Wie oft Beikost anbieten?
Verfasst: 26.02.2013, 18:17
Hallo euch,
nach meinem heutigen Besuch beim Kinderarzt (die Sprechstundenhilfe meinte, mein Sohn müsse mit acht Monaten mindestens zwei Breiportionen am Tag essen) bin ich irgendwie doch etwas verunsichert. Der Kleine wird quasi noch voll gestillt und ist ganz altersgemäß entwickelt.
Nach meiner Auffassung soll er festes Essen kennenlernen können, wie er das möchte. Wir haben schon vor einiger Zeit (als er etwa sechs Monate alt war) versucht ihm Brei anzubieten, aber das wollte er absolut nicht, weder Gemüse (Pastinake, Möhre, Kartoffeln) noch Obst (Banane, Apfelmus mit Getreide). In Abständen von etwa einer Woche haben wir es immer mal wieder probiert, aber sein Widerwillen war unverändert – bis heute.
In der Zwischenzeit haben wir ihm auch öfter etwas in Stücken gegeben, Gurke, Orange, weich gekochte Möhre oder Kartoffel, auch mal etwas Brot. Das hat er zumindest erst einmal begeistert in den Mund gesteckt, befühlt, zermatscht, zum Teil wieder herausgebracht, manchmal auch homöopathische Mengen davon geschluckt. Für mich ist das in Ordnung, seinen Nahrungsbedarf deckt er über das Stillen und alles andere probiert er, bis etwas dabei ist, was ihm schmeckt.
Nun waren wir die letzten zwei Wochen erkältet und er hat nur Muttermilch bekommen. Gestern gab es das erste Mal wieder ein Stück gekochte Kartoffel (die fand er ganz gut, glaube ich). Nach der Aussage heute – und vor Kurzem war ich bei einer Stillgruppe, die Beraterin meinte, ich solle ihm regelmäßig etwas anbieten – bin ich mir einfach nicht mehr sicher, ob das vielleicht doch zu wenig Beikost ist. Soll ich ihm zu jeder Mahlzeit auch etwas Festes anbieten, einmal am Tag? Wir haben ihn auf jeden Fall immer dabei, wenn wir essen. Kann er das Interesse wieder verlieren, wenn er ein paar Tage lang nur gestillt wird? Gibt es dafür überhaupt konkrete "Richtlinien"? Ich denke nach wie vor, dass es am besten ist, ihn alles selbst ausprobieren zu lassen, aber ich möchte nicht, dass das am Ende zu wenig ist und er dann wirklich nicht ausreichend Nährstoffe erhält.
Welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht? Habt ihr ab einem bestimmten Zeitpunkt immer ganz regelmäßig Beikost angeboten? Oder auch mal mehr, mal weniger? Wie kann sich das entwickeln?
Danke schon mal und viele Grüße!
nach meinem heutigen Besuch beim Kinderarzt (die Sprechstundenhilfe meinte, mein Sohn müsse mit acht Monaten mindestens zwei Breiportionen am Tag essen) bin ich irgendwie doch etwas verunsichert. Der Kleine wird quasi noch voll gestillt und ist ganz altersgemäß entwickelt.
Nach meiner Auffassung soll er festes Essen kennenlernen können, wie er das möchte. Wir haben schon vor einiger Zeit (als er etwa sechs Monate alt war) versucht ihm Brei anzubieten, aber das wollte er absolut nicht, weder Gemüse (Pastinake, Möhre, Kartoffeln) noch Obst (Banane, Apfelmus mit Getreide). In Abständen von etwa einer Woche haben wir es immer mal wieder probiert, aber sein Widerwillen war unverändert – bis heute.
In der Zwischenzeit haben wir ihm auch öfter etwas in Stücken gegeben, Gurke, Orange, weich gekochte Möhre oder Kartoffel, auch mal etwas Brot. Das hat er zumindest erst einmal begeistert in den Mund gesteckt, befühlt, zermatscht, zum Teil wieder herausgebracht, manchmal auch homöopathische Mengen davon geschluckt. Für mich ist das in Ordnung, seinen Nahrungsbedarf deckt er über das Stillen und alles andere probiert er, bis etwas dabei ist, was ihm schmeckt.
Nun waren wir die letzten zwei Wochen erkältet und er hat nur Muttermilch bekommen. Gestern gab es das erste Mal wieder ein Stück gekochte Kartoffel (die fand er ganz gut, glaube ich). Nach der Aussage heute – und vor Kurzem war ich bei einer Stillgruppe, die Beraterin meinte, ich solle ihm regelmäßig etwas anbieten – bin ich mir einfach nicht mehr sicher, ob das vielleicht doch zu wenig Beikost ist. Soll ich ihm zu jeder Mahlzeit auch etwas Festes anbieten, einmal am Tag? Wir haben ihn auf jeden Fall immer dabei, wenn wir essen. Kann er das Interesse wieder verlieren, wenn er ein paar Tage lang nur gestillt wird? Gibt es dafür überhaupt konkrete "Richtlinien"? Ich denke nach wie vor, dass es am besten ist, ihn alles selbst ausprobieren zu lassen, aber ich möchte nicht, dass das am Ende zu wenig ist und er dann wirklich nicht ausreichend Nährstoffe erhält.
Welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht? Habt ihr ab einem bestimmten Zeitpunkt immer ganz regelmäßig Beikost angeboten? Oder auch mal mehr, mal weniger? Wie kann sich das entwickeln?
Danke schon mal und viele Grüße!