders beruhigen lässt und sich auch nach ausgiebigem Stillen bzw. Nuckeln nicht mehr abdocken lässt, sind anstrengend. Da ich seit 9 Monaten wieder arbeite, wird mir das manchmal zu viel.
Nun möchten wir etwas ändern. Am liebsten wäre mir, wenn wir das nächtliche Stillen einschränken könnten und wenn sie sich vor allem abdocken ließe. Ich mache mir aber auch Sorgen, dass das Einschränken (im Gegensatz zum kompletten nächtlichen Abstillen) schwierig für die Kleine ist, denn wie soll sie verstehen, dass sie nachts manchmal stillen darf und manchmal nicht?
In jedem Fall möchte ich diesen Prozess der Veränderung so sanft wie möglich gestalten, und hier liegt mein großes Problem:
Bei Pantley oder Gordon gibt es oft diese Methoden, dass man sie immer kürzer stillen lässt und immer früher abdockt. Wenn sie sich nicht beruhigt, wird sie wieder angedockt und das Ganze wiederholt. Unsere Kleine hat aber schon ihren eigenen Willen entdeckt und lässt sich nicht abdocken. Das gibt jedes Mal so eine Empörung und Geschrei, dass sie dadurch auch richtig wach wird -- und sich dann oft gar nicht mehr beruhigen lässt. Das passiert übrigens auch, wenn ich sie nur ganz kurz abdocke und bei Protest wirklich sofort wieder andocke, also gar nicht erst irgendeine Alternative probiere.
Wenn ich diese Methode also zB. beim Einschlafstillen versuche, ist es oft so, dass sie sich in ihrem Ärger darüber wieder so 'wachschreit', dass sie am Ende bis 22h oder 23h wach ist und Einschlafstillen eben nicht mehr funktioniert. Nachts ist sie nach dem Abdocken und Protest zwar nicht ganz so wach, aber ihre Empörung ist groß und das Beruhigen dauert lange und ist sehr schwierig. Heute früh meinte mein Mann zu mir "Jetzt schreit sie nachts mehr, als dass sie stillt" und ich befürchte, dass das stimmt.
Ich habe nicht rausgefunden, wie die sanften Methoden also bei Protest funktionieren sollen. Habt Ihr eine Idee? Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Tochter das einzige Kind ist, das sich wehrt und sich beschwert, wenn ihm die Brust vorzeitig entzogen wird.
Mein Gefühl sagt mir (und meinem Mann geht es genauso), dass sie nachts, wenn sie dann nach dem Abdocken protestiert, nicht wirklich ein Bedürfnis nach Stillen hat, sondern dass sie sich ärgert. Auch tagsüber entwickelt sich schon seit längerem eben dieser typische eigene Wille und richtige Empörung, wenn dem etwas entgegen steht. Trotzdem möchten wir sie natürlich nicht schreien lassen, aber mit den Ansätzen wie "vermutlich braucht sie das gerade einfach" oder "es ist nur eine Phase" komme ich gerade nicht weiter, ich glaube, das hilft dauerhaft weder ihr noch mir. :-(
Kennt Ihr das? Habt Ihr Ideen? Sie versteht schon einiges, wenn wir mit ihr reden, aber akzeptiert es eben nicht immer. Wasser anbieten, mich nachts ausquartieren und für sie ein reichhaltiges Abendessen haben bisher nicht geholfen. Ach so, wir schlafen alle in einem Bett.
Tut mir leid für den langen Text, auch nach 5 Kürzungsrunden hab ich's nicht knapper geschafft... Ich weiß, hier wiederholen sich die Themen und Probleme, aber beim Lesen der anderen Threads fiel mir wieder auf, dass jedes Kind eben doch ganz anders ist. :-)
Schonmal ganz, ganz lieben Dank Euch!
Eleanor
ich komme einfach nicht weiter und brauche dringend mal Euren Rat!
Auf einen Satz gebracht: Wir möchten etwas an unserer Schlafsituation verändern (und zwar möglichst sanft), doch wissen nicht wie, da unsere Kleine beim Abdocken sofort protestiert und sich dann so in Rage bringt, dass gar nichts mehr funktioniert. Kennt Ihr das?
Etwas genauer:
Unsere Tochter ist 17 Monate alt, stillt noch (abends zum Einschlafen, nachts und morgens) und schläft nicht durch. So weit, so normal. ;-)
Allerdings finden mein Mann und ich das nächtliche Stillen zunehmend anstrengend. Klar, wenn sie nur zweimal in der Nacht stillen möchte, sich von alleine wieder abdockt und ich dabei auch eigentlich weiterschlafe, ist es problemlos. Aber die Nächte, in denen sie sich nicht anders beruhigen lässt und sich auch nach ausgiebigem Stillen bzw. Nuckeln nicht mehr abdocken lässt, sind anstrengend. Da ich seit 9 Monaten wieder arbeite, wird mir das manchmal zu viel.
Nun möchten wir etwas ändern. Am liebsten wäre mir, wenn wir das nächtliche Stillen einschränken könnten und wenn sie sich vor allem abdocken ließe. Ich mache mir aber auch Sorgen, dass das Einschränken (im Gegensatz zum kompletten nächtlichen Abstillen) schwierig für die Kleine ist, denn wie soll sie verstehen, dass sie nachts manchmal stillen darf und manchmal nicht?
In jedem Fall möchte ich diesen Prozess der Veränderung so sanft wie möglich gestalten, und hier liegt mein großes Problem:
Bei Pantley oder Gordon gibt es oft diese Methoden, dass man sie immer kürzer stillen lässt und immer früher abdockt. Wenn sie sich nicht beruhigt, wird sie wieder angedockt und das Ganze wiederholt. Unsere Kleine hat aber schon ihren eigenen Willen entdeckt und lässt sich nicht abdocken. Das gibt jedes Mal so eine Empörung und Geschrei, dass sie dadurch auch richtig wach wird -- und sich dann oft gar nicht mehr beruhigen lässt. Das passiert übrigens auch, wenn ich sie nur ganz kurz abdocke und bei Protest wirklich sofort wieder andocke, also gar nicht erst irgendeine Alternative probiere.
Wenn ich diese Methode also zB. beim Einschlafstillen versuche, ist es oft so, dass sie sich in ihrem Ärger darüber wieder so 'wachschreit', dass sie am Ende bis 22h oder 23h wach ist und Einschlafstillen eben nicht mehr funktioniert. Nachts ist sie nach dem Abdocken und Protest zwar nicht ganz so wach, aber ihre Empörung ist groß und das Beruhigen dauert lange und ist sehr schwierig. Heute früh meinte mein Mann zu mir "Jetzt schreit sie nachts mehr, als dass sie stillt" und ich befürchte, dass das stimmt.
Ich habe nicht rausgefunden, wie die sanften Methoden also bei Protest funktionieren sollen. Habt Ihr eine Idee? Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Tochter das einzige Kind ist, das sich wehrt und sich beschwert, wenn ihm die Brust vorzeitig entzogen wird.
Mein Gefühl sagt mir (und meinem Mann geht es genauso), dass sie nachts, wenn sie dann nach dem Abdocken protestiert, nicht wirklich ein Bedürfnis nach Stillen hat, sondern dass sie sich ärgert. Auch tagsüber entwickelt sich schon seit längerem eben dieser typische eigene Wille und richtige Empörung, wenn dem etwas entgegen steht. Trotzdem möchten wir sie natürlich nicht schreien lassen, aber mit den Ansätzen wie "vermutlich braucht sie das gerade einfach" oder "es ist nur eine Phase" komme ich gerade nicht weiter, ich glaube, das hilft dauerhaft weder ihr noch mir. :-(
Kennt Ihr das? Habt Ihr Ideen? Sie versteht schon einiges, wenn wir mit ihr reden, aber akzeptiert es eben nicht immer. Wasser anbieten, mich nachts ausquartieren und für sie ein reichhaltiges Abendessen haben bisher nicht geholfen. Ach so, wir schlafen alle in einem Bett.
Tut mir leid für den langen Text, auch nach 5 Kürzungsrunden hab ich's nicht knapper geschafft... Ich weiß, hier wiederholen sich die Themen und Probleme, aber beim Lesen der anderen Threads fiel mir wieder auf, dass jedes Kind eben doch ganz anders ist. :-)
Schonmal ganz, ganz lieben Dank Euch!
Eleanor