Handgreifliche Einmischung
Verfasst: 25.03.2013, 13:56
Bei nervigen Ratschlägen zur Kindererziehung (Ferbern, Abstillen, ...) im Zweifelsfall freundlich lächeln und einfach weiter machen wie gehabt - soweit so gut. Aber was, wenn es nicht bei den Ratschlägen bleibt, sondern die betreffende Person sich selbst das Kind schnappt? In unserer Nachbarschaft gibt es leider mindestens zwei von der Sorte.
Das eine ist eine Mutter (E.) in unserem Wohnblock, zwei Töchter, die etwas jünger als meine Söhne sind. Ihre Auffassung von Erziehung steht meiner diametral entgegen, was an sich okay ist. Sie nervt alle anderen Mütter auf dem Spielplatz mit ihren vermeintlich guten Ratschlägen - nicht toll, aber was soll's. Aber: sie greift sich auch die Kinder selbst. Ein Beispiel aus dem letzten Sommer: Wir waren den ganzen Nachmittag auf dem Spielplatz. Da gibt es im Sommer eine Wasserpumpe. J. (damals 1,5J.) hat das geliebt und war dementsprechend dreckig - voller abgestandenem Wasser und Sand. Weil es Zeit war zu Gehen, habe ich den Kindern Bescheid gegegeben und selbst zunächst einmal die Sandsachen aufgeräumt. Da höre ich J. laut schreien und heulen. Als ich mich umdrehe, bringt E. mir mein brüllendes Kind und erklärt mir freudig, sie habe ihn schonmal abgewaschen (mit dem eiskalten Wasser aus der Pumpe), weil er ja ganz voller Sand war. Offensichtlich hat sich erwartet, dass ich ihr dafür dankbar bin. Nein!!! Bin ich nicht. Kein Fremder hat das recht, einfach meinen Zwerg zu waschen. Das mache ich, wann und wo ich will und der Sand in unserer Wohnung (ich hätte ihn in der warem Badewanne abgeduscht), geht diese Frau nichts an. Ein anderes Mal wollte sie A., der sehr stolz war, sein T-shirt allein, wenn auch (aus Erwachsenensicht) verkehrtherum angezogen hatte, dabei helfen, sein Shirt umzudrehen. Auch nein! Er hat sich allein angezogen und ich war auch stolz auf ihn. Außerdem möchte ich nicht, dass Fremde meinen Kindern an die Wäsche gehen. Die Frau ist offensichtlich ziemlich einsam und erhofft auf diese Weise, sich Dankbarkeit zu erkaufen - während sie die eigenen Kinder vernachlässigt. Nervt aber einfach nur.
Das andere ist ein Herr in unserer Kirchengemeinde - ein Mann am Rande unserer Gesellschaft, der sich oft im Eingangsbereich der Kirche aufhält, um dort zu betteln. Soweit in Ordnung. Nur leider sitzen wir bei Gottesdienst immer ganz hinten, weil J. recht unruhig ist. Hinten kann er ein bisschen rumlaufen, ohne zu stören. Normalerweise lasse ich ihn (in gewissen Grenzen) einfach laufen und behalte ihn nur von Ferne im Auge. Dieser Herr meint aber ständig, mir helfen zu müssen, indem er ihn mir zurückbringt - und erhofft sich dadurch eine Geldgabe. Gestern war er regelrecht penetrant. J. war besonders gut drauf und ist überall rumgeturnt (hat aber weder gestört, noch etwas kaputt gemacht). A. war recht quengelig und kuschelbedürftig. Also saß ich mit A. auf dem Schoß auf der Bank. J. ist inzwischen auf der letzten Kniebank ballanciert und prompt abgestürzt. Er hat sich aber nichts getan (fällt schließlich öfter), sondern ist nur erschrocken und hat nicht mal geweint. Ich wollte zu ihm hin, aber dieser Herr stand schon im Weg und hat mich regelrecht angeschnauzt: Aufpassen! Auch hier: Nein! Ich möchte nicht, dass der meine Kinder anfasst. Wenn nötig bin ich selbst innerhalb weniger Sekunden bei J.
Oh je, der Beitrag ist schon wieder ziemlich lang. Aber ich hoffe, Ihr versteht, worum es geht. Ich möchte diesen Personen gerne eindeutig klarmachen, dass sie die Kinder in Ruhe lassen sollen. Wie kann ich das, ohne allzu unhöflich zu sein?
Das eine ist eine Mutter (E.) in unserem Wohnblock, zwei Töchter, die etwas jünger als meine Söhne sind. Ihre Auffassung von Erziehung steht meiner diametral entgegen, was an sich okay ist. Sie nervt alle anderen Mütter auf dem Spielplatz mit ihren vermeintlich guten Ratschlägen - nicht toll, aber was soll's. Aber: sie greift sich auch die Kinder selbst. Ein Beispiel aus dem letzten Sommer: Wir waren den ganzen Nachmittag auf dem Spielplatz. Da gibt es im Sommer eine Wasserpumpe. J. (damals 1,5J.) hat das geliebt und war dementsprechend dreckig - voller abgestandenem Wasser und Sand. Weil es Zeit war zu Gehen, habe ich den Kindern Bescheid gegegeben und selbst zunächst einmal die Sandsachen aufgeräumt. Da höre ich J. laut schreien und heulen. Als ich mich umdrehe, bringt E. mir mein brüllendes Kind und erklärt mir freudig, sie habe ihn schonmal abgewaschen (mit dem eiskalten Wasser aus der Pumpe), weil er ja ganz voller Sand war. Offensichtlich hat sich erwartet, dass ich ihr dafür dankbar bin. Nein!!! Bin ich nicht. Kein Fremder hat das recht, einfach meinen Zwerg zu waschen. Das mache ich, wann und wo ich will und der Sand in unserer Wohnung (ich hätte ihn in der warem Badewanne abgeduscht), geht diese Frau nichts an. Ein anderes Mal wollte sie A., der sehr stolz war, sein T-shirt allein, wenn auch (aus Erwachsenensicht) verkehrtherum angezogen hatte, dabei helfen, sein Shirt umzudrehen. Auch nein! Er hat sich allein angezogen und ich war auch stolz auf ihn. Außerdem möchte ich nicht, dass Fremde meinen Kindern an die Wäsche gehen. Die Frau ist offensichtlich ziemlich einsam und erhofft auf diese Weise, sich Dankbarkeit zu erkaufen - während sie die eigenen Kinder vernachlässigt. Nervt aber einfach nur.
Das andere ist ein Herr in unserer Kirchengemeinde - ein Mann am Rande unserer Gesellschaft, der sich oft im Eingangsbereich der Kirche aufhält, um dort zu betteln. Soweit in Ordnung. Nur leider sitzen wir bei Gottesdienst immer ganz hinten, weil J. recht unruhig ist. Hinten kann er ein bisschen rumlaufen, ohne zu stören. Normalerweise lasse ich ihn (in gewissen Grenzen) einfach laufen und behalte ihn nur von Ferne im Auge. Dieser Herr meint aber ständig, mir helfen zu müssen, indem er ihn mir zurückbringt - und erhofft sich dadurch eine Geldgabe. Gestern war er regelrecht penetrant. J. war besonders gut drauf und ist überall rumgeturnt (hat aber weder gestört, noch etwas kaputt gemacht). A. war recht quengelig und kuschelbedürftig. Also saß ich mit A. auf dem Schoß auf der Bank. J. ist inzwischen auf der letzten Kniebank ballanciert und prompt abgestürzt. Er hat sich aber nichts getan (fällt schließlich öfter), sondern ist nur erschrocken und hat nicht mal geweint. Ich wollte zu ihm hin, aber dieser Herr stand schon im Weg und hat mich regelrecht angeschnauzt: Aufpassen! Auch hier: Nein! Ich möchte nicht, dass der meine Kinder anfasst. Wenn nötig bin ich selbst innerhalb weniger Sekunden bei J.
Oh je, der Beitrag ist schon wieder ziemlich lang. Aber ich hoffe, Ihr versteht, worum es geht. Ich möchte diesen Personen gerne eindeutig klarmachen, dass sie die Kinder in Ruhe lassen sollen. Wie kann ich das, ohne allzu unhöflich zu sein?