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Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 18.04.2013, 14:06
von Linki1
Hallo!
Mein Sohn ist jetzt 3 Wochen alt und ich würde ihn gerne windelfrei groß werden lassen.
Ich habe das Buch TopfFit von Laurie Boucke gelesen, aber irgendwie fehlen mir immer noch konkrete Tips wie ich mit dem Windelfrei-Leben anfangen kann. Wir sind vormittags in der Uni zusammen und ich habe leider nicht die Möglichkeit ihn ständig nackig oder mit Abhalte-Hose zu lassen.
Könnt ihr mir ein paar Tips geben, wie ihr mit dem Abhalten angefangen habt?
Vielen Dank

Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 18.04.2013, 20:06
von Degu
Also wir sind nicht windelfrei im wörtlichen Sinn, sondern meine Tochter trägt Windeln und ich halte sie ab, wenn ich denke dass sie mal muss.
Dann zieh ich halt Hose und Windel aus und halte sie ab, dann macht sie ins Schüsselchen oder auch nicht. Dann wird sie wieder angezogen.
Also recht unspektakulär, fang einfach an

Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 23.04.2013, 23:05
von mileandra
Wir halten es ähnlich wie Degu. Sie trägt meist eine einlagige Woll- oder Fleece-ÜH mit Snaps und Einlage drin als Backup. Nach jedem Pipi, das wir nicht mitbekommen wechseln wir. Und wenn ich es merke, dann geht es halt über das Waschbecken. Nach dem Schlafen oder Stillen ist die Trefferquote recht hoch. Und wenn ich mal was nicht mitbekomme, dann ist es ja nicht so schlimm. Ähnlich habe ich es mit der Großen auch gemacht und die war mit ca. 10 Monaten tagsüber ziemlich Pannenfrei, ab 12 Monate haben wir nur noch nachts Windeln angezogen und mit ca. 18 Monaten waren die dann auch überflüssig. Also alles ganz entspannt

Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 24.04.2013, 00:06
von Kirschquark
ich kam zum Abhalten wie die Pille schluckende Jungfrau zum Kind - nachdem mir jemand (also Anne) beim ClauWi-Kurs relativ eindringlich erklärt hat, dass es sich total lohnen würde, mein Kind jetzt mal über irgendwas abzuhalten und mein Kind gepupst und gepinkelt hat und ich festgestellt habe, dass sie tw. wirklich deutliche Signale sendet, die ich ja kaum ignorieren kann, wenn ich weiß was sie will, "gehen wir aufs Klo" wie das große Kind sagt.
Falls mir übrigens jemand mal die Sache mit dem Geräusch erklären könnte, würde ich mich freuen.
Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 24.04.2013, 00:10
von Kirschquark
was ich eigentlich sagen wollte - einfach machen....
Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 24.04.2013, 00:41
von Linguanne
ja, einfach machen. Ich fand irgendwann den Gedanken, dass mein Baby ständig in seiner Toilette liegt unangenehm und habe angefangen, exzessiv zu wickeln. Ab einer gewissen täglichen Windelmenge geht das richtig ins Geld und dieser Müllberg... ! Hatte mir gedacht, das kann's doch einfach nicht sein. Habe mich dann mit einer Freundin unterhalten, wie sie es in Indonesien mit der Babypflege halten. Sie schrieb mir, dass ich die Windeln weglassen soll. Habe Zwergi sofort ausgezogen und über eine Rührschüssel gehalten. Er hat gleich richtig reingedonnert und gepieselt, dass wir beide ganz erschreckt waren. Daraufhin habe ich im Internet gestöbert, habe SuT und den Windelfrei-Blog gefunden, Topffit und Es geht auch ohne Windeln gelesen. Aber ganz ehrlich, das braucht man nicht. Habe keine Minute mein Kind im Winter nackt irgendwo hingelegt, um ihn zu belauern und Protokoll zu führen, wann er pieselt und wie er sich dabei verhält. Nach dem Schlafen und nach dem Tragen klappt's bei uns immer. Ich sage immer, dass es ein Angebot von mir an mein Kind ist. Wenn er muss, macht er. Wenn nicht, dann halt nicht. Nachts sind wir momentan wieder komplett in WWW, obwohl wir auch schon einige Nächte komplett nackig untenrum und trocken waren. Es gibt Tage, da klappt es ganz hervorragend. An anderen nur wenig. Aber es macht Spaß. Und das ist die Hauptsache. Sobald es stressig wird, stimmt irgendwas nicht. Probier's einfach aus. Ich habe mir den Ehrgeiz abgewöhnt.
Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 25.04.2013, 08:42
von Montana
Von mir auch ein: einfach machen!
Ich habe keines der Bücher gelesen (zum Glück;-)), sondern mich einfach etwas im Internet umgeschaut und ansonsten ohne Stress ausprobiert.
Lass ihm doch in der Uni Windeln an und halte ihn nach dem Füttern/Stillen ab und wenn du ihn aus dem Tragetuch oder so rausnimmst. Ich habe von Beginn an ein Geräusch dazu gemacht, das die Kleine mit 4 Monaten dann auch ebenfalls machen konnte (eher beim großen Geschäft).
Nachmittags kannst du es ja daheim dann auch mal ohne Windeln versuchen. Aber alles ohne Stress, es wird immer Phasen geben, an denen es besser klappt und Phasen, an denen fast nichts mehr geht!
Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 26.04.2013, 14:09
von Phönix
Einfach machen ist der beste Tip. Nicht zuviele Gedanken und Gedöns drumrum machen, wenn du das Gefühl hast, Kind muss, halt ihn ab und gut ist. Besser keinen Sport drauß machen, unter Stress und Leistungsdruck funktioniert windelfrei nämlich gar nicht mehr. Wenn dein Kind keine Signale gibt, kannst du auch nach Uhr abhalten. Also zum Beispiel immer nach dem Schlafen, tragen, stillen oder aller ner halben Stunde oder... Wobei bei uns immer vor dem Stillen gepullert wurde, mit voller Blase hat meine Tochter nie getrunken.
Achso, Tochterkind trägt immer Windeln, wenn ich merke dass sie muss, wird sie auf den Pott gesetzt.
Kirschquark: Der Schlüssellaut (bei uns ists ein Satz) dient dazu, deinem Kind zu sagen, dass es JETZT machen kann. Am Anfang eher noch nicht so verwendbar, aber je länger die Mäuse einhalten können, umso sinnvoller. Beispiel: Du bist mit Kind unterwegs, Kind signalisiert, du kannst aber grad nicht abhalten. Ich sag dann immer, entweder du hältst es noch 10 Minuten(beliebige Zeit einsetzbar) aus oder machst in die Windel. Zuhause ist die Windel noch trocken, also halt ich sie ab und sag den Satz - Kind pullert. Alternativ, wenn ich weiß, es dauert zu lange bis ich irgendwo hin komme, wo Kind pullern kann, sag ich auch den Satz. Dann pullert sie eben in die Windel. Verständlich?
Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 26.04.2013, 14:23
von Daria
Mach es einfach dann, wenn Ihr Gelegenheit dazu habt.
Kinder lernen auch, dass es Zeiten gibt, zu denen auf-Toilette-gehen möglich ist und dass das eben nicht immer geht.
ZB vormittags geht es nicht und nachmittags schon. Vormittags erklärst Du, dass Ihr Windeln anzieht - nachmittags gibst Du Gelegenheit wenn Du kannst.
Das Erklären und mit dem Kind reden hilft dabei, das "Gefühl" zu transportieren, dass Du Dich für die Bedürfnisse des Kindes interessierst und dass Du es ernst nimmst, dass Du weisst, dass es mal muss, dass es okay ist, in die Windel zu machen - auch wenn das Kind nicht jedes Wort versteht, so finde ich das immer besser als es komplett zu ignorieren.
Re: Abhalten - Wie anfangen?
Verfasst: 14.05.2013, 00:48
von neolina
Linguanne hat geschrieben:ja, einfach machen. Ich fand irgendwann den Gedanken, dass mein Baby ständig in seiner Toilette liegt unangenehm und habe angefangen, exzessiv zu wickeln. Ab einer gewissen täglichen Windelmenge geht das richtig ins Geld und dieser Müllberg... ! Hatte mir gedacht, das kann's doch einfach nicht sein. Habe mich dann mit einer Freundin unterhalten, wie sie es in Indonesien mit der Babypflege halten. Sie schrieb mir, dass ich die Windeln weglassen soll. Habe Zwergi sofort ausgezogen und über eine Rührschüssel gehalten. Er hat gleich richtig reingedonnert und gepieselt, dass wir beide ganz erschreckt waren. Daraufhin habe ich im Internet gestöbert, habe SuT und den Windelfrei-Blog gefunden, Topffit und Es geht auch ohne Windeln gelesen. Aber ganz ehrlich, das braucht man nicht. Habe keine Minute mein Kind im Winter nackt irgendwo hingelegt, um ihn zu belauern und Protokoll zu führen, wann er pieselt und wie er sich dabei verhält. Nach dem Schlafen und nach dem Tragen klappt's bei uns immer. Ich sage immer, dass es ein Angebot von mir an mein Kind ist. Wenn er muss, macht er. Wenn nicht, dann halt nicht. Nachts sind wir momentan wieder komplett in WWW, obwohl wir auch schon einige Nächte komplett nackig untenrum und trocken waren. Es gibt Tage, da klappt es ganz hervorragend. An anderen nur wenig. Aber es macht Spaß. Und das ist die Hauptsache. Sobald es stressig wird, stimmt irgendwas nicht. Probier's einfach aus. Ich habe mir den Ehrgeiz abgewöhnt.
cool - so machen wir's auch

für mich haste den Nagel auf den Kopf getroffen.
schönste Belohnung und immer wieder spektakulär sind übrigens erstens das Lachen von Baby, wenn ich's gecheckt habe (ja, ich werde belohnt^^) und natürlich das ungläubige Staunen der umgebenden Erwachsenen ("er ist doch grad mal 4 / 6 / 8 /12 Wochen!!"). Echt witzig, wie so etwas Simples so verkompliziert werden kann^^