Grund zum Zufüttern?
Verfasst: 03.05.2013, 09:00
Hallo,
Ich bin neu hier im Forum und bräuchte dringend Eure Hilfe. Unser Sohn ist 5 Tag alt und ich mache mir Sorgen ob wir jetzt die Kurve kriegen vollstillen zu können oder ob ich zufüttern muss.
Letzten Sonntag am 28.4. wurde unser Sohn geboren. Bei 42 +0 wurde eingeleitet und es war eine sehr anstrengende Geburt, letztendlich mit Sauglocke und einem großen Dammschnitt bei dem ich viel Blut verloren haben. Ich habe ihn danach gleich auf die Brust bekommen. Er hat aber die erste Stunde nur geweint und war auch an der Brust erst interessiert nachdem er gebadet wurde (ca. 1.5h nach Geburt), ich habe ihn dann so für 10 min anlegen können. Geburtsgewicht 4195g.
Danach hatten wir eine sehr traumatische Zeit auf der Wöchnerinnenstation. Ich habe versucht am ersten Tag schon viel anzulegen, aber dadurch dass ich so kaputt war und auch das Baby viel geschlafen hat, war es wohl nicht besonders oft. Schon am ersten Abend der Geburt (Baby keine 24 Stunden alt) meinte die Nachtschwester, dass wir zufüttern sollten, weil er so ein großes Baby sei, die bräuchten einfach etwas mehr. Am nächsten Morgen beim Wiegen war das Gewicht dann 6.6% gesunken und die Hebamme hat uns extremst gedrängt zuzufüttern, damit das Gewicht nicht unter 10% sind. Also habe ich nach dem Stillen etwa 20 ml Muttermilchersatz mit dem Becher gegeben. Wir wurden angehalten alle 3 Stunden zu stillen und dann zuzufüttern, was aber nicht funktioniert hat. Ständig musste irgendwas gemacht werden, wiegen, Kinderarztkontrolle, nochmal wiegen, Fragebögen beantworten, Blutabnehmen etc. Ihm Nachhinein glaube ich dass der Kleine an seinem 2. Lebenstag tagsüber überhaupt nicht geschlafen hat.
Die ersten zwei Tage war er sehr weinerlich und die Hebammen und Ärzten meinten er hätte vielleicht einen Schlüsselbeinbruch oder eine Infektion weshalb wir etwas länger im KH bleiben mussten. Letztendlich wurde nichts davon bestätigt. Meiner Meinung nach war er weinerlich wegen der unsanften Saugglockengeburt sowie der komplett fehlenden Ruhe auf Station. Am 4. Lebenstag hatte ich dann den Milcheinschuss und wir durften wir dann endlich nach Hause, mit der Anweisung schrittweise den Muttermilchersatz zu reduzieren und bei unter 100 ml gänzlich aufzuhören. Allerdings hatte ich am 3. Lebenstag die höchste Menge zugefüttert mit 106 ml.
Am 4. Lebenstag haben wir insgesamt noch 100ml zugefüttert und gestern am 5. Lebenstag nur noch einmal 20 ml.
Meine Sorge ist jetzt ob ich weiter zufüttern muss, da wir gestern nur 4 nasse Windeln und 2 Stuhlwindeln hatten. Gestern habe ich so 8-10 mal gestillt,meist beide Brüste, z.T Cluster-feeding typisch. Nachts hat er tief und fest geschlafen, so dass ich ihn 5 Stunden nach dem letzten Stillen dann um 4 Uhr geweckt hat und er hat gut getrunken hat.
Gewichtsentwicklung:
Geburt: 4195g
2 Lebenstag: 3920g (zufüttern angefangen)
3 Lebenstag: 3830g
4 Lebenstag: 3860g
Leider wohne ich im Ausland und eine Hebammenbetreuung gibt es hier nicht. Das KH habe ich als extrem stillfeindlich erlebt (dabei soll es stillfreundlich sein), Hilfe und Anleitung beim Stillen habe ich so gut wie keine bekommen. Ich finde, dass das Anlegen gut klappt, Milch kommt, wenn jetzt auch nicht so, dass es rumspritzt wie man so oft liest. Der nächste Wiegetermin ist erst am Dienstag. Kann ich in Ruhe heute weiterstillen und schauen wieviel Stuhl und Urin kommt? Und sollte ich ihn nachts öfter wecken zum Stillen?
Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!
Ich bin neu hier im Forum und bräuchte dringend Eure Hilfe. Unser Sohn ist 5 Tag alt und ich mache mir Sorgen ob wir jetzt die Kurve kriegen vollstillen zu können oder ob ich zufüttern muss.
Letzten Sonntag am 28.4. wurde unser Sohn geboren. Bei 42 +0 wurde eingeleitet und es war eine sehr anstrengende Geburt, letztendlich mit Sauglocke und einem großen Dammschnitt bei dem ich viel Blut verloren haben. Ich habe ihn danach gleich auf die Brust bekommen. Er hat aber die erste Stunde nur geweint und war auch an der Brust erst interessiert nachdem er gebadet wurde (ca. 1.5h nach Geburt), ich habe ihn dann so für 10 min anlegen können. Geburtsgewicht 4195g.
Danach hatten wir eine sehr traumatische Zeit auf der Wöchnerinnenstation. Ich habe versucht am ersten Tag schon viel anzulegen, aber dadurch dass ich so kaputt war und auch das Baby viel geschlafen hat, war es wohl nicht besonders oft. Schon am ersten Abend der Geburt (Baby keine 24 Stunden alt) meinte die Nachtschwester, dass wir zufüttern sollten, weil er so ein großes Baby sei, die bräuchten einfach etwas mehr. Am nächsten Morgen beim Wiegen war das Gewicht dann 6.6% gesunken und die Hebamme hat uns extremst gedrängt zuzufüttern, damit das Gewicht nicht unter 10% sind. Also habe ich nach dem Stillen etwa 20 ml Muttermilchersatz mit dem Becher gegeben. Wir wurden angehalten alle 3 Stunden zu stillen und dann zuzufüttern, was aber nicht funktioniert hat. Ständig musste irgendwas gemacht werden, wiegen, Kinderarztkontrolle, nochmal wiegen, Fragebögen beantworten, Blutabnehmen etc. Ihm Nachhinein glaube ich dass der Kleine an seinem 2. Lebenstag tagsüber überhaupt nicht geschlafen hat.
Die ersten zwei Tage war er sehr weinerlich und die Hebammen und Ärzten meinten er hätte vielleicht einen Schlüsselbeinbruch oder eine Infektion weshalb wir etwas länger im KH bleiben mussten. Letztendlich wurde nichts davon bestätigt. Meiner Meinung nach war er weinerlich wegen der unsanften Saugglockengeburt sowie der komplett fehlenden Ruhe auf Station. Am 4. Lebenstag hatte ich dann den Milcheinschuss und wir durften wir dann endlich nach Hause, mit der Anweisung schrittweise den Muttermilchersatz zu reduzieren und bei unter 100 ml gänzlich aufzuhören. Allerdings hatte ich am 3. Lebenstag die höchste Menge zugefüttert mit 106 ml.
Am 4. Lebenstag haben wir insgesamt noch 100ml zugefüttert und gestern am 5. Lebenstag nur noch einmal 20 ml.
Meine Sorge ist jetzt ob ich weiter zufüttern muss, da wir gestern nur 4 nasse Windeln und 2 Stuhlwindeln hatten. Gestern habe ich so 8-10 mal gestillt,meist beide Brüste, z.T Cluster-feeding typisch. Nachts hat er tief und fest geschlafen, so dass ich ihn 5 Stunden nach dem letzten Stillen dann um 4 Uhr geweckt hat und er hat gut getrunken hat.
Gewichtsentwicklung:
Geburt: 4195g
2 Lebenstag: 3920g (zufüttern angefangen)
3 Lebenstag: 3830g
4 Lebenstag: 3860g
Leider wohne ich im Ausland und eine Hebammenbetreuung gibt es hier nicht. Das KH habe ich als extrem stillfeindlich erlebt (dabei soll es stillfreundlich sein), Hilfe und Anleitung beim Stillen habe ich so gut wie keine bekommen. Ich finde, dass das Anlegen gut klappt, Milch kommt, wenn jetzt auch nicht so, dass es rumspritzt wie man so oft liest. Der nächste Wiegetermin ist erst am Dienstag. Kann ich in Ruhe heute weiterstillen und schauen wieviel Stuhl und Urin kommt? Und sollte ich ihn nachts öfter wecken zum Stillen?
Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!