Morgens wecken zum Verabschieden?
Verfasst: 15.07.2013, 15:39
Hallo,
ich bräuchte mal eure Einschätzung.
Hier kurz unsere Ausgangssituation: Meine Kleine ist 12 Monate alt und wird abends zum Einschlafen und nachts „bei Bedarf“ (nette Umschreibung für 3 bis 8mal) gestillt. Tagsüber möchte sie nur noch selten an die Brust, eigentlich nur wenn sie sehr müde ist, da sie eben nur beim Stillen, im Kinderwagen oder Tragetuch einschläft.
Nun gehe ich seit zwei Wochen wieder arbeiten und muss dafür dreimal die Woche um 6 Uhr aufstehen. In der Regel schläft die Kleine um diese Zeit immer noch (bei uns im Bett).
Seit ein paar Tagen ist sie aber oft unruhig, kurz bevor ich aufstehen muss, manchmal stille ich noch kurz, bevor ich aufstehe.
Die letzten beiden Tage ist sie wachgeworden, kurz nachdem ich aufgestanden war, und hat natürlich bitterlich geweint, weil Mama nicht da war. Das kennt sie so eben nicht, sonst war ich immer da, wenn sie aufwachte.
Für mich war das natürlich hart, zu hören, wie die Kleine weint, und nichts tun zu können (ich war auf dem Sprung und musste meinen Zug kriegen). Zwar hat der Papa sie nach eigenen Angaben „relativ schnell“ beruhigen können (ich kann aber nicht genau einschätzen, was bei ihm „relativ schnell“ bedeutet), trotzdem tut es mir weh, wenn ich weiß, dass sie mich morgens beim Aufwachen so vermisst.
Eigentlich hatte ich mich schon irgendwie aufs Arbeiten gefreut, und war auch glücklich, dass es mit der Betreuung durch Papa und Oma ziemlich gut klappt. Es sah so aus, als kommt die Kleine schon ganz gut damit zurecht, dass Mama jetzt eben auch öfter mal länger weg ist, schließlich sind andere vertraute Bezugspersonen da. Nur das Aufwachen morgens scheint jetzt zum Problem zu werden. Eigentlich entspricht das auch überhaupt nicht meiner Einstellung, nicht da zu sein, wenn die Kleine mich braucht (denn es ist ziemlich klar, dass sie mich nachts noch sehr stark braucht, beim ins Bett bringen und auch beim nächtlichen Aufwachen zählt eben nur Mama).
Nun zu meiner Frage: sollte ich irgendetwas anders machen? Sie vielleicht sogar wecken, damit ich mich von einem wachen Kind verabschieden kann und sie nicht dem „Schock“ ausgesetzt wird, dass Mama nicht da ist, wenn sie aufwacht?
Bin traurig, wenn ich an die weinende Maus denke, und würde am liebsten doch lieber zuhause bleiben (was aber finanziell nicht drin ist)…
Vielen Dank für eure Einschätzungen!
ulmue
ich bräuchte mal eure Einschätzung.
Hier kurz unsere Ausgangssituation: Meine Kleine ist 12 Monate alt und wird abends zum Einschlafen und nachts „bei Bedarf“ (nette Umschreibung für 3 bis 8mal) gestillt. Tagsüber möchte sie nur noch selten an die Brust, eigentlich nur wenn sie sehr müde ist, da sie eben nur beim Stillen, im Kinderwagen oder Tragetuch einschläft.
Nun gehe ich seit zwei Wochen wieder arbeiten und muss dafür dreimal die Woche um 6 Uhr aufstehen. In der Regel schläft die Kleine um diese Zeit immer noch (bei uns im Bett).
Seit ein paar Tagen ist sie aber oft unruhig, kurz bevor ich aufstehen muss, manchmal stille ich noch kurz, bevor ich aufstehe.
Die letzten beiden Tage ist sie wachgeworden, kurz nachdem ich aufgestanden war, und hat natürlich bitterlich geweint, weil Mama nicht da war. Das kennt sie so eben nicht, sonst war ich immer da, wenn sie aufwachte.
Für mich war das natürlich hart, zu hören, wie die Kleine weint, und nichts tun zu können (ich war auf dem Sprung und musste meinen Zug kriegen). Zwar hat der Papa sie nach eigenen Angaben „relativ schnell“ beruhigen können (ich kann aber nicht genau einschätzen, was bei ihm „relativ schnell“ bedeutet), trotzdem tut es mir weh, wenn ich weiß, dass sie mich morgens beim Aufwachen so vermisst.
Eigentlich hatte ich mich schon irgendwie aufs Arbeiten gefreut, und war auch glücklich, dass es mit der Betreuung durch Papa und Oma ziemlich gut klappt. Es sah so aus, als kommt die Kleine schon ganz gut damit zurecht, dass Mama jetzt eben auch öfter mal länger weg ist, schließlich sind andere vertraute Bezugspersonen da. Nur das Aufwachen morgens scheint jetzt zum Problem zu werden. Eigentlich entspricht das auch überhaupt nicht meiner Einstellung, nicht da zu sein, wenn die Kleine mich braucht (denn es ist ziemlich klar, dass sie mich nachts noch sehr stark braucht, beim ins Bett bringen und auch beim nächtlichen Aufwachen zählt eben nur Mama).
Nun zu meiner Frage: sollte ich irgendetwas anders machen? Sie vielleicht sogar wecken, damit ich mich von einem wachen Kind verabschieden kann und sie nicht dem „Schock“ ausgesetzt wird, dass Mama nicht da ist, wenn sie aufwacht?
Bin traurig, wenn ich an die weinende Maus denke, und würde am liebsten doch lieber zuhause bleiben (was aber finanziell nicht drin ist)…
Vielen Dank für eure Einschätzungen!
ulmue